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Die patriarchalische Vaterfigur des Zauberkönigs in Ödön von Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald"

Título: Die patriarchalische Vaterfigur des Zauberkönigs in Ödön von Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald"

Trabajo Escrito , 2018 , 10 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Johann Faust (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Literatura, Obras
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„Wo stecken denn meine Sockenhalter?“. Diese Frage richtet der Zauberkönig in seinem ersten Auftritt zornig an seine Tochter Marianne. Bereits am Anfang des Volksstückes Geschichten aus dem Wienerwald von Ödön von Horvath wird deutlich, dass das patriarchalische Verhalten des Zauberkönigs ein zentrales Element in dem Werk darstellt. Horváth greift mit seinem Volksstück die gesellschaftlichen Probleme des frühen 20. Jahrhunderts auf. Hierbei spielen die patriarchalischen Strukturen und das Männerbild jener Zeit eine bedeutende Rolle. Die vorliegende Hausarbeit wird diese komplexe Problematik jedoch nicht in ihrer Gesamtheit untersuchen, dafür wäre der vorgegebene Rahmen zu knapp bemessen.

Spezifisch soll in den folgenden Kapiteln textanalytisch untersucht werden, wie die patriarchalische Vaterfigur des Zauberkönigs modelliert ist und inwiefern diese für die gescheiterte Emanzipation der Marianne verantwortlich sein kann. Für Letzteres wird die Analyse keine konkreten Ergebnisse herausarbeiten können; dies wäre aus wissenschaftlicher Sicht auch nicht eindeutig zu ermitteln.

Vielmehr soll die Arbeit eine textanalytische Diskussionsgrundlage liefern und die Entscheidungen Mariannes in Kontext zu ihrer väterlichen Beziehung setzen. Dabei sollen sozialpsychologische Gesichtspunkte herangezogen werden, um das Spannungsverhältnis der Vater-Tochter-Beziehung aus einer mehrdimensionalen Perspektive zu diskutieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Zur Fragestellung

2. Horváths Gesellschaftskritik und seine Männerfiguren

3. Sozialpsychologische Aspekte der Vater-Tochter Beziehung

4. Textanalyse zur Vaterfigur des Zauberkönigs

5. Schlussfolgerungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die patriarchalische Vaterfigur des Zauberkönigs in Ödön von Horváths Werk "Geschichten aus dem Wiener Wald" und analysiert, inwiefern diese für die gescheiterte Emanzipation der Protagonistin Marianne verantwortlich ist, wobei sozialpsychologische Perspektiven zur Vater-Tochter-Beziehung einbezogen werden.

  • Analyse der patriarchalischen Gesellschaftsstrukturen in der Weimarer Republik.
  • Typologie der Männerfiguren in Horváths Werk.
  • Sozialpsychologische Betrachtung der Vater-Tochter-Beziehung und Tochtertypen.
  • Untersuchung der Machtdynamik zwischen dem Zauberkönig und Marianne.
  • Reflektion über individuelle Verantwortung und gesellschaftlichen Druck.

Auszug aus dem Buch

4. Textanalyse zur Vaterfigur des Zauberkönigs

Die Geschichten aus dem Wiener Wald erzählen die Tragödie von Marianne, die Tochter und Dienstmagd eines Spielwarenhändlers namens Zauberkönig, die nach dem Wunsch ihres Vaters den Fleischhauer Oskar heiraten soll. Sie versucht aus der Bevormundung auszubrechen und verliebt sich in den berufslosen Alfred. Daraufhin trennt sie sich von ihrem Vater und von Oskar und bekommt anschließend ein uneheliches Kind mit Alfred. Aufgrund ihrer schlechten wirtschaftlichen Lage landet sie in einer obszönen Tanzgruppe und kommt wegen eines Diebstahls ins Gefängnis. Schließlich trennt sie sich von Alfred und muss sich, nach dem Tod ihres Kindes, dem Willen des Vaters fügen und zu Oskar zurückkehren.

Nun soll anhand einer Textanalyse geprüft werden, wie die patriarchalische Vaterfigur des Zauberkönigs mit dem Schicksal Mariannes verbunden ist.

Bereits in der anfänglichen Darstellung der „stillen Straße“ werden in den Ladenfenstern „Schweinsköpfe“ in Oskars Fleischerei und ein „Skelett“ und „Totenköpfe“ in der „Puppenklinik“ des Zauberkönigs beschrieben (GWW, S.13, Z.25-31). Dies skizziert die Lebensumstände Mariannes und dient zugleich als Beschreibung der patriarchalischen Gesellschaftsstruktur. Marianne befindet sich inmitten schonungsloser Wechselwirkungen zwischen ihrem zukünftigen Ehemann Oskar und ihrem Vater. Die Brutalität dieser Gesellschaft wird symbolisch in den Schaufenstern dargestellt, und befindet sich hinter der Maske der gesellschaftlichen Normalität. Die Tatsache, dass sich unmittelbar über der Puppenklinik die Privatwohnung des Zauberkönigs befindet (vgl. GWW, S.14, Z.1-3), verdeutlicht, dass die privaten und geschäftlichen Angelegenheiten zwischen dem Vater und der Tochter zusammenfließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zur Fragestellung: Das Kapitel führt in die Problematik des patriarchalischen Verhaltens des Zauberkönigs ein und formuliert das Ziel, dessen Einfluss auf Mariannes Emanzipationsprozess zu untersuchen.

2. Horváths Gesellschaftskritik und seine Männerfiguren: Hier wird Horváths Kritik an der Gesellschaft der Weimarer Republik beleuchtet und die typologische Modellierung seiner zumeist negativ konnotierten Männerfiguren erläutert.

3. Sozialpsychologische Aspekte der Vater-Tochter Beziehung: Dieses Kapitel definiert verschiedene Tochtertypen, insbesondere die "opferbereite Tochter", um die psychologische Ausgangslage von Marianne theoretisch zu fundieren.

4. Textanalyse zur Vaterfigur des Zauberkönigs: Das Kapitel analysiert konkret die Dynamik zwischen Vater und Tochter, das Kosten-Nutzen-Denken des Zauberkönigs sowie dessen brutales Frauenbild im Text.

5. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse werden zusammengeführt, wobei festgestellt wird, dass zwar die Vaterfigur eine zentrale Rolle spielt, das Schicksal Mariannes jedoch nicht allein auf diese zurückzuführen ist.

Schlüsselwörter

Ödön von Horváth, Geschichten aus dem Wiener Wald, Zauberkönig, Marianne, Patriarchat, Vater-Tochter-Beziehung, Sozialpsychologie, Emanzipation, Rollenzuweisung, Kleinbürgertum, Gesellschaftskritik, Weimarer Republik, Männerbild, opferbereite Tochter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die patriarchalische Vaterfigur des Zauberkönigs in Ödön von Horváths Volksstück "Geschichten aus dem Wiener Wald" und deren Auswirkungen auf die Entwicklung der Tochterfigur Marianne.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Gesellschaftskritik Horváths, der Darstellung autoritärer Männerrollen sowie der sozialpsychologischen Untersuchung von Vater-Tochter-Beziehungen.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie die patriarchalische Vaterfigur modelliert ist und inwiefern sie für die gescheiterte Emanzipation der Hauptfigur verantwortlich gemacht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine textanalytische Untersuchung des Dramas, ergänzt durch sozialpsychologische Theorien zu Tochtertypen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung der Gesellschaftskritik, die sozialpsychologische Fundierung durch das Konzept der "opferbereiten Tochter" sowie eine detaillierte Textanalyse der Interaktionen zwischen dem Zauberkönig und Marianne.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Analyse wird maßgeblich durch Begriffe wie Patriarchat, Rollenzuweisung, Emanzipation und die soziale Kritik am kleinbürgerlichen Milieu bestimmt.

Welche Rolle spielt die "Puppenklinik" in der Analyse?

Die Puppenklinik dient als symbolischer Ort, an dem sich die geschäftliche Bevormundung des Vaters und die private Abhängigkeit Mariannes räumlich und inhaltlich konzentrieren.

Warum kann dem Zauberkönig nicht die alleinige Schuld am Schicksal Mariannes gegeben werden?

Der Autor führt aus, dass Marianne nach ihrem Emanzipationsversuch in ihre alten Strukturen zurückkehrt und aufgrund ihres eigenen Unvermögens einen signifikanten Anteil an ihrem weiteren Lebensweg trägt.

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Detalles

Título
Die patriarchalische Vaterfigur des Zauberkönigs in Ödön von Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald"
Universidad
University of Mannheim
Calificación
2,0
Autor
Johann Faust (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
10
No. de catálogo
V464740
ISBN (Ebook)
9783668933637
ISBN (Libro)
9783668933644
Idioma
Alemán
Etiqueta
Geschichten aus dem Wiener Wald Ödön von Horváth Zauberkönig Weimarer Republik Literatur Deutsch Hausarbeit Universität Mannheim
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johann Faust (Autor), 2018, Die patriarchalische Vaterfigur des Zauberkönigs in Ödön von Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464740
Leer eBook
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