Bei der folgenden Arbeit handelt es sich um ein Portfolio über die biografischen Erfahrungen der Autorin als das Kind griechischer Gastarbeiter in den 60er Jahren in der Bundesrepublik.
Besonders wird dabei der biographische Hintergrund mit Hinblick auf auf die spätere Berufswahl als Erzieherin thematisiert.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Meine Familie
Meine Geschichte
Das ABC des griechischen Gastarbeiters
A wie „Arbeit“, A wie „Armut“, A wie „Albtraum“, B, wie „Bananen“, C wie“ Chorismos“, D wie „Deutschland“, W wie „Wirtschaftswunder“
E wie „Einsamkeit“, F wie „Fabrik“, G wie "Gleis 11“, H wie „Heimat“, I wie „Identität“
H wie „Hoffnung“, P wie „Perspektive“, J wie „Jugend“, L wie „Leid“, T wie „Trauer“, R wie „Religion“, Y wie „Ypomoni“
K wie „Kinder“
M wie „Mutter“, O wie „Oma“
S wie „Stelios Kazantzidis“
U wie „Überstunden“, Q wie„Quellen“
V wie „Vater“, X wie „Xenos“, S wie „Sehnsucht“, Z wie „Zusammenkunft“
Lerntagebuch
Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieses Portfolios ist es, die persönlichen Auswirkungen der elterlichen Emigration als griechische Gastarbeiter auf die eigene Biografie zu reflektieren und diese Erfahrungen in das pädagogische Handeln zu integrieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie die frühe Trennung und die Identitätsfindung zwischen zwei Kulturen das Verständnis für Kinder in der pädagogischen Arbeit prägen.
- Reflexion der Lebensgeschichte griechischer Gastarbeiter in den 1960er Jahren
- Analyse der Auswirkungen von Emigration auf die kindliche Entwicklung und Eltern-Kind-Beziehungen
- Dokumentation der persönlichen Identitätssuche zwischen der griechischen Heimat und Deutschland
- Verknüpfung biografieorientierter Ansätze mit pädagogischer Praxis in der Kindertagesstätte
Auszug aus dem Buch
Meine Geschichte
Ich wurde in Düsseldorf geboren. Meine Geburt war sehr schwierig, da meine Mutter während der Schwangerschaft viel arbeitete und schwer hob. Hätte die Geburt in Griechenland stattgefunden, wäre ich jetzt nicht da und meine Mutter würde nie mehr richtig laufen können. Somit verdanke ich Deutschland mein Leben.
Da meine Mutter nach der Geburt in Reha bzw. in Kur musste, brachte sie mich nach Griechenland auf der Suche nach einem Verwandten, der sich meiner annehmen würde. Keiner wollte so eine Verantwortung übernehmen bis auf meiner Oma im Dorf auf Naxos. Dort blieb ich über ein Jahr und ich glaube, dass es das glücklichste Jahr meines Lebens war. Danach nahmen mich meine Eltern zu sich nach Deutschland für einen längeren Zeitraum, um mich dann –aus mir nicht ersichtlichen Gründen- zu meiner jungen Tante nach Athen zu bringen, wo ich ca. bis zu meinem fünften Lebensjahr lebte. Im Anschluss daran kehrten meine Eltern zurück und nahmen mich und meinen Bruder, der von seinem 3. bis zu seinem 10. Lebensjahr –mit einigen kleineren Unterbrechungen- bei meinen Großeltern in Athen lebte, wieder zu sich.
Meine Tante berichtete mir, dass ich meine Mutter auf Fotos erkennen konnte, aber als sie tatsächlich kam, wusste ich nicht, wer sie ist.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Vorstellung des deutsch-griechischen Anwerbeabkommens und Erläuterung der Motivation, das Leben der Gastarbeiter in Form eines persönlichen ABCs aufzuarbeiten.
Meine Familie: Dokumentation der Lebenswege der Eltern in Deutschland, insbesondere ihrer beruflichen Herausforderungen und Erfolge sowie der familiären Meilensteine.
Meine Geschichte: Detaillierte Schilderung der eigenen Kindheit zwischen Deutschland und Griechenland sowie die Reflexion über die resultierenden Gefühle von Zugehörigkeit und Identität.
Das ABC des griechischen Gastarbeiters: Thematische Aufarbeitung der Gastarbeitererfahrung anhand von Schlüsselbegriffen, die soziologische Hintergründe mit individuellen Lebensmomenten verknüpfen.
Lerntagebuch: Chronologische Aufzeichnung der inneren Prozesse und emotionalen Entwicklungen während der Erstellung des Portfolios.
Fazit: Reflexion über die Bedeutung der biografieorientierten Arbeit für das pädagogische Handeln und die Anerkennung der Emigrationsgeschichte als bereichernde Lebenserfahrung.
Schlüsselwörter
Biografiearbeit, Gastarbeiter, Migration, Identität, Griechenland, Deutschland, Kindheit, Trennung, Pädagogik, Integration, Familie, Sozialisation, Erinnerungskultur, Lebensgeschichte, Anpassung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit reflektiert die Lebensgeschichte griechischer Gastarbeiter in Deutschland der 60er Jahre und deren Auswirkungen auf die Biografie der Autorin.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Emigration, Identitätsbildung, die Trennung von Familienmitgliedern, kulturelle Zugehörigkeit und die Bedeutung dieser Erfahrungen für die pädagogische Praxis.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu untersuchen, wie die elterliche Emigrationsgeschichte die eigene Identität geprägt hat und welche Erkenntnisse daraus für den Umgang mit Kindern in Tageseinrichtungen gewonnen werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein biografieorientierter Ansatz gewählt, der durch ein persönliches Lerntagebuch und die Aufarbeitung von Familienerinnerungen methodisch gestützt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil ist als „ABC des griechischen Gastarbeiters“ strukturiert, in dem Begriffe wie „Arbeit“, „Heimat“, „Fabrik“ oder „Identität“ analysiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Biografiearbeit, Gastarbeiter, Identität und Integration.
Wie prägte die Zeit bei der Großmutter die Kindheit der Autorin?
Diese Zeit auf Naxos wird als das glücklichste Jahr der Kindheit beschrieben und bildet einen zentralen Ankerpunkt in der Identitätsentwicklung der Autorin.
Welche Rolle spielt die Sprache im Prozess der Identitätsfindung?
Die Sprache fungiert als Brücke und Barriere zugleich; das Erlernen der deutschen Sprache wird als wesentlicher Schritt der Integration und der beruflichen Selbstständigkeit gesehen.
- Citar trabajo
- Marina Mandilara (Autor), 2018, Einblicke in das Leben der griechischen Gastarbeiter in Deutschland in den 60er Jahren. Eine biografische Studie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465017