Die Alternative für Deutschland (AfD) wächst und mit ihr ihre Kritik. Ist Sie verfassungsfeindlich? Bedroht Sie unseren Rechtsstaat? Fragen wie diese werden in dieser Ausarbeitung geklärt. Dabei wird die Geschichte und politische Haltung der AfD beleuchtet sowie auf Rechtliche Rahmenbedingungen eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Alternative für Deutschland
2.1. Entstehung der Partei
2.2. Spätere Entwicklung der Partei
2.2.1. Vorfälle in der Alternative für Deutschland
2.3. Parteipolitisches Programm der Alternative für Deutschland
3. Der Verfassungsschutz
3.1. Entstehung des Verfassungsschutzes
3.2. Aufgabengebiete des Verfassungsschutzes
4. Rechtliche Grundlage
5. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Rechtmäßigkeit einer Beobachtung der Partei „Alternative für Deutschland“ durch den Verfassungsschutz unter Berücksichtigung ihrer parteiinternen Entwicklung, ihres Programms sowie konkreter Vorfälle, die auf verfassungsfeindliche Bestrebungen hindeuten könnten.
- Entstehungsgeschichte und Entwicklung der AfD
- Analyse des parteipolitischen Programms hinsichtlich demokratischer Grundwerte
- Dokumentation verfassungsrelevanter Vorfälle innerhalb der Partei
- Grundlagen und Aufgaben des Verfassungsschutzes in Deutschland
- Ethische und rechtliche Bewertung einer Beobachtung durch Nachrichtendienste
Auszug aus dem Buch
2.2.1. Vorfälle in der Alternative für Deutschland
Im Folgenden werden einige Vorfälle der AfD in vergangenen Jahren beschrieben, die die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregten.
Im Oktober 2015 verkündete der damalige Thüringer Landeschef Björn Höcke auf einer Demonstration in Magdeburg eine ihm gewünschte „tausendjährige Zukunft Deutschlands“. Ihm wird eine Nationalsozialistisch-ähnliche Rhetorik zugesprochen.
Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen im September 2016 werden mehrere nachweislich ehemalige Mitglieder rechtsextremer Organisationen mit AfD-Mitgliedschaft in die Kreistage gewählt. Andreas Tute, ehemaliges Mitglied der rechtsextremen Partei „Pro Deutschland“ wird in den Kreistag Peine gewählt. Wolfram Bednarski, ehemaliges Mitglied des verbotenen Vereins „Bauernhilfe“ wird in den Stadtrat Springe gewählt. Es handelte sich bei dem Verein „Bauernhilfe“ nachweislich um ein „Sammelbecken von Holocaustleugnern“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Beobachtung der AfD als „Prüffall“ durch den Verfassungsschutz und Skizzierung der methodischen Vorgehensweise.
2. Die Alternative für Deutschland: Detaillierte Betrachtung der Parteigründung, der parteiinternen Spaltungen sowie der Analyse problematischer Vorfälle und des politischen Programms.
3. Der Verfassungsschutz: Darstellung der historischen Entstehung des Verfassungsschutzes sowie Erläuterung der gesetzlichen Aufgabengebiete.
4. Rechtliche Grundlage: Erläuterung der rechtlichen Voraussetzungen und Definitionen für die Einstufung als „Prüffall“ oder „Verdachtsfall“.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Beobachtungsnotwendigkeit auf Basis der vorangegangenen Analyse unter Berücksichtigung rechtlicher und politischer Kriterien.
Schlüsselwörter
Alternative für Deutschland, AfD, Verfassungsschutz, Prüffall, Verdachtsfall, Extremismus, Demokratie, Rechtsstaat, Parteiprogramm, politische Beobachtung, Radikalisierung, Grundwerte, Nachrichtendienst.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob eine nachrichtendienstliche Beobachtung der Partei „Alternative für Deutschland“ durch das Bundesamt für Verfassungsschutz rechtmäßig ist.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentral sind die parteiinterne Entwicklung der AfD, die Analyse ihres Programms, der Umgang mit rechtsextremen Tendenzen innerhalb der Partei sowie die rechtlichen Grundlagen des Verfassungsschutzes.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Es wird untersucht, ob die Einstufung der AfD als „Prüffall“ durch den Verfassungsschutz auf Basis der vorliegenden Entwicklungen und Vorfälle gerechtfertigt ist.
Welche Methode wird angewandt?
Die Untersuchung erfolgt durch eine chronologische Aufarbeitung von Parteievents, eine Analyse programmatischer Dokumente und den Abgleich dieser Erkenntnisse mit den rechtlichen Anforderungen des Verfassungsschutzgesetzes.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der AfD, die detaillierte Darstellung spezifischer Vorfälle und die theoretische Fundierung der Arbeit durch die Aufgaben des Verfassungsschutzes.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Verfassungsschutz, AfD, politische Radikalisierung und demokratische Grundordnung definieren.
Welche Bedeutung hat der „Flügel“ für die Bewertung der Partei?
Der „Flügel“ wird als eine parteiinterne Strömung identifiziert, die laut Autor teilweise verfassungsgefährdende und demokratiefeindliche Tendenzen aufweist und somit zur Einstufung als Beobachtungsfall beiträgt.
Wie unterscheidet der Text zwischen „Prüffall“ und „Verdachtsfall“?
Ein „Prüffall“ dient der Sammlung öffentlich zugänglicher Informationen, während ein „Verdachtsfall“ die Anwendung nachrichtendienstlicher Mittel legitimiert, wenn ausreichende Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen vorliegen.
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- Frieder Remmler (Author), 2019, "Alternative für Deutschland". Ein Fall für den Verfassungsschutz?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463593