Diese Hausarbeit stellt die Frage, ob es Menschen mit einer Herzerkrankung möglich ist, weiterhin Sport zu treiben. Im Verlauf der Arbeit wird zunächst auf drei Herzerkrankungen eingegangen. Darauffolgend werden drei Sportarten vorgestellt und die Empfehlungen von Experten hierzu erläutert. Zudem beinhaltet die Arbeit ein vom Autor geführtes Interview zu der benannten Thematik, das mit zwei unabhängigen Kardiologen geführt wurde. Dabei werden die Aussagen verglichen und analysiert. Es stellt sich ebenfalls die Frage, wie sich Menschen mit einer Herzerkrankung im Alltag fühlen und wie sie ihr körperliches Wohlbefinden beschreiben würden. Hiernach wird die oben genannte Fragestellung ausführlich diskutiert und anschließend ein geeignetes Fazit formuliert. Diese Arbeit verfolgt das Ziel, Menschen mit einer Herzkrankheit dazu zu bringen Sport zu treiben. Ein weiteres Ziel dieser Arbeit bezieht sich jedoch auch auf Menschen ohne eine Herzkrankheit. Anhand von verschiedenen Beispielen, Meinungen und Umfrageergebnissen soll verdeutlicht werden, wie wichtig Sport für unsere Gesundheit ist, da dies oft unterschätzt wird.
Um keinen Sport treiben zu müssen benutzt der Volksmund gerne die Ausrede "Sport ist Mord". Diese Ausrede trifft jedoch circa nur bei 6 von 100.000 Männern mittleren Alters zu. Durch ein ausgewogenes Verhältnis zum Sporttreiben geschieht jedoch genau das Gegenteil. Sport stellt sich so als Lebensretter, statt als eine neue Art des Suizids dar. Auch den Sportgegnern ist bekannt, dass Sport dafür sorgt, das Herz-Kreislauf-System in Schwung zu halten. Durch Sporttreiben verringern sich die durch Herzkreislauf bedingten Todesfälle von 70 auf 40 pro 10.000 Personenjahre. Dies bedeutet, dass von 10.000 Menschen pro Jahr 30 durch Sporttreiben gerettet werden. Durch dieses Training wird der Blutdruck gesenkt, das Herz trainiert und die Sauerstoff- sowie Blutversorgung im Körper verbessert. Diese Faktoren führen direkt zu einem geringeren Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Jedoch gibt es in unserer Gesellschaft Menschen, die einer Herzerkrankung (ob mit oder ohne Sport) nicht entrinnen konnten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Herzkrankheiten
a. Herzinsuffizienz
b. Herzinfarkt
c. Koronare-Herz-Krankheit
3. Vorstellung verschiedener Sportarten und Empfehlungen für die oben genannten Herzkrankheiten
a. Schwimmen
b. Fußball
c. Nordic – Walking
4. Interview mit zwei Kardiologen
5. Umfrage mit Betroffenen über ihr Sozialleben sowie das körperliche- und psychische Wohlbefinden
6. Diskussion der Fragestellung / Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit körperliche Betätigung und Sport bei Patienten mit Herzerkrankungen wie Herzinsuffizienz, Herzinfarkt oder der Koronaren Herzkrankheit (KHK) möglich und sinnvoll sind, um die Lebensqualität zu verbessern und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.
- Medizinische Grundlagen der Herzinsuffizienz, des Herzinfarkts und der KHK
- Analyse geeigneter Sportarten und deren spezifische Anforderungen
- Expertenmeinungen durch qualitative Interviews mit Kardiologen
- Empirische Untersuchung des Sportverhaltens und Wohlbefindens Betroffener
- Diskussion über Risiken und gesundheitliche Vorteile von Sport bei Herzerkrankungen
Auszug aus dem Buch
b. Herzinfarkt
Bei einem Herzinfarkt (oder: Myokardinfarkt) besteht in der Regel ein akuter Verschluss der Herzkranzgefäße (Koronararterien). Wird der Blutfluss des Herzkranzgefäßes nicht schnell genug wiederhergestellt, sterben nach 2 – 4 Stunden die betroffenen Herzzellen ab. Diese Situation erweist sich als besonders gefährlich, da es die Funktion des Herzens herabsetzt. Dadurch gilt ein Herzinfarkt immer als lebensgefährlich. Mit 47% der Todesfälle sind laut „www.apotheken-umschau.de“, Herz-Kreislauf-Erkrankungen an der Spitze der Liste an Todesursachen in Deutschland (stand 2016). Ein Herzinfarkt wird meist durch eine Koronare-Herz-Krankheit ausgelöst, auf welche ich unter Punkt 2.c später noch zu sprechen komme. Kommt es zum Absterben einzelner oder mehrerer Herzzellen und somit von kleineren Arealen, bilden diese sich langsam zu Narbengewebe um. Sind größere Bereiche betroffen und zu Narbengewebe verändert, birgt dies eine große Gefahr. Narbengewebe hat keine Funktion und kann somit der Tätigkeit des Herzens nicht folge leisten, wodurch es seine Funktion einschränkt. Es kann somit aus einem Herzinfarkt eine Herzinsuffizienz entstehen. Die häufigste Ursache für einen Herzinfarkt ist eine eingerissene arteriosklerotische Plaque, welche durch den Wundverschluss an der betroffenen Arterie zu einem Gefäßverschluss führen (Blutgerinnsel). Zu den Symptomen werden starke, länger als 5 Minuten anhaltende, plötzlich auftretende Schmerzen in der linken Brust und / oder hinter dem Brustbein gezählt. Zudem ist es möglich, dass diese Schmerzen in den Hals, Arm, Oberbauch oder Rücken ausstrahlen. Zudem treten die Typischen Schock-Symptome in Form von, KKK-Schweiß (Kalt-Klebrig-Klumpig), Blässe, beschleunigte Atmung auf Grund von Atemnot und Brustenge (Angina Pectoris), Angst und Unruhe auf. Ebenfalls kann es sein, dass dem Betroffenen übel wird. (Quelle: www.apotheken-umschau.de, Professor Dr. med. Wolfram Delius, 13.01.2016)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Sport bei Herzerkrankungen ein und definiert das Ziel, die Möglichkeiten und Grenzen sportlicher Aktivität für Betroffene aufzuzeigen.
2. Herzkrankheiten: In diesem Kapitel werden die medizinischen Grundlagen der Herzinsuffizienz, des Herzinfarkts sowie der Koronaren-Herz-Krankheit erläutert und deren Symptome und Ursachen beschrieben.
3. Vorstellung verschiedener Sportarten und Empfehlungen für die oben genannten Herzkrankheiten: Hier werden spezifische Sportarten wie Schwimmen, Fußball und Nordic-Walking hinsichtlich ihrer Eignung und Risiken für Patienten mit Herzerkrankungen bewertet.
4. Interview mit zwei Kardiologen: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse von Experteninterviews, in denen Kardiologen Empfehlungen zur sportlichen Belastbarkeit von Herzpatienten geben.
5. Umfrage mit Betroffenen über ihr Sozialleben sowie das körperliche- und psychische Wohlbefinden: Diese Sektion wertet die Ergebnisse einer Online-Umfrage unter Betroffenen aus, die ihren Alltag, ihre sportlichen Aktivitäten und ihr subjektives Wohlbefinden widerspiegelt.
6. Diskussion der Fragestellung / Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und betont die Wichtigkeit individueller ärztlicher Begleitung bei der Ausübung von Sport trotz einer Herzerkrankung.
Schlüsselwörter
Herzkrankheiten, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Koronare-Herz-Krankheit, Sport, Bewegung, Rehabilitation, Kardiologie, Lebensqualität, Leistungsspitze, Herz-Kreislauf-System, Prävention, Patientenbefragung, körperliches Wohlbefinden, Belastungsgrenze.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, wie Menschen mit verschiedenen Herzerkrankungen trotz ihrer Diagnose Sport treiben können und welche Rolle dabei individuelle körperliche Belastungsgrenzen spielen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die medizinischen Hintergründe von Herzleiden, die Eignung verschiedener Sportarten sowie die subjektive Erfahrung von Betroffenen hinsichtlich ihres sportlichen Alltags.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Sport auch bei Herzerkrankungen unter ärztlicher Aufsicht möglich und förderlich sein kann, sofern die gewählte Sportart und Intensität an das individuelle Leistungsvermögen angepasst sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Aufarbeitung medizinischer Fachliteratur mit einer qualitativen Analyse durch Experteninterviews sowie einer quantitativen empirischen Umfrage unter betroffenen Patienten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Krankheitsbilder, eine detaillierte sportwissenschaftliche Bewertung ausgewählter Sportarten, Experteninterviews mit Kardiologen und die statistische Auswertung einer Betroffenenbefragung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Koronare-Herz-Krankheit, sportliche Aktivität, Prävention, Lebensqualität und kardiologische Empfehlungen.
Warum wird im Interview von Hochleistungssport bei Herzinsuffizienz abgeraten?
Die Experten betonen, dass das Herz bei Herzinsuffizienz durch extreme Belastungen überfordert wird, was zu einer unzureichenden Sauerstoffversorgung des Herzmuskels und weiteren gesundheitlichen Komplikationen führen kann.
Welche Rolle spielt die psychische Komponente bei der Auswertung der Umfrage?
Die Umfrage untersucht auch, wie sich Patienten durch ihre Krankheit beeinträchtigt fühlen, und zeigt Zusammenhänge zwischen körperlicher Belastbarkeit bei Alltagsaktivitäten wie dem Treppensteigen und dem psychischen Wohlbefinden auf.
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- Thiemo Schubert (Author), 2019, Sport mit Herzerkrankungen. Welche Möglichkeiten gibt es?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464925