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Kirche der Freiheit. Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert

Title: Kirche der Freiheit. Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 32 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Markus Dörner (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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In der Hausarbeit geht es um eine soziologische Beschreibung der evangelischen Kirche in Deutschland, ihrer Struktur und der jeweiligen Arten evangelischer Kirchen, ihren Aufbau und ihre Geschichte. Im Zuge des Reformationsjubiläums, welches für 2017 anstand, orientiert sie sich an einzelnen Aspekten des Thesenpapiers "Kirche der Freiheit", welches in Vorbereitung und Erwartung von 2017 anno 2007 durch den Oberkirchenrat Thies Gundlach u. a. publiziert wurde.

Neben vielfältigen Debatten aus Philosophie, Soziologie und Theologie von katholischer Seite beschäftigt sie sich ebenso mit dem wahrscheinlichen Fortbestand der lutherischen Tradition in deren Mutterland, der heutigen Bundesrepublik. Es wagt einen umfassenden Blick aus der Perspektive gerade auch neutral-unvoreingenommener Denker, welche ohne Zweifel bereichernd und erstaunenswert sind. Ihnen gebührt höchste Aufmerksamkeit und in vielen Fällen auch Dankbarkeit für ihre Erkenntnisse. Sie helfen der evangelischen Kirche in Deutschland, im sinnvollen Rahmen vor zu denken und sich auf kommende Generationen, Zahlen, Wünsche einzustellen.

Es liegt an der Kirche, welches Bild, welche Resonanz sie nach außen hin verbreitet: lässt sie sich von den Zahlen, welche vielleicht in manchen Punkten ernüchternd sind, diktieren, einengen, insoweit, dass sie die Bevölkerung nur noch als in Gruppen eingeteiltes, in keiner Weise homogenes Konglomerat ansieht, innerhalb dessen einige Klientel für den kirchlichen "Markt" in Frage kommen, angesprochen werden dürfen, andere wieder nicht? Welcher Teil der lutherischen Christen wird in welchem Kontext welche Impulse setzen, zumal es DIE evangelische Kirche als solche nicht gibt, sondern das Bild der Gemeinde vor Ort nach wie vor sehr stark in den Köpfen und Pastoralkonzepten verankert ist.

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Geschichtlicher Aufriss – wie sich das lutherische Bekenntnis in Deutschland etablierte

III. „Kirche der Freiheit“- eine Vision?

IV. Nota bene, vorsichtiger Vorausblick

V. Literaturverzeichnis zur Seminararbeit

Primärliteratur

Sekundärliteratur

Tertiärliteratur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Fortbestand der lutherischen Tradition in Deutschland vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Wandlungsprozesse und struktureller Herausforderungen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie die Kirche unter Einbeziehung des Visionspapiers „Kirche der Freiheit“ ihre Identität bewahren und in einer säkularen, pluralistischen Gesellschaft glaubwürdig sowie zukunftsfähig bleiben kann.

  • Historische Etablierung des lutherischen Bekenntnisses in Deutschland
  • Analyse der EKD-Visionspapiere und Reformansätze
  • Verhältnis zwischen kirchlicher Struktur, Tradition und Moderne
  • Rolle der christlichen Ethik in einer demokratischen Staatsordnung
  • Herausforderungen durch demografischen Wandel und Mitgliederschwund

Auszug aus dem Buch

III. „Kirche der Freiheit“- eine Vision?

Nach den Worten Hubers hat die lutherische Kirche in Deutschland ihr ideologiekritisches Potential durch einseitige Anwendung verkümmern lassen; was mögen die Folgen eines Festhaltens an althergebrachten Strukturen, Schutzräumen der Volksfrömmigkeit, welche oftmals keine mehr sind, sein? Das Visionspapier „Kirche der Freiheit“, welches die Handschrift des nunmehrigen Ratsvorsitzenden Huber trägt, vermag darauf ansatzweise Antwort zu geben. Allgemein hat die Bundesrepublik seit den 1960er Jahren hohe Austrittszahlen aus den beiden großen Kirchen zu verbuchen, welche im Jahre 1992 erstmals die 100.000er-Marke überschreiten. Die lutherische Kirche hat in demselben Jahr einen Verlust von 361.000 Menschen zu verzeichnen. Eine Frage, welche spätestens seit rund 20 Jahren jede seriöse sozialwissenschaftliche Untersuchung prägt, lautet: „Wenn diese Menschen austreten, trennen sie sich nur von einer Institution oder zugleich vom Christentum als Ganzem? Entkirchlichung = Entchristlichung?“

Da dies rund 90% der Ausgetretenen verneinen und sich vielfach weiterhin als „religiös“ bezeichnen, ist zu fragen, was sie wirklich glauben und daraus Konsequenzen zu ziehen bzw. das pastorale Angebot ein Stück weit darauf einzustellen. Genau dies wird im protestantischen Pastoralpapier (2006) angedacht und der Frage nachgegangen, in welche gesellschaftliche Situation die lutherischen Gliedkirchen innerhalb der folgenden 30 Jahre eingebunden sein werden. Zu Erstellung des Dokuments sind die Folgen von 40 Jahren DDR und folgender Aufbauarbeit ersichtlich oder gut abschätzbar; hinzu kommt die schmerzliche Erfahrung der lutherischen Kirchen, dass seit dem Jahr 1999 die Katholiken im Mutterland der Reformation wieder die zahlenmäßige Mehrheit stellen. Überliefertes scheint damit für viele Menschen festgefahren zu wirken, Neues unsolide, wobei Zukünftiges sich ideologischen Eindeutigkeiten ganz entzieht.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Debatte über den Fortbestand der lutherischen Tradition in der modernen Bundesrepublik ein und beleuchtet die Vielfalt lutherischer Kirchen weltweit.

II. Geschichtlicher Aufriss – wie sich das lutherische Bekenntnis in Deutschland etablierte: Der Abschnitt skizziert die historische Entwicklung Luthers sowie die Etablierung des lutherischen Bekenntnisses unter Berücksichtigung politischer und gesellschaftlicher Bedingungen.

III. „Kirche der Freiheit“- eine Vision?: Dieses Kapitel analysiert das Visionspapier der EKD, die aktuelle Mitgliedschaftssituation sowie die Notwendigkeit struktureller Reformen vor dem Hintergrund der Entkirchlichung.

IV. Nota bene, vorsichtiger Vorausblick: Hier erfolgt eine kritische Reflexion des strukturellen Umbruchs innerhalb der EKD sowie der Schwierigkeit, Tradition und Moderne in einer geeinten Kirche zu versöhnen.

V. Literaturverzeichnis zur Seminararbeit: Dieser Teil enthält die Auflistung der verwendeten Primär-, Sekundär- und Tertiärliteratur.

Schlüsselwörter

Lutherische Tradition, Kirche der Freiheit, EKD, Reformation, Entkirchlichung, Kirchenmitgliedschaft, Gottesdienst, Pastoral, Protestantismus, Demokratie, Strukturwandel, Bekenntnisschriften, Säkularisation, Glaube, Soziale Verantwortung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Perspektiven der evangelischen Kirche im 21. Jahrhundert, insbesondere mit der Frage, wie die lutherische Tradition in einer sich wandelnden Gesellschaft bewahrt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung Martin Luthers, die Analyse des Visionspapiers „Kirche der Freiheit“ und die Auseinandersetzung mit der aktuellen Finanz- sowie Strukturkrise der Kirche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Wege die Kirche einschlagen muss, um trotz Mitgliederschwund und Säkularisierung relevant zu bleiben und ihrem kirchlichen Kernauftrag gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-theologische Analyse sowie die sozialwissenschaftliche Auswertung von Kirchenmitgliedschaftsuntersuchungen und EKD-Impulspapieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird der geschichtliche Kontext des Luthertums dargelegt sowie das EKD-Visionspapier „Kirche der Freiheit“ intensiv hinsichtlich seiner Reformziele und der Zukunft der Pastoral untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie „Kirche der Freiheit“, „Luthertum“, „Strukturwandel“, „Entkirchlichung“ und „Evangelische Kirche“ definieren.

Wie bewertet der Autor das Verhältnis von Kirche und Staat?

Der Autor betont, dass Deutschland einen rechtlichen Sonderstatus genießt, in dem die Trennung von Staat und Kirche einerseits Freiheit gewährt, die Kirche aber andererseits in ihre Verantwortung für die Gesellschaft einbindet.

Welche Rolle spielt die „Barmer Erklärung“ für die Argumentation?

Die „Barmer Erklärung“ dient als bekenntnistheoretischer Ankerpunkt, der die Unabhängigkeit der Kirche gegenüber einer instrumentalisierten Staatskirchenleitung unterstreicht und als Grundlage für ein gemeinsames Kirchesein fungiert.

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Details

Title
Kirche der Freiheit. Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert
College
Theologische Fakultät Paderborn
Course
Hauptseminar
Grade
2,0
Author
Markus Dörner (Author)
Publication Year
2009
Pages
32
Catalog Number
V463955
ISBN (eBook)
9783346065292
ISBN (Book)
9783346065308
Language
German
Tags
kirche freiheit perspektiven jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Dörner (Author), 2009, Kirche der Freiheit. Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463955
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