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Antiautoritäre Erziehung in Kinderläden. Analyse der "Erziehung zum Ungehorsam"

Titel: Antiautoritäre Erziehung in Kinderläden. Analyse der "Erziehung zum Ungehorsam"

Hausarbeit , 2018 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Janin Rosenberger (Autor:in)

Pädagogik - Reformpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung der Antiautoritären Erziehung und den daraus resultierenden Kinderläden.

Da dieses Thema einen großen Umfang besitzt, bezieht sich die Autorin auf die Anfänge der antiautoritären Erziehung und bereichtet aus den zwei ersten Kinderläden der damaligen Zeit. Außerdem soll herausgearbeitet werden, ob die Kritik gegenüber der antiautoritären Erziehung gerechtfertigt ist.

Nach einer Analyse der Wurzeln dieser Erziehungsphilosophie erfolgt deshalb eine Analyse der Kinderläden in Frankfurt und West-Berlin, bevor abschließend eine Kritik am Ziel der sogenannten "Erziehung zum Ungehorsam" abgegeben wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

3. Die Wurzeln einer Erziehungsphilosophie

4. Kinderladen Frankfurt

4.1. Die Frankfurter Kinderschule

4.2. Seiferts Grundsätze einer freien Erziehung

5. Kinderladen West Berlin

5.1. Aktionsrat zur Befreiung der Frau

5.2. Die Kinderläden in West Berlin

6. Kritik an der „Erziehung zum Ungehorsam“

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung und Praxis der antiautoritären Erziehung mit einem besonderen Fokus auf die frühen Kinderläden in Frankfurt und West-Berlin. Ziel ist es, die theoretischen Wurzeln dieser Bewegung aufzuarbeiten, ihre praktische Umsetzung sowie die gesellschaftliche Resonanz kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, inwieweit die Konzepte eine kindgerechte Erziehung ermöglichten.

  • Historische Herleitung antiautoritärer Erziehungsideale (Rousseau, Neill).
  • Strukturen und pädagogische Ansätze der Frankfurter Kinderschule.
  • Die Entstehung der West-Berliner Kinderläden als Teil der Frauenbewegung.
  • Kritische Analyse der gesellschaftlichen Wahrnehmung und der Filmrezeption.

Auszug aus dem Buch

3. Kinderladen Frankfurt

Die Frankfurter Kinderschule wurde im Jahre 1967 von Seifert eröffnet und war der erste repressionsfreie Kindergarten. Sie gründete die „Kinderschule“, weil sie ihrer Tochter eine freie Erziehung ermöglichen wollte und dieser Wunsch wurde nur möglich durch eine Gründung einer neue Form des Kindergartens. Sie nannte es eine Schule, weil sie bei Erfolg ihres Experiments auch eine repressionsfreie Vor- und Grundschule mit integrieren wollte. Dennoch wurde sich nicht ganz allein von Neill‘s Schule Summerhill inspiriert, sondern auch durch ihren Besuch in der Londoner Kirkdale-School. Sie benutzte den Begriff „antiautoritäre Erziehung“ als eine „Charakterisierung einer alternativen Form der Erziehung“.

Um 1967 herum war ihre Idee von repressionsfreier Erziehung revolutionär in Deutschland und sie hatte Erfolg bei der Findung von interessierten Eltern. Das Motiv der Eltern unterschied sich nicht von denen Eltern der Kinderläden in West-Berlin: Es gab zu wenig Betreuungsplätze und allgemein wünschten sie sich eine Erziehung frei von Disziplin und Gehorsam.

Da der damalige Betreuungsschlüssel eines Kindergartens bei einer Kindergärtnerin auf 20 (oder mehr) Kindern lag, waren diese oft überfordert mit der Erziehung, welche dadurch autoritäre Züge annahm. Es war unmöglich sich mit allen Kindern gleich intensiv zu befassen. Seifert wollte mit ihrem Modell der freien Erziehung der Gesellschaft zeigen, dass eine Erziehung ohne Verwendung von autoritären Maßnahmen möglich sei. Zu Beginn musste sich die Kinderschule selbstfinanzieren durch monatliche Beiträge in Höhe von 60-80 DM. Nach einem Umzug in ein größeres Gebäude wurde die Miete sowie auch die Beiträge erhöht auf bis zu 240 DM, je nach Einkommen der Eltern. Diese Beiträge waren möglich, weil ihr Klientel nur aus mittelständigen Eltern bestand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Motivation der Autorin, die Entstehung der antiautoritären Erziehung als Gegenreaktion auf autoritäre Erziehungsstile zu untersuchen.

3. Die Wurzeln einer Erziehungsphilosophie: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen der antiautoritären Erziehung, insbesondere durch J.J. Rousseau und A.S. Neill, und deren Fokus auf die kindliche Freiheit.

4. Kinderladen Frankfurt: Hier werden die Gründung und das Konzept der Frankfurter Kinderschule durch Monika Seifert sowie ihre spezifischen Erziehungsgrundsätze detailliert beschrieben.

5. Kinderladen West Berlin: Dieses Kapitel befasst sich mit der Entstehung der West-Berliner Kinderläden im Kontext der Frauenbewegung und ihrer sozialistischen Prägung.

6. Kritik an der „Erziehung zum Ungehorsam“: Eine Analyse der medialen Rezeption antiautoritärer Erziehungsmethoden anhand des Dokumentarfilms von Gerhard Bott und der gesellschaftlichen Debatte.

7. Fazit: Die Autorin reflektiert die Ergebnisse ihrer Arbeit und stellt kritisch fest, dass die politische Indoktrinierung von Kindern in einigen Kinderläden das ursprüngliche Ziel der Kindgerechtheit gefährdete.

8. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur historischen und pädagogischen Einordnung des Themas.

Schlüsselwörter

Antiautoritäre Erziehung, Kinderläden, Freie Erziehung, Monika Seifert, A. S. Neill, J. J. Rousseau, Summerhill, Selbstregulation, Kindheitsgeschichte, Frauenbewegung, Politische Erziehung, Erziehung zum Ungehorsam, Pädagogische Reform, Reformpädagogik, Kindheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung und praktischen Ausgestaltung der antiautoritären Erziehung in den 1960er Jahren, insbesondere in den Kinderläden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Feldern gehören die theoretischen Wurzeln der Erziehungsphilosophie, die praktische Umsetzung in Kinderläden und die öffentliche Kritik an diesen neuen Modellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Hinterfragung, ob die Ansätze der antiautoritären Bewegung tatsächlich zu einer kindgerechten Erziehung führten oder ob sie in politische Manipulation abdrifteten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Arbeit nutzt eine historisch-deskriptive Methode, bei der Fachliteratur und Zeitzeugnisse sowie mediale Quellen (Filmmanuskripte) analysiert werden.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Fallbeispiele Frankfurt und West-Berlin sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Filmkritik zum Thema.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch?

Besonders prägend für die Arbeit sind Begriffe wie "antiautoritär", "Freiheit des Kindes", "Selbstregulation", "Kinderladen" und "Erziehung zum Ungehorsam".

Warum wird Monika Seifert in der Arbeit hervorgehoben?

Monika Seifert gilt als Begründerin der Frankfurter Kinderschule und als eine zentrale Figur, die Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung in Deutschland maßgeblich mitgestaltete.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Films von Gerhard Bott?

Die Autorin betrachtet den Film als wichtigen Katalysator, der die Gesellschaft erstmals breit mit den unkonventionellen Methoden konfrontierte, weist jedoch auch auf die teilweise überreagierenden Reaktionen des Publikums hin.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Antiautoritäre Erziehung in Kinderläden. Analyse der "Erziehung zum Ungehorsam"
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
1,0
Autor
Janin Rosenberger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V464817
ISBN (eBook)
9783668933750
ISBN (Buch)
9783668933767
Sprache
Deutsch
Schlagworte
antiautoritäre erziehung kinderläden analyse ungehorsam
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janin Rosenberger (Autor:in), 2018, Antiautoritäre Erziehung in Kinderläden. Analyse der "Erziehung zum Ungehorsam", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464817
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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