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Königserhebung Heinrich II. Ein Ergebnis glücklicher Umstände?

Title: Königserhebung Heinrich II.  Ein Ergebnis glücklicher Umstände?

Term Paper , 2018 , 14 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Maximilian Hastenteufel (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Heinrich II. herrschte von 1002 bis 1024 als König des Ostfrankenreichs und von 1014 bis 1024 als römisch-deutscher Kaiser. Er regierte ein Reich, welches von der Nordsee bis zum Mittelmeer reichte, aber differenzierter nicht sein konnte. In meiner Hausarbeit werde ich mich allerdings nur mit der Königserhebung Heinrichs II. befassen. Zeitlich möchte ich mich auf die Ereignisse zwischen dem Tod Ottos III. und dem Krönungsumritt bewegen, mit einer räumlichen Fokussierung auf das Ostfränkische Reich. Ich werde untersuchen inwiefern die Königserhebung Heinrichs II. als Ergebnis glücklicher Umstände gesehen werden kann, oder wieviel in diesem Zusammenhang durchs Heinrichs Aktionen selbst erreicht wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Die Chronik Thietmars von Merseburg

2.2 Die Situation nach dem Tod Ottos III.

2.3 Die anderen Thronanwärter

2.3.1 Otto von Kärnten

2.3.2 Ekkehard von Meißen

2.3.3 Hermann von Schwaben

2.4. Faktoren für die Thronerhebung Heinrichs II.

2.4.1 Durchsetzungsfähigkeit Heinrichs II.

2.4.2 Zersplitterte Opposition

2.4.3 Heinrich als Herzog von Bayern

2.4.4 Kirche als Machtbasis

2.4.5 Verwandtschaftsverhältnisse

2.4.6 Kein festgelegtes Thronrecht

3. Schlussteil

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Königserhebung Heinrichs II. im Jahr 1002 mit dem Ziel zu klären, inwieweit diese durch glückliche Umstände begünstigt wurde oder das Resultat seiner eigenen aktiven Handlungsweise war.

  • Analyse der politischen Ausgangslage nach dem Tod Ottos III.
  • Gegenüberstellung konkurrierender Thronanwärter und ihrer jeweiligen Ausgangspositionen.
  • Evaluierung der persönlichen Durchsetzungsfähigkeit Heinrichs II.
  • Untersuchung der Rolle von Kirche, Verwandtschaft und Machtstrukturen.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Chronik Thietmars von Merseburg als zentraler Quelle.

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Durchsetzungsfähigkeit Heinrichs II.

Eine Eigenschaft, welche Heinrich II. besonders auszeichnet ist seine Fokussiertet auf Ziele. Im Gegenzug zu Hermann oder Ekkehard geht er die Dinge resolut an, beispielsweise bringt er die Reichsinsignien in seine Gewalt, und scheut auch nicht davor zurück Gewalt anzuwenden. Dies zeigt sich unter anderem in den Situationen in welchen er Erzbischof Heribert in Haft nimmt, oder Hermanns Ländereien plündern lässt. Auch merkt Hiebl an, dass Heinrich oft skrupellos agierte „wie die Wortbrüche gegenüber Markgraf Heinrich von Schweinfurt [versprochene (?) Nachfolge als Herzog von Bayern, Anm. d. Verf.], seinem Bruder Brun [Bischof von Augsburg, Anm. d. Verfassers] und Bischof Heinrich von Würzburg [sollte zum Erzbistum erhoben werden] sowie das Bündnis mit den heidnischen Liutizen gegen den christlichen Polen-Fürsten deutlich zeigen [sic!]“

Dem ist entgegenzuhalten, dass Heinrich oft nur Sachen vage in den Raum stellte, welcher der Interpretation des Einzelnen verblieben. So eröffnete er zum Beispiel Bischof Heinrich von Würzburg, dass er im Gegenzug für Gebietsabtretungen an das zu gründende Bistum Bamberg beim Papst ein gutes Wort einlegen könne. Ein weiteres Beispiel für seine Durchsetzungsfähigkeit ist, dass er sich im Mainz krönen ließ statt in Aachen wie seine Vorgänger. Einerseits war Erzbischof Willigis ihm wohlgesonnen, auch konnte er dessen Wunsch die Aachener Vormachtstellung zu brechen für sich zu nutzen. Auch hatte er bei seiner Krönung bei Weitem keine Mehrheit auf seiner Seite, weshalb für ihn der Huldigungsritt extrem wichtig war.

Es bleibt festzuhalten, dass Heinrich auf keinen Fall zögerlich agiert, sondern seine Ziele vor Augen, und einen genauen Plan um diese zu erreichen hat. Dies ermächtigt ihn glückliche Umstände zu seinem Vorteil noch besser nutzen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der Arbeit, grenzt den zeitlichen und räumlichen Rahmen ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Bedeutung glücklicher Umstände bei der Königserhebung.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Quellenlage anhand der Chronik Thietmars von Merseburg, beschreibt die instabile politische Situation nach Ottos III. Tod und untersucht die verschiedenen Thronanwärter sowie die entscheidenden Machtfaktoren für den Erfolg Heinrichs II.

3. Schlussteil: Der Schlussteil fasst zusammen, dass Heinrich II. zwar von günstigen Umständen profitierte, diese jedoch durch sein schnelles, zielgerichtetes und resolutes Handeln erst erfolgreich für seine Thronbesteigung nutzen konnte.

Schlüsselwörter

Heinrich II., Königserhebung, Thronfolge, Thietmar von Merseburg, Ottonen, Mittelalter, Politik, Machtbasis, Wahlrecht, Reichsinsignien, Ekkehard von Meißen, Hermann von Schwaben, dynastische Ansprüche, Geschichte, 1002

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Königserhebung Heinrichs II. im Jahr 1002 und analysiert die Hintergründe seines Machtaufstiegs.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Instabilität nach dem Tod Ottos III., die Konkurrenzsituation zwischen verschiedenen Thronanwärtern sowie die Rolle individueller politischer Strategien und glücklicher Zufälle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Heinrich II. lediglich durch glückliche Umstände König wurde oder ob sein Erfolg primär auf seinem eigenen Handeln und seiner Durchsetzungsfähigkeit basierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine quellenkritische Analyse der Chronik Thietmars von Merseburg sowie auf die Auswertung aktueller historischer Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Rolle Thietmars, die Ausgangslage nach dem Tod Ottos III., die Porträts der Mitbewerber sowie Faktoren wie Herzogswürde, Kirche als Machtbasis und das Fehlen eines festen Thronrechts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Heinrich II., Königserhebung, Thronfolge, Thietmar von Merseburg, ottonische Geschichte und politische Machtstrukturen.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Chronik Thietmars von Merseburg?

Der Autor sieht in der Chronik eine Schlüsselquelle, mahnt jedoch an, dass Thietmars Schilderungen aufgrund seiner persönlichen Nähe zu Heinrich und seiner memorialen Absichten kritisch hinterfragt werden müssen.

Warum war der Huldigungsritt für Heinrich II. so wichtig?

Da Heinrich bei seiner Krönung in Mainz keine breite Mehrheit unter den Großen des Reiches hinter sich hatte, diente der Huldigungsritt dazu, die Anerkennung seiner Herrschaft im gesamten nördlichen Reich faktisch durchzusetzen.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die „glücklichen Umstände“?

Das Fazit lautet, dass glückliche Umstände zwar vorhanden waren, Heinrich II. jedoch die notwendige politische Fähigkeit besaß, diese Gelegenheiten aktiv in einen persönlichen Erfolg umzuwandeln.

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Details

Title
Königserhebung Heinrich II. Ein Ergebnis glücklicher Umstände?
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
2.0
Author
Maximilian Hastenteufel (Author)
Publication Year
2018
Pages
14
Catalog Number
V465397
ISBN (eBook)
9783668937444
ISBN (Book)
9783668937451
Language
German
Tags
königserhebung heinrich ergebnis umstände
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Hastenteufel (Author), 2018, Königserhebung Heinrich II. Ein Ergebnis glücklicher Umstände?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465397
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