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Sozialpädagogik der Übergänge

Der Übergang aus der Herkunftsfamilie in eine Pflegefamilie

Titre: Sozialpädagogik der Übergänge

Dossier / Travail , 2018 , 28 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Travail Social
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Der Lebenslauf beschreibt eine Abfolge typischer sozial festgelegter Zustände und Übergänge, die an ein bestimmtes Lebensalter gebunden und mit spezifischen Handlungserwartungen bzw. Rollen verknüpft sind. Übergänge sind demzufolge immer verbunden mit unterschiedlichen Anforderungen in entsprechenden Altersphasen. Lebensläufe bezeichnen somit sowohl die Abfolge von Lebensaltersphasen als auch die Aneinanderreihung von Übergängen, welche soziale Positions- und Zustandswechsel darstellen.

Diese Ausführung beschäftigt sich vertieft mit dem Übergang von Kindern aus ihrer Herkunftsfamilie in eine Pflegefamilie. Als Pflegekinder gelten minderjährige Kinder, die zeitweise bei einer anderen Familie und nicht bei den leiblichen Eltern leben und betreut werden. Diese andere Familie wird als Pflegefamilie bezeichnet und gilt zur Kennzeichnung des Sozialisationsortes an dem das Pflegekind lebt. Die Pflegefamilie übernimmt die Verantwortung, Erziehung, Versorgung und Betreuung des ihnen anvertrauten Kindes. Pflegeverhältnisse beziehen sich auf das gesamte Altersspektrum, welches Kinder die ihr erstes Lebensjahr noch nicht vollendet haben bis hin zu Jugendlichen die 15 Jahre oder älter sind, beinhaltet. In etwa 50 % der Fälle sind Kinder zu Beginn der Pflegschaft jünger als sechs Jahre alt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Übergänge

2.1 Sozialpädagogik der Übergänge

2.2 Übergänge in der Lebensphase Kindheit

3. Übergang aus der Herkunftsfamilie in eine Pflegefamilie

3.1 Institutionelle und organisationale Rahmung des Pflegekinderwesens

3.2 Biografiearbeit als sozialpädagogische Handlungsmöglichkeit

3.3 Subjektive Deutungs- und Handlungsmuster von Pflegekindern

3.3.1 Wechsel der Lebenswelt

3.3.2 Veränderungen im Beziehungsnetzwerk

3.3.3 Frage der Perspektive und Dauer

3.3.4 Partizipation von Pflegekindern

3.3.5 Herkunfts- und Pflegefamilie

4. Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit im Rahmen einer Portfolioprüfung untersucht die sozialpädagogische Relevanz von Übergängen, mit einem spezifischen Fokus auf den Übergang von Kindern aus der Herkunftsfamilie in eine Pflegefamilie. Dabei wird analysiert, wie Kinder diesen einschneidenden Wechsel erleben, welche Herausforderungen sich für ihre Identitätsentwicklung ergeben und welche unterstützenden Maßnahmen, insbesondere durch Biografiearbeit, notwendig sind, um diese Krisensituationen zu bewältigen.

  • Definition und sozialpädagogische Bedeutung von Übergängen im Lebenslauf.
  • Herausforderungen kindlicher Übergangserfahrungen im Kontext der Fremdunterbringung.
  • Die Rolle der Biografiearbeit als sozialpädagogisches Instrument der Übergangsbegleitung.
  • Bedeutung von Partizipation und Beziehungsnetzwerken für Pflegekinder.
  • Reflexion der persönlichen Erkenntnisse aus Vorlesung und Seminar für das zukünftige professionelle Handeln.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Wechsel der Lebenswelt

Während institutionelle Übergänge wie beispielsweise der Wechsel aus dem Kindergarten in die Grundschule als normative Übergänge im Kindesalter gelten, stellt die Herausnahme eines Kindes aus seiner Familie und der damit einhergehende Wechsel seiner Lebenswelt keinen üblichen Übergang in der Entwicklungslaufbahn von Kindern dar. Pflegekinder haben demnach ungewöhnliche und untypische Übergänge zu bewältigen. Die Fremdplatzierung eines Kindes in einer Pflegefamilie gilt als einschneidender biografischer Bruch, der die Kontinuität des kindlichen Lebenslaufs erheblich behindert. Demzufolge kann die Fremdunterbringung als kritisches Lebensereignis eingeordnet werden. Kritische Lebensereignisse bringen die Personen-Umwelt-Passung ins Schwanken und stellen die Betroffenen vor die Herausforderung der Bewältigung von veränderten Situationen. Im Zuge des Milieuwechsels nehmen Kinder ihre innere Welt mit, welche verbunden ist mit ihren bisherigen Beziehungsmustern, Normen, Verhaltensweisen, Strategien, Erwartungen, Erfahrungen und erworbenen Fähigkeiten.

Durch die Fremdplatzierung werden die Heranwachsenden mit neuen Personen und einer neuen Umgebung, mit anderen Regeln des familiären Umgangs und gegebenenfalls auch mit neuen außerfamiliären Kontakten konfrontiert. Allerdings passen in den meisten Fällen die kindlichen Verhaltens-, Gefühls- und Denkmuster nicht mehr zur veränderten Situation und zur neuen Familie. Je maßgeblicher sich die Familienkulturen der Herkunfts- und Pflegefamilie unterscheiden, desto größer sind die Fremdheitserfahrungen für die betroffenen Kinder. Diese Unterscheidungen können sich schon im alltäglichen Handeln zeigen und Irritation, Fremdheit und Verwirrung auslösen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Fokus der Arbeit auf die Thematik der Übergänge, speziell in der Lebensphase Kindheit, und legt den methodischen Rahmen durch die Einbettung in universitäre Lehrveranstaltungen fest.

2. Übergänge: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Übergangs als sozialwissenschaftlich relevante Kategorie für Rollen- und Statuswechsel und beleuchtet die zunehmende Entstandardisierung von Lebensläufen in der Spätmoderne.

3. Übergang aus der Herkunftsfamilie in eine Pflegefamilie: Dieser Hauptteil befasst sich vertieft mit den institutionellen Rahmenbedingungen der Pflegehilfe sowie der Biografiearbeit als Methode zur Identitätsbildung und beleuchtet subjektive Deutungs- und Handlungsmuster von Kindern während der Fremdunterbringung.

4. Reflexion: Im abschließenden Teil reflektiert die Autorin/der Autor die neuen Kenntnisse aus der Beschäftigung mit der Thematik und verknüpft diese mit persönlichen Erfahrungen sowie Anforderungen an die zukünftige sozialpädagogische Praxis.

Schlüsselwörter

Übergänge, Pflegekinder, Fremdunterbringung, Biografiearbeit, Sozialpädagogik, Lebenslauf, Identitätsentwicklung, Kindheit, Herkunftsfamilie, Pflegefamilie, Partizipation, Lebensbuch, Übergangsbegleitung, Sozialisation, Beziehungsnetzwerk.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Übergängen im menschlichen Lebenslauf und fokussiert dabei insbesondere auf die herausfordernde Situation von Kindern, die aus ihrer Herkunftsfamilie in eine Pflegefamilie wechseln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Einordnung von Übergängen, die spezifische Situation der Fremdunterbringung von Kindern, die professionelle Begleitung durch Biografiearbeit sowie die subjektive Bewältigung dieser Brüche durch die betroffenen Kinder.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die subjektiven Erlebnisse und Anpassungsprozesse von Pflegekindern zu entwickeln und aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte durch Biografiearbeit eine unterstützende Begleitung gestalten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf Fachliteratur, wissenschaftlichen Studien (wie dem DJI/DIJuF-Projekt) sowie der Analyse biografischer Interviewzitate basiert, um die Lebenswelten der betroffenen Kinder nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die institutionellen Rahmenbedingungen des Pflegekinderwesens, das Konzept der Biografiearbeit, sowie detailliert die verschiedenen Aspekte des Wechsels einer Lebenswelt, wie etwa Beziehungsnetzwerke, Fragen zur Perspektive und Dauer der Unterbringung sowie das Thema Partizipation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Übergänge, Pflegekinder, Biografiearbeit, Fremdunterbringung, Identitätsentwicklung und Partizipation charakterisiert.

Inwiefern spielt die Biografiearbeit eine Rolle bei der Integration in eine Pflegefamilie?

Die Biografiearbeit dient als strukturiertes Hilfsmittel, um Brüche zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu verknüpfen, das Verständnis für die eigene Lebensgeschichte zu fördern und Pflegekindern zu helfen, sich mit der neuen Situation auseinanderzusetzen.

Warum ist die Partizipation von Pflegekindern bei Übergangsprozessen so wichtig?

Partizipation ist entscheidend, da sie den Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Selbstwirksamkeit gibt, Ängste durch Transparenz reduziert und die Akzeptanz des Hilfsangebots erhöht, da die Kinder sich als Experten ihrer eigenen Lebenswelt ernst genommen fühlen.

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Résumé des informations

Titre
Sozialpädagogik der Übergänge
Sous-titre
Der Übergang aus der Herkunftsfamilie in eine Pflegefamilie
Université
University of Trier
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
28
N° de catalogue
V464536
ISBN (ebook)
9783346047250
ISBN (Livre)
9783346047267
Langue
allemand
mots-clé
Pflegekind Pflegefamilie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2018, Sozialpädagogik der Übergänge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464536
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Extrait de  28  pages
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