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Die orientalische Stadt - Soziale Differenzierung und Problematik

Titre: Die orientalische Stadt - Soziale Differenzierung und Problematik

Dossier / Travail de Séminaire , 2003 , 30 Pages , Note: 2

Autor:in: Timo Cyriax (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Démographie, Urbanisation et Aménagement du territoire
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Schwerpunkt dieser Arbeit soll es sein, die charakteristischen Merkmale der orientalischen Stadt (insbesondere im Maghreb) in generalisierender und beispielhafter Form darzustellen. Zunächst wird dabei auf die verschiedenen Modelle für die orientalische Stadt eingegangen, in denen die sozialräumliche Differenzierung und die Wanderungsbewegungen dargestellt werden.

In der Folge wird dann die ethnische und die sozioökonomische Differenzierung in bezug auf einzelne Gebiete und Quartiere der orientalischen Stadt dargestellt werden. Dabei sollen sowohl die ethnische Quartiersbildung (Judenviertel, Christenviertel, die europäische „ville nouvelle“) als auch die sozioökonomische Entwicklung der Medina und der außerhalb liegenden neuen Viertel, insbesondere der „Bidonvilles“ näher betrachtet werden. Abschließend wird in einem Ausblick die Zukunft der orientalischen Stadt angesprochen werden. Dabei soll insbesondere die Tendenz zur Überbevölkerung der orientalischen Städte und die damit verbundenen Probleme der Beschaffung von Wohnraum und Arbeitsplätzen sowie die Zukunft der Stadtentwicklung besondere Beachtung erfahren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Modelle und Entwicklungsschemata

2.1 Das „Idealschema der islamisch-orientalischen Stadt“

2.2 Das „Modell einer orientalischen Stadt unter westlich-modernem Einfluß“

2.3 Das „Modell der Stadt des islamischen Orients“

2.4 Das „Schema der Stadtentwicklung in Marokko“

3. Ethnische Differenzierung

3.1 „Privatsphäre und Öffentlichkeit“ – Erwünschte Formen der Segregation

3.2 Konkrete ethnische Differenzierung – die Quartiersbildung

3.2.1 Beispielquartiere ethnischer Minderheiten – Judenviertel (Mellahs) und Christenviertel

3.2.2 Die „villes nouvelles“ – Europäische Stadtviertel in Abgrenzung zur Medina

4. Sozioökonomische Differenzierung

4.1 Die Medina – Veränderung der Zusammensetzung der Bevölkerung und Problematik

4.1.1 Traditionelle Einwohnerschaft

4.1.2 Die heutigen Bewohner der Medina

4.2 „Bidonvilles“, die spontan Siedlungen – Elendsviertel und Slums?

4.3 „Cités“ – der Massenwohnungsbau

5. Ausblick – Trends und Entwicklungen in der orientalischen Stadt

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die charakteristischen Merkmale der orientalischen Stadt, mit Fokus auf den Maghreb, darzustellen. Dabei wird die sozialräumliche Differenzierung sowie die sozioökonomische Entwicklung und die damit verbundenen Herausforderungen analysiert.

  • Analyse theoretischer Modelle der orientalischen Stadtentwicklung.
  • Untersuchung ethnischer Segregation und Quartiersbildung.
  • Betrachtung der sozioökonomischen Dynamik in der Medina.
  • Diskussion über spontane Siedlungsstrukturen ("Bidonvilles") und Massenwohnungsbau ("Cités").
  • Bewertung zukünftiger Trends der städtischen Entwicklung.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Beispielquartiere ethnischer Minderheiten – Judenviertel (Mellahs) und Christenviertel

Juden und Christen hatten und haben in der islamischen Rechtslehre eine Sonderstellung inne. Zwar wurden sie in der Vergangenheit in der arabischen Welt geduldet und durften auch Ihren Glauben ausüben, jedoch mussten sie eine besondere „Kopfsteuer“ zahlen. Die Juden und Christen waren die sogenannten „Schriftbesitzer“, die seit den Verträgen des Propheten Mohammed mit Ihnen unter einem besonderen Schutz der islamischen Herrschaft standen. Auch eine eigene Rechtsprechung war ihnen gestattet, so daß sie besondere Privilegien und Pflichten innerhalb der orientalischen Stadt hatten.

Juden waren zunächst innerhalb der orientalischen Städte nicht in ghettoähnliche Bezirke eingeschlossen, sondern waren respektierte Teile der Gesellschaft und standen in regem Kontakt mit der arabischen Mehrheitsbevölkerung. So waren die Juden auch in einer Vielzahl von Berufssparten vertreten. Sie übten häufig einen Handwerksberuf aus, waren aber auch in anderen Gebieten stark vertreten. Eine Viertelsbildung gab es in den orientalischen Städten des Mittelalters noch nicht in sehr starker Form. Zwar gab es Viertel, wo mehrheitlich Juden oder Christen wohnten, jedoch waren auch häufig heterogene Viertel zu finden, wo die Konfessionen nebeneinander wohnten und oft auch Wohnungen und Zimmer untereinander vermieteten.

In neuerer Zeit (ab dem 19. Jahrhundert) finden sich jedoch in nahezu allen Städten des Orients klar abgetrennte Viertel für Juden und Christen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Zielsetzung ein, die Merkmale der orientalischen Stadt im Maghreb durch verschiedene Modelle und eine Analyse der ethnischen sowie sozioökonomischen Differenzierung zu beleuchten.

2. Modelle und Entwicklungsschemata: Dieses Kapitel stellt grundlegende theoretische Konzepte und Idealschemata der islamisch-orientalischen Stadtentwicklung vor.

3. Ethnische Differenzierung: Der Fokus liegt hier auf der räumlichen Segregation nach ethnischen Kriterien sowie der spezifischen Entstehung von Quartieren wie den Mellahs oder europäischen Stadtvierteln.

4. Sozioökonomische Differenzierung: Dieses Kapitel analysiert den sozioökonomischen Wandel der Medina, die Entstehung von Bidonvilles und die Probleme des Massenwohnungsbaus.

5. Ausblick – Trends und Entwicklungen in der orientalischen Stadt: Hier werden zukünftige Herausforderungen und Strategien für den Erhalt und die Weiterentwicklung der orientalischen Stadt diskutiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Problematiken zusammen und reflektiert über die schwierige Zukunftsgestaltung, insbesondere im Hinblick auf den Erhalt traditioneller Strukturen und die Integration der Bevölkerung.

Schlüsselwörter

orientalische Stadt, Maghreb, Medina, Segregation, Quartiersbildung, ethnische Differenzierung, sozioökonomische Differenzierung, Bidonvilles, Cités, Stadtplanung, Landflucht, Rentenkapitalismus, städtische Entwicklung, Bausubstanz, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die stadtgeographischen Merkmale, die räumliche Differenzierung und die sozialen Herausforderungen orientalischer Städte, insbesondere in der Region des Maghreb.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Modelle der Stadtstruktur, die ethnische Segregation, die sozioökonomische Entwicklung der Altstadt (Medina) sowie die Entstehung und Transformation spontaner Siedlungen und des Massenwohnungsbaus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die charakteristischen, sozialräumlichen Merkmale der orientalischen Stadt generalisierend darzustellen und die Dynamik ihrer Entwicklung zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine wissenschaftliche Literatur- und Modellanalyse, um die städtischen Entwicklungen und Strukturmerkmale theoretisch fundiert zu erörtern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit verschiedenen Modellen der orientalischen Stadt, der ethnischen Quartiersbildung sowie der sozioökonomischen Transformation und den damit einhergehenden Problemen der Stadtentwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie orientalische Stadt, Medina, Segregation, Quartiersbildung, Bidonvilles und sozioökonomische Differenzierung charakterisiert.

Warum spielt der "Sackgassengrundriß" in der Medina eine wichtige Rolle?

Der Sackgassengrundriß ist ein entscheidendes Merkmal, das die Abgeschlossenheit einzelner Stadtteile begünstigt, Privatsphäre schafft und somit die gewünschte Segregation innerhalb der Medina unterstützt.

Warum können die "Bidonvilles" nicht einfach als Elendsviertel bezeichnet werden?

Im Gegensatz zu westlichen Slums unterliegen die Bidonvilles in der orientalischen Stadt oft einem Prozess der nachträglichen Legalisierung, Infrastrukturverbesserung und Bausubstanzaufwertung, was sie von einer ständigen Abwärtsspirale unterscheidet.

Was sind die "Cités" und vor welchen Problemen stehen sie?

Die Cités sind Massenwohnquartiere, die zur Umsiedlung der Bevölkerung aus Bidonvilles errichtet wurden. Sie stehen vor Problemen wie Vernachlässigung, hoher Fluktuation, mangelndem Bewusstsein für das Mietwohnungswesen und einer fehlenden sozialen Bindung.

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Résumé des informations

Titre
Die orientalische Stadt - Soziale Differenzierung und Problematik
Université
University of Marburg  (Fachbereich Geographie)
Cours
Landeskunde des Maghreb
Note
2
Auteur
Timo Cyriax (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
30
N° de catalogue
V46369
ISBN (ebook)
9783638435741
ISBN (Livre)
9783638933261
Langue
allemand
mots-clé
Stadt Soziale Differenzierung Problematik Landeskunde Maghreb Orientalische Stadt Orient
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Timo Cyriax (Auteur), 2003, Die orientalische Stadt - Soziale Differenzierung und Problematik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46369
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Extrait de  30  pages
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