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Ansätze für eine urbane Kreislaufführung

Title: Ansätze für eine urbane Kreislaufführung

Elaboration , 2005 , 127 Pages , Grade: 1

Autor:in: Janine Kahra (Author), Lieselotte Schachner (Author), Thomas Weichert (Author), Robert Sadlowski (Author), Jean-Francois Bricout (Author)

Landscape Management
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Der vorliegende Bericht ist zusammen mit dem Entwurf das Ergebnis eines einsemestrigen selbstbestimmten Hauptstudienprojektes des Studienganges Landschaftsplanung an der Technischen Universität Berlin im Wintersemester 2004/2005. Betreut wurde das Projekt von Sandra Huning vom Institut für Soziologie am Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung an der Technischen Universität Berlin. Des weiteren sei darauf verwiesen, dass das Ergebnis dieses Projektes Anlass für die Internetsei-Beweggründe für das Projektthema sind einerseits in den derzeit stattfindenden Nachhaltigkeitsdebatten zu finden. Die Notwendigkeiten und Lösungswege für eine nachhaltige Entwicklung sind oft zu kurz gedacht und stehen oftmals im Widerspruch zu derzeitigen Ansätzen in der Stadtentwicklung und -Politik und in Vorstellungen über heutige Großstädte. Definitionen und Erklärungen für Nachhaltigkeit in gesellschaftlichen oder sozialen Bereichen werden selten im naturwissenschaftlichen/ökologischen Zusammenhang betrachtet. 'Echte' Nachhaltigkeit findet sich nur in intakten Prozessen der Natur und sollte als Basis und Vorbild für alle anderen gesellschaftlichen
Andererseits zeigen die Diskussionen um Stadtschrumpfungsprozesse, dass Großstädte in der heutigen Ausprägung nicht nachhaltig existieren können, denn diese sind geprägt durch offene Systeme der Ver- und Entsorgung und durch Trennung von Produzieren und Konsumieren. Der vorliegende Bericht versucht, Nachhaltigkeit aus naturwissenschaftlicher Sicht zu definieren und diese auf heutige ökologische, ökonomische und soziale Prozesse zu übertragen. Nachhaltigkeitsdefizite in diesen Bereichen sollen aufgedeckt werden und die Konsequenzen für das Leben in (Groß-)Städten gezeigt werden. An einem Beispiel - das Planungsgebiet in Marzahn-Nord - sollen Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung, aufbauend auf einer urbanen Kreislaufführung, vorgestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Stadtentwicklungstendenzen – Die Rolle der Freiraumplanung

III. Stadtschrumpfungsprozesse

A. Ursachen, Ausmaß und Folgen von Schrumpfungsprozessen

B. Metropolregion Berlin

C. Zukünftige Bevölkerungsentwicklung

1. Geburtenhäufigkeit

2. Lebenserwartung

3. Auswirkungen auf die Alterstruktur

4. Migration

5. Bevölkerungsprognosen für Gesamt-Berlin

6. Differenzierte Entwicklung in den Teilräumen der Metropolregion Berlin

7. Bevölkerungsprognosen für die Berliner Bezirke

IV. Gründe für ein verändertes Handeln

A. Ökologische Aspekte

B. Ökonomische Aspekte

C. Soziale Aspekte

D. Genossenschaften – eine alte Idee neu entdeckt

1. Geschichte und Fakten

2. Unterschied von Genossenschaft und der Rechtsform Kapitalgesellschaft

3. Wohnungsgenossenschaften

4. Was bedeuten Altschulden?

5. Eigentumsorientierte Wohnungsgenossenschaften

6. Vermietungsgenossenschaften

7. Wohnungsgenossenschaften in Marzahn

8. Probleme und Potentiale der Wohnungsgenossenschaften

V. Ansätze für eine urbane Kreislaufschließung

A. Übergeordnetes Leitbild – Das Landschaftsprogramm von Berlin

B. Leitbild

C. Das Planungsgebiet

D. Das Modell-Gebäude

E. Die Wohnungsbauserie WBS 70

F. Energiekonzept

1. Problemstellung

2. Erneuerbare Energieträger und Energiesysteme

3. Das Energiekonzept

G. Wasserkonzept

1. Problemstellung

2. Anforderungen an das Wasserkonzept

3. Die Grauwasserbehandlung - Wasserreinigung und Nutzstoffrückgewinnung

4. Die Gelbwasserbehandlung

5. Die Braunwasserbehandlung

H. Die Freiraumgestaltung

1. Pflanzbereich Dach

2. Fassade

3. Freiflächen

VI. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten für eine unabhängige, selbständige Ver- und Entsorgung innerhalb städtischer Strukturen zu entwickeln. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch eine urbane Kreislaufführung – insbesondere unter Einbeziehung von Wasser- und Stoffkreisläufen – ein dauerhafter und sicherer Lebensraum für Bewohner in Großsiedlungen geschaffen werden kann, um ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeitsdefizite zu adressieren.

  • Analyse von Stadtentwicklungstendenzen und dem Phänomen der Stadtschrumpfung.
  • Untersuchung der Bedeutung von Wohnungsgenossenschaften für eine nachhaltige Quartiersentwicklung.
  • Entwicklung eines integrierten Energiekonzepts unter Nutzung erneuerbarer Ressourcen.
  • Konzeption eines Wasserkreislaufsystems zur Reinigung und Wiedernutzung von Grauwasser.
  • Gestaltung von Freiräumen zur Unterstützung von Stoffkreisläufen und zur Verbesserung des Kleinklimas.

Auszug aus dem Buch

D. Genossenschaften – eine alte Idee neu entdeckt

Die Definition des Begriffes Genossenschaft ergibt sich aus den Worten Genoz (altdeutsch) - etwas zusammen tun – und dem Begriff Schaft - etwas schaffen (www.vrbank-suedpfalz.de).

Vor rund 150 Jahren entwickelten sich Genossenschaften als Rechtsform zur Stärkung kleiner Unternehmen, um auf dem Markt besser bestehen zu können. Dies gilt sowohl für Konsumenten als auch für Produzenten. Die Grundausrichtung liegt dabei in den Punkten der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung. Den rechtlichen Rahmen bildet das bereits 1889 entstandene, mittlerweile jedoch laufend an die wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasste Genossenschaftsgesetz (GenG).

Das Gesetz regelt in zehn Abschnitten die wichtigsten Voraussetzungen für die Genossenschaftsgründung, deren Organe (vor allem Aufsichtsrat, Vorstand und Mitglieder bzw. Vertreterversammlung) interne und externe Rechtsverhältnisse, insbesondere Haftungsfragen, das Ausscheiden alter und die eventuelle Aufnahme neuer "Genossen“ sowie die Modalitäten einer erforderlichen Auflösung der Gemeinschaft (www.akademie.de).

Die Gründung einer Genossenschaft ist durch die obligatorische Einschaltung eines Genossenschaftsprüfverbandes zwar etwas formalisierter und zeitaufwendiger als bei einer Kapitalgesellschaft - dafür muss jedoch als Voraussetzung kein Mindest-Gründungskapital aufgebracht werden. Die Gründungsanlässe, Zweck und Ziele genossenschaftlich organisierter Unternehmens Zusammenschlüsse können sehr unterschiedlich sein. Genossenschaften existieren in Handel, Handwerk und Dienstleistungs-Sektor, im Gesundheitswesen, der Landwirtschaft oder der IT-Branche. Ihnen ist gemeinsam, dass genossenschaftliche Kooperationen in den seltensten Fällen als Vorstufe einer Fusion dienen - den beteiligten Unternehmen geht es im Gegenteil ja gerade darum, ihre unternehmerische Freiheit zu erhalten und dem - nur scheinbar unaufhaltsamen - Konzentrations Prozess etwas entgegen zu setzen (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in das studentische Hauptstudienprojekt ein, das sich mit Nachhaltigkeitsdebatten und Stadtschrumpfung auseinandersetzt, und definiert das Ziel einer urbanen Kreislaufführung.

II. Stadtentwicklungstendenzen – Die Rolle der Freiraumplanung: Dieses Kapitel erläutert, wie aktuelle Stadtumbaukonzepte flexibel auf demografische Veränderungen reagieren müssen und welche Rolle die Freiraumplanung dabei einnimmt.

III. Stadtschrumpfungsprozesse: Hier werden Ursachen und Folgen der weltweiten Stadtschrumpfung analysiert, mit einem Fokus auf der spezifischen Entwicklung der Metropolregion Berlin.

IV. Gründe für ein verändertes Handeln: Dieses Kapitel diskutiert die ökologischen, ökonomischen und sozialen Notwendigkeiten eines Umdenkens in der Stadtplanung und beleuchtet die Rolle von Genossenschaften als Lösungsansatz.

V. Ansätze für eine urbane Kreislaufschließung: Das Kernkapitel präsentiert konkrete technische Konzepte zur Energie- und Wasserversorgung sowie zur Freiraumgestaltung anhand eines Modell-Gebäudes der Serie WBS 70.

VI. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die technische Machbarkeit und Sinnhaftigkeit des Konzepts zusammen, während der Ausblick die Notwendigkeit größerer, vernetzter Strukturen für eine langfristige Transformation betont.

Schlüsselwörter

Urbane Kreislaufschließung, Stadtschrumpfung, Nachhaltigkeit, Freiraumplanung, Wohnungsgenossenschaften, Energiekonzept, Wasserkonzept, Grauwasser, Biomasse, WBS 70, Stadtumbau, Ressourcenmanagement, Dezentrale Versorgung, ökologische Stadtentwicklung, Stoffkreisläufe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Städte trotz Schrumpfungsprozessen nachhaltig gestaltet werden können, indem sie dezentrale Ver- und Entsorgungsstrukturen innerhalb urbaner Flächen etablieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit, der Reaktivierung von Stoffkreisläufen, der energetischen Optimierung und der integrativen Freiraumgestaltung.

Welches primäre Ziel verfolgt das Projekt?

Ziel ist es, ein Modellkonzept für einen Gebäudekomplex zu entwerfen, das durch Wasseraufbereitung und Energiegewinnung vor Ort eine weitgehende Unabhängigkeit von externen Versorgern ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um ein Hauptstudienprojekt der Landschaftsplanung, das theoretische Analyse mit einer fallbeispielhaften Entwurfsplanung für ein spezifisches Wohngebiet kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Ausarbeitung eines Energiekonzepts (Biogas, BHKW, Solarthermie) und eines Wasserkonzepts (Grauwasserbehandlung, Pflanzenkläranlagen) für den Gebäudetyp WBS 70.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Kreislaufschließung, Stadtschrumpfung, Ressourceneffizienz, Stoffstrommanagement und genossenschaftliche Wohnformen.

Warum ist der Wohnungsbau des Typs WBS 70 für dieses Projekt relevant?

Der Typ WBS 70 ist aufgrund seiner standardisierten, kompakten Bauweise ein ideales Modellobjekt, um Konzepte der energetischen und wasserwirtschaftlichen Umrüstung auf viele andere vergleichbare Großsiedlungen zu übertragen.

Welche Rolle spielen die Wasser-Waale in der Freiraumgestaltung?

Die Waale dienen nicht nur als ästhetische Gestaltungselemente, die den „Burgcharakter“ des Wohngebäudes betonen, sondern erfüllen auch die funktionale Aufgabe, das gereinigte Wasser sichtbar und bewusst in den Kreislauf zurückzuführen.

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Details

Title
Ansätze für eine urbane Kreislaufführung
College
Technical University of Berlin  (Fakultät Architektur, Umwelt und Gesellschaft)
Grade
1
Authors
Janine Kahra (Author), Lieselotte Schachner (Author), Thomas Weichert (Author), Robert Sadlowski (Author), Jean-Francois Bricout (Author)
Publication Year
2005
Pages
127
Catalog Number
V46538
ISBN (eBook)
9783638437097
Language
German
Tags
Ansätze Kreislaufführung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janine Kahra (Author), Lieselotte Schachner (Author), Thomas Weichert (Author), Robert Sadlowski (Author), Jean-Francois Bricout (Author), 2005, Ansätze für eine urbane Kreislaufführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46538
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