Teletubbies - Sandmännchen auf Ecstasy oder Teddy-Potential


Hausarbeit, 2003

31 Seiten, Note: Sehr gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Teletubbies – Die Hintergründe
2.1 Wie alles begann
2.2 Der Begriff „Teletubbies“
2.3 Die Sprache der Teletubbies
2.4 Die Charaktere der Kinderserie
2.5 Ablauf einer Teletubbie-Episode
2.6 Erfinder und Produzentin im Interview
2.7 Die Teletubbies erobern Deutschland

3 Erziehungswissenschaften und Medienpädagogik
3.1 Entwicklungsphasen des Kindes
3.2 Sprachentwicklung bei Kindern
3.3 Hören und auditive Perzeption bei Kleinkindern
3.4 Das Bildverständnis bei Kindern (Bilderbuch)
3.5 Merkmale eines Films für Kinder im Alter von vier Jahren

4 Die Teletubbies – Beurteilung durch Wissenschaftler und Medienpädagogen
4.1 „. völlig neue Form des Fernsehens für Kinder .“ (Prof. Dr. Peter Struck, Erziehungswissenschaftler)
4.2 „. Nette Unterhaltung mit ein bisschen Lernen .“ (Prof. Jo Goebel, Medienwissenschaftler)
4.3 Interview mit Christian Doelker, Prof. für Medienpädagogik
4.4 Teletubbies: Pro und Contra

5 Zusammenfassung der Ergebnisse

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

”Sandmännchen auf Ecstasy”, so eine Aussage des Spiegels Mitte/Ende 1990 – ”Teddy-Potential” nannte ein Medienwissenschaftler die Teletubbies (1999).

Doch zunächst einmal ein paar Eckdaten zur Mediengeschichte, um die Entwicklung zu verdeutlichen:

Medien gibt es viele und jedes Medium (z.B. Brief, Zeitung, Hörfunk, Fernsehen, Telefon) hat eine eigene, z.T. lange Geschichte. Nach W. Faulstich lässt sich die Geschichte der Medien schematisch in vier große Phasen aufteilen:
Die Phase der Primär- bzw. Mensch-Medien, die ohne technische Hilfsmittel auskamen (z.B. Theater), dauerte bis etwa 1500. Von 1500 bis 1900 dominierten in der zweiten Phase die Sekundär- bzw. Druckmedien (z.B. Zeitung). Die Produktionsseite nutzte hier bereits den Einsatz von technischen Mitteln. Die dritte grobe Phase in der Mediengeschichte ist die Phase der Tertiär- bzw. elektronischen Medien, die von 1900 bis etwa Ende des 20. Jahrhunderts dauerte. Signifikant für diese Phase ist der Einsatz von technischen Hilfsmitteln sowohl auf der Produktions- als auch auf der Nutzerseite (z.B. Schallplatte). Es schließt sich an die vierte Phase, die Phase der Quartär- bzw. digitalen Medien (z.B. Internet, Online-Medien).

Jede Phase, jedes Medium war etwas Neues. Jedes Medium löste Diskussionen über das Für-und-Wider aus: Ist dieses Medium schädlich oder pädagogisch wertvoll? Die größten Diskussionen wurden wahrscheinlich durch das Medium Film ausgelöst. Der Film wurde für noch gefährlicher und einflussreicher gehalten als das Medium Schrift. ”Die flüchtigen Filme dagegen sind sinn- und seelenlos, weil sie sich immerfort selbst aufheben” (Vollbrecht 2001, S. 28). Dies ist eine Aussage, die Anfang des 20. Jahrhunderts getroffen wurde – der Beginn der Filmgeschichte und des Freilichttheaters (Kino). Die Debatten um Film und Fernsehen beschäftigen gestern wie heute die Bevölkerung. Gerade ihre Wirkung auf Kinder und Jugendliche steht im Fokus der Betrachtung.

Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts wird dominiert durch das Fernsehen und seine stetige Entwicklung. Die Anzahl der Sender steigt und damit das Angebot an Sendungen. Kinder und Jugendliche nutzen Medien, insbesondere das Fernsehen mit einer großen Selbstverständlichkeit und beziehen aus ihnen einen Teil ihrer Erfahrungen – Medien gehören zum Alltag der Kinder und Jugendlichen. ”Kind zu sein und Kindheit zu erleben ist kein gleichbleibender Prozess, sondern einer, der sich ständig ändert. Jede Kindheit wird geprägt von der Zeit, in der sie gelebt wird” (Näger 1992, S. 9).

Mitte der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die Kinderserie ”Teletubbies” in Großbritannien entwickelt. ”Sandmännchen auf Ecstasy” oder ”Teddy-Potential”? Was bewirkt die Serie? Welchen Einfluss hat die Sendung auf Kinder und Jugendliche? Schadet sie und hemmt sie die Entwicklung von Kindern? Oder fördert sie Kleinkinder? Diese Fragen beschäftigen Eltern und Wissenschaftler gleichermaßen.

Im Folgenden geht es um die Entstehung und den Aufbau der Serie. Ferner werden medienpädagogische Hintergründe und Maßstäbe an Kinderfilme genannt. Analysen und Meinungen sollen klären helfen, wie die Teletubbies in die Mediengeschichte einzuordnen sind.

2 Teletubbies – Die Hintergründe

Dieser Abschnitt soll erläutern, aus welchem Motiv heraus die Serie entwickelt wurde und welche Zielgruppe sie hat.

2.1 Wie alles begann

Die frühere Lehrerin Anne Wood, heute Produzentin von mehreren Kinderfernsehprogrammen und Erfinderin der Teletubbies, wurde von der BBC (British Broadcasting Company) beauftragt, eine neue Kinderserie zu entwickeln. Zusammen mit dem Sprachtherapeuten und Schauspieler Andrew Davenport, der bereits seit längerem mit der Idee spielte, eine Comedy-Serie für Kinder mit zwei Astronauten in einem Garten zu gestalten, entstand kurz zusammengefasst folgende Idee: Vier Charaktere wohnen in ihrem Land wie auf einem anderen Planeten und sind nur durch TV-Bildschirme auf ihren Bäuchen mit der realen Welt verbunden.

Dieses Konzept für eine Sendung für Kleinkinder legte Anne Wood 1995 dem Sender BBC vor. Anfang 1996 wurde die Kulisse für das Teletubbie-Land errichtet und nur wenige Wochen später begann die Produktion der ersten Folgen (Hersteller: Ragdoll Productions für die BBC). Am 31.07.1997 lief die erste Folge im BBC-Programm.

2.2 Der Begriff ”Teletubbies”

Zunächst war für die vier Charaktere der Kinderserie der Name ”Teleteddys” überlegt worden. Da es sich jedoch um eine Sendung für die allerkleinsten Zuschauer handelt, wurden sie in ”Teletubbies” umbenannt – eine Mischung aus Babies und Teddys.

2.3 Die Sprache der Teletubbies – Die Funktion des Erzählers

Die Sprache der Teletubbies besteht aus einfachen Lauten. ”Hallo” zur Begrüßung zum Beispiel wird zu ”Eh-Oh”. Ein Erzähler führt durch die einzelnen Episoden und beschreibt in kurzen und klaren, langsam gesprochenen Sätzen, was gerade passiert.

[...]

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Teletubbies - Sandmännchen auf Ecstasy oder Teddy-Potential
Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf
Veranstaltung
Grundstudium Soziologie
Note
Sehr gut
Autor
Jahr
2003
Seiten
31
Katalognummer
V46358
ISBN (eBook)
9783638435635
ISBN (Buch)
9783638658690
Dateigröße
465 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Enthält eine ergänzende Präsentation mit 26 Folien
Schlagworte
Teletubbies, Sandmännchen, Ecstasy, Teddy-Potential, Grundstudium, Soziologie
Arbeit zitieren
Alexandra Schmidt (Autor:in), 2003, Teletubbies - Sandmännchen auf Ecstasy oder Teddy-Potential, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46358

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