Bei der Aneignung der spanischen Sprachkenntnisse wurde mit der Zeit deutlich, dass für einige Schülerinnen und Schüler bereits ein dritte Fremdsprache einsetzt, da sie zuvor Französisch-, Latein- oder Griechischunterricht erhielten, sowie am allgemeinen Englischunterricht partizipierten.
Von manche Schülerinnen und Schülern wird der Grammatikunterricht negativ konnotiert, da sie ihn als langweilig, monoton und ohne jeglichen Sinngehalt ansehen. Ihnen werden die verschiedensten Tempusformen meist auf eine Art und Weise gelehrt, die die Schülerinnen und Schüler nicht nachvollziehen können und somit auch nicht im weiteren Verlauf ihrer Lernzeit der spanischen Sprache anwenden können. Aufgrund dessen schlussfolgern die SuS, dass der Grammatikunterricht zum einen schlechte Noten, bzw. Leistungsversagen verursacht, da „unzuverlässige Vermittlungsmethoden“ seitens der Lehrkraft zum Tragen kommen. Darüber hinaus stellt mancher Teil der Grammatik für die Schülerinnen und Schüler eine riesige Herausforderung dar, da jener kaum, bzw. gar kein Verständnis in ihnen hervorruft. Hier ist besonders das Vergangenheitstempus Pretérito Indefinido zu nennen, welches oftmals Schwierigkeiten beim Erlernen des Spanischen mit sich bringt.
Im weiteren Verlauf dieser Arbeit soll daher zunächst geschildert werden, warum es überhaupt zu den Komplikationen beim Erwerb des Indefinido kommt. Dafür wird zum einen die deutsche Grammatik hinzugezogen, die als Hilfe diente, um zu verbildlichen, dass die deutsche und spanische Grammatik in der Gegenüberstellung einige Kontroversen aufweisen.
Des Weiteren soll behandelt werden, wie man das Indefinido den deutschen Muttersprachlern näher bringen kann, ohne, dass Komplikationen und Unverständnis bewirkt werden. An dieser Stelle sind die deduktive und induktive Methode zu nennen, welche dazu beitragen können, dass das Lehren einer scheinbar komplexen und nicht in der Muttersprache existierenden Tempusform keine Probleme hervorhebt. Dies hätte zu Folge, dass die Schülerinnen und Schülern wieder mit mehr Elan und Motivation am spanischen Grammatikunterricht teilnehmen, ohne sie zur Langeweile oder zu schlechten Noten zu leiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Schwierigkeiten des Pretérito Indefinido im Fremdsprachenunterricht
3. Methoden zur Vereinfachung des Lehrens des Pretérito Indefinido
3.1 Die deduktive Methode
3.2 Die induktive Methode
4. Fazit
5. Anhang
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen beim Erwerb der spanischen Zeitform Pretérito Indefinido für deutschsprachige Lernende und evaluiert didaktische Ansätze zur Vermittlung dieser komplexen Grammatikstruktur.
- Analyse der sprachlichen Hürden durch morphologische und orthographische Besonderheiten.
- Gegenüberstellung der spanischen Zeitformen zur Vermeidung von Interferenzen.
- Didaktische Bewertung der deduktiven Methode zur gezielten Wissensvermittlung.
- Untersuchung der induktiven Methode hinsichtlich ihres forschenden Lernpotenzials.
- Vergleich der Lehrmethoden im Hinblick auf Fehlerrisiken und Lernerfolg.
Auszug aus dem Buch
3.1 Die deduktive Methode
Um ein komplexes Tempus wie das Indefinido den Schülerinnen und Schülern im Spanischunterricht zu lehren, kann die sogenannte deduktive Methode aus der Didaktik die Unterrichtsreihe vereinfachen. Diese gibt den Lernenden die entscheidende Hilfe im Laufe eines Lernprozesses. Dieser Eingriff scheint nach Thematisierung der Schwierigkeiten des Indefinido besonders wichtig zu sein, um den Schülerinnen und Schülern ein solche komplexes Tempus vereinfacht vermitteln zu können. In diesem Modell steht das eigenständige Arbeiten des Schülers eher im Hintergrund, da zunächst die grundlegenden Informationen und Inhalte durch die zuständige Lehrperson an die SuS herangetragen werden.
Man kann sich den Ablaufes des Unterrichts so vorstellen, dass der zuständige Spanischlehrer, bzw. die Spanischlehrerin eine Einführung in die Unterrichtsreihe den SuS vorgibt. Diese gestaltet die Lehrperson, indem sie den SuS zunächst erklärt, dass in den folgenden Unterrichtsstunden ein neues Tempus thematisiert wird, welches in der spanischen Sprache von großer Bedeutung ist. Man wird den neuen Grammatikteil nennen und des Weiteren über die Eigenschaften und Regeln sprechen, die das Indefinido innehat. Eine solche Einführung kann an der Tafel erfolgen, indem in kurzen Stichworten das Erklärte festgehalten wird oder auch mithilfe des Overheadprojektors.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz des Spanischunterrichts an Gymnasien und stellt die Problematik der komplexen Vermittlung des Pretérito Indefinido dar.
2. Schwierigkeiten des Pretérito Indefinido im Fremdsprachenunterricht: Erläutert die spezifischen grammatikalischen, morphologischen und orthographischen Herausforderungen für deutsche Muttersprachler.
3. Methoden zur Vereinfachung des Lehrens des Pretérito Indefinido: Untersucht didaktische Strategien zur Vermittlung dieser Zeitform.
3.1 Die deduktive Methode: Analysiert den lehrerzentrierten Ansatz und seine Wirksamkeit bei der Einführung komplexer Grammatikregeln.
3.2 Die induktive Methode: Untersucht das forschende Lernen, bei dem Schüler Regeln eigenständig aus Textbeispielen ableiten.
4. Fazit: Bewertet die beiden Methoden und plädiert für die deduktive Vorgehensweise zur Sicherung des Lernerfolgs.
5. Anhang: Enthält tabellarische Übersichten zur Konjugation regelmäßiger und stark unregelmäßiger Verben im Indefinido.
Schlüsselwörter
Spanischunterricht, Pretérito Indefinido, Fremdsprachenerwerb, deduktive Methode, induktive Methode, Grammatikunterricht, Vergangenheitstempora, Konjugation, Lernmotivation, Didaktik, Sprachvergleich, unregelmäßige Verben, Unterrichtsplanung, Zeitformen, Interferenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Schwierigkeiten, die deutschsprachige Schüler beim Erlernen des spanischen Pretérito Indefinido haben, und vergleicht Methoden zu dessen Vermittlung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Grammatikdidaktik, die morphologische Struktur spanischer Vergangenheitstempora und der Vergleich zwischen deduktiven und induktiven Unterrichtsansätzen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Spanischunterricht zu optimieren, indem aufgezeigt wird, wie komplexe grammatikalische Inhalte verständlicher und effektiver vermittelt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine didaktische Analyse, die Fachliteratur sowie unterrichtspraktische Erfahrungen einbezieht, um Vor- und Nachteile von Lehrmethoden gegenüberzustellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die spezifischen Probleme der Zeitform (unregelmäßige Verben, Aspekt-Unterschiede) und analysiert detailliert die deduktive sowie induktive Lehrmethode.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Pretérito Indefinido, Grammatikdidaktik, deduktive/induktive Methode und Sprachlernprozesse.
Warum ist das Pretérito Indefinido für deutsche Schüler so schwierig?
Die Schwierigkeit liegt vor allem in der fehlenden direkten Entsprechung im Deutschen bei der Unterscheidung von Aspekten wie Vorgang und Zustand sowie den zahlreichen unregelmäßigen Verben.
Welche Lehrmethode wird vom Autor bevorzugt?
Der Autor plädiert für die deduktive Methode, da sie durch die aktive Anleitung der Lehrkraft das Fehlerrisiko minimiert und eine strukturierte Wissenssicherung ermöglicht.
Wann ist das Pretérito Indefinido anzuwenden?
Es wird für abgeschlossene Handlungen in der Vergangenheit verwendet, die keinen Einfluss auf die Gegenwart haben und in einem ebenfalls abgeschlossenen Zeitraum stattfanden.
- Citation du texte
- Ilka Schillings (Auteur), 2018, Das Indefinido im Spanischunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464994