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Ist Mehrsprachigkeit für Schüler eine Chance oder ein Hindernis?

Titel: Ist Mehrsprachigkeit für Schüler eine Chance oder ein Hindernis?

Hausarbeit , 2016 , 31 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Isabelle Geiger (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Aufgabe dieser Arbeit besteht darin, den Spracherwerb von Kindern und Jugendlichen mit Deutsch als Zweitsprache aufzuzeigen, vor allem in Hinblick auf die sich anschließende Förderung. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen dem Erwerb der Sprache und der Förderung zu erläutern und anschließend verschiedene Fördermöglichkeiten mit dem Schwerpunkt auf einer bestimmten außerschulischen Förderung darzustellen.

Da mittlerweile immer mehr Menschen aus Ländern mit unterschiedlichen Herkunftssprachen nach Deutschland kommen, ist es unmöglich, all diese Sprachen in die Analyse mit aufzunehmen. Deshalb wird der Fokus vor allem auf dem Vergleich des Deutschen mit dem Türkischen liegen, da es einen großen Anteil türkischstämmiger Schüler und Schülerinnen an deutschen Schulen gibt. Mithilfe dieses Sprachvergleichs sollen die Chancen, die Mehrsprachigkeit für den Unterricht bietet, herausgearbeitet werden.

In Deutschland wachsen viele Kinder und Jugendliche mehrsprachig auf. Jedoch ist es um den Bildungserfolg von Heranwachsenden aus Zuwandererfamilien oft nicht gut bestellt. In der Praxis werden mehrsprachige Kinder häufig als Problemgruppe wahrgenommen. Die Gründe für die Bildungsbenachteiligung sind nicht immer auf individuelle Lernschwierigkeiten zurückzuführen, sondern auch auf Defizite auf Seiten der Bildungseinrichtung und der Ausbildung der Lehrkräfte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die aktuelle Einwanderungssituation und Bildungsbenachteiligung

3 Zweitspracherwerb

3.1 Die Identitäts-, Kontrastiv- und Interlanguagehypothesen

3.2 Die Interdependenzhypothese

4 Diagnoseverfahren

4.1 Qualitative und quantitative Diagnoseverfahren

5 Kontrastive Linguistik am Beispiel Deutsch-Türkisch

5.1 Besonderheiten der deutschen Sprache

5.2 Besonderheiten der türkischen Sprache im Vergleich zur deutschen Sprache

5.3 Häufige Fehlerquellen

5.4 Sprachvergleich in der Schule

6 Fördermöglichkeiten

6.1 Praxisbeispiel BiZuKi

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen beim Erwerb der Zweitsprache Deutsch für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, wobei ein besonderer Fokus auf dem kontrastiven Vergleich zwischen dem Deutschen und dem Türkischen liegt. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Spracherwerb und Bildungsbenachteiligung aufzuzeigen sowie förderdidaktische Ansätze zu evaluieren.

  • Analyse der aktuellen Einwanderungssituation und bildungsrelevanter Benachteiligungen.
  • Theoretische Auseinandersetzung mit Zweitspracherwerbshypothesen.
  • Kontrastive Analyse der sprachlichen Besonderheiten von Deutsch und Türkisch.
  • Diskussion über diagnostische Verfahren und praktische Fördermodelle, insbesondere das Projekt "BiZuKi".

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Interdependenzhypothese

Jim Cummins greift die bisherigen Befunde auf und entwickelt die Interdependenzhypothese. Sie besagt, dass sich die Zweitsprache auf Grundlage der Erstsprache entwickelt, von der die Zweitsprache dann profitiert. Wenn keine hohe Kompetenz in einer Sprache ausgebildet ist, kann – so die Annahme – auch keine hohe Kompetenz in der zweiten Sprache erreicht werden. Das würde letztendlich bedeuten, dass Kinder, die keine intakte Erstsprache erworben haben, auch beim Erwerb der Zweitsprache auf Schwierigkeiten stoßen. Darüber hinaus geht Cummins davon aus, dass die Kompetenz, die ein zweisprachiges Kind in der Zweitsprache erreicht, zum Teil vom Stand der Kompetenzentwicklung der Erstsprache beim ersten Kontakt mit der Zweitsprache abhängt.

An diesem Punkt kann erneut auf das Schaubild „Faktoren die den Zweitspracherwerb beeinflussen“ zurückgegriffen werden. Ein Faktor, der dort aufgezeigt, ist das Alter, in dem sich der Lerner zu Beginn des Zweitspracherwerbs befindet. Laut Cummins kann man davon ausgehen, dass Kinder, welche im Aufnahmeland eingeschult wurden, und somit in niedrigem Alter die Zweitsprache erlernen, auf größere Probleme und Schwierigkeiten stoßen, als Kinder die während der Schulzeit immigriert sind. Eine weitere Frage, mit der sich häufig im Zusammenhang mit dem Zweitspracherwerb beschäftigt wird, ist die Frage inwieweit es hilfreich oder sogar nötig ist, die Erstsprache des Lerners im Aufnahmeland weiterzuentwickeln. Hier konnte in einer Reihe von Studien weltweit gezeigt werden, dass Migrantenkinder erfolgreicher in der Schule des Aufnahmelandes sind, wenn ihre Erstsprache ebenfalls weiterentwickelt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungsbezogene Benachteiligung von Kindern aus Zuwandererfamilien und begründet die Relevanz eines Sprachvergleichs zwischen Deutsch und Türkisch.

2 Die aktuelle Einwanderungssituation und Bildungsbenachteiligung: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand von Statistiken den Zusammenhang zwischen Migrationshintergrund und erschwerten Bildungschancen in Deutschland.

3 Zweitspracherwerb: Hier werden theoretische Grundlagen wie die Identitäts- und Interdependenzhypothese eingeführt, um den Prozess des Zweitspracherwerbs wissenschaftlich einzuordnen.

4 Diagnoseverfahren: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung qualitativer und quantitativer Instrumente zur Erfassung des individuellen Sprachstandes von Lernenden.

5 Kontrastive Linguistik am Beispiel Deutsch-Türkisch: Der Hauptteil analysiert spezifische Sprachstrukturen beider Sprachen, identifiziert typische Fehlerquellen und diskutiert den Nutzen des Sprachvergleichs im Unterricht.

6 Fördermöglichkeiten: Hier werden verschiedene DaZ-Förderkonzepte diskutiert, gefolgt von einer detaillierten Vorstellung des Karlsruher Praxisbeispiels "BiZuKi".

7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert einen reflektierten Umgang mit Mehrsprachigkeit als Chance für das Bildungssystem.

Schlüsselwörter

Zweitspracherwerb, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Kontrastive Linguistik, Mehrsprachigkeit, Interdependenzhypothese, Bildungsbenachteiligung, Sprachförderung, Migration, Türkisch, Sprachvergleich, Diagnostik, BiZuKi, Schulerfolg, Bildungssprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sprachlichen Herausforderungen, vor denen Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem stehen, insbesondere unter Berücksichtigung von Türkisch als Erstsprache.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Spracherwerbstheorien, Diagnosemöglichkeiten des Sprachstandes, kontrastive Linguistik sowie die Evaluation von Förderkonzepten für den Zweitspracherwerb.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Erst- und Zweitsprache sowie der notwendigen Förderung zu erläutern und aufzuzeigen, wie ein Sprachvergleich die Bildungschancen verbessern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse aktueller linguistischer und pädagogischer Hypothesen sowie auf einem kontrastiven Vergleich der grammatikalischen Systeme des Deutschen und Türkischen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Erklärungsmodelle zum Spracherwerb, Diagnoseverfahren, spezifische Fehlerquellen im Deutsch-Türkisch-Vergleich und praktische Ansätze wie das Projekt "BiZuKi" detailliert diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Zweitspracherwerb (DaZ), Kontrastive Linguistik, Interdependenzhypothese, Bildungsbenachteiligung und Sprachförderung.

Welche Rolle spielt die Interdependenzhypothese in diesem Kontext?

Die Hypothese nach Cummins dient als theoretische Grundlage für die Annahme, dass die Kompetenz in der Erstsprache entscheidend für den erfolgreichen Erwerb der Zweitsprache ist.

Was zeichnet das im Dokument vorgestellte BiZuKi-Projekt aus?

Es ist ein unterrichtsergänzendes Projekt der PH Karlsruhe, das in Kleingruppen individuelle Förderung durch spielerische Methoden bietet und Deutschförderung integrativ mit sozialer Kompetenzstärkung verbindet.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist Mehrsprachigkeit für Schüler eine Chance oder ein Hindernis?
Hochschule
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Note
1,5
Autor
Isabelle Geiger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
31
Katalognummer
V463436
ISBN (eBook)
9783668920804
ISBN (Buch)
9783668920811
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mehrsprachigkeit schüler chance hindernis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Isabelle Geiger (Autor:in), 2016, Ist Mehrsprachigkeit für Schüler eine Chance oder ein Hindernis?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463436
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Leseprobe aus  31  Seiten
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