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Unterrichtsstörungen in Bezug auf Jungen in der Sekundarstufe 1

Titel: Unterrichtsstörungen in Bezug auf Jungen in der Sekundarstufe 1

Examensarbeit , 2018 , 105 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Olga Wolf (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zu Beginn beschäftigt sich diese Arbeit mit den theoretischen Grundlagen zum Thema Unterrichtsstörungen. Ein Überblick über verschiedene Definitionen von Unterricht im ersten Kapitel leitet zum Hauptthema, den Unterrichtsstörungen, über. Das zweite Kapitel soll das weite Thema der Unterrichtsstörungen mit Hilfe der Definitionen von Unterrichtsstörungen nach Biller, nach Lohmann und Winkler begrenzen und Grundlagen für die spätere Forschungsarbeit bieten.

Des Weiteren wird das psychologische Klassifikationsmodell der fünf Eskalationsstufen von Unterrichtsstörungen nach Rattay & Wensing eingehend betrachtet. Infolgedessen sollen die Ursachen für Störungen im Unterricht betrachtet werden. Die Geschlechterthematik hat einen ähnlich hohen Stellenwert für diese Arbeit und ihre Forschung, weshalb sich das dritte Kapitel mit der notwendigen Definition des männlichen Geschlechts "Junge" auseinandersetzt. In diesem Zug werden Geschlechterstereotype und die zumeist daraus resultierende, vorherrschenden Geschlechterrollen analysiert, die auch in der Schule greifen und den Alltag bestimmen.

Im Zusammenhang mit den Geschlechterrollen darf man auch die Inszenierung der Männlichkeit nicht vergessen. Nachdem die theoretischen Grundlagen für Unterrichtsstörungen im Allgemeinen sowie für den Genderbegriff gelegt sind, werden im vierten Kapitel gängige Vorstellungen von Jungen als Unterrichtsstörende vorgestellt. Diese werden mit Hilfe von Fallbeispielen, die während Hospitationsbesuchen entstanden sind, genauer skizziert.

Der praktische Teil dieser Abhandlung thematisiert eine durchgeführte Studie zu genderspezifischen Unterrichtsstörungen. Im Rahmen dieser Arbeit wurden die achten Klassen der Realschule R. besucht und befragt. Hierbei entstanden einige interessante Beobachtungen und aufschlussreiche Befragungsergebnisse.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Theoretische Grundlagen

1. Unterricht

2. Unterrichtstörungen

2.1. Unterrichtstörungen nach Winkel

2.2. Unterrichtstörungen nach Biller

2.3. Unterrichtstörungen nach Lohmann

2.4. Fünf Eskalationsstufen von Unterrichtsstörungen nach Rattay und Wensing

2.5. Ursachen von Unterrichtsstörungen

3. Sex und Genderbegriff

3.1. Definition des männlichen Geschlechts ‚Junge‘

3.2. Geschlechterstereotype

3.3. Geschlechterrollen

3.4. doing gender

3.4.1. Inszenierung von Männlichkeit

4. Unterrichtsstörungen durch Jungen

4.1. Genderklärungen Jungen als typische „Störenfriede“

4.2. Repräsentation in Fallbeispielen

4.3. Schlussfolgerung

II. Empirischer Teil

5. Forschungsvorhaben

6. Methodik

6.1. Planung der Studie

6.1.1. Die quantitative Fragebogenerhebung

6.1.2. Stichprobenwahl

6.1.3. Beschreibung und Konstruktion des Erhebungsinstruments

6.2. Durchführung der Studie

6.2.1. Die Realschule R.

6.2.2. Ablauf der Befragung

6.3. Auswertung und Aufbereitung der Daten

Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Forschungsschwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die in der Schule vorherrschenden Klischees über Unterrichtsstörungen zu untersuchen und zu prüfen, ob Jungen tatsächlich häufiger oder intensiver den Unterricht stören als Mädchen. Die Arbeit verbindet theoretische Grundlagen zum Unterrichtsbegriff und zum Thema Unterrichtsstörungen mit einer empirischen Studie, um genderspezifische Unterschiede aufzudecken und Mythen wissenschaftlich zu hinterfragen.

  • Theoretische Einordnung von Unterrichtsstörungen nach verschiedenen Fachautoren
  • Analyse des Geschlechterbegriffs und der Mechanismen von "doing gender" in der Schule
  • Durchführung einer quantitativen Fragebogenerhebung an einer Realschule
  • Vergleich der Wahrnehmung von Unterrichtsstörungen zwischen Jungen und Mädchen

Auszug aus dem Buch

3.4.1. Inszenierung von Männlichkeit

Unter Inszenierung wird in dieser Arbeit das Geschlechterverhalten verstanden. Sie findet jeden Tag in etlichen Situationen statt. Doch werden diese Verhaltensweisen angeboren oder angelernt? Kinder lernen bereits von früh an wie sie sich, auch geschlechterspezifisch, zu verhalten haben. Das bedeutet, dass Inszenierungsverhalten hauptsächlich angelernt ist und von Erwartungen und Verhaltensweisen anderer und der Reaktion auf ihre eigenen Verhaltensweisen abhängig ist. Das große Problem am Inszenierungsort Schule ist, dass er nicht ausreichend Möglichkeiten bietet, um Geschlechterdifferenzen und -verhältnisse zu reflektieren und somit wenig Einflussmöglichkeiten bestehen. Die Schüler werden in ihrem Lernen allerdings von ebendiesen Bildern und Inszenierungen geleitet und geprägt. Das Bild eines starken, unabhängigen und dominanten Mannes ist für Jungen aus allen sozialen Schichten das Idealbild. Bereits vor der Pubertät werden Jungen mit diesem Geschlechterbild konfrontiert. Inszenierungen dieses Rollenbildes finden dementsprechend auch bereits vor der Pubertät statt. Diese werden mit dem Eintritt in die Pubertät jedoch zusätzlich verstärkt. Maßgeblich daran beteiligt sind die peer groups der Jungen. Den Jungen ist klar, dass sie das angestrebte Ideal wohl niemals erreichen werden, allerdings geben sie sich damit zufrieden diesem Bild möglichst nah zu kommen.

Zusammenfassung der Kapitel

Unterricht: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Unterricht als zentrales Element der Lehr-Lern-Prozesse unter Berücksichtigung historischer und fachdidaktischer Perspektiven.

Unterrichtstörungen: Hier werden diverse Definitionen und Klassifizierungsmodelle von Unterrichtsstörungen, etwa nach Winkel, Biller oder Lohmann, analysiert.

Sex und Genderbegriff: Dieser Abschnitt widmet sich den theoretischen Grundlagen der Geschlechterdifferenzierung, inklusive Rollenbildern und dem Konzept des "doing gender".

Unterrichtsstörungen durch Jungen: Das Kapitel stellt gängige Stereotype über Jungen als Störenfriede vor und illustriert diese anhand konkreter, während Hospitationen gewonnener Fallbeispiele.

Forschungsvorhaben: Hier werden die Forschungsfragen der Studie präzisiert, welche sich auf genderspezifische Mythen bei Unterrichtsstörungen beziehen.

Methodik: Das Kapitel beschreibt den Aufbau der empirischen Untersuchung, inklusive der Fragebogenkonstruktion, der Stichprobenauswahl und des Ablaufs der Datenerhebung.

Schlüsselwörter

Unterrichtsstörungen, Jungen, Mädchen, Sekundarstufe 1, Geschlechterrollen, Gender, doing gender, Unterricht, Störverhalten, quantitative Studie, Fragebogenerhebung, Schulpädagogik, Stereotype, Männlichkeit, Lehr-Lern-Prozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung genderspezifischer Unterrichtsstörungen in der Sekundarstufe 1 und hinterfragt, ob Jungen tatsächlich die "typischen" Störenfriede sind.

Welche Themenfelder werden zentral behandelt?

Die Arbeit thematisiert Definitionen von Unterricht und Störungen, die Theorie der Geschlechterrollen sowie die empirische Analyse des Störverhaltens von Schülern.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es zu klären, ob in der heutigen Schullandschaft tatsächlich genderspezifische Unterschiede bei Unterrichtsstörungen existieren oder ob es sich lediglich um Mythen handelt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse theoretischer Grundlagen und einer quantitativen, vollstandardisierten Fragebogenerhebung in achten Klassen einer Realschule.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Störungsbegriffen, eine Auseinandersetzung mit dem Genderbegriff sowie einen empirischen Teil mit Auswertung von Befragungsdaten.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Unterrichtsstörungen, Geschlechterrollen, "doing gender", Störverhalten und eine quantitative Analyse in der schulischen Praxis.

Welche Rolle spielen die Fallbeispiele im Dokument?

Die drei Fallbeispiele (Max, Paul, Tom) dienen dazu, theoretische Geschlechterstereotype mit dem tatsächlichen Verhalten in der Unterrichtspraxis abzugleichen.

Was ergibt die Auswertung der Befragungsdaten im Fazit?

Die Studie bestätigt, dass Unterrichtsstörungen genderspezifisch unterschiedlich wahrgenommen werden, wobei Jungen deutlich häufiger als Verursacher identifiziert werden, während gleichzeitig die Selbstreflexionsfähigkeit der Schüler als gering eingeschätzt wird.

Ende der Leseprobe aus 105 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unterrichtsstörungen in Bezug auf Jungen in der Sekundarstufe 1
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Note
1,5
Autor
Olga Wolf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
105
Katalognummer
V464809
ISBN (eBook)
9783668957022
ISBN (Buch)
9783668957039
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterrichtsstörungen bezug jungen sekundarstufe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Olga Wolf (Autor:in), 2018, Unterrichtsstörungen in Bezug auf Jungen in der Sekundarstufe 1, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464809
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Leseprobe aus  105  Seiten
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