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Integration versus Abgrenzung. Realität und Potenziale der Entsendung von Expatriates im Kontext deutscher Firmen nach China

Analyse einer Problemlage und Möglichkeiten zum verbesserten Umgang

Título: Integration versus Abgrenzung. Realität und Potenziale der Entsendung von Expatriates im Kontext deutscher Firmen nach China

Tesis de Máster , 2007 , 104 Páginas

Autor:in: Alexandra den Ouden (Autor)

Economía - Relaciones económicas internacionales
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Diese Masterarbeit soll aufzeigen, wie sich deutsche Expatriates in die chinesische Gesellschaft integrieren. Grundlagen aus den theoretischen Forschungen und eine darauf basierende Datenerhebung unter deutschen Expatriates in China mithilfe eines Onlinefragebogens sollen Erkenntnisse zur Beantwortung folgender Fragen liefern: Wie gut integrieren sich deutsche Expatriates, die in China leben, in ihr chinesisches Umfeld?

Zur Beantwortung dieser Frage ist es wichtig, im Laufe der Arbeit die folgenden Aspekte zu behandeln und abzuklären: Welche Faktoren beeinflussen die Anpassung an eine fremde Kultur? Was sind die Merkmale und Eigenheiten von Expatriates im Allgemeinen und von deutschen Expatriates in China im Speziellen? Welche inneren und äußeren Bedingungen führen zu einer besseren Integration von Expatriates? Abschließend stellt sich die Frage: Wie kann man mithilfe dieser Erkenntnisse die Anpassung der übrigen Expatriates vorantreiben oder erleichtern?

Mit fortschreitender Globalisierung müssen Mitarbeiter in Unternehmen immer flexibler werden. Manche Arbeitgeber entsenden ihre Mitarbeiter ins Reich der Mitte, um eine gute Marktstellung zu erreichen. Expatriates können jedoch nur gute Arbeitsergebnisse liefern, wenn sie sich im fremden Land wohlfühlen und gut in ihr Umfeld integriert sind.

Auf diesem Gebiet ist mittlerweile ein breites Spektrum an Fachliteratur verfügbar. Häufig werden die Entsendungsziele der Mitarbeiter und Unternehmen, die Vorbereitung der Mitarbeiter auf den Auslandseinsatz, die Betreuung vor Ort und die Probleme bei der Rückkehr des Mitarbeiters in die Heimat thematisiert. Das Themengebiet wird oft unter betriebswirtschaftlichen Aspekten betrachtet. Ein anderer großer Bereich der Forschung befasst sich allgemein mit Kulturunterschieden und Anpassungsprozessen. In dieser Arbeit steht jedoch der Expatriate als Individuum während seines Auslandsaufenthaltes im Mittelpunkt der Untersuchung. Somit dient diese als Schnittstelle folgender Themenbereiche: Mitarbeiterentsendung ins Ausland, Anpassung des Einzelnen sowie Leben in einer fremden Kultur.

Eine Besonderheit dieser Ausführung ist ferner, dass durch den Länderfokus auf Deutschland und China sowie die spezielle Zielgruppe der Expatriates die Resultate greifbar gemacht werden. Vor allem frühere Studien konzentrieren sich beispielsweise auf Studenten im Ausland.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Entstehung der Arbeit

1.2 Zielsetzung und Fragestellung

1.3 Bedeutung der Untersuchung

1.4 Aufbau der Arbeit

2 Definitionen

2.1 Begriffsabgrenzung: China

2.2 Der Expatriate

2.3 Kultur

2.4 Interkulturelle Kompetenz

3 Kulturstandards

3.1 Deutsche Kulturstandards

3.1.1 Sachorientierung

3.1.2 Regelorientierung

3.1.3 Zeitplanung

3.1.4 Trennung von Arbeits- und Privatbereich

3.1.5 Direktheit und Wahrhaftigkeit

3.1.6 Individualismus

3.2 Chinesische Kulturstandards

3.2.1 Soziale Harmonie

3.2.2 Hierarchie

3.2.3 Guanxi und Renqing

3.2.4 Das Danwei-System

3.2.5 Gesicht

3.2.6 Etikette

3.2.7 Regelrelativismus

3.3 Fazit

4 Akkulturation

4.1 Begriffsdefinition Akkulturation

4.2 Die Akkulturationsgruppen

4.3 Der Akkulturationsprozess

4.3.1 Die U-Kurven-Hypothese nach Lysgaard

4.3.2 Die Kulturschocktheorie von Oberg

4.3.3 Der Akkulturationsprozess nach Hofstede und Schugk

4.3.4 Der Akkulturationsprozess und Adaption nach Berry

4.3.5 Vergleich der Modelle

4.4 Akkulturationsstress

4.5 Akkulturationsvariablen

4.5.1 Interne Faktoren

4.5.2 Externe Faktoren

4.6 Die Akkulturation von Expatriates

4.7 Der Akkulturationserfolg

5 Befragung deutscher Expatriates in China

5.1 Methodische Vorüberlegungen

5.2 Die Art der Datenerhebung

5.3 Die Befragten

5.4 Aufbau und Inhalt des Fragebogens

5.4.1 Aufenthalt in China

5.4.2 Interkulturelle Vorerfahrungen

5.4.3 Sprachkenntnisse

5.4.4 Berufliche Situation in China

5.4.5 Umzug nach China

5.4.6 Kontakte und Freizeit

5.4.7 Vorstellungen China – Deutschland

5.4.8 Integration

5.4.9 Allgemeines

5.4.10 Zusammenfassung

5.5 Das Datenmaterial

5.6 Ergebnisse der Fragebogen-Studie

5.6.1 Die Stichprobe

5.6.2 Selbsteinschätzung der Integration

5.6.3 Soziodemografische Merkmale

5.6.4 Leben in China

5.6.5 Sprache

5.6.6 Interkulturelle Vorerfahrungen

5.6.7 Familie

5.6.8 Motive

5.6.1 Soziale Netzwerke

5.6.2 Aufenthaltsdauer

5.6.3 Bezug zu Deutschland

5.6.4 Berufliche Situation und Arbeitsumfeld

5.6.5 Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt

5.6.6 Als Expatriate in China

5.6.7 Bilder von Deutschland und China

5.6.8 Zufriedenheit in China

5.6.9 Überprüfung der Akkulturationswege nach Berry

5.7 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

5.8 Bezug zu den Forschungsfragen

6 Kritik und Ausblick auf weitere Forschungen

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Masterarbeit untersucht die Integration deutscher Expatriates in die chinesische Gesellschaft, wobei sie insbesondere analysiert, wie diese mit der Ausnahmesituation eines Auslandsaufenthaltes zurechtkommen und welche Faktoren ihre Anpassung an die fremde Kultur beeinflussen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie gut die Integration gelingt, welche inneren und äußeren Bedingungen diese fördern oder hemmen und wie man mithilfe dieser Erkenntnisse die Anpassung künftiger Entsandter erleichtern kann.

  • Analyse des Akkulturationsprozesses und der Stressfaktoren bei Entsendungen.
  • Gegenüberstellung deutscher und chinesischer Kulturstandards.
  • Empirische Untersuchung mittels Onlinefragebogen bei deutschen Expatriates in China.
  • Identifikation von Faktoren, die die Integration (oder das Entstehen einer "Heimatblase") beeinflussen.
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Expatriates zur Verbesserung der Anpassung.

Auszug aus dem Buch

Die U-Kurven-Hypothese nach Lysgaard

Lysgaard veröffentlichte im Jahr 1955 seine U-Kurven-Hypothese. Er fand in einer Studie zum Anpassungserfolg heraus, dass die von ihm untersuchten 200 norwegischen Fulbright-Stipendiaten, die entweder bis zu sechs Monaten oder mehr als 18 Monate im Ausland waren, sich als gut angepasst bezeichneten, die Gruppe dazwischen (sechs bis 18 Monate) beschrieb sich hingegen als weniger angepasst. (vgl. Lysgaard, 1955, S. 45, 49) Dieses Phänomen stellte er unabhängig von anderen Variablen, wie Alter, Studienprogramm, etc. bei allen Studenten fest. Lysgaard leitete daraus ab, dass ein Anpassungsprozess in verschiedenen Stufen dem Verlauf einer U-Kurve folgt. Einer anfänglich guten Anpassung mit gehobener Stimmung folgt eine Anpassungskrise, in der das Individuum unzufrieden mit der Situation und daher niedergeschlagen ist. Anschließend kommt erneut eine Phase guter Anpassung verbunden mit Optimismus und Zufriedenheit. (vgl. Lysgaard, 1955, S. 49; Glaser, 1999, S. 51f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz der Auslandstätigkeit in Zeiten der Globalisierung und definiert das Ziel, die Integration deutscher Expatriates in China wissenschaftlich zu untersuchen.

2 Definitionen: Hier werden zentrale Begriffe der Arbeit, insbesondere Expatriate, Kultur und interkulturelle Kompetenz, definiert, um ein gemeinsames Verständnis als theoretische Basis zu schaffen.

3 Kulturstandards: Dieses Kapitel stellt deutsche und chinesische Kulturstandards gegenüber, um die kulturelle Distanz und die daraus resultierenden Herausforderungen für Expatriates zu verdeutlichen.

4 Akkulturation: Hier werden theoretische Modelle der kulturellen Anpassung, das Phänomen des Kulturschocks sowie Einflussvariablen auf den Akkulturationsprozess vorgestellt.

5 Befragung deutscher Expatriates in China: Dieser Hauptteil beschreibt die Konzeption und Durchführung der empirischen Studie mittels Onlinefragebogen sowie die Auswertung und Interpretation der gewonnenen Daten.

6 Kritik und Ausblick auf weitere Forschungen: Dieses Kapitel reflektiert das methodische Vorgehen der Studie kritisch und gibt Empfehlungen für weiterführende wissenschaftliche Arbeiten auf diesem Gebiet.

7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Betrachtung der Ergebnisse, welche die mangelnde Integration vieler Expatriates aufzeigt und die Wichtigkeit der Vorbereitung unterstreicht.

Schlüsselwörter

Akkulturation, China, Expatriate, Heimatblase, Interkulturelle Kompetenz, Kulturstandards, Anpassung, Kulturschock, Integration, Auslandsentsendung, Soziale Netzwerke, Sprachkenntnisse, Arbeitsumfeld, Onlinefragebogen, Sozialisation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Situation von deutschen Expatriates in China und untersucht, inwieweit diese sich in das chinesische Umfeld integrieren oder ob sie dazu neigen, sich in einer isolierten "Heimatblase" zu bewegen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen Akkulturationsmodelle, interkulturelle Kommunikation, den Vergleich deutscher und chinesischer Kulturstandards sowie die empirische Auswertung eines Fragebogens zu Integrationsfaktoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, auf Basis theoretischer Grundlagen und einer empirischen Datenerhebung herauszufinden, welche Faktoren eine erfolgreiche Anpassung fördern oder behindern, um daraus Empfehlungen für Unternehmen und Expatriates abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen quantitativen und qualitativen Ansatz in Form einer Onlinefragebogen-Studie unter deutschen Expatriates, um ein breites Spektrum an Meinungen und Verhaltensweisen zu erfassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Kulturstandards und Anpassungsmodellen sowie die detaillierte Darstellung und Analyse der Ergebnisse aus der Befragung deutscher Expatriates zu Themen wie Sprache, soziales Umfeld und Familie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Akkulturation, Expatriate, interkulturelle Kompetenz, Heimatblase, Kulturschock und Integration.

Welche Bedeutung hat das "Heimatblasen"-Phänomen in dieser Arbeit?

Es beschreibt das von der Autorin beobachtete Verhalten, dass viele Deutsche im Ausland versuchen, ihre gewohnte deutsche Lebensweise strikt beizubehalten, während sie die chinesische Umgebung ignorieren.

Welche Rolle spielt die Familie für die Integration?

Die Arbeit zeigt, dass die Familie als soziales Auffangnetz fungiert; Expatriates, die mit Partner vor Ort leben, integrieren sich tendenziell besser als Alleinstehende, wenngleich Kinder auch zur Abkapselung führen können, wenn sie internationale Schulen besuchen.

Welche Erkenntnisse gibt es zur Aufenthaltsdauer?

Überraschenderweise ergab die Studie, dass eine längere Aufenthaltsdauer nicht automatisch zu einer besseren Integration führt; vielmehr zeigten Expatriates mit einer mittleren Dauer (zwei bis vier Jahre) die besten Integrationsergebnisse.

Final del extracto de 104 páginas  - subir

Detalles

Título
Integration versus Abgrenzung. Realität und Potenziale der Entsendung von Expatriates im Kontext deutscher Firmen nach China
Subtítulo
Analyse einer Problemlage und Möglichkeiten zum verbesserten Umgang
Universidad
University of Augsburg
Autor
Alexandra den Ouden (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
104
No. de catálogo
V465381
ISBN (Ebook)
9783668940918
ISBN (Libro)
9783668940925
Idioma
Alemán
Etiqueta
integration abgrenzung realität potenziale entsendung expatriates kontext firmen china analyse problemlage möglichkeiten umgang
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alexandra den Ouden (Autor), 2007, Integration versus Abgrenzung. Realität und Potenziale der Entsendung von Expatriates im Kontext deutscher Firmen nach China, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465381
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