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Großmachtpolitik Russlands. Warum beanspruchte Russland die Krim 2014 für sich?

Titel: Großmachtpolitik Russlands. Warum beanspruchte Russland die Krim 2014 für sich?

Hausarbeit , 2018 , 15 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Daniel Braun (Autor:in)

Politik - Region: Russland
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Am 16. März 2014 begann der offizielle Beitritt der Krim zur Russischen Föderation, nachdem sich die eindeutige Mehrheit von 96% bei einem Referendum für die Wiedervereinigung mit Russland ausgesprochen hat. Doch die internationale Lage schien sich zunächst anders zu entwickeln. Nach Ende des Ost-West-Konflikts im Jahre 1991 und dem einhergehenden Ende der Sowjetunion wirkte es zunächst so, als ob der Westen mit seinen Wertvorstellungen von Demokratie und freier Marktwirtschaft auf dem Vormarsch war und die USA als einzig verbleibende Weltmacht dastand. Dieser Zustand verleitete manch einen schon vom „Ende der Geschichte“ (Fukuyama 1992) zu reden. Doch nach etwa zwei Jahrzehnten ändert sich die weltpolitische Lage und die ehemalige Sowjetunion Russland steht nun westlichen Militärtruppen auf ukrainischem Staatsgebiet gegenüber. Des weiteren wird Russland aus dem Verbund der mächtigsten Industriestaaten der G8 ausgeschlossen und die Fronten zwischen Ost und West verhärten sich erneut. Dieser angespannten Lage der internationalen Politik liegt der, seit Ende 2013, herrschende Konflikt in der Ukraine zugrunde, dessen Höhepunkt sich in der Annexion der Krim durch die Russische Föderation wiederfindet.
Die schriftliche Ausarbeitung wird sich vor allem mit der Frage nach dem Zeitpunkt der Annexion beschäftigen, das bedeutet es wird versucht die Frage zu klären warum Russland die Krim 2014 für sich beansprucht hat. Außerdem wird das Ereignisse rund um die Krim-Annexion beziehungsweise die Krim-Krise in einen passenden Kontext eingebettet. Hierbei hilft eine theoriegestützte Analyse des Sachverhalts, die zunächst eine generelle Darlegung dessen benötigt. Außerdem werden die Theorien des Neorealismus und Konstruktivismus genauer betrachtet und erläutert. Hierfür wird hauptsächlich die Primärliteratur der beiden Vertreter Kenneth Waltz (1979) und Alexander Wendt (1995) zu Rate gezogen, ebenso wie die Einführungsliteratur bezüglich der Theorien der internationalen Beziehungen von Gert Krell (2009). Die Analyse versucht mit Hilfe der betrachteten Theorien Rückschlüsse auf das Verhalten Russlands zu ziehen und die Frage nach dem Zeitpunkt anschaulich zu gestalten...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Sachverhalt

3. Theorien der internationalen Politik

3.1 Neorealismus

3.2 Konstruktivismus

4. Analyse: Krim-Annexion durch Russland

4.1 Neorealistische Ansätze

4.2 Konstruktivistische Ansätze

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe der Krim-Annexion durch die Russische Föderation im Jahr 2014, um zu klären, warum Russland diesen Schritt zu diesem spezifischen Zeitpunkt vollzog. Dabei wird das Ereignis in einen theoretischen Kontext eingebettet, indem das russische Handeln mithilfe des Neorealismus und des Konstruktivismus analysiert und interpretiert wird.

  • Machtpolitische Interessen und Sicherheitsbedürfnisse Russlands (Neorealismus)
  • Identität, gemeinsame Geschichte und soziale Wahrnehmung (Konstruktivismus)
  • Die Rolle der NATO-Osterweiterung und EU-Ausdehnung als Einflussfaktoren
  • Die Ukraine-Krise als Ausgangspunkt und Auslöser der Annexion

Auszug aus dem Buch

4.1 Neorealistische Ansätze

Der Neorealismus erklärt ein machtpolitisches Verhalten der russischen Föderation und die oberste Aufgabe des Selbstschutzes. „Die russische Außenpolitik basiert auf dem Versuch in Augenhöhe zu den USA zu gelangen und den postsowjetischen Raum wieder zu integrieren.“ (v. Beyme 2016: 49f.). Diese Art von Politik veranlasst den Westen dazu stärkere Abwehr gegenüber den russischen Unternehmungen zu bemühen. Darunter fällt die Nato-Osterweiterung, die EU-Ausdehnung nach Osten und die Förderung westlicher Demokratiekonzeptionen im postsowjetischen Raum. Diese Konzepte sieht die russische Föderation wiederum als Bedrohung ihrer eigenen Machtmittel und versucht im Sinne des Selbstschutzes ihnen entgegenzuwirken (vgl. v. Beyme 2016: 50).

Die Nato-Osterweiterung in unmittelbarer Landesnähe und somit der Verlust des strategisch wichtigen Nachbarn Ukraine an den Westen zwingt Russland zu Handlungsbedarf. Putin kritisiert in seiner Rede vom 18. März 2014 die Expansion der Nato in Richtung Osten und erwähnt in diesem Kontext ebenso den Aufbau militärischer Infrastruktur an den Grenzen zu Russland (vgl. Putin: 2014). Die russische Föderation sieht sich in diesem Zusammenhang durch den politischen Westen bedroht und versucht im Sinne des neorealistischen Gedankens die eigene Sicherheit zu bewahren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Krim-Krise 2014 ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Gründe und des Zeitpunkts der Annexion unter Einbeziehung neorealistischer und konstruktivistischer Theorien.

2. Der Sachverhalt: Dieses Kapitel skizziert den Verlauf der Ukraine-Krise, angefangen bei den Protesten auf dem Majdan bis hin zur Annexion der Krim und den darauffolgenden politischen sowie wirtschaftlichen Konsequenzen.

3. Theorien der internationalen Politik: Es werden die theoretischen Grundlagen des Neorealismus nach Kenneth Waltz und des Konstruktivismus nach Alexander Wendt als Analyseinstrumente erläutert.

4. Analyse: Krim-Annexion durch Russland: Die empirischen Ereignisse der Krim-Annexion werden durch die Brille der beiden Theorien untersucht, um die Handlungslogik Russlands offenzulegen.

5. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und argumentiert für eine kombinierte Anwendung beider Theorien, um die Komplexität des russischen Verhaltens vollständig erfassen zu können.

Schlüsselwörter

Krim-Annexion, Russische Föderation, Ukraine-Krise, Neorealismus, Konstruktivismus, Internationale Politik, Sicherheitsbedürfnisse, NATO-Osterweiterung, Identität, Machtpolitik, Wladimir Putin, Außenpolitik, Souveränität, Machtmittel, Geopolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Gründe und den Zeitpunkt der Krim-Annexion durch Russland im Jahr 2014 aus einer politikwissenschaftlichen Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das russische sicherheitspolitische Kalkül, die historische und kulturelle Verbundenheit zur Krim sowie der Einfluss westlicher Institutionen wie der NATO und der EU.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, das russische Handeln im Jahr 2014 durch die Anwendung der Theorien des Neorealismus und Konstruktivismus theoretisch zu erklären und nachvollziehbar zu machen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es wird eine theoriegestützte Analyse durchgeführt, die Primärliteratur der Theorievertreter sowie offizielle Reden und Transkripte der russischen Regierung nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachverhaltsdarstellung, eine theoretische Einleitung in den Neorealismus und Konstruktivismus sowie die eigentliche Analyse des russischen Verhaltens auf Basis dieser Theorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Krim-Annexion, Sicherheitsbedürfnis, Machtpolitik, neorealistische und konstruktivistische Ansätze sowie der postsowjetische Raum.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Neorealismus für die Annexion?

Der Autor sieht im Neorealismus ein starkes Instrument, um den Zeitpunkt und das machtpolitische Bedürfnis nach Selbstschutz und Sicherung militärischer Ressourcen zu erklären.

Warum reicht eine Theorie allein laut dem Fazit nicht aus?

Da der Neorealismus kulturelle Identitätsfragen vernachlässigt und der Konstruktivismus materielle Sicherheitsbedrohungen unterbewertet, ist nur eine kombinierte Sichtweise in der Lage, das gesamte Spektrum des russischen Verhaltens abzubilden.

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Details

Titel
Großmachtpolitik Russlands. Warum beanspruchte Russland die Krim 2014 für sich?
Hochschule
Universität Regensburg
Veranstaltung
Internationale Politik
Note
2,3
Autor
Daniel Braun (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
15
Katalognummer
V464551
ISBN (eBook)
9783668937703
ISBN (Buch)
9783668937710
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Großmachtpolitik Krim Russland Annexion 2014 Internationale Politik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Braun (Autor:in), 2018, Großmachtpolitik Russlands. Warum beanspruchte Russland die Krim 2014 für sich?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464551
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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