Zu Beginn dieser Arbeit gehe ich auf die Nutzung von verschieden Varietäten des Englischen im Film ein. Hierbei nenne ich im Besonderen die Rolle, die bestimmte Varietäten bei der Charakterisierung von Personen spielen und die Nutzung für andere Effekte. Danach beschreibe ich die Schwierigkeiten die sich bei der Synchronisierung von englischsprachigen Filmen stellen.
Hier gehe ich jeweils näher auf den Verlust der Authentizität und der gewollten sprachlichen Wirksamkeiten ein. Zum Ende schneide ich in einem Schlusswort an, wie man die Unklarheit bei der Synchronisation von Varietäten vermeiden könnte.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Problematik der Synchronisation
2. Varietäten in Film und Fernsehen
2.1. Charakterisierung durch bestimmte Varietäten
2.2. Varietäten als besonderes Stilmittel
3. Schwierigkeiten bei der Synchronisation
3.1. Verlust der Authentizität
3.2. Verlust von gewollten sprachlichen Effekten
4. Die Lösung ist so nah
5. Bibliographie
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der Synchronisation auf englische Sprachvarietäten in Filmen und Serien. Dabei wird analysiert, inwiefern durch die Übersetzung ins Deutsche kulturelle Identitäten, soziale Merkmale und beabsichtigte sprachliche Effekte verloren gehen und welche alternativen Lösungsansätze existieren.
- Die Rolle von Akzenten und Dialekten bei der Charakterisierung
- Einsatz von Sprachvarietäten als narratives Stilmittel
- Die Problematik der Synchronisation bezüglich Authentizität und Sprachwitz
- Kritische Analyse der Verfälschung von Originalinhalten
- Diskussion über Untertitelung und Zweitonkanäle als Alternativen
Auszug aus dem Buch
3.2. Verlust von gewollten sprachlichen Effekten
In der Serie Heroes kommt der Japaner Hiro in die USA ohne ein Wort Englisch sprechen zu können. So müssen verschiedene Charaktere, insbesondere sein Freund Ando, öfter für ihn dolmetschen. „In der deutschen Fassung wurde die Zweisprachigkeit aber völlig aufgehoben, Hiro spricht dort kein Japanisch und Englisch mehr, sondern nur noch Deutsch und Deutsch.“ (Engemann, U. „Die Übersetzung“.
HIGH ROLLER (IN COWBOY HAT): I think you have something that belongs to me. See ... I had three aces at the poker table. Next thing I know, you two had 'em.
HIRO: (subtitled) What is he saying?
ANDO: (subtitled) Relax. I have it covered.
(Hiro sort of smiles.)
ANDO: You better back off. My friend has very big power. Can take you all out. Make you wish you never been born!
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Problematik der Synchronisation: Dieses Kapitel führt in die Herausforderungen der Übersetzung ein und thematisiert die historische Entwicklung sowie die teils starke inhaltliche Verfälschung durch Zensur oder freie Übersetzungen.
2. Varietäten in Film und Fernsehen: Hier wird erläutert, wie Akzente und Varietäten zur Charakterisierung von Personen dienen und als gezielte Stilmittel eingesetzt werden, um bestimmte gesellschaftliche oder historische Konnotationen zu erzeugen.
3. Schwierigkeiten bei der Synchronisation: Der Hauptteil analysiert den Verlust von Authentizität, die Diskrepanz zwischen Bild und Ton sowie den Verlust von sprachlichem Humor und inhaltlicher Tiefe durch Synchronisationsprozesse.
4. Die Lösung ist so nah: Das Kapitel diskutiert Alternativen zur klassischen Synchronisation, wie etwa die Verwendung von Untertiteln oder die Wiedereinführung von Zweitonkanälen zur Wahlfreiheit des Zuschauers.
5. Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendeten Internetquellen, Sekundärliteratur sowie die untersuchten Filme und Serien auf.
Schlüsselwörter
Synchronisation, englische Varietäten, Sprachwissenschaft, Filmübersetzung, Akzente, Dialekte, Authentizität, Sprachwitz, Untertitelung, Medien, Charakterisierung, Kulturtransfer, Zweitonkanal, Translation, Sprachgebrauch.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Problemen der Synchronisation englischsprachiger Filme ins Deutsche, insbesondere unter Berücksichtigung von Sprachvarietäten wie Akzenten und Dialekten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Funktion von Sprachvarietäten zur Charakterisierung, der Verlust von Authentizität bei Synchronisationen und die Analyse sprachspezifischer Effekte, die durch Übersetzungen verloren gehen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie die Synchronisation die ursprüngliche Intention und Qualität der Sprachdarstellung verändert und welche Alternativen zur Bewahrung des Originals existieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive und analysierende Methode angewandt, bei der Beispiele aus bekannten Serien und Filmen herangezogen werden, um die theoretischen Thesen zur Synchronisation zu belegen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Varietäten als Stilmittel, die Auswirkungen auf die Charakterdarstellung sowie eine detaillierte Analyse der Schwierigkeiten bei der Synchronisation, inklusive konkreter Textbeispiele.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Synchronisation, Sprachvarietäten, kulturelle Authentizität und Filmübersetzung beschreiben.
Warum ist der "Blue-Blazer-Witz" aus der Serie Friends ein zentrales Beispiel?
Er illustriert die Schwierigkeit, sprachlichen Humor, der auf Homophonen basiert, in eine andere Sprache zu übertragen, ohne dass die komische Wirkung oder der inhaltliche Bezug zum Original verloren geht.
Inwiefern beeinflusst der Akzent die Wahrnehmung von Charakteren?
Der Akzent dient als wichtiges Indiz für regionale, soziale oder ethische Zuschreibungen. Eine Fehlbesetzung oder eine Synchronisation, die diese Unterschiede nivelliert, verfälscht das beabsichtigte Charakterbild.
Warum wird in Skandinavien nicht synchronisiert?
Skandinavische Länder setzen primär auf Untertitelung, da dort ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung über gute Englischkenntnisse verfügt und so der direkte Zugang zum Original gewährleistet bleibt.
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- Jasmin Arnold (Author), 2009, Englische Varietäten in Film und Fernsehen und ihre Synchronisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464233