Diese Arbeit bezieht sich auf das Gebiet des Sportmarketings, genauer dem Erlebnismarketing, das sich auf Inhalte aus der Psychologie und der Wirtschaft bezieht. Im Wesentlichen möchte ich dabei auf vier große Abschnitte eingehen. Zunächst wird ein Stück weit auf die allgemeine Entwicklung von Sportevents hin zu Erlebniswelten eingegangen. Anschließend möchte ich auf sozialpsychologische Faktoren bei den Konsumenten von Sportveranstaltungen eingehen. Zu Konsumenten von Sportveranstaltungen zählen Besucher vor Ort sowie Zuschauer, die das Event über andere Kommunikationsmedien, wie Fernsehen, verfolgen. Dieser Punkt soll einen Einblick geben, wie der Kunde allgemein im Sport begeistert werden kann. Daran anknüpfend werde ich konkreter auf den Dartsport selbst eingehen. Neben einem Überblick zu den grundlegenden Entwicklungen in der Historie des Sports, geht es vor allem darum, wie sich Darts als Event verändert hat und inwieweit Maßnahmen ergriffen wurden, um Dartveranstaltungen attraktiv zu gestalten.
Events stoßen in allen Teilen der Bevölkerung auf Anklang und erfreuen sich großer Besucherzahlen. Ob ein eher ruhiger Theaterbesuch, ein lautes Musikfestival oder die Fußball-Weltmeisterschaft: Events finden sich in nahezu jeder Unternehmensbranche. Ein Blick auf Events im Sport zeigt eine wichtige Entwicklung in Europa, die bereits in den letzten Jahren beziehungsweise sogar Jahrzehnten in den USA zu beobachten war. Die Idee ist, dass ein Sportevent nicht mehr alleine dazu dient, die sportliche Leistung an sich zu präsentieren, sondern es geht verstärkt darum diese Events zu emotionalisieren und dadurch eine stärkere Kundenbindung zu den Besuchern und Zuschauern aufzubauen.
Gerade durch die enorme Vielfalt an Events sowie die große Konkurrenz soll der Besucher multisensorisch angesprochen werden, um maximal involviert zu werden. Sportevents haben eine starke Veränderung erlebt, weil die Veranstalter das wirtschaftliche Potenzial erkannt haben. Man spricht auch gerne von der Kommerzialisierung von Sportveranstaltungen. Denkt man an Sportevents, kommen vermutlich schnell solche wie die Fußball-Weltmeisterschaft oder die Olympischen Spiele in den Sinn. Allerdings sind es nicht nur die "großen" und bekannten Sportarten, die die Eventisierung für sich entdeckt haben, sondern auch oder vielleicht sogar gerade auch andere Randsportarten, die aufgrund der großen Konkurrenz herausstechen wollen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Sportevents und ihr Erlebnischarakter
2.1 Definition Sportevent
2.2 Merkmale des Erlebnischarakters im Sport
2.3 Entwicklung von Sportveranstaltungen
3. Sozialpsychologische Faktoren bei den Konsumenten
3.1 Bedürfnistheorie nach Maslow im Sport
3.2 Konsumkapitaltheorie im Sport
3.3 Aspekte des klassischen Marketings in Bezug auf den Dartsport
3.4 Die Rolle des Zuschauers
4. Entwicklungen im Dartsport
4.1 Grundlegendes und Historie
4.2 Darts als Event in Deutschland
4.3 Darts und Medien
5. Methodik und Ergebnisse der Untersuchung
5.1 Methode und Design der Befragung
5.1.1 Überblick
5.1.2 Aufbau des Fragebogens
5.1.3 Stichprobenbeschreibung
5.2 Ergebnisse
6. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die Arbeit untersucht, wie der Dartsport durch die Anwendung von Prinzipien des Erlebnismarketings und sozialpsychologischer Faktoren an Publikumswirksamkeit gewonnen hat. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Faktoren die Faszination für diesen Sport ausmachen und wie eine gestiegene mediale Präsenz sowie die Eventisierung zur Begeisterung der Konsumenten beitragen.
- Erlebnismarketing und dessen Relevanz für moderne Sportevents.
- Sozialpsychologische Motivationsfaktoren der Konsumenten im Dartsport.
- Historische und aktuelle Entwicklung des Dartsports in Deutschland und dessen Medialisierung.
- Untersuchung des Konsumentenverhaltens durch eine quantitative und qualitative Befragung bei Dartveranstaltungen.
Auszug aus dem Buch
3.2 Konsumkapitaltheorie im Sport
Ganz allgemein ist die Konsumkapitaltheorie auf das Konsumieren eines Unterhaltungsobjekts ausgerichtet und versucht das Interesse eines Konsumenten zu erklären. Die Kernaussage hierbei ist, dass der Nutzen für den Konsumenten steigt, je mehr er über eben jenes Unterhaltungsobjekt weiß.
Der Aufbau von Wissen beziehungsweise Vorwissen kommt durch die Nutzung und durch Kommunikation mit anderen Teilnehmern zustande. Mit Teilnehmer sind diejenigen gemeint, die ebenfalls das Unterhaltungsobjekt nutzen. Es ist also logisch, dass der Nutzen des Einzelnen mit der Zahl der Kommunikationspartner wächst.
Um den Sportbezug herzustellen und den Begriff des Konsumkapitals zu fassen, sei gesagt, dass es sich dabei um nutzenorientierte Investitionen einer Person für den Erwerb von Wissen über eine Sportart handelt. Die Nachfrage steigt mit den getätigten Investitionen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Eventisierung von Sportveranstaltungen ein und formuliert die Forschungsfrage zur Faszination und Publikumswirksamkeit des Dartsports.
2. Sportevents und ihr Erlebnischarakter: Dieses Kapitel definiert den Begriff Sportevent und erläutert die wesentlichen Merkmale, die eine Veranstaltung zu einer Erlebniswelt machen.
3. Sozialpsychologische Faktoren bei den Konsumenten: Hier werden theoretische Ansätze wie die Bedürfnistheorie nach Maslow und die Konsumkapitaltheorie genutzt, um die Motivation von Dart-Zuschauern zu analysieren.
4. Entwicklungen im Dartsport: Dieses Kapitel beleuchtet die Historie des Darts, die Professionalisierung durch die PDC und die wachsende Bedeutung der Medien für die Attraktivität des Sports.
5. Methodik und Ergebnisse der Untersuchung: Hier wird das Design der empirischen Befragung vorgestellt und die Ergebnisse bezüglich der Konsumentenmotivation und Mediennutzung ausgewertet.
6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und ordnet die aktuelle Boom-Phase des Dartsports in den theoretischen Kontext ein.
Schlüsselwörter
Dartsport, Sportmarketing, Erlebnismarketing, Konsumentenverhalten, Konsumkapital, Bedürfnispyramide, Eventisierung, Sportevent, Medialisierung, Teilnehmerbefragung, Publikumswirksamkeit, Netzwerkeffekte, Anschlusskommunikation, Dartveranstaltung, Professionalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die zunehmende Popularität des Dartsports unter Anwendung von sportmarketingrelevanten Theorien, insbesondere des Erlebnismarketings.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Eventisierung von Sport, sozialpsychologische Konsumentenmotive, die historische Entwicklung des Darts und dessen mediale Vermarktung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu beantworten, worin die Faszination für den Dartsport liegt und wie seine gestiegene mediale und öffentliche Wirksamkeit theoretisch sowie empirisch erklärt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Untersuchung basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und einer empirischen Befragung von Besuchern bei lokalen Dartturnieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die Definition von Sportevents, psychologische Konsumententheorien und die spezifischen Entwicklungsprozesse des Dartsports als TV- und Event-Produkt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Erlebnismarketing, Konsumkapitaltheorie, Dartsport, Medialisierung und Eventisierung stehen im Zentrum der Analyse.
Warum spielen die Zuschauer beim Dart eine so wichtige Rolle?
Laut der Arbeit sind die Fans nicht nur passives Publikum, sondern durch ihre aktive Teilnahme (Gesänge, Kostüme, Stimmung) ein wesentlicher Bestandteil des Gesamterlebnisses, was den Sport von anderen Disziplinen unterscheidet.
Wie wichtig ist das Vorwissen für Dart-Konsumenten?
Die Konsumkapitaltheorie zeigt, dass ein gewisses Regelverständnis den Unterhaltungswert steigert, obwohl Darts aufgrund seiner einfachen Struktur auch für Einsteiger schnell zugänglich ist.
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- Anonym (Autor), 2019, Sporteventmanagement und Erlebnischarakter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464378