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Jugendliche Sexualstraftäter. Welche Ursachen und Ansätze zur Resozialisierung gibt es?

Titel: Jugendliche Sexualstraftäter. Welche Ursachen und Ansätze zur Resozialisierung gibt es?

Bachelorarbeit , 2018 , 81 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Shanice Rennalls (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema der „jugendlichen Sexualstraftäter“ ist in der Literatur nur wenig erforscht. Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen sowie den Ansätzen zur Resozialisierung Jugendlicher Sexualstraftäter. Dabei stellte sich die Frage, warum Jugendliche zu Sexualstraftätern werden und wie die Soziale Arbeit zur Resozialisierung dieser Sexualstraftäter beitragen kann. Zumeist sind Sexualstraftäter, besonders Jugendliche Sexualstraftäter die Delinquenzgruppe, die von der Gesellschaft abgestempelt wird, am Rande der Gesellschaft steht oder gar als „gestört“ bezeichnet wird.

In dem ersten Teil dieser Arbeit werden allgemeine Grundlagen vorgestellt. Es geht dabei um die Sexualdelinquenz im Jugendalter. Hier wird zuerst die Strafbarkeit nach dem Jugendstrafrecht vorgestellt. Anschließend erfolgt eine Zusammenstellung unterschiedlicher Sichtweisen verschiedener Autoren zu dem Thema „sexueller Missbrauch“.

Der zweite Teil wird sich dann mit den Grundlagen zu jugendlichen Sexualstraftätern auseinandersetzen. Hier wird zu Beginn der Begriff der Jugendphase beschrieben. Anschließend wird die Epidemiologie der sexuellen Übergriffe, die durch Jugendliche begangen werden vorgestellt. Dieses Kapitel wird durch Zahlen aus dem Hellfeld belegt und anschaulich gemacht. Folglich geht es dann um die sexuelle Entwicklung im Jugendalter. Zuletzt werden schließlich die Täterprofile dargestellt.

Der dritte Teil stellt Erklärungsansätze vor, die veranschaulichen sollen, warum Jugendliche zu Sexualstraftätern werden. Bindungstheoretische Grundlagen werden hierzu aufgeführt. Anschließend wird dann auf die eigenen Missbrauchserfahrungen dieser Straftäter im Kindesalter Bezug genommen, die zu dieser Sexualdelinquenz führt und durch die Opfer-Täter-Transition mit Fokus auf den Pädosexuellen Missbrauch dargestellt.

Der vierte Teil beschäftigt sich schließlich mit der Resozialisierung von jugendlichen Sexualstraftätern. Hier wird der Begriff vorgestellt und in Zusammenhang mit der sozialen Arbeit gesetzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sexualdelinquenz im Jugendalter

2.1 Strafbarkeit nach dem Jugendstrafrecht

2.2 Sexueller Missbrauch – Unterschiedliche Sichtweisen

3. Jugendliche Sexualstraftäter – eine grundlegende Betrachtung

3.1 Der Begriff der Jugend(phase)

3.2 Epidemiologie der sexuellen Übergriffe durch Jugendliche

3.3 Sexuelle Entwicklung im Jugendalter

3.4 Täterprofile

4. Warum werden Jugendliche zu Sexualstraftätern? - Erklärungsansätze

4.1 Bindungstheoretische Grundlagen

4.2 Vom Opfer zum Täter? - Die Bedeutung des eigenen Missbrauchs für die sexuelle Delinquenzentwicklung

4.2.1 Zur Häufigkeit eigener sexueller Missbrauchserfahrung bei jugendlichen Tätern

4.2.2 Pädosexualität/Pädosexueller Missbrauch

4.2.3 Täter-Opfer-Transition

4.3 Sexualdelinquenzfördernde Risikofaktoren

5. Resozialisierung von Jugendlichen Sexualstraftätern

5.1 Resozialisierung - Begriffliche Erläuterung

5.2 Soziale Arbeit und Resozialisierung

5.3 Maßnahmen zur Resozialisierung

5.3.1 Psychotherapeutische Verfahren

5.3.1.1 Verhaltenstherapeutische Verfahren

5.3.1.2 Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

5.3.2 Sozialarbeiterische Maßnahmen mit Jugendlichen Sexualstraftätern

5.3.2.1 Jugendbewährungshilfe

5.3.2.2 Soziale Hilfe im Jugendstrafvollzug

5.3.2.3 Jugendgerichtshilfe

5.5 Probleme in der Resozialisierung

5.6 Rückfälligkeit

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die Entstehung sexueller Delinquenz bei Jugendlichen sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit bei der Resozialisierung dieser Tätergruppe. Es wird der Frage nachgegangen, wie Jugendliche zu Sexualstraftätern werden und wie präventive sowie intervenierende Maßnahmen zur Wiedereingliederung beitragen können.

  • Theoretische Grundlagen und Definitionen von sexuellem Missbrauch und Sexualdelinquenz.
  • Entwicklungspsychologische Aspekte der Jugendphase und Täterprofile.
  • Bindungstheoretische Erklärungsansätze und die Relevanz der Täter-Opfer-Transition.
  • Maßnahmen der Resozialisierung, unterteilt in psychotherapeutische und sozialarbeiterische Ansätze.
  • Statistische Auswertungen zur Rückfälligkeit und zur Rolle der Sozialen Arbeit im Strafvollzug.

Auszug aus dem Buch

3.4 Täterprofile

Folgendes Kapitel beschäftigt sich mit den Täterprofilen, die bei Sexualstraftätern klassifiziert werden. Hierbei handelt es sich lediglich um einen Versuch, jugendliche Sexualstraftäter hinsichtlich ihrer Persönlichkeitsstruktur und Psychodynamik zu differenzieren. Dabei gilt es festzuhalten, dass Sexualdelinquenz keinesfalls mit Perversion gleichzusetzen gilt, da es sich meist eher um impulsives agieren handelt (Klosinski 1991, S. 81).

Focken (1981 zit. n. Klosinksi 1991, S. 80) unterscheidet auf Grundlage seiner Auswertung von 41 Gutachten über jugendliche und heranwachsende Sexualstraftäter (1970-1978) zwischen drei unterschiedlichen Grundstrukturen:

1. Die ungestörte Persönlichkeit, die in der Pubertät in eine Entwicklungskrise gerät,

2. die dissoziale Persönlichkeitsstruktur und

3. die neurotische Persönlichkeitsstruktur.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die gesellschaftliche Stigmatisierung jugendlicher Sexualstraftäter und stellt die Forschungsfragen bezüglich der Ursachen der Delinquenz sowie der Möglichkeiten der Resozialisierung.

2. Sexualdelinquenz im Jugendalter: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen des Jugendstrafrechts und kontrastiert unterschiedliche Definitionen des sexuellen Missbrauchs aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven.

3. Jugendliche Sexualstraftäter – eine grundlegende Betrachtung: Es erfolgt eine Analyse der Jugendphase, der Epidemiologie sexueller Übergriffe sowie eine differenzierte Darstellung verschiedener Täterprofile und deren Persönlichkeitsstrukturen.

4. Warum werden Jugendliche zu Sexualstraftätern? - Erklärungsansätze: Hier werden bindungstheoretische Grundlagen und die Bedeutung der Täter-Opfer-Transition beleuchtet, ergänzt um eine Zusammenstellung sexualdelinquenzfördernder Risikofaktoren.

5. Resozialisierung von Jugendlichen Sexualstraftätern: Der Fokus liegt auf der Rolle der Sozialen Arbeit sowie auf spezifischen therapeutischen und sozialarbeiterischen Maßnahmen zur Resozialisierung, gefolgt von einer Problemanalyse und Betrachtung der Rückfälligkeit.

6. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel resümiert die wesentlichen Ergebnisse und betont die Notwendigkeit einer verpflichtenden, lebensweltorientierten Unterstützung für betroffene Jugendliche.

Schlüsselwörter

Jugendliche Sexualstraftäter, Resozialisierung, Sexueller Missbrauch, Bindungstheorie, Jugendstrafrecht, Täter-Opfer-Transition, Soziale Arbeit, Psychotherapie, Rückfallprävention, Persönlichkeitsstruktur, Jugendphase, Kriminalstatistik, Pädosexualität, Risikofaktoren, Delinquenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Hintergründen, warum Jugendliche sexuelle Straftaten begehen, und wie Hilfsangebote der Sozialen Arbeit zu deren Resozialisierung beitragen können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die Definition von Sexualdelinquenz, die Bindungstheorie, Täterprofile, Risikofaktoren sowie verschiedene Methoden der Therapie und sozialen Unterstützung.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, Ursachen für sexuelle Delinquenz bei Jugendlichen zu verstehen und aufzuzeigen, wie Resozialisierungsmaßnahmen gestaltet sein müssen, um die Rückfallquote zu senken.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze und empirische Studien zur Jugendkriminalität und zum Bindungsverhalten integriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Erklärungsansätze für deviantes Verhalten, psychologische Tätertypologien sowie konkrete Maßnahmen wie die Jugendbewährungshilfe und der Täter-Opfer-Ausgleich untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Jugendkriminalität, Resozialisierung, Täter-Opfer-Transition, Bindungsstörung und Sozialarbeiterische Intervention.

Welche Bedeutung hat die Bindungstheorie für die Arbeit?

Die Bindungstheorie dient als zentraler Erklärungsansatz, da frühe negative Bindungserfahrungen als wesentliche Ursache für spätere sexuelle Delinquenz und Bindungsunfähigkeit identifiziert werden.

Warum ist die Unterscheidung zwischen dem fixierten und dem regressiven Täter-Typ wichtig?

Diese Unterscheidung ist relevant, um die unterschiedlichen psychodynamischen Hintergründe und Motivlagen für sexuelle Übergriffe besser zu verstehen und therapeutisch passgenau intervenieren zu können.

Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit bei der Resozialisierung?

Die Soziale Arbeit fungiert als "sanfte Kontrollinstanz" und Unterstützer, die durch Beratung, Krisenhilfe und Kooperation mit anderen Institutionen die Wiedereingliederung in die Gesellschaft fördern soll.

Warum werden Rückfallzahlen im Kontext der Resozialisierung kritisch hinterfragt?

Die Rückfallzahlen verdeutlichen die Grenzen der aktuellen Maßnahmen, da viele Ansätze freiwillig sind und die Täter nach der Haft oft in dasselbe belastete soziale Umfeld zurückkehren.

Ende der Leseprobe aus 81 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jugendliche Sexualstraftäter. Welche Ursachen und Ansätze zur Resozialisierung gibt es?
Hochschule
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
Note
2,0
Autor
Shanice Rennalls (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
81
Katalognummer
V465372
ISBN (eBook)
9783668969216
ISBN (Buch)
9783668969223
Sprache
Deutsch
Schlagworte
jugendliche sexualstraftäter welche ursachen ansätze resozialisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Shanice Rennalls (Autor:in), 2018, Jugendliche Sexualstraftäter. Welche Ursachen und Ansätze zur Resozialisierung gibt es?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465372
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Leseprobe aus  81  Seiten
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