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Unterrichtskommunikation. Werte in Gruppendiskussionen. Entstehung von Moral und Werten im Unterricht

Title: Unterrichtskommunikation. Werte in Gruppendiskussionen. Entstehung von Moral und Werten im Unterricht

Seminar Paper , 2019 , 15 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Michelle Reinhardt (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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„Die Fähigkeit zum Kompromiss ist die Stärke der Demokratie. […] Sie baut darauf, dass wir unsere Meinung sagen, für unsere Interessen streiten. […] Wie gut, dass wir diskutieren; wie gut, dass wir miteinander reden!“, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Weihnachtsansprache im Dezember 2018 (Zeit Online). Anlass für diesen Aufruf ist sicher auch die aktuelle Radikalisierung von politischen Haltungen, und einhergehenden Meinungen und Werten der Menschen in Europa: Der sogenannte Rechtsruck äußert sich zum Beispiel in hohen Wahlergebnissen für rechte Parteien in vielen europäischen Staaten, nicht zuletzt der „AfD“ in Deutschland, sowie der Etablierung der rechten Demonstrationsbewegung „Pegida“ (Weber, 2019; Der Tagesspiegel, 2018).

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Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

1.1 Relevanz des Themas

1.2 Abgeleitetes Desiderat und Forschungsfrage

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Definitionen

2.1.1 Definition von Gruppe und Gruppendiskussion

2.1.2 Definition von Moral und Werten

2.2 Konzepte und Modelle

2.2.1 Moral und Lernen

2.2.1.1„Moralstufen“ nach Kohlberg

2.2.1.2. „Moralkognitive Stufenhierarchie“ nach Minnameier

2.2.1.3 „Systemischer Relativismus“ nach Beck

2.2.1.4 „Individueller Konstruktivismus“ nach Piaget

2.2.1.5 „Happy-Victimizer“-Phänomen

2.2.2 Methoden für Schulen

2.2.2.1 „Kriteriengeleiteter Perspektivenabgleich“ nach Helmke

2.2.2.2 „Konstanzer Methode der Dilemma-Diskussion“ nach Lind

2.2.2.3 „Realistischer Diskurs“ nach Oser

3 Forschungslage zu Werten in Gruppendiskussionen

3.1 Moralische Reflexion durch Widerspruch

3.2 Moralentwicklung durch Gefühle

3.3 Moralanpassung nach sozialem Umfeld

3.4 Gruppenmeinungen

3.5 Moralkompetenz durch eine „Gerechte Schulgemeinschaft“

3.6 Demokratie durch Moralkompetenz

4 Fazit

4.1 Kritische Diskussion der Ergebnisse

4.1.1 Zusammenfassung

4.1.2 Empfehlungen für Lehrkräfte

4.1.3 Kritik

4.2 Ausblick für weitere Forschung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Entwicklung von Werten innerhalb von Gruppendiskussionen im schulischen Kontext. Ziel ist es, theoretische Modelle der Moralentwicklung mit praktischen Ansätzen für den Unterricht zu verknüpfen, um Lehrkräften Wege aufzuzeigen, wie sie durch gezielte Diskussionsformen die Moralkompetenz und demokratische Bildung ihrer Schülerinnen und Schüler fördern können.

  • Bedeutung von Werten und Moral im Kontext von Gruppendiskussionen
  • Analyse theoretischer Modelle (z. B. Kohlberg, Minnameier, Lind) zur Moralentwicklung
  • Methodische Ansätze für den Schulalltag (z. B. Dilemma-Diskussion, Realistischer Diskurs)
  • Rolle der Lehrkraft bei der Steuerung von Reflexionsprozessen
  • Zusammenhang zwischen Moralkompetenz, Kommunikation und Demokratieverständnis

Auszug aus dem Buch

1.1 Relevanz des Themas

„Die Fähigkeit zum Kompromiss ist die Stärke der Demokratie. […] Sie baut darauf, dass wir unsere Meinung sagen, für unsere Interessen streiten. […] Wie gut, dass wir diskutieren; wie gut, dass wir miteinander reden!“, verkündet Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Weihnachtsansprache im Dezember 2018 (Zeit Online). Anlass für diesen Aufruf ist sicher auch die aktuelle Radikalisierung von politischen Haltungen, und einhergehenden Meinungen und Werten der Menschen in Europa: Der sogenannte Rechtsruck äußert sich zum Beispiel in hohen Wahlergebnissen für rechte Parteien in vielen europäischen Staaten, nicht zuletzt der „AfD“ in Deutschland, sowie der Etablierung der rechten Demonstrationsbewegung „Pegida“, „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Weber, 2019, S.31; Der Tagesspiegel, 2018). Diese Ereignisse der letzten Jahre und der Aufruf nach mehr Diskussions- und Kompromissbereitschaft für eine stärkere deutsche Demokratie bestärken die Aktualität des Themas Werte in Gruppendiskussionen im Unterricht an deutschen Schulen.

Werte in Gruppendiskussionen an beruflichen Schulen sind ein relevantes Thema, da sie im Lehrplan als Ziele der Ausbildung verankert sind: Schüler und Schülerinnen sollen im Unterricht eine „umfassenden Handlungskompetenz“ (Hessisches Kultusministerium, 2010, S.3) erlangen. Dazu gehört unter anderem die „Personalkompetenz“, die „die Entwicklung eigener Wertvorstellungen und die selbstbestimmte Bindung an Werte“ (ebenda) vorsieht. Eine weitere Zielgröße der „Handlungskompetenz“ (ebenda) ist die „Sozialkompetenz“, der wiederum „die Kommunikationsfähigkeit als Fähigkeit, Gruppenprozesse aktiv und konstruktiv mitzugestalten“ (Hessisches Kultusministerium, 2010, S.4) ungeordnet ist, die sich hierzu an Gruppendiskussionen anlehnen lässt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel begründet die Aktualität des Themas Werte in Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen und curricularer Anforderungen der beruflichen Bildung.

2 Theoretischer Hintergrund: Hier werden grundlegende Begriffe definiert sowie verschiedene wissenschaftliche Konzepte und Modelle zur Moralentwicklung und diskursiven Lernmethoden im Schulkontext vorgestellt.

3 Forschungslage zu Werten in Gruppendiskussionen: Dieses Kapitel fasst aktuelle Erkenntnisse zusammen, wie moralische Reflexion, Gefühlseinflüsse und soziale Umgebungen die Wertebildung und Moralkompetenz in Gruppensettings beeinflussen.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, leitet daraus Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte ab, kritisiert mögliche Grenzen des Ansatzes und benennt Bedarfe für zukünftige Forschung.

Schlüsselwörter

Werte, Gruppendiskussion, Moralkompetenz, Moralentwicklung, Demokratiebildung, Unterricht, Handlungskompetenz, Dilemma-Diskussion, Realistischer Diskurs, Sozialkompetenz, Wertebildung, Konstruktivismus, Reflexion, schulische Bildung, Normen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Werten und deren Entwicklung bei Schülern innerhalb von Gruppendiskussionen im schulischen Unterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Moralentwicklung, verschiedene didaktische Diskussionsmethoden sowie deren Anwendung zur Förderung von Sozial- und Moralkompetenz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, auf Basis theoretischer Erkenntnisse aufzuzeigen, wie Lehrkräfte durch die Gestaltung von Gruppendiskussionen aktiv die Werteentwicklung und demokratische Kompetenzen der Lernenden unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung der Forschungslage, die verschiedene psychologische und pädagogische Modelle (u.a. nach Kohlberg, Minnameier, Lind, Oser) analysiert und interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Konzepte wie „Moralstufen“ oder der „Realistische Diskurs“ erläutert, gefolgt von einer Analyse der aktuellen Forschungslage zum Einfluss von Widerspruch, Gefühlen und sozialen Kontexten auf die Wertebildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Werte, Gruppendiskussion, Moralkompetenz, Demokratiebildung, Handlungskompetenz und Reflexion.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei der Werteentwicklung?

Der Autorin zufolge sollte die Lehrkraft eine aktive Rolle als Diskussionsmitglied einnehmen, die Verhaltensregeln für eine offene Umgebung schafft und durch gezielte Fragen kritische Reflexionsprozesse bei den Schülern anregt.

Was sind die kritischen Punkte an den diskutierten Methoden?

Als Schwachpunkte werden die Gefahr der Überforderung der Teilnehmer, zeitliche Restriktionen im Schulalltag sowie eine mangelnde innere Motivation mancher Schüler identifiziert, die eine aktive Teilnahme und damit den Lernerfolg erschweren könnten.

Wie unterscheidet sich die „Gerechte Schulgemeinschaft“ von anderen Ansätzen?

Dieses Modell setzt auf eine institutionalisierte Form der Partizipation und Mitbestimmung aller Beteiligten, um durch eine gelebte demokratische Praxis die moralische Atmosphäre der Schule nachhaltig positiv zu beeinflussen.

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Details

Title
Unterrichtskommunikation. Werte in Gruppendiskussionen. Entstehung von Moral und Werten im Unterricht
College
University of Frankfurt (Main)  (Professur für Wirtschaftspädagogik)
Course
Unterrichtskommunikation
Grade
1,4
Author
Michelle Reinhardt (Author)
Publication Year
2019
Pages
15
Catalog Number
V464071
ISBN (eBook)
9783668934146
ISBN (Book)
9783668934153
Language
German
Tags
Unterrichtskommunikation Moral Werte Gruppen Diskussion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michelle Reinhardt (Author), 2019, Unterrichtskommunikation. Werte in Gruppendiskussionen. Entstehung von Moral und Werten im Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464071
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