Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Developmental Psychology

Das Asperger-Syndrom. Pädagogische Ansätze zur Förderung der sozialen Interaktion und Kommunikation

Title: Das Asperger-Syndrom. Pädagogische Ansätze zur Förderung der sozialen Interaktion und Kommunikation

Bachelor Thesis , 2018 , 44 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Joana Lima (Author)

Psychology - Developmental Psychology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

“Der Autismus an sich ist keine Hölle. Die Hölle entsteht erst durch eine Gesellschaft, die sich weigert, Menschen zu akzeptieren, die anders sind als die Norm, oder diese Menschen zur Anpassung zwingen will“. Dieses Zitat von einer Asperger-Autistin veranschaulicht die heutzutage vorherrschende strikte Kategorisierung und Stigmatisierung von autistischen Menschen durch die Gesellschaft, ohne Genaueres über ihr Wesen in Erfahrung gebracht zu haben. Gerade Menschen, die nicht der gesellschaftlichen „Norm“ entsprechen und besondere Charakteristiken aufweisen, sollten unser Interesse wecken, mehr über ihren Alltag, ihre Gefühlswelt und ihre Wahrnehmung zu erfahren. Wie fühlen und denken autistische Menschen und wie empfinden sie zwischenmenschliche Beziehungen?

Für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen besteht die grundlegende Schwierigkeit, soziale Signale angemessen aufzunehmen, zu verarbeiten und sie effektiv zu beantworten. Aufgrund dieser Problematik fokussiert sich die vorliegende, literaturbasierte Bachelorarbeit, um unter anderem den letztgenannten entgegenwirken zu können, auf die gezielte Förderung der sozialen Interaktion und Kommunikation von Schülern mit dem Asperger-Syndrom durch Lehrkräfte an Regelschulen mithilfe von geeigneten pädagogischen Fördermaßnahmen. Aus den Gründen, dem Inklusionsgedanken entgegenzukommen und den betroffenen Schülern Unterricht in einem „anregungsreichen und fordernden [inklusiven] Lernmilieu“ zu ermöglichen, das sich als „förderlicher“ für Schüler mit den Schwerpunkten „Emotionale und soziale Entwicklung“ erweisen soll als das einer Förderschule, fokussiert sich diese Arbeit im Speziellen auf die Beschulung an Regelschulen. Im Hinblick auf den besonderen Fokus auf die Asperger-Autisten, denen nach Eckert und Volkart (2016) aktuell „eine zunehmende Aufmerksamkeit und Beachtung im Fachdiskurs und in der öffentlichen Berichterstattung“ geschenkt wurde, lässt sich vermuten, dass die anregende Lernatmosphäre sich positiv auf die sozialen Fähigkeiten dieser Zielgruppe auswirken können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Störungsbild Asperger-Syndrom

2.2 Klassifikation nach ICD-10 und DSM-V

2.3 Symptomatik

2.4 Prävalenz und Beschulung

3 Inklusion

4 Herausforderungen im inklusiven Unterricht mit Schülerinnen und Schülern mit dem Asperger-Syndrom

5 Fragestellung

6. Empirisch-belegte pädagogische Ansätze zur Förderung von sozialer Interaktion und Kommunikation im Unterricht

6.1 Das TEACCH-Programm

6.2 Das soziale Kompetenztraining SOSTA-FRA für Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung

6.3 TOMTASS – Das Theorie-of-Mind-Training

7 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht pädagogische Ansätze zur Förderung der sozialen Interaktion und Kommunikation bei Schülern mit Asperger-Syndrom im inklusiven Unterricht an Regelschulen, um Lehrkräfte bei der Bewältigung damit verbundener Herausforderungen zu unterstützen.

  • Grundlagen des Asperger-Syndroms und diagnostische Klassifikationen
  • Herausforderungen in der inklusiven Beschulung aus Lehrersicht
  • Analyse pädagogischer Förderprogramme (TEACCH, SOSTA-FRA, TOMTASS)
  • Bedeutung der Elternkooperation und der Einbindung der Mitschüler
  • Professionalisierung der Lehrkräfte im Umgang mit Autismus

Auszug aus dem Buch

6.1 Das TEACCH-Programm

Der Name TEACCH steht für Treatment and Education of Autistic and related Communication-handicapped Children und ist ein „pädagogisch-verhaltenstherapeutische[r] und ressourcenorientierte[r] Förderansatz, der insbesondere auf Menschen mit erheblichen Problemen im „perzeptiven, kommunikativen und interaktiven Bereich“ zugeschnitten ist (Kamp-Becker, Duketis, Sinzig, Poustka & Becker, 2010, S. 147). TEACCH entstand in den 60er Jahren und hat seinen Entwicklungsursprung in North Carolina bei Eric Schopler und seinem Forschungsteam (Rabsahl, 2016, S. 27). Das Forschungsteam arbeitete heraus, dass Strukturen in verschiedenen Lebenssituationen von Vorteil für Kinder mit Autismus sind und dass durch Anwendungen von Strukturen ihr Leben deutlich erleichtert wird, denn Autisten haben meist Schwierigkeiten ihr Detailwissen situationsabhängig sinnvoll anzuwenden (Rabsahl, 2016, S. 27). Hinter dem Konzept steckt der Gedanke, den autistischen Individuen zu einem Sinn und einer Bedeutung in ihrer Erfahrungswelt zu verhelfen, sodass ihr Verständnis und effektives Handeln gefördert werden (Rabsahl, 2016, S. 27).

Nach Rabsahl (2016) kann der Zugang zum Sinn und zur Bedeutung mit einer gezielten Strukturierung erreicht werden. Mithilfe der Erstellung eines Gesamtbildes aus ihren vielen kleinen Details, mit denen betroffene Kinder in ihrer sozialen Umwelt nicht anzufangen wissen, soll eine Kontextualisierung ermöglicht werden (Rabsahl, 2016, S. 27). Laut Rabsahl (2016) zielt das TEACCH-Programm insbesondere darauf ab, einen „hohen Bezug zum realen Lebensumfeld“ (S. 27) herzustellen. TEACCH soll die Kinder zum autonomen Handeln erziehen und sie fördern, indem eine bestmögliche, auf das betroffene Kind abgestimmte Lernatmosphäre kreiert wird (Rabsahl, 2016, S. 27).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die soziale Stigmatisierung autistischer Menschen und begründet das Ziel, pädagogische Förderansätze zur Unterstützung von Schülern mit Asperger-Syndrom an Regelschulen zu identifizieren.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert das Störungsbild des Asperger-Syndroms, seine Klassifikation, Symptomatik sowie die aktuelle Situation der Beschulung.

3 Inklusion: Hier wird das Konzept der Inklusion als Menschenrecht im schulischen Kontext definiert und dessen Bedeutung für die Gestaltung einer passenden Lernumgebung hervorgehoben.

4 Herausforderungen im inklusiven Unterricht mit Schülerinnen und Schülern mit dem Asperger-Syndrom: Es werden typische Schwierigkeiten für Lehrkräfte, wie Aggressivität oder kommunikative Defizite der betroffenen Kinder, auf Basis von Studien geschildert.

5 Fragestellung: Basierend auf der Symptomatik und den Herausforderungen wird die zentrale Forschungsfrage nach effektiven Fördermaßnahmen für Asperger-Autisten an Regelschulen formuliert.

6. Empirisch-belegte pädagogische Ansätze zur Förderung von sozialer Interaktion und Kommunikation im Unterricht: Dieser Hauptteil beschreibt und bewertet die drei Programme TEACCH, SOSTA-FRA und TOMTASS hinsichtlich ihrer Eignung für den Unterricht.

7 Diskussion: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse, Reflexion der limitierenden Faktoren der Programme und Empfehlungen für die zukünftige schulische Praxis.

Schlüsselwörter

Asperger-Syndrom, Autismus-Spektrum-Störung, inklusive Beschulung, Regelschule, soziale Interaktion, Kommunikation, TEACCH, SOSTA-FRA, TOMTASS, Theorie-of-Mind, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Schulalltag, Elternkooperation, Lernatmosphäre, Sozialkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Unterstützung von Schülern mit Asperger-Syndrom, um deren soziale Interaktion und Kommunikation in inklusiven Regelschulen zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Symptomatik des Asperger-Syndroms, die Herausforderungen der inklusiven Beschulung sowie spezifische evidenzbasierte Förderprogramme.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte abzuleiten, wie sie Schüler mit Asperger-Syndrom im Unterricht effektiv unterstützen und deren Teilhabe verbessern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Bachelorarbeit, die bestehende Studien, Konzepte und Evaluationsergebnisse analysiert und zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung und kritischen Prüfung der drei Förderprogramme TEACCH, SOSTA-FRA und TOMTASS.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Asperger-Syndrom, Inklusion, soziale Kompetenz, TEACCH, SOSTA-FRA, TOMTASS und schulische Förderung.

Warum ist die Kooperation mit Eltern so wichtig?

Die Einbindung der Eltern ist für den Erfolg der Förderung essenziell, da sie wertvolle Informationen über das Kind beitragen und einen Transfer der gelernten sozialen Fertigkeiten in den Alltag unterstützen können.

Inwieweit sind die vorgestellten Programme für Regelschulen geeignet?

Obwohl die Programme ihre Wirksamkeit primär in therapeutischen Settings bewiesen haben, werden in der Arbeit Möglichkeiten diskutiert, wie sie unter Berücksichtigung von Strukturierungshilfen in den Regelschulalltag integriert werden könnten.

Welche Rolle spielt die Schulassistenz bei der Förderung?

Schulassistenzen können eine zentrale Rolle bei der Entlastung der Lehrkräfte spielen und dem Kind helfen, sich im komplexen Schulalltag zu orientieren und sicher zu fühlen.

Excerpt out of 44 pages  - scroll top

Details

Title
Das Asperger-Syndrom. Pädagogische Ansätze zur Förderung der sozialen Interaktion und Kommunikation
College
University of Paderborn
Grade
2,0
Author
Joana Lima (Author)
Publication Year
2018
Pages
44
Catalog Number
V463465
ISBN (eBook)
9783668910973
ISBN (Book)
9783668910980
Language
German
Tags
asperger-syndrom pädagogische ansätze förderung interaktion kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Joana Lima (Author), 2018, Das Asperger-Syndrom. Pädagogische Ansätze zur Förderung der sozialen Interaktion und Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463465
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  44  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint