Prekäre Beschäftigungen als Folge der Deregulierung und Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen


Bachelorarbeit, 2019
47 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung
2.1. Prekariät und prekäre Beschäftigungsverhältnisse
2.2. Das Normalarbeitsverhältnis und atypische Beschäftigungen
2.2.1. Bestandsaufnahme der Ausbreitung atypischer Beschäftigungen

3. Entwicklung der Erwerbsarbeit in Deutschland
3.2. Die Entwicklung des Normalarbeitsverhältnisses
3.2. Die Errosion des Normalarbeitsverhältnisses
3.2. Flankierende Erklärungsansätze

4. Die rechtlichen Deregulierungen und Flexbiliserungen ab 1980
4.1. Auswirkung der Deregulierung am Beispiel des Kündigungsschutzes

5. Die Flexibiliserung des Tarifvertrages
5.1. Der Wandel von der wettbewerbsbegrenzenden zur wettbewerbsorientierten Tarifpolitik
5.2. Die Verbreitung und Anwendung der Öffnungsklauseln

6. Agenda 2010
6.1. Die arbeitsmarktspezifischen Kernelemente der Agenda
6.2. Die Effekte der Agenda

7. Die erhöhten Prekaritätsrisiken atypisch Beschäftigter
7.1. Prekaritätsrisiken nach Beschäftigungsform am Ende der 00er Jahre
7.2. Themenspezifische Studien
7.3 Die subjektiven Arbeitserfahrungen einer flexibilisierten Arbeitszeitpolitik

8. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Prekarität und Prekariat sind Signalwörter neuer sozialer Ungleichheiten, deren Ausgangspunkte in den Veränderungen der Arbeitswelt liegen.“ 1

Prekär: Ein Adjektiv, welches man unbewusst für heikle und besonders risikoreiche Situationen verwendet. Geht man von vorangegangenem Zitat aus, lassen sich die Gründe für eine prekäre Arbeit in den strukturellen Änderungen des Arbeitsmarkts erkennen. Die Veränderungen sind facettenreich und vielschichtig. Deshalb fokussiert sich diese Arbeit auf die spezifischen Punkte der rechtlichen Deregulierung und der daraus resultierenden Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen. Mit dem Beginn der 1980er Jahre entflammte eine neue Diskussion über die mangelnde Flexibilität des Arbeitsmarktes, welche für Deregulierungsbefürworter insbesondere auf die hohe Regulierungsdichte zurückzuführen war. Durch diese schien der Arbeitsmarkt nicht in der Lage zu sein, sich an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen, wie zum Beispiel die Globalisierung, der sektorale Strukturwandel oder das Eintreten des Phänomens der Massenarbeitslosigkeit in die Mitte der Gesellschaft.2 Deregulierungen sind in dieser Arbeit also die Eingriffe und Maßnahmen des Staates zur Lockerung oder Aufhebung bestimmter arbeitsmarktspezifischen Regularien, welche die unternehmerischen Flexibilisierungsbemühen flankieren, begrenzen und erweitern. Weiterhin werden auch die verschärften Gesetze in Form von Reregulierungen (wie etwa den aktivierenden Maßnahmen der Agenda2010) mit einbezogen, welche eine Flexibilisierung des Arbeitnehmers zur Folge haben. Im Anschluss an diese Untersuchung, wird sinnvoll herausgearbeitet, dass die Maßnahmen zu einer Verbreitung von Beschäftigungen geführt haben, deren Prekaritätsrisiko im Vergleich als hoch einzuschätzen ist. Eine methodische Schwierigkeit besteht bei der Herstellung kausaler Erklärungsmuster. Die Arbeitsmarktinstitutionen geben keine klare Handlungsdirektive vor, sondern setzen in der Regel den Handlungsspielraum für das Verhalten der Wirtschaftssubjekte, deren heterogene Präferenzen beeinflussen, ob eingeschränkte und gelockerte Handlungsspielräume Relevanz erhalten.3 Eine monokausale Erklärung scheitert bereits an dem Fakt, dass sich gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen, wie die Arbeitsmarktemanzipation der Frauen und die Arbeitsmarktstruktur, reflexiv beeinflussen. Deshalb werden im Verlauf der Arbeit verständnishalber auch alternative Erklärungsmodelle für den Beschäftigungsstrukturwandel herausgearbeitet.

Die arbeitsmarktspezifischen Veränderungen, welche als besonders relevant gelten, werden im Folgenden in drei Oberkategorien zusammengefasst, wobei diese untereinander Überschneidungen aufweisen können. Namentlich sind dies die Deregulierungen der Regierung unter Kohl ab 1980, der Flexibilisierung des Tarifvertrages durch sogenannte Öffnungsklauseln (welche ein Unterschreiten der tariflichen Mindeststandards ermöglichen) und den Arbeitsmarktreformen der Agenda2010. Um einen Zusammenhang zwischen den genannten Kategorien und der Verbreitung von Beschäftigungen mit erhöhtem Prekaritätsrisiko herzustellen, fokussiert sich die Analyse der prekären Beschäftigungsstruktur, im Sinne der Komplexitätsreduktion, auf den Zeitraum 1990 bis 2010. Zwar werden diverse Statistiken auch die Entwicklung der 2010er Jahre mit einbeziehen. Allerdings kann durch den eingeschränkten Analysezeitraum beispielsweise die Auswirkung der Aufhebung des Befristungsverbotes auf bestimmte Prekaritätsdimensionen verständlicher dargestellt werden. Die führenden Prekaritätsforscher, wie Dörre oder Brinkmann, kommen genauso zu Wort, wie diverse Studien unterschiedlichste Institution (z.B. das Institut für Arbeitsmarktforschung, das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung, den Befunden des statistischen Bundesamts oder auch Fachbeiträgen aus Zeitschriften wie Aus Politik und Zeitgeschichte und den Expertisen des IAQ). Einführend werden zudem die relevanten Fachbegriffe erläutert und die Entwicklung der Erwerbsarbeit in Deutschland dargestellt. Letzteres dient dem Verständnis des Strukturwandels in der Bundesrepublik. Wie schon im Titel dargelegt, beschäftigt sich die vorliegende Analyse mit den Entwicklungen in Deutschland. Die Entwicklungen in anderen Ländern dienen dabei lediglich dem Vergleich der Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsstatistiken.

2. Begriffserklärung

2.1 Prekarität und prekäre Beschäftigungsverhältnisse

In der empirischen Analyse verweist der Begriff der Prekarität auf die Herausbildung einer neuen gesellschaftlichen Zwischenzone, die sich durch unkontinuierliche Erwerbsbiografien, fehlende oder mangelhafte soziale Perspektive und uneindeutig Erwerbsverläufe kennzeichnet.4 Prekäre Situationen „bündeln sich an mindestens drei Kristallisationspunkten“5. Am unteren Ende der sozialen Hierarchie befinden die Überzähligen, welche größtenteils die Integration in reguläre Beschäftigungen anstreben. Dazu gehören sowohl die Bezieher von Lohnersatzleistungen als auch 1,3 abhängig Beschäftigte im Jahre 2007. Als Prekarier werden all jene bezeichnet, die trotz eines wirtschaftlichen Aufschwungs auf eine Tätigkeit angewiesen sind, welche als unsicher, vergleichsweise schlecht bezahlt und gesellschaftlich gering angesehen wird. Ein häufig nicht beachteter Kristallisationspunkt der Prekarität offenbart sich in den eigentlich formell geschützten Beschäftigungen an Statusverlustängsten und der Sorge selbst in prekäre Situationen zu geraten.6 Der französische Soziologe Pierre Bourdieu benutzt den Begriff des Prekariats, als gesellschaftliche Ausformung, bereits im Jahre 1997, als politischen Kampfbegriff gegen die neoklassische Ökonomie. Soziale Unsicherheiten resultierten in seiner Überlegung insbesondere aus der ökonomischen Struktur der Erwerbsarbeit.7 Prekarität (als verallgemeinernder Begriff der neuen sozialen Unsicherheiten) hatte bereits in seiner Ahnung die dynamisierende Kraft, welche seine Effekte selbst auf die auswirkt, die per Definition gar nicht von Ihr betroffen sein:

„ Prekarität hatbe idem, der sie erleidet, tiefgreifende Au swirkungen . Indem si e di e Zukunft übe r haup t in Ungewissem lässt, verwehrt sie den Betroffenen gleichzeitig jede rationale Vorwegnahme der Zukunft und vor allen Dingen jenes Mindestmaß an Hoffnung und Glauben an die Zukunft, das für eine vor allem kollektive Auflehnung gegen eine noch so unerträgliche Gegenwart notwendig ist“ 8

Prekarität ist somit kein exklusives Problem einer eh schon abgehängten Unterschicht. Es gibt in der Fachliteratur weiterhin keine einheitliche Definition darüber, welche Merkmale eine Beschäftigung ausweisen muss um als prekär zu gelten. Die Kriterien differieren je nach Perspektive der Analyse. Für Klaus Dörre ist eine Tätigkeit prekär , „wenn die Beschäftigten aufgrund ihrer Tätigkeit deutlich unter ein Einkommens-, Schutz- und soziales Integrationsniveau sinken, das in der Gegenwartsgesellschaft als Standard definiert und mehrheitlich anerkannt wird.“ 9 Ein weiterer möglicher Ansatz nimmt das Normalarbeitsverhältnis als Referenzkategorie um andere Beschäftigungsformen mit diesem zu vergleichen. Mithilfe dieser Methodik sind es Kriterien wie die vergleichsweise geringe soziale Absicherung durch Tarifverträge oder Gesetze, niedrige Löhne oder limitierte Zugangschance zu beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen, welche eine Beschäftigung als prekär charakterisieren.10 Aus dieser Definition ergeben sich vier Leitfragen, um das Ausmaß von Prekarität einschätzen zu können. Dazu zählt ob die Beschäftigung stabil ist, ob der Zugang zu Weiterbildungsmaßnahmen zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit gewährleistet ist, ob der Arbeitnehmer in soziale Sicherungssystem involviert ist und inwiefern die Möglichkeit besteht, ein eigenständiges und existenzsicherndes Einkommen zu erwirtschaften.11 Gleichzeitig charakterisiert sich eine prekäre Beschäftigung insbesondere aus der Kombination und Kumulation von verschiedenen Risiken. Wenn weiterhin eine als prekär eingestufte Tätigkeit beispielsweise nur übergangsweise ausgeübt wird und den garantierten Eintritt ins Vollerwerbssystem zur Folge hat, bleibt der Prekaritätsgrad der Erwerbsbiografie gering. Auch kann der Haushaltskontext, wie etwa das hohe Einkommen des Ehepartners, die Prekaritätsproblematik des Individualeinkommens relativieren. Somit ist die Prekaritätsdimension des nicht existenzsichernden Einkommens abgeschwächt. Allerdings bleibt der Niedriglohn individuell bestehen und wirft die Frage der individuellen Handlungsautonomie auf.12 In der Argumentation von Klaus Dörre entstehen prekäre Beschäftigungen durch den Prozess der kapitalistischen Landnahme. Dadurch verlieren ehrenamtlich und auf solidarisches Handeln aufgebaute Tätigkeit an Bedeutung und weichen der Wettbewerbs- und Preislogik einer kapitalistischen Grundstruktur. Als konkretes Beispiel dafür dient etwa die häusliche Pflege, welche zunehmend aus der Hand der Angehörigen in die von professionellen Pflegdiensten übertragen wird oder auch die Kapitalisierung von Schülernachhilfeunternehmen.13 In dieser sozialhistorischen und theoretisch- gegenwartsdiagnostischen Analyse steht auch die Selbstwahrnehmung des Arbeiters im Vordergrund. Neben der schon erwähnten Dimensionen prekärer Beschäftigungen, wie dem nicht existenzsichernden Einkommen und dem mangelnden sozialen Integrationsniveau, ist die Erwerbsarbeit auch dann als prekär zu beurteilen, wenn „sie subjektiv mit Sinnverlusten, Anerkennungsdefiziten und Planungsunsicherheit […] verbunden ist.“14

Robert Castel entwickelte das sogenannte Zonenmodell, welches die postfordistische Gesellschaft in insgesamt drei Zonen unterteilt. In der Zone der Integration befinden sich die Beschäftigten im gesicherten Normalarbeitsverhältniss, in der Zone der Entkoppelung diejenigen, die keiner Erwerbsarbeit nachgehen und deren Chancen auf die Aufnahme einer solchen als gering anzusehen ist. Dazwischen ist die Zone der Prekarität zu verorten.15 Prekarität kann also auch als das existieren in der Zone zwischen Inklusion (durch soziale Sicherungsansprüche des Normalarbeitsverhältnis) und Exklusion (durch dauerhafte Arbeitslosigkeit) bezeichnet werden. Im Jahre 2005 fand eine Quantifizierung der Typologien, basierend auf repräsentativen Umfragen statt. Die Zone der Prekarität ist in 3 Untergruppen unterteilt, welche nachfolgend in absteigender Reihenfolg vorgestellt werden. Die Zone der Hoffenden begreift prekäre Beschäftigung als Chance der temporäreren Integration. Dazu zählen jene, welche subjektiv kein dauerhafte Frustrationsgefühle erleben, atypisch beschäftigt sind und gleichzeitig ein Bruttoeinkommen von maximal 2000€ pro Monat erwirtschaften. 3,1% der Befragten wurden in dieser Zone verortet.16 Im Bereich der realistischen befinden sich 4,8%. Sie unterscheiden sich von den hoffenden durch längere Phasen der Arbeitslosigkeit und anhaltende Frustrationsgefühle.17 Darunter angesiedelt ist die Zone der Zufriedenen bzw. des entschärften Prekariats. Sie sind ebenfalls atypisch beschäftigt und werden mit maximal 2000€ Brutto entlohnt. Hier sind 5,9 Prozent der Befragten zu verordnen. Sie haben keine anhaltende Frustrationsgefühle, sind finanziell häufig über den Haushaltskontext (insbesondere Hausmänner/frauen in nebenverdienstlichen Tätigkeiten) abgesichert und beschreiben ein positives Arbeitserlebnis.18

2.2 Das Normalarbeitsverhältnis und atypische Beschäftigungen

Ein Normalarbeitsverhältnis ist eine stark regulierte Tätigkeit. Die garantierten Mindeststandards erzeugen Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Berufen und ermöglichen erst, dass sich das Normalarbeitsverhältnis als gesellschaftlicher Standard etablierte. Werden die Regularien gelockert oder gar aufgehoben (also dereguliert) müssen entsprechende Arbeitsverträge individuell und situationsbedingt ausgehandelt werden. Ein ähnlich hohes Schutzniveau würde in solchen individuellen Aushandlungsprozess kaum erreicht werden.19 Ein Normalarbeitsverhältnis wird von Rainer Dombois durch zwei konstitutive Merkmale charakterisiert:

Erstens: Die abhängige Erwerbsarbeit wird in Vollzeit durchgeführt und garantiert ein existenzsicherndes Einkommen. Sie ist darüber hinaus die einzige Einkommensquelle des Arbeitnehmers. Vertragliche Details, die zeitliche Organisation der Arbeit und die soziale Sicherung sind in standardisierte rechtliche und tarifliche Normen eingebettet. Die Erwerbsarbeit ist zudem unbefristet.20

Zweitens: Eine bestimmte unbefristete Vollzeittätigkeit wird (nahezu) das ganze Berufsleben ohne Unterbrechung ausgeführt, was als kontinuierliche Erwerbsbiografie bezeichnet wird. Mit anhaltender Betriebszugehörigkeit erwirbt der Angestellte zunehmende Vorteile, in Form von Lohnzuschüssen oder der Einbindung in innerbetriebliche Arbeitnehmervertretungen.21

Auch andere Definition decken sich mit der von Dombois. Für Schmid sind es Merkmale wie der vollzeitige, abhängige und unbefristete Arbeitsvertrag, welche den Mann als Ernährer der Familie ausstellen, die bestenfalls lebenslange Anstellung und die „generöse soziale Absicherung im Falle von Arbeitslosigkeit oder vorzeitiger Verrentung“22 die ein Normalarbeitsvertrag charakterisieren. Weitere Kriterien, die im wissenschaftlichen Diskurs aufgeführt werden, ist die regelmäßige und konstante Arbeitszeit (beispielsweise die nine-to- five Woche) oder die innere Orientierung, also die emotionale Verbundenheit zu Produkt und Betrieb.23 Kriterien des Normalarbeitsverhältnisses passen zum großen Teil nur auf den männlichen Teil der Bevölkerung. Der weibliche Part wurde in der Frühphase der Industrialisierung, aufgrund der Verknappung des Arbeitsangebotes, als lohndrückende Konkurrenz betrachtet. Daraus entstand der Familienlohn, wodurch der Unterhalt der Familie lediglich durch eine Erwerbsarbeit gesichert sei.24 Weicht eine Erwerbsform vom Normalarbeitsverhältnis ab (wobei die Grenzen je nach Diskurs unterschiedlich konstituiert sein können), spricht man von atypischen Beschäftigungen. Meist werden die Standards des Normalarbeitsverhältnisses dabei unterschritten, wie zum Beispiel in puncto Einkommen, der vergleichsweise mangelhafteren Integration in die sozialen Sicherungssysteme oder der fehlenden tariflichen Bindung.25 Im Verlauf der Arbeit werden wir uns intensiv mit der Verbreitung dieser Art von Beschäftigungen auseinandersetzen und schlüssig darlegen, inwieweit diese als prekär bezeichnet werden können. Um einen relevanten Punkt vorweg zu nehmen: Vielerorts wird eine atypische fälschlicherweise mit einer prekären Beschäftigung gleichgesetzt. Prekaritätsrisiken sind nicht ausschließlich in z.B. Leiharbeitsverhältnissen zu finden. Auch Arbeitnehmer, welche in unbefristeter Vollzeit arbeiten und sich in einem Normalarbeitsverhältnis befinden, können einer prekären Beschäftigung nachgehen.26 Gleichzeitig kann ein atypisches Beschäftigungsverhältnis auch eine Übergangs- oder Einarbeitungsphase darstellen, mit dem wahrscheinlichen Eintritt in ein Normalarbeitsverhältnis. Ein Fußballspieler des FC. Bayern München ist in der Theorie auch atypisch (da befristet) angestellt, das Prekaritätsrisiko hält sich bei einem Fußballer mit einem gut dotierten Vertrag allerdings in Grenzen. Kontextualisiert man diese Tätigkeit mit der von Keller und Seifert aufgestellten Prekaritätsdimension des existenzsichernden Einkommens, lässt sich bei dem Sportler, zumindest in dieser Kategorie, kein hohes Prekaritätsrisiko identifizieren.

2.2.1 Bestandsaufnahme der Ausbreitung atypischer Beschäftigungen

Inwieweit die Verbreitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse ab den 1980er Jahren mit den Deregulierungsmaßnahmen auf diverse Bereiche des arbeitsmarktpolitischen Feldes zusammenhängt, wird im Verlauf der Arbeit genauer beleuchtet. Bei der atypischen Beschäftigung handelt es sich um eine Sammelkategorie größtenteils heterogener Beschäftigungsformen, welche untereinander wenig Gemeinsamkeit aufweisen, „sieht man einmal davon ab, dass sie das betriebliche Flexibilitätspotenzial und teilweise auch das der Beschäftigten erweitern.“27 Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (im folgenden WSI genannt) gibt mit seiner Datenbank ‚Atypische Beschäftigungen‘ Auskunft über die Entwicklungen der Arbeitsverhältnisse. Als atypisch wird eine Beschäftigung charakterisiert, wenn sie eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweist: Befristung, Leiharbeit, Teilzeit und geringfügige Beschäftigungen. Da die Bundesagentur für Arbeit keine verwertbaren Informationen über befristete Arbeitsverhältnisse liefert, beziehen sich die Daten auf die anderen drei Charakteristika.28 Zu beachten gilt, dass die Bundesagentur für Arbeit sich weiterhin erst ab dem Jahre 2012 um eine genauere Erfassung der Teilzeitbeschäftigten bemühte. Daten vor diesem Jahr weisen also eine erhöhte Irrtumswahrscheinlichkeit auf. Während zwischen 2003 und 2016 die Zahl der Vollzeitbeschäftigten größtenteils konstant bei etwas über 22.Milionen verweilte, verdoppelte sich die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten auf über 8 Millionen Arbeitnehmer. Auch die geringfügige Beschäftigung erfreute sich eines regen Zulaufs und hat sich mit 950.000 Beschäftigten im Vergleich zum Jahre 2003 mehr als verdreifacht. 29 Selbst in Relation zum relativ stabilen Anstieg aller abhängig Beschäftigter in Deutschland von 31. auf 36,5 Millionen, bestätigt sich der Eindruck der Verbreitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse. Lag der Wert von atypischen Beschäftigungen, anteilig an allen abhängigen Beschäftigten, 2003 noch bei 30,1%, stieg dieser in den darauffolgenden dreizehn Jahren auf 39,6% Prozent an.30

Das statistische Bundesamt wertete Ihre Daten mithilfe des Mikrozensus aus. Aus dem repräsentativen Anteil kann auf die Grundgesamtheit geschlossen werden, wobei die Ergebnisse in tausender Schritten wiedergegeben werden. Normalarbeitsverhältnisse sind in dieser Studie zeitlich unbefristet mit einem Mindestvolumen von 21 Wochenstunden. Die Arbeitnehmer sind abhängig und sozialversicherungspflichtig beschäftigt, wobei sie Ihre Tätigkeit genau bei dem Arbeitnehmer durchführen, bei dem sie ihren Arbeitsvertrag geschlossen haben. Als atypische Beschäftigungsformen gelten „dementsprechend Befristung, Teilzeitbeschäftigung mit 20 oder weniger Wochenstunden, Zeitarbeitsverhältnisse und geringfügige Beschäftigung.“31 Auch diese Zahlen bestätigen die Ergebnisse des WSI, wenn auch mit einer niedrigeren Zuwachszahlen. Die Zahl der atypisch Beschäftigten beispielsweise stieg nur um 18,6% an. Allerdings verzeichnete das Statistische Bundesamt auch bei den geringfügig Beschäftigten einen ähnlichen Zulauf. Zudem erfassten sie die Zahl der befristeten Arbeitsverhältnisse und stellten im selbigen Zeitraum auch bei diesem Beschäftigungsmerkmal einen Anstieg fest (von knapp über 2000 auf 2655). 32

Doch nicht allein in der Privatwirtschaft verbreiten sich atypische Beschäftigungen, auch der öffentliche Dienst ist davon betroffen, welche mit 4,6 Millionen Arbeitnehmern im Jahre 2014 einen nicht unerheblichen Teil des Arbeitsmarktes darstellen. Es sind die umfangreichen Beamtengesetze, die Rechtsverordnungen und Personalvertretungsgesetze von Bund und Land sowie der Dualismus zwischen dem privat-rechtlichen Arbeitnehmer Status und dem öffentlich- rechtlichen Dienstverhältnis die das gesellschaftliche Bild eines Modellarbeitgebers erzeugt, wodurch dieses Arbeitsmarktsegment konsequenterweise hauptsächlich Normalarbeitsverhältnisse bieten sollte.33 Eine Studie aus dem Jahre 2014 revidiert dieses einheitlich wahrgenommene Bild. 2012 waren sogar mit 37% Prozent, der im öffentlichen Dienst beschäftigten, mehr in atypischen Beschäftigungsverhältnissen zu finden, als in der Privatwirtschaft (36%). 34 Diese Zunahme ist kein kurzweiliger Effekt, etwa als Reaktion auf die durch Finanz- und Schuldenkrise hervorgerufenen Haushaltsdefizite. Beispielsweise war die Teilzeitarbeit bereits seit der Nachkriegszeit ein probates Mittel für Frauen im klassischen bürgerlichen Familienideal, um Haushalt und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Im öffentlichen Dienst sind in diesem Jahrzehnt immer noch knapp 80% der Teilzeitbeschäftigten weiblichen Geschlechtes. Weiterhin führte der Ausbau des Wohlfahrtsstaates ab den 1960er Jahren zu einer Personalexpansion, auch im Bereich der Teilzeitbeschäftigten. Nach der Wende veränderte sich die Beschäftigungsstruktur hin zum ´schlanken Staat´. Zwischen der Abnahme der Vollzeit- und Zunahme der Teilzeitbeschäftigten herrschte ein gewisser Substitutionseffekt. Die Umrechnung ins Vollzeitäquivalent zeigte umso mehr die erhebliche Veränderung der Personalstruktur. Seit der Wende hat sich die Zahl der Teilzeitbeschäftigten im öffentlichen Dienst auf 32% verdoppelt.35 Inwieweit die Prekaritätsrisiken sich im Gegensatz zu Privatwirtschaft unterscheiden, wird in Kapitel 7.2 näher erläutert.

3. Entwicklung der Erwerbsarbeit in Deutschland

Im vorangegangenen Kapitel wurde hinreichend geklärt, dass atypische Beschäftigungsverhältnisse sich im Gegensatz zu gesicherten und einheitlich regulierten Lohnarbeitsverhältnissen herausgebildet haben. Um den Kontrast zwischen dem sogenannten Normalarbeitsverhältnis, welches „die floristische Gesellschaftsentwicklung gekennzeichnet hatte“36, und atypischen Beschäftigungsfeldern nachvollziehen zu können, ist das Verständnis der Arbeitsmarktentwicklung ab der Industrialisierung bis zur Nachkriegszeit unabdingbar.

3.1 Die Entwicklung des Normalarbeitsverhältnisses

„Die Erosion des Normarbeitsverhältnisses gilt als Vorbotin einer Gesellschaft, in der Erwerbsarbeit ihre integrative und zugleich identitätsbildende Funktion allmählich ei nbüßt. “ 37

Das Normalarbeitsverhältnis entwickelte sich in Deutschland zur Zeit der Industrialisierung und „lässt sich als arbeits- und sozialpolitische Antwort auf die soziale Frage des 19. Jahrhunderts verstehen“38. Es galt in der Nachkriegszeit als normatives Leitbild für die abhängig Beschäftigten. Zu Beginn dieses Jahrhunderts sah sich der Arbeitnehmer einer flexibilisierten Grundordnung ausgesetzt. Er stand quasi machtlos dem unternehmerischen Direktionsrecht gegenüber. Der Arbeitgeber war zu dieser Zeit oberste Instanz bei der Aushandlung von Arbeitsverträgen, der Arbeitnehmer ihm dadurch in vollständigem Gehorsam ausgeliefert, auch aufgrund der geringen bis non existenten Organisationsstärke prä- gewerkschaftlicher Gruppierungen. Ab 1839 kam es zur zunehmenden Standardisierung und Normalisierung der Arbeitsbedingungen, wie etwa den ersten Arbeitsschutzgesetzen des preußischen Staates (Verbot der Kinderarbeit, Limitierung des Arbeitsvolumens Jugendlicher auf maximal 10 Stunden u.w.) oder dem ersten Tarifvertrag der Buchdrucker im Jahre 1873.39

Die Instandsetzung kollektiver Aushandlungssysteme sowie die Konstanz der abhängigen Beschäftigungsverhältnisse können als Grundlage für die Herausbildung des Normalarbeitsverhältnis angesehen werden. Die Etablierung dieses Systems ins gesellschaftliche Bild fand nach dem Übergang „von der vorindustriellen Gesellschaft zur entwickelten Industriegesellschaft“40 statt. Nach dem zweiten Weltkrieg gingen viele Beschäftigte aus dem Agrarsektor (Bauern, Feldarbeiter etc.) in geregelte Betriebe über. Der industriell-marktwirtschaftliche Sektor fand somit regen Zulauf. Dies führte unter anderem auch zum Rückgang von handwerklichen Kleinproduktionen und allgemein Selbstständigen auf dem Arbeitsmarkt.41 Im Jahre 1950 waren nur noch 25% der Beschäftigten im primären Sektor (Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Bergbau) tätig, Tendenz sinkend. Die 10% Prozentgrenze wurde dabei bereits Mitte der 1960er Jahre unterschritten. Die Vorherrschaft des sekundären Sektors war bis Anfang der 1970er Jahre auch dadurch begründet, dass dieser als Arbeitsplatzreservoir für die nicht mehr benötigten Arbeiter des primären Sektors herhielt. Diese Funktion wurde allerdings sukzessiv von Dienstleistungen und anderen Wirtschaftsbereichen übernommen (dem sogenannten tertiären Sektor).42

Das Normalarbeitsverhältnis erfüllte in der Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Dichotomie insgesamt drei Funktionen. Zum einen diente es als Antriebsfunktion für den Arbeitnehmer. Die Erwerbsarbeit stellte dadurch das oberste gesellschaftliche Gut dar. Beispielsweise war das deutsche Sozialversicherungssystem so beschaffen, dass das Leistungsniveau und die Beitragshöhe mit der Beschäftigungskontinuität verbunden waren. Soziale Absicherung lief also Hand in Hand mit einer unbefristeten Vollzeitstelle. Einbrüche in der Erwerbsbiografie, hervorgerufen zum Beispiel durch mangelnde Arbeitsdisziplin, werden dementsprechend sanktioniert. Die kapitalistische Struktur baut auf den widerstandslosen Einsatz des Arbeitnehmers.43 Gleichzeitig baut das deutsche Sozialversicherungssystem auf den Vollbeschäftigungen und den kontinuierlichen Erwerbsbiografien auf, gerade auch wegen den regelmäßigen Beitragszahlungen der Vollbeschäftigten. Arbeitslosengeld und Rente waren zudem untrennlich an der Dauer der Einzahlung und damit der Kontinuität der Erwerbsbiografie gekoppelt. Das gesellschaftliche Allgemeinwohl und auch der persönliche Besitzstand hängt somit mit einer möglichst hohen Anzahl von Vollbeschäftigten zusammen, die wiederrum das deutsche Sozialversicherungssystem tragen.44 Die Beschäftigungskontinuität ist also sinnbildlich für das Normalarbeitsverhältnis. Eine Abweichung von diesem Kriterium produziert, neben den erwähnten wirtschaftlichen, auch soziale Nachteile. Beispielsweise wird das Ehrenamt oder die Tätigkeiten der klassisch-bürgerlichen Mutterrolle normativ geringer eingeschätzt als eine unbefristete Vollzeitstelle. Demzufolge sorgt das Normalarbeitsverhältnis für den Antrieb durch Selektion. Kontinuierlich Beschäftigte haben durch ihren höheren gesellschaftlichen Stand eine höher Chance ihre Interessen durchzusetzen, womit der Antrieb erhöht wird, in dieser Form beschäftigt zu sein.45 Gleichzeitig schützt es den Arbeitnehmer vor den komplett flexibilisierten Arbeitsbedingungen des 19. Jhdt. und dem beginnenden 20. Jhdt., und ermöglicht die Anteilnahme an der Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen.46

[...]


1 Vogel, Berthold: P rekarität un d Prekariat. Signalwörter neuer sozialer Ungleichheiten, in Aus Politik und Zeitgeschichte 33-34/2008: Seite 13

2 Vergleiche Kress, Ulrike: Vom Normalarbeitsverhältnis zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Ein Literaturbericht, MittAB 3/98: S.493

3 Vgl. Dietz, Martin/ Himsel, Carina/ Walwei, Ulrich: Wandel der Erwerbsformen: Welche Rolle spielen strukturelle Änderungen am Arbeitsmarkt?, in: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik. Jahresbuch 22. Jahrgang 2013/ Heft 1: S. 98

4 Vgl. Vogel 2008: S. 13

5 Dörre, Klaus: Armut, Abstieg, Unsicherheit: Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts, in Aus Politik und Zeitgeschichte 33-34/2008: S. 4

6 Vgl. Ebenda: S. 4f.

7 Vgl. Brinkmann, Ulrich/ Dörre, Klaus/ Krämer, Klaus/ Röbenack, Silke/ Speidel, Frederic: Prekäre Arbeit. Ursachen, Ausmaß, soziale Folgen und subjektive Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse. Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 2006: S. 8

8 Bourdieu, Pierre: Prekarität ist überall, in: Bourdieu, Pierre: Gegenfeuer. Wortmeldungen im Dienste des Widerstands gegen die neoliberale Invasion, 1. Auflage, Konstanz 1998: S. 97f.

9 Brinkmann et. al. 2006, S. 17

10 Vgl. Brehmer, Wolfram/ Seifert Hartmut: Sind atypische Beschäftigungsverhältnisse prekär?, in ZAF 4/2008: S. 505

11 Vgl. Keller, Berndt / Seifert, Hartmut: Atypische Beschäftigungsverhältnisse: Formen, Verbreitung und soziale Folgen. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 27/2009: S: 43f.

12 Vgl. Brehmer / Seifert 2008: S. 505

13 Vgl. Dörre, Klaus: Prekarität im Finanzmarkt-Kapitalismus. in: Castel, Robert/Dörre, Klaus (Hrsg.): Prekarität, Abstieg, Ausgrenzung. Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts, Frankfurt a. M./New York 2009: Campus, S. 37

14 Brinkmann et al. 2006: S. 17

15 Vgl. Ebd.: S.55ff.

16 Vgl. Ebd.: S. 57

17 Vgl. Ebd.

18 Vgl. Ebd.

19 Vgl. Bosch, Gerhard: Das Normalarbeitsverhältnis in der Informationsgesellschaft. In: Institut Arbeit und Technik: Jahrbuch 2002/2003, (2003): S. 20

20 Vgl. Dombois, Rainer: Der schwierige A bschied vom Normalarbeitsverhältnis. in: Aus Politik und Zeitgeschichte 37/1999: S. 14

21 Vgl. Ebd.: S.14f.

22 Schmid, Günther: Wege in eine neue Vollbeschäftigung, 1. Auflage, Frankfurt/Main 2002: S. 178

23 Vgl. Kress 1998: S. 490

24 Vgl. Ebd.

25 Vgl. Hieming, Bettina/ Mesaros, Leila/ Weinkopf, Bettina: IAQ Expertise: prekäre Beschäftigungen, Duisburg/Essen 2009: S. 6

26 Vgl. Brehmer / Seifert 2008: S. 502

27 Vgl. Ebd.: S. 503

28 Vgl. Samland, Uwe: Regionale Datenbank „Atypische Beschäftigung “ des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf, 2016: S. 2, unter https://w ww.bo ec k ler . d e/pd f/Anw end ung _A t y p_Int ern et .pdf (zuletzt abgerufen am 26.02.2019)

29 Vgl. Pusch, Toralf: Atypische Beschäftigungen in Deutschland: S.3, unter: https://w ww.bo ec k ler . d e/pd f/a ty p/D.pd f (zuletzt abgerufen am 02.01.2019)

30 Vgl. Ebd.: S. 5

31 Becker, Karina/ Engel, Thomas: Reduziertes Schutzniveau jenseits der Normalarbeit, aus WSI-Mitteilungen 3/2015: S. 179

32 Vgl. Statistisches Bundesamt: Atypische Beschäftigungen, unter: https://w ww.d estati s. de/ DE/Z ahlenFak ten/G esa mt wirt sc h a ftUmw elt /Arbeit sma rk t/Er w erbstaetigk eit/Tab ell en Arbeitsk rae ft e erhebu ng/Atyp Kerner werbE r w erbs for mZ R .html (zuletzt abgerufen am 06.01.2019)

33 Vgl. Keller, Berndt/ Seifert, Hartmut: Atypische Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Dienst, aus WSI- Mitteilungen 8/2014: S. 628

34 Vgl. Ebd.: S. 633

35 Vgl. Ebd.: S. 629

36 Bartelheimer, Peter: Unsichere Erwerbsbeteiligung und Prekarität, aus WSI-Mitteilungen 8/2011: S. 386

37 Brinkmann et al.: S. 9

38 Kress 1998: S. 489

39 Vgl. Ebd.

40 ebd.

41 Vgl. Dombois 1999: S. 13

42 Vgl. Reuter, Norbert: Der Arbeitsmarkt im Spannungsfeld von Wachstum, Ökologie und Verteilung, in: Seidl, Irmi/ Zahrnt, Angelika: Postwachstumsgesellschaft: Konzepte für die Zukunft, 1 Auflage, Marburg 2010: S. 87

43 Vgl. Vgl. Mückenberger, Ulrich: Der Wandel des Normalarbeitsverhältnisses unter Bedingungen einer „Krise d er Normalität", in GMH 4/1989: S. 211

44 Vgl. Becker, Rolf: Wandel der Sozialstruktur von Erwerbsverläufen oder: Warum diskontinuierliche Erwerbsbiografien eher Konstrukt als Realität sind, in: Behringer, Frederike: Diskontinuierliche Erwerbsbiografien. Zur gesellschaftlichen Konstruktion und Bearbeitung eines normalen Phänomens, 2. Auflage, Baltmannsweiler 2004: S. 59

45 Vgl. Mückenberger 1989: S. 213f.

46 Vgl. Ebd.: 214

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten

Details

Titel
Prekäre Beschäftigungen als Folge der Deregulierung und Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen
Autor
Jahr
2019
Seiten
47
Katalognummer
V463646
ISBN (eBook)
9783668920927
ISBN (Buch)
9783668920934
Sprache
Deutsch
Schlagworte
prekäre, beschäftigungen, folge, deregulierung, flexibilisierung, arbeitsbedingungen
Arbeit zitieren
Philip Hamdorf (Autor), 2019, Prekäre Beschäftigungen als Folge der Deregulierung und Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463646

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