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Interkulturelle Unterschiede des Unternehmertums zwischen Deutschland und den USA

Title: Interkulturelle Unterschiede des Unternehmertums zwischen Deutschland und den USA

Seminar Paper , 2004 , 39 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Company formation, Business Plans
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„If we learn anything from the history of economic development, it is that culture makes all the difference”

In welchem Zusammenhang stehen Kultur und unternehmerisches Verhalten? In unserer Arbeit wollen wir dieser Frage nachgehen und untersuchen worin dieser o.g. Unterschied besteht und welche Auswirkungen unterschiedliche Werte und Normen der Kulturen auf das Unternehmertum haben.
Unternehmen müssen sich immer mehr den Chancen und Herausforderungen einer globalen Wirtschaftswelt stellen, dazu gehört vor allem die Zusammenarbeit von Menschen aus unterschiedlichsten Kulturkreisen. Um diese Zusammenarbeit zu erleichtern, oder teilweise sogar erst zu ermöglichen, ist es notwendig, die globalen Unterschiede zwischen den Umweltbedingungen für Unternehmertum zu erkennen und ihre Auswirkungen zu verstehen.
Unternehmer beschäftigen sich zwar in zunehmendem Maße weltweit mit der Lösung ähnlicher Probleme und werden immer mehr mit einer einheitlichen, globalen Geschäftswelt konfrontiert. Ein Teil des unternehmerischen Verhaltens kann also als „universal“ angesehen werden, es entwickelt sich jedoch keine einheitliche Kultur des Unternehmertums. Diese „universellen“ Werte und Normen werden nämlich in beträchtlichem Maße durch die lokale Kultur und durch die Einstellung zu Unternehmertum innerhalb eines Landes/ einer Kultur (Busenitz, Gomez & Spencer 2000) beeinflusst (Mitchell et al. 2000).
Etzioni (1987) stellte fest, dass Kultur die Umwelt beeinflusst und so die Gründung neuer Unternehmen unterstützen kann, Davidsson und Wiklund (1997) bemerkten, dass psychologische Merkmale Einzelner innerhalb einer Bevölkerung durch die Kultur beeinflusst werden, und so ein größere Bereitstellung potentieller Unternehmer geschaffen wird (Hayton, George, Zahra 2002)
In unserer Arbeit gehen wir zunächst auf die grundlegenden Begriffe Unternehmertum und Kultur ein, um dann später auf Basis dieser Grundlagen eine Betrachtung des Einflusses der Kultur auf bestimmte unternehmerische Eigenschaften zu ermöglichen. Hierbei stellen wir uns zuerst die Frage inwieweit Kultur das Individuum, m.a.W., den Unternehmer an sich beeinflusst und prägt und später, welche Wirkung spezielle Rahmenbedingungen auf das unternehmerische Verhalten haben. Um die theoretischen Ergebnisse dann auf praktische Fälle anzuwenden, nehmen wir zum Abschluss einen Vergleich der Länder Deutschland und USA vor.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Was ist Kultur?

2.1.1 Mentale Programmierung

2.1.2 Nationale Kultur und Dimensionen

2.1.3 Überblick Deutschland/ USA

2.1.4 Ausgewählte Indexwerte

2.2 Was ist Unternehmertum?

2.2.1 Die Entrepreneurial Orientation einer Unternehmung

2.2.2 Rahmenbedingungen für Unternehmertum

2.2.3 Überblick Deutschland/ USA

3 Kultur und Unternehmertum

3.1 Einflüsse, Zusammenhänge und Auswirkungen

3.1.1 Kulturelle mentale Programmierung des Menschen

3.1.1.1 Machtdistanz

3.1.1.2 Individualismus

3.1.1.3 Maskulinität/ Femininität

3.1.1.4 Unsicherheitsvermeidung

3.1.1.5 Kultur als Zusammenspiel der Dimensionen

3.1.2 Rahmenbedingungen eines Landes

3.1.2.1 Wirtschaftliche Faktoren

3.1.2.2 Politische Faktoren

3.1.2.3 Gesellschaftliche Faktoren

3.2 Unterschiede am Beispiel Deutschland/ USA

3.2.1 Unternehmertum in den USA

3.2.2 Unternehmertum in Deutschland

4 Zusammenfassung und Ergebnisse

5 Bewertung und Ausblick

A Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss nationaler kultureller Werte und Normen auf das unternehmerische Verhalten sowie die Ausprägung von Unternehmertum. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich kulturelle Unterschiede in Deutschland und den USA auf die unternehmerische Ausrichtung (Entrepreneurial Orientation) auswirken und ob es optimale Bedingungen für eine Unternehmenskultur gibt.

  • Grundlagen des Kulturbegriffs nach Hofstede und Definitionen von Unternehmertum.
  • Analyse der kulturellen Dimensionen Machtdistanz, Individualismus, Maskulinität und Unsicherheitsvermeidung.
  • Untersuchung externer Rahmenbedingungen (wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich) auf die unternehmerische Tätigkeit.
  • Vergleichende Fallstudie zwischen Deutschland und den USA zur Verdeutlichung der theoretischen Konzepte.

Auszug aus dem Buch

3.1.1.2 INDIVIDUALISMUS

Generell kann Individualismus/Kollektivismus als die wohl bedeutendste Dimension bezüglich des Unternehmertums betrachtet werden und Hofstede (1980) zeigte in seiner globalen Studie über nationale Kulturen eine Beziehung zwischen der Ausprägung dieser Dimension und dem Grad der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Wohlstand eines Landes auf. Auch Thomas und Mueller zeigten, dass Individualismus in engem Zusammenhang mit Eigenschaften wie Risikobereitschaft und Innovativität steht und den Willen fördert, von kollektiven Normen abzuweichen (Thomas, Mueller, 2000; Hayton, George, Zahra, 2002).

In individualistischen Gesellschaften wird von jedem erwartet, dass er für sich und seine unmittelbare Familie sorgt, während der Mensch in kollektivistischen Gesellschaften in starke, geschlossene „Wir-Gruppen“ integriert ist. Arbeitnehmer aus individualistischen Gesellschaften sollen als „wirtschaftliche Menschen“ agieren, auf sie treffen die Merkmale unternehmerischen Handelns zu, sie stellen sich Unsicherheit und Schwierigkeiten, übernehmen persönliche Verantwortung, lösen Probleme und messen dem Erfolg eine größere Bedeutung bei, als dem Vermeiden von Fehlern (Sagie, Elizur, 2001).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der kulturellen Einflüsse auf unternehmerisches Verhalten und Vorstellung der Forschungsfrage.

2 Grundlagen: Abgrenzung und Definition der Begriffe Kultur und Unternehmertum, inklusive einer Einführung in die Entrepreneurial Orientation.

3 Kultur und Unternehmertum: Detaillierte Analyse der kulturellen Dimensionen sowie wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, ergänzt durch einen Vergleich zwischen Deutschland und den USA.

4 Zusammenfassung und Ergebnisse: Resümee über den Zusammenhang zwischen kultureller Prägung und unternehmerischer Ausrichtung sowie die Bedeutung für die globale Wirtschaft.

5 Bewertung und Ausblick: Kritische Reflexion der bisherigen Forschungslage und Plädoyer für weitere interkulturelle Studien in Zeiten fortschreitender Globalisierung.

Schlüsselwörter

Unternehmertum, Kultur, Hofstede, Entrepreneurial Orientation, Deutschland, USA, Individualismus, Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Maskulinität, Rahmenbedingungen, Innovationsverhalten, Wirtschaftssystem, interkulturelle Unterschiede, Unternehmensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung des Einflusses nationaler Kulturen auf das Unternehmertum eines Landes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themenfelder umfassen die kulturelle mentale Programmierung, die Dimensionen nach Hofstede, die Merkmale der Entrepreneurial Orientation sowie die externen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es herauszufinden, ob und wie die Kultur eines Landes das unternehmerische Verhalten beeinflusst und ob sich diese Auswirkungen in einem Vergleich zwischen Deutschland und den USA manifestieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung existierender Kulturmodelle auf die unternehmerische Praxis in den untersuchten Ländern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die kulturellen Dimensionen (wie Machtdistanz oder Individualismus) im Detail analysiert und deren Einfluss auf unternehmerische Eigenschaften sowie die Bedeutung des politischen und gesellschaftlichen Umfelds diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Unternehmertum, Kultur, Entrepreneurial Orientation, Individualismus und die spezifischen Rahmenbedingungen in Deutschland und den USA.

Warum wird Deutschland von Beobachtern oft als Land der Machtdistanz missverstanden?

Das Missverständnis resultiert aus der Regelgebundenheit und der Vorliebe für Struktur, die außenstehende Beobachter fälschlicherweise als Autoritätshörigkeit deuten, obwohl sie tatsächlich Ausdruck einer hohen Unsicherheitsvermeidung sind.

Wie unterscheidet sich die Risikoauffassung in Deutschland und den USA?

Während in den USA Risikobereitschaft und ein positiver Umgang mit dem Scheitern als Teil des Unternehmertums gesehen werden, ist in Deutschland eine ausgeprägtere Risikoaversion feststellbar, die sich in einem stärkeren Bedürfnis nach Absicherung durch Regeln und soziale Systeme äußert.

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Details

Title
Interkulturelle Unterschiede des Unternehmertums zwischen Deutschland und den USA
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Lehrstuhl für Gründungs- und Innovationsmanagement)
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2004
Pages
39
Catalog Number
V46548
ISBN (eBook)
9783638437158
Language
German
Tags
Interkulturelle Unterschiede Unternehmertums Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2004, Interkulturelle Unterschiede des Unternehmertums zwischen Deutschland und den USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46548
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