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Die verschiedenen Auftretensformen von Stalking

Titel: Die verschiedenen Auftretensformen von Stalking

Projektarbeit , 2016 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Aleks Ancenko (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Viele Menschen waren im Verlauf ihres Lebens bereits irgendeiner Art von Stalking ausgesetzt. Was jedoch genau ist Stalking? Diese Frage lässt sich nicht leicht beantworten, denn eine spezifische Verhaltensweise, die dabei immer präsent ist, lässt sich nicht bestimmen. Es lässt sich auch keine besondere Ursache oder Motivation finden. Ganz im Gegenteil, meist hat man es mit einer Mehrzahl von Verhaltensweisen zu tun, hinter denen die sich unterschiedlichsten psychischen Auffäligkeiten, Emotionen und Motivationen verstecken. Diese Arbeit soll einen Beitrag leisten zur Klärung der Formen von Stalking und dabei auf die verschiedenen auftretenden Handlungen und Motive eingehen, sowie auf Stalkingsituationen, in die Kinder miteinbezogen werden.

Das Wort Stalking selbst stammt aus der Jägersprache und bedeutet wörtlich übersetzt "auf die Pirsch gehen". Somit verdeutlicht der Begriff die wiederholten Versuche des Stalkers, auf verschiedene Art und Weise mit dem Opfer gegen dessen Willen in Kontakt zu treten. Es handelt sich dabei also um ein einseitiges Kontaktstreben, bei dem eine Person eine Beziehung mit einer Person aufzubauen versucht, die dies nicht möchte. Die Interaktion um die es sich beim Stalking handelt, ist also von einer deutlichen Asymmetrie geprägt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Definition

2 Handlungen

3 Dauer und Häufigkeit

4 Motive

5 Stalking und Kinder

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Projektarbeit befasst sich mit dem Phänomen Stalking, insbesondere mit den verschiedenen Erscheinungsformen, Motiven der Täter und den spezifischen Auswirkungen auf betroffene Kinder im Kontext häuslicher Gewalt.

  • Grundlegende Begriffsbestimmung und Definition von Stalking
  • Analyse typischer Handlungsweisen und Kommunikationsmethoden
  • Untersuchung von Häufigkeit und Dauer stalkender Verhaltensweisen
  • Psychologische Motive und Beweggründe der Täter
  • Problematik und Folgen von Stalking für betroffene Kinder

Auszug aus dem Buch

5 Stalking und Kinder

Wenn Kinder aus einer vorangegangen Partnerschaft beteiligt sind, stellt Stalking immer eine besondere Schwierigkeit dar. Da der vom Stalking betroffene Elternteil den Kontakt zum stalkenden Elternteil nicht ganz abbrechen kann, denn meist müssen noch Absprachen getroffen werden wie Übergabe der Kinder bei Betreuungswechsel, Arztbesuche usw. Durch diese zwangsläufigen Treffen und Befragungen der Kinder über das Leben des anderen Elternteils können die stalkenden Elternteile viel über den Alltag der Betroffenen herausfinden. Es bietet sich beispielsweise die Möglichkeit diese an der Schule anzutreffen. Für involvierte Einrichtungen und Ämter sind solche Situationen schwer einzuschätzen. Inwieweit wird das Kind instrumentisiert? Wo hört legitimes Interesse auf und wo beginnt eindeutiges Stalking? Kontraindiziert sind dabei vor allem gerichtliche Auflagen der Mediation, gemeinsame Gespräche beim Jugendamt oder auch Paar- und Familientherapien. Jedoch muss auch bedacht werden, dass für das stalkende Elternteil, sowohl der Verlust des Partners als auch der eingeschränkte Umgang mit dem Kind häufig zu einer existentiellen Krise führen kann. Kränkungen durch den Verlust seiner Elternrolle und auch das angeschlagene Selbstwertgefühl müssen durch die Person zeitnah bearbeitet werden, um so die Gefahr des Stalkings zu minimieren (vgl. Stop-Stalking, o.J.)

Auch Gallas u.a. (2010) sind der Meinung, dass gemeinsame Kinder einen Kontaktabbruch bei Ex-Partner Stalking verkomplizieren. Der Kontakt mit dem Stalker muss auf das Notwendigste reduziert werden. Dabei sollte man versuchen die Kinderübergabe entweder über Dritte oder auf neutralem Boden zu ermöglichen. Im besten Fall so, dass die Eltern sich nicht begegnen müssen. In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig, dass eine Kontaktverweigerung von dem gestalkten Elternteil als Folge des Stalkingverhaltens nicht als fehlende Kooperationsbereitschaft gewertet wird und damit bei Sorgerechtsfragen als Nachteil ausgelegt wird. Diese Situation muss immer ursachen- und kontextabhängig bewertet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Definition: Dieses Kapitel erläutert die Schwierigkeit einer einheitlichen Definition von Stalking und beschreibt es als einseitiges, asymmetrisches Kontaktstreben.

2 Handlungen: Hier werden die vielfältigen Methoden des Stalkings, wie Telefonanrufe, Cyberstalking und das Senden unerwünschter Gegenstände, detailliert dargestellt.

3 Dauer und Häufigkeit: Dieses Kapitel analysiert statistische Daten zur Lebenszeitprävalenz sowie die zeitliche Ausdehnung von Stalking-Fällen in internationalen Vergleichsstudien.

4 Motive: Die Ausarbeitung beleuchtet die psychologischen Hintergründe der Täter, darunter Rache, Eifersucht und den Wunsch nach Kontrolle oder Macht.

5 Stalking und Kinder: Dieser Abschnitt thematisiert die psychische Belastung für Kinder, die in Auseinandersetzungen zwischen Ex-Partnern als Informationsquelle oder Druckmittel instrumentalisiert werden.

Schlüsselwörter

Stalking, Cyberstalking, psychische Gewalt, Kontaktstreben, Täter-Opfer-Beziehung, Kindeswohl, Beziehungsstatus, Prävalenz, Psychoterror, Interaktionsasymmetrie, Trennungskonflikt, Belästigung, emotionale Gewalt, Instrumentalisierung, Opfer-Schutz

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Projektarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen Stalking im Kontext von häuslicher Gewalt, wobei ein besonderer Fokus auf den Auswirkungen für Kinder liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der Definition und den verschiedenen Handlungsweisen des Stalkings werden die Motive der Täter sowie die besonderen Herausforderungen beim Umgang mit gemeinsamen Kindern untersucht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein Verständnis für das komplexe Stalking-Verhalten zu schaffen und aufzuzeigen, welche psychischen Belastungen dieses für Betroffene und involvierte Kinder bedeutet.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien und fachwissenschaftlicher Erkenntnisse zum Thema Stalking und dessen Folgen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Definition, Handlungsformen, statistische Dauer und Häufigkeit, Täter-Motive sowie die Auswirkungen von Stalking auf Kinder.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Stalking, emotionale Gewalt, Instrumentalisierung von Kindern und Täter-Motive geprägt.

Warum wird Stalking in der Arbeit als "asymmetrische Interaktion" bezeichnet?

Der Begriff verdeutlicht, dass es sich um einen einseitigen Kontaktversuch handelt, bei dem der Stalker eine Beziehung erzwingen möchte, die vom Opfer explizit abgelehnt wird.

Wie gehen Täter laut den Ausführungen mit gemeinsamen Kindern vor?

Täter nutzen Kinder häufig als Nachrichtenüberbringer, fragen sie über den Beziehungsstatus aus oder versuchen, sie durch Bestechung oder das Erzeugen von Mitleid auf ihre Seite zu ziehen.

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Details

Titel
Die verschiedenen Auftretensformen von Stalking
Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
1,0
Autor
Aleks Ancenko (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
12
Katalognummer
V463416
ISBN (eBook)
9783668934269
ISBN (Buch)
9783668934276
Sprache
Deutsch
Schlagworte
stalking soziale arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Aleks Ancenko (Autor:in), 2016, Die verschiedenen Auftretensformen von Stalking, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463416
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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