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Kybernetik und Theorien. Historische Entwicklung und Anwendungsmöglichkeiten der Spieltheorie

Title: Kybernetik und Theorien. Historische Entwicklung und Anwendungsmöglichkeiten der Spieltheorie

Term Paper , 2018 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Martin Hardtke (Author)

Engineering - Industrial Engineering and Management
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Die nachfolgende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Spieltheorie, ihrer Definition und ihrer historischen Entwicklung.

Die Spieltheorie wird als eine Methode angesehen, mit deren Hilfe strategische Tendenzen zur Analyse des jeweiligen Spielerverhaltens erkannt und genutzt werden können.

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird die Spieltheorie, welche einen engen Bezug zur Kybernetik hat, als zentrales Thema bearbeitet. Hierzu wird im Kapitel zwei eine Antwort auf die Frage "Was ist Spieltheorie?"gegeben. Um den Rahmen der Arbeit möglichst nicht zu verletzen, erfolgt dies in einem weniger detaillierten, dennoch sehr breiten Überblick. Dieser wegweisende Abschnitt führt zum eigentlichen Kern der Arbeit, welcher die Entwicklung der Spieltheorie in einen historischen Kontext setzt.

Bedeutende Persönlichkeiten finden hier ihre entsprechende Nennung sowie biografische Skizzierung. Um das theoretische Wissen um Praxisbeispiele zu erweitern, werden im Kapitel vier fünf gängige Spieltheorien vorgestellt, wie sie tagtäglich auftreten können. Zu diesen zählen das Gefangenendilemma, die Hirschjagd und der Geschlechterkampf, um nur einige zu nennen.

Nach diesem Ausflug in die reale Welt werden im letzten Kapitel die Erkenntnisse und Exempel kritisch diskutiert und mit einer Zusammenfassung abgeschlossen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist die Spieltheorie?

3 Geschichte und Entwicklung der Spieltheorie

4 Beispiele der Spieltheorie in der Praxis

4.1 Das Gefangenendilemma

4.2 Die Hirschjagd

4.3 Das Braess Paradoxon

4.4 Der Geschlechterkampf

4.5 Chicken Game

5 Zusammenfassung und kritische Auseinandersetzung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Grundlagen der Spieltheorie als wissenschaftliches Instrument zur Analyse strategischer Entscheidungssituationen darzustellen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie rational handelnde Akteure in Abhängigkeit voneinander strategische Entscheidungen treffen und welche Bedeutung diese Theorie für ökonomische und soziale Zusammenhänge hat.

  • Historische Entwicklung der Spieltheorie
  • Differenzierung von Nullsummenspielen und kooperativen Ansätzen
  • Analyse klassischer Fallbeispiele (Gefangenendilemma, Hirschjagd, etc.)
  • Kritische Würdigung der Übertragbarkeit spieltheoretischer Modelle auf die Realität

Auszug aus dem Buch

4.1 Das Gefangenendilemma

Das Gefangenendilemma beginnt mit einer Vorgeschichte. Die beiden Gauner A und B haben einen bewaffneten Raubüberfall begangen. Der Beobachter dieses Spiels hat diese wertvolle Information, die Strafverfolgungsbehörden hingegen nicht. Es kommt zur Festnahme und die Strafverfolgungsbehörden können lediglich einen Anklagepunkt verlässlich fixieren: illegaler Waffenbesitz. Der Nachweis, dass sie den Überfall als solchen begangen haben, gelingt nicht. Nun werden die beiden in getrennten Zellen untergebracht und verhört. In einigen Rechtssystemen kann ein Angeklagter, der durch seine Aussage zur Aufklärung einer Straftat beiträgt, mit einem milderen Urteil rechnen. So viel zur Ausgangssituation. Die beiden Betroffenen stellen nun eine Vielzahl von Überlegungen an. Zur Verdeutlichung soll die Abbildung 1 genutzt werden.

Angenommen Gauner A gesteht den gemeinsamen Überfall und Gauner B gesteht diesen nicht, dann kommt A als „Kronzeuge“ frei, da, wie oben beschrieben, ohne die Aussage des A die Straftat nicht hätte aufgeklärt werden können – A kommt frei.

Angenommen B gesteht ebenfalls, werden beide zu einer hohen Strafe (im Beispiel je fünf Jahre) verurteilt. Gesteht jedoch A nicht, sondern B, so erhält B den Kronzeugenstatus und A die Höchststrafe, hier zehn Jahre. Unabhängig davon, was B tut, ist es jeweils für A besser, zu gestehen und umgekehrt. Diese Strategie wird als dominante Strategie bezeichnet, da sie immer günstiger ist, unabhängig vom Handeln der zweiten Person. Das eigentliche Dilemma besteht nun darin, dass eine dominante Strategie (gestehen), angewandt von beiden Gefangenen, zum denkbar schlechtesten Gesamtresultat führt. Es entsteht ein Konflikt zwischen kollektiver Rationalität und individueller Optimierung. Würde jeder Gefangene für sich selbst optimieren, im Sinne einer möglichst geringen Strafe, kämen beide zu einem Ergebnis, dass individuell schlechter ist als jenes, wenn sie nicht individuell optimiert hätten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Spieltheorie als Methode zur Analyse strategischer Interaktionen ein und erläutert den Aufbau der Untersuchung.

2 Was ist die Spieltheorie?: Dieses Kapitel definiert die Spieltheorie als mathematische Methode zur Untersuchung sozialer Konfliktsituationen und grenzt sie von der Entscheidungstheorie ab.

3 Geschichte und Entwicklung der Spieltheorie: Es wird ein historischer Abriss gegeben, der von den Anfängen bei John von Neumann und Oskar Morgenstern bis hin zur evolutionären Spieltheorie reicht.

4 Beispiele der Spieltheorie in der Praxis: Anhand bekannter Modelle wie dem Gefangenendilemma, der Hirschjagd und dem Chicken Game werden strategische Handlungsmuster veranschaulicht.

5 Zusammenfassung und kritische Auseinandersetzung: Das abschließende Kapitel reflektiert die Anwendbarkeit der Theorie und weist auf die Grenzen bei der Übertragung auf komplexe Realitätssituationen hin.

Schlüsselwörter

Spieltheorie, Strategische Entscheidung, Gefangenendilemma, Rationalität, Nash-Gleichgewicht, Nullsummenspiele, Kooperation, Hirschjagd, Braess Paradoxon, Geschlechterkampf, Chicken Game, Ökonomie, Verhalten, Akteure, Industrieökonomik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen fundierten Einblick in die Spieltheorie, ihre historische Entwicklung und ihre praktische Anwendung bei der Analyse strategischer Interaktionen zwischen mehreren Akteuren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die mathematischen Grundlagen der Spieltheorie, historische Meilensteine der Theoriebildung und die Anwendung auf klassische, spieltheoretische Entscheidungssituationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, das Verständnis für strategisches Verhalten in Konfliktsituationen zu fördern und aufzuzeigen, warum Akteure in bestimmten Konstellationen so handeln, wie sie handeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die methodische Erläuterung spieltheoretischer Modelle mittels Auszahlungsmatrizen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Einordnung, eine historische Betrachtung der Entwicklung der Spieltheorie in drei Phasen sowie die detaillierte Analyse praktischer Beispiele.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe umfassen das Nash-Gleichgewicht, dominante Strategien, rationale Akteure und das Spannungsfeld zwischen kollektiver und individueller Rationalität.

Was unterscheidet das Gefangenendilemma von anderen Modellen?

Das Gefangenendilemma zeichnet sich dadurch aus, dass eine für den Einzelnen dominante Strategie kollektiv zu einem suboptimalen Ergebnis führt, was den klassischen Konflikt zwischen Individual- und Gruppeninteresse verdeutlicht.

Warum wird das Braess Paradoxon in den Kontext der Spieltheorie eingeordnet?

Es zeigt, dass das Hinzufügen einer zusätzlichen Ressource (z.B. einer neuen Straße) in einem Netzwerk die Effizienz für alle Beteiligten verschlechtern kann, wenn die Akteure rein egoistisch agieren.

Welche Bedeutung hat das Nash-Gleichgewicht in dieser Arbeit?

Das Nash-Gleichgewicht dient als zentrales Lösungskonzept, um stabile Zustände in strategischen Spielen zu identifizieren, bei denen kein Akteur einen Anreiz hat, einseitig von seiner Strategie abzuweichen.

Wie kritisch beurteilt der Autor die Anwendung der Spieltheorie?

Die Arbeit merkt kritisch an, dass die Spieltheorie zwar wertvolle Einblicke liefert, jedoch die individuellen Persönlichkeitsmerkmale und die hohe Komplexität realer Alltagssituationen häufig ausblendet.

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Details

Title
Kybernetik und Theorien. Historische Entwicklung und Anwendungsmöglichkeiten der Spieltheorie
College
AKAD University of Applied Sciences Stuttgart
Grade
1,3
Author
Martin Hardtke (Author)
Publication Year
2018
Pages
19
Catalog Number
V463357
ISBN (eBook)
9783668922587
ISBN (Book)
9783668922594
Language
German
Tags
Kybernetik Theorien Spieltheorie Gefangenendilemma Hirschjagd Braess Paradoxon Geschlechterkampf Battle of Sexes Chicken Game Oskar Morgenstern John von Neumann Theory of Games
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Hardtke (Author), 2018, Kybernetik und Theorien. Historische Entwicklung und Anwendungsmöglichkeiten der Spieltheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463357
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