Die Aktualität der Werther-Figur. Das Motiv der Melancholie in "Die Leiden des jungen Werther" als zeitunabhängiges Erlebnis


Bachelorarbeit, 2015
40 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Melancholie
2. 1 Definition des Begriffs Melancholie im Wandel der Zeit
2. 2 Melancholie im 18. Jahrhundert

3. Das Motiv der Melancholie in Goethes Werther
3. 1 Entstehung und Verlauf von Werthers Melancholie
3. 2 Mögliche Ursachen

4. Aktualität
4. 1 Wertheriaden und das zeitlose Interesse an der Wertherfigur.... 17
4. 2 Melancholie in Medien und Literatur der Neuzeit
4. 3 Exkurs: Olivier Adam Keine Sorge, mir geht’s gut

5. Die Krankheitszüge im Zeichen der Authentizität
5. 1 Realitätsverlust als Folge von Isolation
5. 2 Flucht aus dem Kreislauf der Melancholie

6. Fazit

7. Bibliografie

8. Anhang

1. Einleitung

„Gehindertes Glück, gehemmte Tätigkeit, unbefriedigte Wünsche, sind nicht Gebrechen einer besonderen Zeit, sondern jedes einzelnen Menschen, und es müsste schlimm sein, wenn nicht jeder einmal in seinem Leben eine Epoche haben sollte, wo ihm der Werther käme, als wäre er bloß für ihn geschrieben.“1

Mit diesen Worten kommentiert Johann Wolfgang von Goethe im Jahre 1824 seinen Briefroman Die Leiden des jungen Werther im Hinblick auf die mögliche Existenz einer Wertherzeit.

Das konsequente Schicksal der Romanfigur löst viele Diskussionen aus, die oftmals weit über die Beurteilung eines rein fiktionalen Werks hinausgehen.

Für Goethe steht fest, dass die Diskurse nicht an eine bestimmte Epoche gebunden sind, da die Leiden Werthers überzeitliches Interesse aufweisen. Sowohl die Facetten der Melancholie als auch die Gesellschaftskonstellationen sind vielfältig und unbeständig; dennoch bietet dieses Schriftgut des 18. Jahrhunderts weiterhin Diskussionsgrundlagen. Goethe hat sein Werk als Plattform benutzt, um das Phänomen der Melancholie transparent werden zu lassen – ein brisantes Thema, über das gerne geschwiegen und das noch heute als Volkskrankheit Depression unterschätzt wird. Diese Tabuisierung bildet den Leitgedanken für die Notwendigkeit, sich mit der Thematik, dem Roman und seiner Wirkungsgeschichte auseinanderzusetzen.

In dieser Arbeit soll nun die tatsächliche Aktualität der Melancholie zunächst innerhalb der zeitgenössischen Epoche und später losgelöst von jenen historischen Einflüssen betrachtet werden. Das Ziel wird sein, die populären Melancholie-Diskurse des Werkes aufzugreifen und insbesondere daraufhin zu untersuchen, wie der Text das Thema behandelt. Zudem wird das gesetzte Ziel des Autors, durch die dargestellte Romanwelt authentisch zu wirken, näher beleuchtet, um eine eventuell bestehende Häufigkeit des Auftretens von Melancholie oder gar eine im Kern besondere melancholische Zeit aufzudecken. Hierbei soll deutlich werden, wie aktuell die Leiden Werthers in unserer gegenwärtigen Zeit sind und welchen Stellenwert die gesellschaftlichen Ordnungen und Konflikte innerhalb einer Epoche diesbezüglich tatsächlich einnehmen.

Dafür wird zunächst ein Einblick in die Terminologie gegeben, der einen geschichtlichen Querschnitt von der Antike bis zur Neuzeit mit einem Schwerpunkt auf dem 18. Jahrhundert umfasst, um das Motiv der Melancholie in Goethes Werk richtig einschätzen zu können.

Im Fokus des Hauptteils steht der Briefroman Die Leiden des jungen Werther, sowie die Entstehung und eventuelle Ursachen für Werthers Leiden. Hierbei soll erfasst werden, in welchem Maße das Thema dargestellt wird und welche vor allem populären Diskurse zur Depression der Text aufgreift. Zur Unterstützung der Auswertung aktuellerer Ansichten wird ein Abriss eines modernen Romans mit dem Titel Keine Sorge, mir geht’s gut erfolgen. Mit der Einbeziehung dieses Werkes geht es nicht vordergründig um die komparatistische Erforschung ähnlicher Lebens-situationen, sondern um die Deutung historisch überschreitender Zusammenhänge bezüglich der Melancholie Thematik in der Literatur und Kultur aus heutiger Sicht.

Im letzten Teil wird versucht, die fiktiven Darstellungen der Lebenswelten auf ihre Authentizität zu überprüfen. Die literaturwissenschaftliche Interpretation bildet den Rahmen der Ausarbeitung, weshalb auf die medizinischen und sozial-wissenschaftlichen Aspekte nur am Rande eingegangen werden kann.

2. Melancholie

2. 1 Definition des Begriffs Melancholie im Wandel der Zeit

Das folgende Kapitel versucht sich an einer Definition des Gemütszustandes der Melancholie und skizziert die Bedeutungsveränderung des Begriffs von ihren Ursprüngen bis hin zur Gegenwart.

Im Laufe der Zeit haben sich zwei hauptsächliche Konzeptionen herausgebildet: Auf der einen Seite wird die Melancholie als eine allgemeine menschliche Stimmung akzeptiert, auf der anderen Seite „als ein ins Krankhafte gesteigertes Erleben und Verhalten aufgefaßt“2. Die Melancholie (= griech. Schwarzgalligkeit) als physisches Phänomen ist auf die Vier-Säfte-Lehre des griechischen Mediziners Hippokrates von Cos (460-377 v. Chr.) zurückzuführen. Der „mißmutige Melancholiker“3, wie ihn Cos beschreibt, sei daher schwerblütig, ernst und in sich zurückgezogen. Ursache des Leides sei ein Ungleichgewicht der vier Säfte im menschlichen Körper. Im 2. Jahr-hundert wird diese Theorie von Galenos von Pergamon ergänzt, aus der nun eine erste Persönlichkeitstypisierung von vier Temperamenten auf physiologischer Grundlage hervorgeht. Die Melancholie bildet dabei ein eigenständiges Temperament, das sich beim Menschen dadurch kennzeichnet, das Denken dem Handeln vorzuziehen, „der [also] in traurige Erwägungen verfällt und wieder zurückgeht“.4 Es zeichnet sich eine erste Verknüpfung zwischen Melancholie und reflektiertem Denken ab, die bereits von dem griechischen Philosophen Aristoteles (384-322 v. Chr.) formuliert wurde:

„Alle Menschen, die sich ausgezeichnet haben, sei es in der Philosophie, in der Politik, in der Dichtkunst, in den Künsten, scheinen melancholisch zu sein.“5

Im Mittelalter wird eine zusätzliche „astrologische Paralleldeutung“6 zwischen Charaktereigenschaften und Planeten entwickelt. Dem Saturn, der neben der äußersten Planetenbahn auch jene charakterisiert, die der Sphäre Gottes am Nächsten steht, werden ambivalente Merkmale zugeschrieben.7 Somit seien Kinder des Saturns, denen u. a. Nachdenklichkeit, Schweigsamkeit und Sorge, aber auch Treue, außergewöhnliche Intelligenz und Verständnis nachgesagt wird, zum Höchsten befähigt und haben am ehesten die Möglichkeit, in die Nähe des Göttlichen zu gelangen.8 Diese Assoziation führt dazu, dass Intellektuelle tiefe Sympathien für die Melancholie hegen und sich Gemeinsamkeiten zeigen: Der Melancholiker sieht den Wert in den Dingen, „lässt [sie] nicht in einer allgemeinen Begeisterung unter-gehen“9. Beide also, der Melancholiker und das Genie, hinterfragen das Dasein, passen nicht in die gesellschaftliche Ordnung und weisen einen Hang zum Ambivalenten und Extremen auf.10 Den „Spannungszustand zwischen Nieder-geschlagenheit und Genialität“11 bringt der 1514 von Albrecht Dürer geschaffene Kupferstich Melancholia I im besonderen Maße zum Ausdruck. Auch hier steht Melancholie im Zeichen des Intellekts. Fraglich bleibt, inwieweit diese Aspekte sich gegenseitig bedingen und wie aktuell das Motiv der Melancholie tatsächlich zusammenhängend mit einer nötigen Intelligenz bewertet werden kann.

Auch Goethe, dessen Briefroman Die Leiden des jungen Werther im Mittelpunkt dieser Arbeit steht, geht davon aus, dass „dem Dichtergenie das Element der Melancholie behagt“.12 Diese Annahme hat sich demnach bis ins 18. Jahrhundert gehalten und gefestigt, worauf im Folgenden noch näher eingegangen wird. Da die Gesellschaft den Genies gegenüber eher skeptisch zu sein scheint, bleibt auch der Begriff der Melancholie überwiegend negativ konnotiert.13 Auch die Beurteilung, ob es sich bei melancholischen Zügen nur um einen speziellen Charakter, um eine Krankheit oder doch um Besessenheit handelt, schwankt seit jeher stark und entfacht Polarisierungen. Lange Zeit wird die Melancholie unter sehr religiösen Aspekten beurteilt und gilt vor-nehmlich als Sünde. Im Zuge des Protestantismus im 16. Jahrhunderts gilt sie als eine Art Prüfung des Teufels, denn sie entwickele sich angeblich aus Furcht und dem Mangel an Gottesglaube.14 Im Zuge der Renaissance verändert sich das Bild der Melancholie erstmals erheblich. Sie wird 1621 in Robert Burtons Anatomy of Melancholy als Modekrankheit oder, wie auch in William Shakespeares As you like it, als zeitgemäßer Persönlichkeitszug beschrieben.15 Im Zeichen der Renaissance entdeckt Burton die Melancholie neu: er sehe eine „produktive Möglichkeit des menschlichen Daseins“16 und neben unterschiedlichsten Formen der Ursachen auch immer einen Weg zur Heilung. Durch eine andere Selbstwahrnehmung und die Reflexion der eigenen Erfahrungen versuchen die Menschen, die Ambiguität der Melancholie zu bannen und das Positive aus ihr zu ziehen.17 Die Melancholie habe nun den Ruf, „erkenntnisfördernd“18 zu sein und als eine Chance für den Umbruch zu gelten. Der Diskurs um die „inspirierende Wirkung“19 entfaltet sich mit Einflüssen der Medizin vor allem im 18. Jahrhundert und erhält nach und nach den naturwissen-schaftlichen Charakter einer psychischen Krankheit.20 Mitte des 19. Jahrhunderts finden viele wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit depressiven Störungen statt, wobei im wesentlichen eine physisch-biologische Ursachenforschung betrieben wird. Hierbei setzt sich auch der Begriff Depression durch, der bis heute Verwendung findet.21 Erst im 20. Jahrhundert wird die Theorie der Temperamentenlehre wieder aufgegriffen. Sie ist von Hans-Jürgen Eysencks zu einem Persönlickeitssystem weiterentwickelt worden und fasst u. a. die Melancholie als Neurotizismus (= griech. von Nerv; Neurose) wieder auf.22 Nicht zu vergessen ist dabei der psychoanalytische Aspekt von Sigmund Freud, der die Melancholie aus geisteswissenschaftlicher Perspektive als „narzißtische Form der Objektbeziehung“23 bezeichnet.

Somit ist schlusszufolgern, dass sich die historische Ursachenforschung depressiver Störungen zur Entstehung der Melancholie auf drei Ebenen beschränkt: die übernatürlich-astrologische, die physiologische und die psychologische.24

2. 2 Melancholie im 18. Jahrhundert

Um den Diskurs zur Melancholie im 18. Jahrhundert einordnen zu können, müssen zunächst die Zeitepochen als solche näher betrachtet werden. Inmitten der Perioden Aufklärung und Empfindsamkeit sowie Sturm und Drang, die um 1770 ihren Höhepunkt erreichen, treffen verschiedenste Auffassungen vom menschlichen Sein und der Vorstellung von Moral und Recht aufeinander.25 Hinzu kommt eine fast unveränderte Situation im Bürgertum, dessen ungeklärte und unterdrückte Lage im politischen, seelischen und wirtschaftlichen Bereich als ausschlaggebend für die herrschende Orientierungslosigkeit gilt.26 Folglich kommt es zwischen aufstrebenden und kritischen Bürgern inmitten des vorherrschenden Adels immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten. Auch Goethe, der als Dichter und Künstler im späten 18. Jahrhundert aufwächst, erkennt die Ambivalenzen der Zeit: „Die literarische Epoche, in der ich geboren bin, entwickelte sich aus der vorhergehenden durch Widerspruch“.27 Ebenso wie die Epoche durch Widersprüche entstand, lebt sie auch durch diese und zeigt die ambivalente Haltung insbesondere in der Thematik anthropologischer Studien, z. B. über die Melancholie. Die Aufklärung diffamiert sie als “grundlose, krankhafte und weltabgewandte Traurigkeit“28, „wohingegen die Anhänger der Empfindsamkeit die Melancholie als 'Ausweis einer besonderen Sensibilität' schätzten“.29 Diese Debatte erhält im 18. Jahrhundert einen über-geordneten Stellenwert, denn es wird auch als das Zeitalter „der unvergnügten Seele“30 bezeichnet. Die Zeit des Umbruchs, wie die Ära der Aufklärung charakterisiert wird, schwebe in einer allgemeinen melancholischen Grundstimmung und bilde somit eine „vermeintliche Opposition von aufklärerischer Geselligkeit und melancholischer Eigenbrötelei“31. Der Schnittpunkt dieser Auffassungen befindet sich dabei wohl in ihren Ursprüngen. Dass die Menschheit sich damals zunehmend in Melancholie und Hypochondrie verstrickt, liegt vor allem an drei wesentlichen Aspekten, die im Folgenden kurz skizziert werden. Zunächst bringt die Revolution einer „Medikalisierung“32 neue Erkenntnisse auf wissenschaftlichem Gebiet, die medizinische Interpretationen und weitere Forschung mit sich zieht. Die Melancholie gilt nun nicht mehr als Sünde sondern als Krankheit.33 Auf dieser Grundlage entwickelt sich ein verstärktes Interesse des Volks an der Anatomie des Menschen und seinem psychologischen Innenleben, das anhand der neuen humanen Forschung nun mit sich selbst und seinen Mitmenschen verglichen wird. Es wird geurteilt, welche Erscheinungen als krank oder gesund gelten.34 Hieraus entstehe eine neue Wahrnehmung und eine gänzliche Veränderung der Perspektive, aus der das Leben betrachtet wird.35 Die Entdeckung des Individuums und das Interesse an den Mitmenschen als Teilaspekt der Individualisierung bilden den zweiten, bedeutsamen Unterschied für das 18. Jahrhundert und seinen Widersprüchen in den Auf-zeichnungen. Da die Gesellschaft nun beginnt, sich für sich selbst und andere verantwortlich zu fühlen, entstehe eine Art Kontrolle, die zudem aufgrund einer zunehmenden Ausweitung der Publizität veröffentlicht werde.36 Das Schreiben wird zu einer wichtigen Entladung, da gerade „[...] das Bürgertum, das [weiterhin], von politischer Aktion abgedrängt, gezwungen wird, sich u. a. in die Literatur zu flüchten“.37 Doch die vermehrte Verbreitung von Ideen in das Bewusstsein der Menschen führe zu moralischen Verantwortungen, bei der die Gesundheit eine Pflichtdisziplin darstellen würde.38 Der daraus entstehende Druck der Fremd- und Selbstbeobachtung impliziert Zweifel, die im weiteren Verlauf zu einem depressiven Gemüt führen können. Auch die „Entpönalisierung“39 – die steigende gesell-schaftliche Akzeptanz – dieser Thematik verändere die Sichtweise des einstigen Tabuthemas. Während suizidale Täter vielmehr unzurechnungsfähig handeln würden, seien sie dennoch weiterhin schuldhaft, in die Krankheit geraten zu sein; die gesellschaftliche Situation werde hierbei ausgeklammert.40 Der Todeswunsch rühre allerdings immer öfter daher, von den Mitmenschen nicht akzeptiert zu werden, da sie durch die neue Klassifizierung von Melancholie als Krankheit für 'un- normal ' erklärt werden.41 Das Mitteilen der Gefühle und ihrer Reflexion bietet eine viel breitere Angriffsfläche für Kritiker. Wenn der Widerstand durch die Gesellschaft zu stark wird, verschwindet auch der einstige Enthusiasmus für aufklärerisches Denken: Es folgen Isolation und Resignation. Die widersprüchlichen Gedanken der Aufklärung im 18. Jahrhundert finden sich in den Texten der Zeit wieder und stellen die Verwirrungen durch den Umbruch dar, die durch die intensive Verantwortung für das eigene Leben ausgelöst werden. Der Wahn zur Perfektion, sich selbst und seinen Mitmenschen gerecht zu werden, stehe den Menschen im Weg und könne eine melancholische Lebensart mit sich ziehen: „Man verzweifelte an der eigenen Unfähigkeit, oder man entzog sich der Verantwortung und floh in den Zustand der Passivität, Sehnsucht, Melancholie.“42 Diese intensiv stattfindenden Auseinander-setzungen mit der menschlichen Psyche seiner Zeit beschreibt Goethe fiktiv in seinem Briefroman Die Leiden des jungen Werther und stellt sie gezielt heraus. Trotz des Schutzes durch eine fingierte Welt im Roman stößt die Thematik auf großes Unverständnis, aber auch auf Euphorie: Werther wird als das Exempel eines heldenhaften „Schreckensbildes empfindsamer Jugend“43 und der allgewaltigen, reinen Liebe dargestellt. Es ist unbestritten, dass die medizinischen Fortschritte und die Publikationsmöglichkeiten, die zeitgemäß aus der Aufklärungsepoche hervorgehen, einen bislang nicht dagewesenen Austausch von Ideen ermöglichen.44 Somit stellt der Roman eine neutrale Plattform für Diskussionen dar, doch ob dieser Werther-Diskurs auch losgelöst von der epochalen Bezogenheit geführt werden kann, bleibt unklar.

Im Folgenden soll näher untersucht werden, welchen Stellenwert die Epoche tatsächlich für die Deutung des Werks einnimmt. Ob es nach seiner Veröffentlichung vorwiegend deshalb skandalös erschien, da es zu den ersten auflagenstarken Werken zählt, die unbeschönigt das Innenleben einer zur Melancholie neigenden Person thematisieren, denn „der Roman selbst ... war ... Produkt und Fortführung von be-stehenden Tendenzen der Zeit, die Liebe und Tod neu konnotierten“45 oder ob nicht eher die Thematik der Melancholie und die Werther-Figur ein Anlass dafür sein können, den Diskurs auch in der Gegenwart mit höchster Priorität weiterzuführen.

3. Das Motiv der Melancholie in Goethes Werther

3. 1 Entstehung und Verlauf von Werthers Melancholie

In diesem Kapitel wird versucht, die Werther-Figur und ihren Hang zur Melancholie darzustellen. Hierbei werden die wesentlichen Aspekte untersucht, die der Autor zu Strategien bildet, um den fiktiven Charakter und seine Gedanken authentisch wirken zu lassen. Im Hinblick auf die These dieser Arbeit geht es vor allem um die Aktualität ausgewählter Bezüge, also die Deutung einzelner Textpassagen für die Gegenwart. In ausgewählten Abschnitten können historisch oder gesellschaftlich relevante Kommentare ergänzt werden, wobei das Kapitel vordergründig die Analyse der Primärliteratur zum Gegenstand hat.

„Goethe stellt [darin; Anm. d. Verf.] die Geschichte eines jungen Mannes dar, dessen Intensität seiner Empfindungsfähigkeit den Beschränkungen der Welt erliegt.“46

Dass Werther den besagten Beschränkungen der Welt erliegt, ist bereits oft diskutiert worden, weshalb hier nicht ein weiterer Suizid-Diskurs folgen soll, sondern ein Aufzeigen der Entstehung und des tragischen Verlaufs eines Krankheitsbilds, das anschließend im Kontext unserer Zeit betrachtet wird.

Wenn es auch so scheint, als seien die ersten Briefe von Werther an seinen Freund Wilhelm nur Beschreibungen der Natur und reiner Vorliebe für diese, so lassen sich schon in den frühen Briefen Textstellen finden, die auf erste melancholische Wesenszüge hindeuten. Frühe Anzeichen für Werthers Schwergemüt zeigen sich bereits im ersten Brief vom 04. Mai 1771: Die Einsamkeit im Herzen wird von Werther als „Balsam“47 beschrieben. Er genießt den Abstand zu seiner Mutter, seiner alten Heimat und auch zu seinem Brieffreund Wilhelm, der wohl „nicht viel mehr als der Adressat eines nach außen gestülpten Selbstgesprächs“48 sei. Werther meidet bewusst den Kontakt zu Menschen und betont stets seine Zufriedenheit mit der Einsamkeit „Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine“ (W 7). Beeinflussungen von außen und von seinem früheren Leben werden konsequent abgelehnt: „Lieber, ich bitte Dich um Gottes willen, laß mir sie [d. h. die Bücher; Anm. d. Verf.] vom Halse !“ (W 8) Dass sich Werther von seinen alten Gewohnheiten und seinem Umfeld verabschieden möchte, zeigt sich unmittelbar am Beginn: „Wie froh bin ich, daß ich weg bin!“(W 5). Es wird eine erste Flucht aus einem früheren Lebensabschnitt beschrieben, die an die Unzufriedenheit mit der gesellschaftlichen Situation geknüpft ist und dem Protagonisten die Möglichkeit der freien Entfaltung verwehrt. Das Motiv der Flucht und der Isolation können als zentrale Themen und als Vorboten der Melancholie gewertet werden. Sie ziehen sich konsequent durch das Werk, wobei sich die Anzeichen bereits am Anfang zeigen und zum Ende hin verdichten. Werther sucht Schutz und Rückzugsorte wie das „verfallene Kabinettchen“ (W 6), um traurig zu sein. Er ist in vielen Momenten überfordert, entflieht der Situation und kann sich seinen Gefühlen nicht stellen „[...] so muß ich fort, muß hinaus!“ (W 62); „Ich muß fort“ (W 63). Durch die ständige Flucht und die Gedanken aus der Vergangenheit, die „die Erinnerungen des vergangen Übels zurückzurufen“ (W 5), geht jeder Bezug zur Realität verloren49. Auf der rastlosen Suche nach mehr Freiheit zieht sich Werther weiter zurück, denn er sieht die Einschränkungen, „in welcher die tätigen und forschenden Kräfte des Menschen eingesperrt sind“; und fasst einen Entschluss: „Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt!“ (W 12). Die Figur des Werther beschreibt und analysiert viele seiner Gefühlslagen und scheint sein Verhalten sehr gut zu beobachten. Es folgt eine starke Selbstfixierung und der Hang zur Hypochondrie. Er fühle „wie sein 'Leben unter einer schleichenden Krankheit unaufhaltsam allmählich abstirbt'; er visioniert 'den Abgrund des ewig offenen Grabs' […]; er glaubt, er 'werde gespielt wie eine Marionette' und 'weiß nicht recht, warum er aufstehe, warum er schlafen gehe“50. Werther stellt sein Herz und seine Gefühle dominierend über jeglichen Verstand und befindet sich stetig zwischen aufbrausender Heiterkeit und schwermütigen Episoden:

„Lieber, brauch' ich dir das zu sagen, der Du so oft die Last getragen hast, mich vom Kummer zur Ausschweifung und von süßer Melancholie zur verderblichen Leidenschaft übergehen zu sehn? Auch halte ich mein Herzchen wie ein krankes Kind; jeder Wille wird ihm gestattet.“ (W 9) Es zeigen sich demnach bereits auf den ersten Seiten des Buches zahlreiche Anzeichen für einen hochsensiblen Charakter, der selbst von Melancholie spricht, wenn auch diese süß zu sein scheint. Diese Umschreibung findet sich öfter im Werk und wird sowohl mit dem Abschied (vgl. W 65) als auch mit dem Sterben konnotiert: „[...] hält er doch immer im Herzen das süße Gefühl der Freiheit und, daß er diesen Kerker verlassen kann, wann er will“ (W 13). „Wenn man den Kerker nun als Metapher für das Leben sieht, so spricht Werther [ schon früh ] von der Möglichkeit des Freitods, um sein Dasein zu beenden (…).“51

Die „oxymoralen Wendungen“52, also die Beschreibung der Süße, die in den schweren Momenten zu liegen scheint, weckt ein gesteigertes Mitgefühl durch den Vergleich ambivalenter Faktoren: etwas Reizendes in vermeintlich vernichtenden Situationen zu finden und es somit ertragen zu können. Auch die Beschreibung, sein „Herzchen wie ein krankes Kind“ (W 9) zu halten, wirkt zunächst wehleidig und verstärkt die Intention des Autors, Mitleid für den Protagonisten zu entwickeln: „Ihr könnt seinem Geiste und seinem Charakter eure Bewunderung und Liebe, seinem Schicksale eure Tränen nicht versagen.“ (W 3) – so heißt es schon im Vorwort des Romans. Mitleid zu erregen und auf Empathie für die Hauptfigur zu hoffen, scheint als geeigneter und vielleicht einziger Weg, um Kritik an der Gesellschaft zu üben, die verurteilend auf differenzierte Denkweisen reagiert. Das erzeugte Mitleid könnte aber auch schon als Hinweis für ein krankhaftes Verhalten des Werthers gedeutet werden. Die Empathie zu forcieren, steht eher für einen kranken, wehrlosen Protagonisten als für einen Helden, der aus Mut und freier Liebesentscheidung freiwillig aus dem Leben getreten ist. Es wirkt wie ein Indiz für die Intention des Autors, einen von Melancholie und Todessehnsucht geprägten Charakter erschaffen zu haben. Auch Gerhard Fricke beschreibt die Figur Werther als „eine hochgezüchtete, betäubende Blüte, die keine Frucht mehr bringt, deren Schönheit krankhaft ist und schon in der Wurzel zum Tode bestimmt“53 sei. Diese Aussage bestätigt Goethe als Autor selbst, der sich in Dichtung und Wahrheit über Werther äußert, als scheine dieser „schon von vorn herein als vom tödtlichen Wurme gestochen“54. Neben den frühen Anzeichen für Werthers Schicksal zeigen sich auch gesellschaftskritische Bezüge im Werk, die für eine spätere Ursachenforschung zu seinen Leiden von Bedeutung sind. Nach der Enthüllung seiner Gedanken fügt Werther hinzu, dass er fürchtet, für diese verurteilt werden zu können: „Sage das nicht weiter; es gibt Leute, die mir es verübeln würden.“ (W 9) Hier zeigt sich ein wichtiger Bezug zu der gesellschaftlichen Situation im späten 18. Jahrhundert. Werther weiß, dass sich seine Einstellung gegenüber dem Leben von anderen differenziert und fühlt sich dabei weitgehend unverstanden: „[...] mißverstanden zu werden, ist das Schicksal von unsereinem“ (W 10). Seine Haltung spiegelt das Problem seiner Zeit wider, das bereits im vorangegangenen Kapitel erläutert wurde. Die Unsicherheit, die vom Volk ausgehend auf die Figur übertragen wird, zeigt sich in ihm und in seinen Charakterzügen. Werther schafft es nicht, seine übergeordnete Leidenschaft für die Dinge in einem Normalmaß auszudrücken und verliert sich stattdessen in Extremen. Dr. Thorsten Valk erläutert hierzu treffend:

„Die empfindsame Vorliebe für elegische Stimmungen verbindet sich bei ihm [d. i. Werther. Anm. d. Verf.] von Anfang an mit pathogenen Wesenszügen: Dem schwärmerischen Enthusiasmus korrespondiert eine psychische Hyperlabilität, die Einkehr ins eigene Ich verschränkt sich mit einer überspannten Einbildungskraft, der genüßlich kultivierte Hang zur Einsamkeit korreliert mit einem obsessiven Inkludenzgefühl.“55

Die Einkehr ins eigene Ich, von der hier die Rede ist, manifestiert sich nicht nur durch den offensichtlichen Rückzug der Figur, sondern insbesondere auch in der stilistischen Form. Auffallend häufig wiederholt sich der Gebrauch des Personalpronomens „ ich “ (vgl. W 5 f.), das neben einer reinen Subjektivität auch Egozentrik verdeutlicht. Im weiteren Verlauf steht das egoistische und introvertierte Verhalten Werther zunehmend im Weg. Die unkontrollierte Leidenschaft zu Lotte gibt Werther schließlich einen konkreten Anlass, sich ausnahmslos mit seinem eigenen Seelenschmerz zu befassen.56 Es folgen detaillierte Schilderungen seiner Gedanken (vgl. W 62 f.), an denen Werthers Zustand und seine Verzweiflung immer ersichtlicher werden. Dieser findet keine klaren Gedanken mehr und will erneut aus der Situation flüchten „Und Albert – und – ich muß fort!“; die Flucht in den Freitod wird dabei einmal mehr zur Option: „Adieu! Ich seh' dieses Elendes kein Ende als das Grab.“ (W 64, 63). Auch findet sich eine Bestätigung seiner psychischen Zerrissenheit und der Melancholie, unter der er leidet: „Selbstanalytisch vergleicht Werther seinen Zustand mit einer unheilbaren, terminalen“57 Erkrankung. Er spricht von sich als „[...] dem Unglücklichen, dessen Leben unter einer schleichenden Krankheit unaufhaltsam allmählich abstirbt [...]“ (W 49).

[...]


1 Johann Peter Eckermann: Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens. Mit einer Einführung herausgegeben von Ernst Beutler. München 1976. S. 546 f.

2 Mathias Fritze: Klassifikatorische Aspekte depressiver Störungen. Peter Lang. Frankfurt a. M. 1988. S. 13.

3 Hans Ueckert, Rainer Kakuska, Jürgen Nagorny: Psychologie die uns angeht. Hrsg. v. Rüdiger Proske. Bertelsmann. Berlin 1976. S. 198.

4 Alfred Adler: Temperamente und innere Sekretion. In: Menschenkenntnis (1927, Online-Version). http://www.textlog.de/adler-psychologie-temperamente-innere-sekretion.html (26.02.2015).

5 Arthur Schopenhauer: Aphorismen zur Lebensweisheit. Insel Verlag. Frankfurt a. M. 1980. Kapitel 2: Von dem, was einer ist. S. 20.

6 Udo Benzenhöfer u.a.: Melancholie in Literatur und Kunst. Schriften zu Psychopathologie, Kunst und Literatur. Hrsg. v. Dietrich von Engelhardt u.a. Guido Pressler. Hürtgenwald 1990. S. 32.

7 Vgl. Ebd.

8 Vgl. Ebd.

9 Karol Sauerland: Melancholie und Enthusiasmus: Studien zur Literatur- und Geistesgeschichte der Jahrhundertwende. Peter Lang. Frankfurt a.M. u.a. 1988. S. 11.

10 Vgl. Ebd.

11 Telse A. Iwers-Stelljes: Die Anwendung des Imperativzentrierten Focusing in der pädagogisch-sozialtherapeutischen Arbeit am Beispiel reaktiv depressiver KlientInnen. Eine theoretische und empirische Untersuchung. Diss. Hamburg 1997.

12 Benzenhöfer: Melancholie in Literatur und Kunst. S. 3.

13 Vgl. Peter Sillem: Melancholie oder Vom Glück, unglücklich zu sein. Ein Lesebuch. dtv. München 1997. S. 2. s. Anm. 3.

14 Vgl. Roland Lambrecht: Melancholie. Vom Leiden an der Welt und den Schmerzen der Reflexion. Rowohlt Verlag GmbH. Hamburg 1994. S.39 f.

15 Vgl. Benzenhöfer: Melancholie in Literatur und Kunst. S. 2.

16 Till Bastian: Melancholie als Chance. Ein Weg aus der Betrübnis zur Freiheit. Eine poetisch-therapeutische Anleitung. Kösel. München 2014. o. S.

17 Vgl. Gabriele Ri>

18 Sauerland: Melancholie und Enthusiasmus. S. 8.

19 Thorsten Valk: Poetische Pathographie. Goethes Werther im Kontext zeitgenössischer Melancholie-Diskurse (15.12.2004) In Goethezeitportal. http://www.goethezeitportal.de/db/wiss/goethe/werther_valk.pdf (26.02.2015). S. 2.

20 Vgl. Julia Schreiner: Jenseits vom Glück. Suizid, Melancholie und Hypochondrie in deutschsprachigen Texten des späten 18. Jahrhunderts. R. Oldenbourg. München 2003. S. 190.

21 Vgl. Iwers-Stelljes: Die Anwendung des Imperativzentrierten Focusing in der pädagogisch-sozialtherapeutischen Arbeit. Diss.

22 Vgl. Ueckert: Psychologie die uns angeht. S.196.

23 Benzenhöfer: Melancholie in Literatur und Kunst. S.4.

24 Vgl. Iwers-Stelljes: Die Anwendung des Imperativzentrierten Focusing in der pädagogisch-sozialtherapeutischen Arbeit. Diss.

25 Vgl. Schreiner: Jenseits vom Glück. S. 12.

26 Vgl. Schreiner: Jenseits vom Glück. S. 18.

27 Johann Wolfgang von Goethe: Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit. Zweiter Teil, Siebentes Buch. http://www.zeno.org/Literatur/M/Goethe,+Johann+Wolfgang/Autobiographisches/

Aus+meinem+Leben.+Dichtung+und+Wahrheit/Zweiter+Teil/Siebentes+Buch. (13.03.2015).

28 Valk: Poetische Pathographie. S. 1.

29 Corinna Gronau: Das Motiv der Melancholie in Goethes Die Leiden des jungen Werther. GRIN Verlag GmbH. München 2009. http://www.grin.com/de/e-book/277912/das-motiv-der-melancholie-in-goethes-die-leiden-des-jungen-werther (03.03.2015).

30 Schreiner: Jenseits vom Glück. S. 184.

31 Ebd.

32 Ebd. S. 48.

33 Vgl. Ebd. S. 279.

34 Vgl. Ebd. S. 45.

35 Vgl. Ebd. S. 279.

36 Vgl. Ebd.

37 Wolf Lepenies: Melancholie und Gesellschaft. Mit einer neuen Einleitung: Das Ende der Utopie und die Wiederkehr der Melancholie. Suhrkamp. Frankfurt a. M. 1989. S. 78.

38 Vgl. Schreiner: Jenseits vom Glück. S. 142.

39 Ebd. S. 280.

40 Vgl. Ebd. S. 281.

41 Vgl. Ebd.

42 Ebd. S. 190.

43 Ebd. S. 267.

44 Vgl. Ebd.

45 Ebd. S. 268.

46 Iwers-Stelljes: Die Anwendung des Imperativzentrierten Focusing in der pädagogisch-sozialtherapeutischen Arbeit. Diss.

47 Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werthers. Reclam. Stuttgart 1967. S. 6. Im Folgenden zitiert mit der vorangestellten Sigle ›W‹ und Seitenzahl in Klammern direkt im Fließtext.

48 Peter Pütz: Werthers Leiden an der Literatur. In: Goethe's Narrative Fiction. The Irvine Goethe Symposium. Hrsg. v. William J. Lillyman, Berlin, New York 1983. S. 57.

49 Vgl. Thorsten Valk: Melancholie im Werk Goethes: Genese – Symptomatik – Therapie. In: Studien zur dt. Literatur. Bd. 168. Hrsg. u. a.: Wilfried Barner. Niemeyer Verlag. Tübingen 2002. S. 64.

50 Alexander Ko š enina: Goethes Werther, eine Krankengeschichte. In: Ders.: Literarische Anthropologie. Die Neuentdeckung des Menschen. S. 74-77. Hier: S. 76.

51 Antje Carstens: Werthers Selbstmord – ein Werk des Teufels?! Die Ansichten über Suizid seit der Aufklärung. Bachelor und Master Publishing. Hamburg 2014. S. 5.

52 Valk: Poetische Pathographie. S. 3.

53 Gerhard Fri>

54 Goethe: Dichtung und Wahrheit. Bd. 28. S. 229.

55 Valk: Poetische Pathographie. S. 4.

56 Vgl. Maria Zaffarana: „Nah am Grabe ward mir's heller“ Das Motiv des Freitods in Goethes Werther und bei seinen dramatischen Nachfolgern. Diss. Bonn 2012.

57 Ebd.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten

Details

Titel
Die Aktualität der Werther-Figur. Das Motiv der Melancholie in "Die Leiden des jungen Werther" als zeitunabhängiges Erlebnis
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
2,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
40
Katalognummer
V465486
ISBN (eBook)
9783668934726
ISBN (Buch)
9783668934733
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Goethe, Werther, Melancholie, Die Leiden des jungen Werther, Motiv, Olivier Adam, Keine Sorge mir gehts gut, Vergleich, Literatur, Analyse, Psychologie
Arbeit zitieren
Katharina Rinio (Autor), 2015, Die Aktualität der Werther-Figur. Das Motiv der Melancholie in "Die Leiden des jungen Werther" als zeitunabhängiges Erlebnis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465486

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die Aktualität der Werther-Figur. Das Motiv der Melancholie in "Die Leiden des jungen Werther" als zeitunabhängiges Erlebnis


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden