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Der Atlantik als Interaktionsraum

Title: Der Atlantik als Interaktionsraum

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 20 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Dipl. Volksw. Stefan Arndt (Author)

Business economics - Economic and Social History
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der Beschreibung der Entstehung des Interaktionsraumes Atlantik. Nach einer Einordnung der Begriffe „Interaktionsraum“ und „Globalisierung“ lassen sich drei Bestimmungsfaktoren für besagten Interaktionsraum ausfindig machen, die im Einzelnen erläutert werden. Erster Bestimmungsfaktor ist die Eroberung des amerikanischen Kontinents, die zunächst den immensen Goldbedarf Europas deckte und durch das Vorhandensein der technisch unterentwickelten Hochkulturen in Südamerika den spanischen Eroberern ein leichtes Durchkommen ermöglichte. Zweiter Bestimmungsfaktor ist der transatlantische Dreieckshandel. Hierbei handelt es sich zum einen um den Sklaventransport von Afrika nach Amerika und dem Handel mit den Gütern der Plantagen, auf denen die Sklaven arbeiteten, mit dem europäischen Kontinent. Dritter Bestimmungsfaktor ist die Auswanderungsströmung nach Amerika, die sich in mehreren Phasen vollzog.
Wenn Globalisierung als Vernetzung der Weltwirtschaft und Kultur und allen sozialen Beziehungen angesehen wird, dann hat diese Phase der Anfänge der transatlantischen Beziehungen mit den drei Bestimmungsfaktoren dazu einen ganz entscheidenden Beitrag geleistet. Das kann als Fazit festgehalten werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen und Begriffe

3. Bestimmungsfaktoren des Interaktionsraumes Atlantik

3.1 Die Eroberung Amerikas

3.2 Dreieckshandel zwischen Amerika, Europa und Afrika

3.2.1 Gründe für den Import afrikanischer Sklaven

3.2.2 Grundzüge des transatlantischen Dreieckshandels

3.3 Die Auswanderung nach Amerika

3.3.1 Gründe und Wege der Auswanderung

3.3.2 Emigration und Bildung des Interaktionsraumes Atlantik

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die historischen Faktoren, die zur Entstehung und Entwicklung des atlantischen Interaktionsraumes im Zeitraum von der Entdeckung Amerikas 1492 bis zum Ende des 19. Jahrhunderts beitrugen, um deren Einfluss auf die heutige Globalisierung zu analysieren.

  • Politisch-historische Grundlagen der atlantischen Expansion
  • Die Rolle der europäischen Eroberung des amerikanischen Kontinents
  • Struktur und ökonomische Mechanismen des transatlantischen Dreieckshandels
  • Ursachen und Auswirkungen der europäischen Auswanderung in die USA
  • Historische Einordnung des atlantischen Raums als Ursprung globaler Verflechtung

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Gründe für den Import afrikanischer Sklaven

Ende des 15. Jahrhunderts bedurften die sich ausbreitenden Siedlungen in Amerika einer großen Anzahl an Arbeitskräften, um die Plantagen bearbeiten zu können. Hauptsächlich ging es dabei um Zuckerrohr-, Tabak- und Baumwollplantagen in Brasilien, auf den Westindischen Inseln und in Nordamerika. Hier war ein neuer „Nutzen“ für die afrikanischen Sklaven gefunden. Damit stellt sich zunächst die Frage, warum nicht die Eingeborenen für die Plantagenarbeiten eingesetzt wurden, wofür sich mehrere Antworten finden lassen. Zunächst spielt hier der Aspekt der Krankheiten wieder hinein, der oben angesprochen wurde. Die Einheimischen waren so dezimiert, dass es kaum noch menschliche Produktionsfaktoren gab, die die Arbeit hätten verrichten können. Wo sie dann eingesetzt wurden, hielten sie die schwere Arbeit und die körperliche Überlastung nicht lange durch und starben daran. Zudem setzten sich spanische Missionare bei König Karl V. für eine Gleichstellung von Spaniern und Sklaven ein, die dann auch 1512 in Kraft trat und durch die so genannten „Neuen Gesetze“ von 1542 nochmals bekräftigt wurde.

Der Dominikaner Bartolomé de las Casas (1474-1566) sah die Befreiung der Indianer als Vorraussetzung ihrer friedlichen Christianisierung an. Er und andere Missionare schlugen dem König vor, schwarze Sklaven nach Amerika zu importieren, wofür Karl V. 1519 eine Sklavenhandelslizenz vergab. Zwar empfahlen die Missionare die Einfuhr der Schwarzen, verurteilten jedoch später deren Versklavung. Die guten Erfahrungen, die auf dem europäischen Kontinent mit den Haussklaven gemacht wurden, fanden hier dennoch Bedeutung. Sie hatten sich dort ausgesprochen gut integriert und angepasst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, definiert das Ziel der Arbeit, den zeitlichen Rahmen von 1492 bis zum Ende des 19. Jahrhunderts und grenzt den Untersuchungsgegenstand auf politisch-historische Aspekte ein.

2. Grundlagen und Begriffe: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe „Interaktion“ und „Globalisierung“ definiert und in einen theoretischen Kontext gesetzt, um die Grundlage für die weitere Analyse zu schaffen.

3. Bestimmungsfaktoren des Interaktionsraumes Atlantik: Dieser Abschnitt erläutert die drei zentralen Faktoren – Eroberung Amerikas, Dreieckshandel und Auswanderung – und deren Bedeutung für die Herausbildung des atlantischen Interaktionsraumes.

3.1 Die Eroberung Amerikas: Hier wird der Prozess der europäischen Expansion nach Übersee, getrieben durch politische und ökonomische Motive, sowie die Übermacht der Europäer gegenüber den Ureinwohnern thematisiert.

3.2 Dreieckshandel zwischen Amerika, Europa und Afrika: Das Kapitel beschreibt die Organisation und die ökonomischen Hintergründe des Sklavenhandels sowie den Austausch von Waren über den Atlantik.

3.2.1 Gründe für den Import afrikanischer Sklaven: Dieser Unterpunkt erörtert die Notwendigkeit afrikanischer Arbeitskräfte aufgrund des Mangels an einheimischen Arbeitskräften und der besonderen Eignung für Plantagenarbeiten.

3.2.2 Grundzüge des transatlantischen Dreieckshandels: Hier werden die Abläufe des Sklavenhandels, die Rolle der Monopolfirmen und die Handelsrouten dargestellt.

3.3 Die Auswanderung nach Amerika: Dieses Kapitel widmet sich der europäischen Emigration in die USA, insbesondere der Phase ab 1840, und deren Rolle bei der Bildung des atlantischen Raums.

3.3.1 Gründe und Wege der Auswanderung: Hier werden die Push- und Pull-Faktoren, wie Hungersnöte, wirtschaftliche Krisen und die Hoffnung auf ein besseres Leben, beleuchtet.

3.3.2 Emigration und Bildung des Interaktionsraumes Atlantik: Dieser Unterpunkt zeigt auf, wie Einwanderer ihre kulturellen Hintergründe in die Neue Welt brachten und den atlantischen Interaktionsraum maßgeblich prägten.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die europäische Expansion und die daraus resultierenden transatlantischen Beziehungen einen wesentlichen Beitrag zur historischen Entstehung der heutigen Globalisierung geleistet haben.

Schlüsselwörter

Atlantischer Interaktionsraum, Globalisierung, Weltwirtschaft, Europäische Expansion, Eroberung Amerikas, Dreieckshandel, Sklaverei, Sklavenhandel, Auswanderung, Migration, Push- und Pull-Faktoren, transatlantische Beziehungen, Integration, Kulturtransfer, Plantagenwirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die historische Entstehung und Entwicklung des atlantischen Interaktionsraumes als Grundstein für die moderne Globalisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die europäische Expansion, der atlantische Dreieckshandel und die europäische Auswanderung nach Amerika zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die spezifischen Faktoren zu identifizieren, die zur Entstehung eines intensiven atlantischen Interaktionsraumes führten, der die heutige Weltwirtschaft maßgeblich beeinflusst hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung und Zusammenführung einschlägiger wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Eroberung Amerikas, der Dreieckshandel und die Auswanderung als die drei tragenden Säulen der atlantischen Interaktion detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Globalisierung, Interaktionsraum Atlantik, Dreieckshandel, Sklaverei, Migration und kultureller Austausch.

Warum wurden gerade afrikanische Sklaven für die Plantagen importiert?

Die einheimische Bevölkerung war durch eingeschleppte Krankheiten dezimiert und physisch der harten Arbeit in den Plantagen weniger gewachsen, während afrikanische Sklaven als mobile Arbeitskräfte eine ökonomische Alternative darstellten.

Welche Rolle spielten die sogenannten Push- und Pull-Faktoren bei der Auswanderung?

Push-Faktoren wie Hungersnöte und Armut in Europa trieben die Menschen zur Emigration, während Pull-Faktoren wie Werbeversprechen und die Aussicht auf ein besseres Leben sie gezielt nach Amerika zogen.

Wie bewertet der Autor die langfristige Bedeutung dieser Phase?

Der Autor sieht in der historischen Phase der Expansion den entscheidenden Ursprung für die heutige globale Vernetzung und die Etablierung europäischer Normen und Institutionen in Amerika.

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Details

Title
Der Atlantik als Interaktionsraum
College
University of Marburg  (Seminar für Wirtschafts- und Sozialgeschichte)
Course
Entwicklung und Entstehung der Weltwirtschaft: Internationalisierung und Globalisierung seit der frühen Neuzeit
Grade
2,7
Author
Dipl. Volksw. Stefan Arndt (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V46487
ISBN (eBook)
9783638436755
ISBN (Book)
9783638843522
Language
German
Tags
Atlantik Interaktionsraum Entwicklung Entstehung Weltwirtschaft Internationalisierung Globalisierung Neuzeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Volksw. Stefan Arndt (Author), 2005, Der Atlantik als Interaktionsraum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46487
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