Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Physics - Nuclear Physics

Quarks. Eine Analyse ihrer Eigenschaften und Entdeckungsgeschichte

Title: Quarks. Eine Analyse ihrer Eigenschaften und Entdeckungsgeschichte

Pre-University Paper , 2018 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Alexander Däubler (Author)

Physics - Nuclear Physics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit geht es um die Entdeckung der ersten Quark-Generation (Up, Down). Dabei werden das zugrunde liegende Postulat und das Experiment, das zur Entdeckung führte, beschrieben.

Warum die Suche nach Quarks? Eine berechtigte Frage, immerhin funktionierte alles mit dem früheren Modell sehr gut. Die Theorie der Hadronen als kleinste Bausteine war elegant, was Physikern sehr wichtig ist, aber noch viel wichtiger, sie funktionierte in den meisten aller Fällen. Jedoch gab es drei Anomalien, die die Physiker der damaligen Zeit stutzig werden ließen. Zum einen gab es eine exorbitant hohe Menge an „kleinsten“ Teilchen . Es war nicht nur eine unelegante Lösung, sondern auch unerklärbar, weshalb es so viele Grundbausteine der Materie geben sollte. Doch dieser Umstand konnte trotz der geringen Wahrscheinlichkeit eine Laune der Natur sein, immerhin hat niemand eine Ahnung, wie wir uns den Aufbau des Kosmos vorstellen können. Denn es gibt auf solchen Größenskalen keine Anhaltspunkte mehr an denen man sich orientieren könnte und umso tiefer man vordringt, umso fantastischer wird es.

Neben der großen Menge an Elementarbausteinen als offensichtlichstes Problem stieß man bei Experimenten an Teilchenbeschleunigern auf zwei weitere Probleme. Als man nämlich einzelne Nukleonen, also Neutronen oder Protonen, mit hochenergetischen Elektronen beschoss, wich der Wirkungsquerschnitt der Streuung der Elektronen von den prognostizierten Werten ab. Genauer handelt es sich bei dem Wirkungsquerschnitt σ um die Wahrscheinlichkeit, dass zwischen dem einfallenden Teilchen und dem Target (hier das Nukleon als Target und Elektronen als einfallende Teilchen) eine Reaktion, also Streuung, Absorption, und so weiter, stattfindet. Der beobachtete Wirkungsquerschnitt glich dem einer Streuung an strukturierten Objekten. Das war jedoch nicht möglich, denn wenn ein Objekt strukturiert ist, bedeutet das, dass es aus mehreren Bauteilen aufgebaut ist.

Somit hatte man also triftige Gründe dafür, dass Protonen und andere Baryonen aus noch kleineren Teilchen aufgebaut sein müssen. Obwohl es zu dieser Zeit, also etwa in den 1960ern, schon Experimente an Teilchenbeschleunigern gab, welche Baryonenresonanzen festgestellt hatten, konnte man die Quarks als Bausteine der Nukleonen nicht direkt feststellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Die scheinbar ewige Suche

2. Entdeckung der Quarks

2.1 Warum die Suche nach Quarks?

2.2 Technische Probleme und deren Lösung

2.3 Das Experiment

3. Das Quark und sein Leben – Eigenschaften der Quarks

3.1 Das Quarkflavour

3.2 Confinement

3.3 Die Generationen der Quarks

4. Ist das Quark das kleinste?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische und physikalische Entdeckung von Quarks als fundamentale Bausteine der Materie. Ziel ist es, die wissenschaftliche Herleitung ihrer Existenz durch Streuexperimente nachzuvollziehen, ihre grundlegenden Eigenschaften zu erläutern und den aktuellen Forschungsstand hinsichtlich ihrer Substruktur zu diskutieren.

  • Historische Entwicklung der Teilchenphysik bis zur Entdeckung der Quarks
  • Methodische Herausforderungen bei der experimentellen Detektion kleinster Teilchen
  • Physikalische Eigenschaften: Quarkflavours, Farbladung und Confinement
  • Systematik der Teilchengenerationen und Massenunterschiede
  • Diskussion über die Fundamentalität von Quarks und aktuelle Theorien

Auszug aus dem Buch

2.3 Das Experiment

Nach der Fertigstellung des Elektronenlinearbeschleunigers hatte man nun also endlich die technischen Voraussetzungen geschaffen, um einen Versuch zu starten die Quarks experimentell nachzuweisen. Jerome Isaac Friedman, Henry Way Kendall und Richard Taylor, welche 1990 zusammen mit dem Nobelpreis für diese Arbeit ausgezeichnet wurden, waren die federführenden Wissenschaftler für diesen Versuch. „Ein Strahl hochbeschleunigter Elektronen der Energie W0 fällt auf ein Wasserstofftarget und wird an dessen Protonen gestreut. Mit einem Detektor D werden die Teilchenstromdichte und die Energie der in die Richtung ϑ gestreuten Elektronen gemessen.“

Von der Machart ähnelt dieser Versuchsaufbau stark dem von Ernest Rutherford zur Erforschung der Atomstruktur. Rutherford benutzte damals einen α-Strahler um positiv geladene Helium-Kerne auf eine Goldfolie zu schießen, um die Folie herum diente ein Fotopapier als Detektor. Eine Ähnlichkeit zwischen den Versuchsaufbauten findet man zum Beispiel in der Position des Detektors, dessen Position und vor allem ϑ = 10° wählten die Wissenschaftler aus dem gleichen Grund weshalb Rutherford einen Runden Fotoschirm benutzte anstatt eines normalen. Rutherford versuchte damals zu beweisen das ein Atom eine innere Struktur hat, das gelang ihm indem er α-Teilchen auf Atome schoss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die scheinbar ewige Suche: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der Suche nach den kleinsten Bausteinen der Materie, von Demokrits Atomvorstellung bis zur modernen Teilchenphysik.

2. Entdeckung der Quarks: Hier werden die Gründe für die Suche nach Quarks, die technischen Hürden bei deren Nachweis und das entscheidende Experiment zur Bestätigung ihrer Existenz dargelegt.

3. Das Quark und sein Leben – Eigenschaften der Quarks: Dieses Kapitel behandelt die spezifischen Eigenschaften von Quarks, einschließlich der Farbladung, des Confinements und ihrer Einteilung in drei Generationen.

4. Ist das Quark das kleinste?: Hier wird der aktuelle Stand der Forschung bewertet, insbesondere ob das Quark als fundamentales Teilchen gilt oder ob Ansätze wie die Stringtheorie weitere Strukturen vermuten lassen.

Schlüsselwörter

Quarks, Teilchenphysik, Standardmodell, Hadronen, Elektronenstreuung, Wirkungsquerschnitt, Baryonenresonanzen, Farbladung, Confinement, Teilchengenerationen, Quantenchromodynamik, Elementarteilchen, Strukturformel, Impuls, Materiewellenlänge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Quarks als fundamentale Bausteine der Materie und deren Entdeckungsgeschichte innerhalb der Teilchenphysik.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die Schwerpunkte liegen auf den experimentellen Nachweisen für die Existenz von Quarks, ihren spezifischen physikalischen Eigenschaften sowie ihrer Rolle im Standardmodell.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Physiker mittels Hochenergie-Streuexperimenten die Existenz der Quarks bewiesen haben und warum diese Teilchen als die aktuell kleinsten bekannten Strukturen betrachtet werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung physikalischer Experimente, insbesondere der tief unelastischen Elektronenstreuung an Protonen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die technischen Voraussetzungen für Teilchenbeschleuniger, der Versuchsaufbau des Streuexperiments, die Interpretation der Streudiagramme und die daraus abgeleiteten Eigenschaften der Quarks diskutiert.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Begriffe sind Quarks, Standardmodell, Teilchengenerationen, Farbladung, Confinement und Wirkungsquerschnitt.

Wie wurde das Problem des „Pauli-Verbots“ bei Quarks gelöst?

Das Problem, dass sich Fermionen nicht im gleichen Zustand befinden dürfen, wurde durch die Einführung der Eigenschaft „Farbladung“ gelöst, die es den Quarks ermöglicht, sich innerhalb eines Hadrons zu unterscheiden.

Was besagt das Phänomen des „Confinements“?

Das Confinement besagt, dass Quarks nicht isoliert existieren können; sie sind immer in Hadronen gebunden, da die aufgewendete Energie bei Trennungsversuchen zur Erzeugung neuer Quark-Antiquark-Paare führt.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Quarks. Eine Analyse ihrer Eigenschaften und Entdeckungsgeschichte
Grade
2,0
Author
Alexander Däubler (Author)
Publication Year
2018
Pages
22
Catalog Number
V463552
ISBN (eBook)
9783668926813
ISBN (Book)
9783668926820
Language
German
Tags
Physik Quarks Teilchenphysik Farbladung Confinement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Däubler (Author), 2018, Quarks. Eine Analyse ihrer Eigenschaften und Entdeckungsgeschichte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463552
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint