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Prosoziales Verhalten. Wann und warum helfen Menschen?

Título: Prosoziales Verhalten. Wann und warum helfen Menschen?

Trabajo Escrito , 2015 , 23 Páginas , Calificación: 2,1

Autor:in: Anonym (Autor)

Psicología - General
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Diese Hausarbeit grenzt zunächst die Begriffe Empathie, prosoziales Verhalten und Altruismus erklärt und voneinander ab, um eine Basis für die Beantwortung der Fragestellung, wann und warum Menschen helfen, zu finden. Danach werden verschiedene Ansätze des Entstehens von prosozialem Verhalten thematisiert sowie das Hilfeverhalten und der Prozess vom Wahrnehmen einer Situation bis hin zu einer konkreten Aktion untersucht. Dieser Prozess ist dabei immer abhängig von verschiedensten Einflüssen. Im letzten Teil der Hausarbeit werden Untersuchungen und Tests über spezielle fördernde und hemmende Einflüsse für prosoziales Verhalten betrachtet.

Die 28-jährige Amerikanerin Kitty Genovese wurde im März 1964 in Queens, New York, grausam auf dem Hof ihres Wohnblocks von einem jungen Mann misshandelt und schließlich von ihm getötet. Das Unglaubliche daran ist, dass 37 Zeugen anwesend in diesem Heim waren, die ihre Hilferufe und Schreie gehört haben. Keiner von ihnen kam ihr zu Hilfe oder rief die Polizei. Warum tätigte niemand in dieser halben Stunde voller Schmerzensschreie des Opfers einen Anruf bei der Polizei, der den Mord verhindern hätte können? Viele Theorien wurden aufgestellt und Experimente durchgeführt, um Erklärungsansätze für das passive Verhalten der Beobachter zu finden. Dieses gesellschaftliche Phänomen wird als Bystander-Effekt verstanden und ist nun nach Miss Genovese benannt worden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in das Thema

2. Begriffserklärung

2.1. Empathie

2.2. Prosoziales Verhalten

2.3. Altruismus

3. Entwicklung des prosozialen Verhaltens

3.1. Biologischer Ansatz

3.1.1. Spiegelneurone als Grundlage für Empathie

3.1.2. Evolutionspsychologische Erklärung

3.2. Lerntheoretischer Ansatz

4. Die Hilfeleistung

4.1. Der Hilfeprozess nach Shalom H. Schwartz

4.2. Hilfestrategien

5. Situative Einflüsse auf das prosoziale Verhalten

5.1. Ausgewählte fördernde Faktoren

5.1.1. Beziehung zwischen Helfer und Betroffenem

5.1.2. Stimmung

5.1.3. Männer- und Frauenrolle

5.1.4. Vorteile prosozialen Verhaltens

5.2. Ausgewählte hemmende Faktoren

5.2.1. Zeitdruck

5.2.2. Bystander-Effekt

5.2.3. Lokalität der Notsituation

5.2.4. Risiken und Kosten prosozialen Verhaltens

6. Wie kann prosoziales Verhalten gefördert werden?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die psychologischen Grundlagen und Einflussfaktoren auf prosoziales Verhalten, um zu verstehen, warum Menschen in Notsituationen Hilfe leisten oder unterlassen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, unter welchen Bedingungen Hilfe erfolgt und wie prosoziale Kompetenzen gestärkt werden können.

  • Psychologische Begriffsbestimmung von Empathie, Altruismus und prosozialem Verhalten
  • Biologische und lerntheoretische Grundlagen der Entwicklung prosozialer Handlungsweisen
  • Analyse des kognitiven Hilfeprozesses nach dem Modell von Shalom H. Schwartz
  • Untersuchung situativer Einflussfaktoren auf die Hilfsbereitschaft
  • Strategien zur Förderung von Zivilcourage und Hilfeverhalten im Alltag

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Spiegelneurone als Grundlage für Empathie

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Voraussetzung für Empathie jeder Mensch seit seiner Geburt besitzt. Diese Entdeckung machten italienische Physiologen 1996, als sie Versuche mit Schimpansen durchführten. Ihnen fiel auf, dass bestimmte Nervenzellen nicht nur beim Ausführen einer Aktion sondern auch beim Beobachten derselben Handlung gleichermaßen aktiv sind. Sie spiegeln also das Gesehene, weshalb sie daraufhin von den Forschern als Spiegelneurone bezeichnet wurden. Der Mensch besitzt diese Nervenzellen ebenfalls seit seiner Geburt. Sie sind beispielsweise dafür verantwortlich, dass wir beim Anblick einer gähnenden Person angesteckt werden und ebenfalls gähnen müssen. Unser Gehirn nimmt sofort die Bewegungen unseres Gegenübers auf und entwickelt ein Spiegelbild. Diesen Prozess nehmen wir nicht wahr, die Spiegelneurone veranlassen uns jedoch zu derselben Handlung.

Ebenso entstehen empathische Gefühle, die zunächst nichts anderes als eine übertragene Empfindung sind. Allerdings können wir uns auch weigern, eine Emotion zu spiegeln. Wenn wir zu verschlossen sind oder wir uns mit anderen starken Gefühlen in uns beschäftigen, wird eine Spiegelung verhindert. Auch unser Verstand kann eine Spiegelung blockieren. Wir können zwar eine lächelnde Person wahrnehmen, uns aber von ihr distanzieren und eben nicht zurücklächeln. Das bedeutet, dass Spiegelneurone die biologische Basis für Empathie schaffen, wir die Spiegelung aber vereinzelt verhindern können. Als alleiniger Erklärungsansatz für Empathie und daraus resultierendes prosoziales Verhalten reicht das also nicht aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in das Thema: Die Einleitung beleuchtet die Motivation zur Untersuchung prosozialen Verhaltens, angestoßen durch das Fallbeispiel Kitty Genovese, und definiert das Ziel der Arbeit.

2. Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert und grenzt die zentralen Fachbegriffe Empathie, prosoziales Verhalten und Altruismus voneinander ab.

3. Entwicklung des prosozialen Verhaltens: Es werden biologische (Spiegelneurone, Evolution) und lerntheoretische Ansätze erläutert, die erklären, wie prosoziale Verhaltensweisen im Menschen entstehen.

4. Die Hilfeleistung: Der Fokus liegt auf dem kognitiven Prozessmodell von Shalom H. Schwartz und den verschiedenen praktischen Hilfestrategien, die ein Beobachter anwenden kann.

5. Situative Einflüsse auf das prosoziale Verhalten: Das umfangreichste Kapitel analysiert detailliert die verschiedenen Faktoren – wie Stimmung, Geschlechterrollen, Zeitdruck und den Bystander-Effekt –, die prosoziales Verhalten fördern oder hemmen.

6. Wie kann prosoziales Verhalten gefördert werden?: Abschließend werden konkrete Maßnahmen wie Erste-Hilfe-Schulungen und Bildungsansätze diskutiert, um die allgemeine Hilfsbereitschaft in der Gesellschaft zu erhöhen.

Schlüsselwörter

Prosoziales Verhalten, Empathie, Altruismus, Hilfeleistung, Bystander-Effekt, Shalom H. Schwartz, Spiegelneurone, Zivilcourage, Kosten-Nutzen-Analyse, Sozialisation, Hilfsbereitschaft, Psychologie, Situative Einflüsse, Erste Hilfe, Kitty Genovese.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Psychologie hinterm Helfen und untersucht, welche Faktoren das menschliche Verhalten in Notsituationen beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Begriffen, die Entwicklung prosozialen Verhaltens, das Prozessmodell der Hilfeleistung sowie die Analyse fördernder und hemmender situativer Faktoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, warum Menschen in bestimmten Situationen Hilfe leisten oder unterlassen, und Ansätze aufzuzeigen, wie prosoziales Verhalten gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender psychologischer Studien, Experimente und Theorien zur Sozialpsychologie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Erläuterung des Hilfeprozesses sowie die detaillierte Betrachtung situativer Variablen, die das Handeln von Beobachtern beeinflussen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Prosoziales Verhalten, Empathie, Hilfsbereitschaft, Bystander-Effekt und Situative Einflüsse.

Welche Rolle spielen Spiegelneurone bei der Entwicklung von Empathie?

Spiegelneurone bilden laut dem biologischen Ansatz die biologische Basis, indem sie Handlungen und Gefühle anderer im eigenen Gehirn widerspiegeln, was als Grundlage für empathische Reaktionen dient.

Warum sinkt die Hilfsbereitschaft in großen Städten ab einer gewissen Größe?

Die Untersuchungen zeigen, dass die Hilfsbereitschaft ab einer Einwohnerzahl von über 300.000 sinkt, was mit dem anonymen Umfeld und einer Diffusion der Verantwortung innerhalb einer Masse erklärt werden kann.

Wie kann das Verantwortungsgefühl bei Beobachtern gestärkt werden?

Durch Aufklärung über psychologische Effekte, wie den Anzahl-Effekt, sowie durch gezieltes Training von Kompetenzen, kann die Hemmschwelle zur Hilfeleistung gesenkt und das eigene Sicherheitsgefühl gestärkt werden.

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Detalles

Título
Prosoziales Verhalten. Wann und warum helfen Menschen?
Calificación
2,1
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
23
No. de catálogo
V465725
ISBN (Ebook)
9783668925199
ISBN (Libro)
9783668925205
Idioma
Alemán
Etiqueta
prosoziales verhalten helfen altruismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2015, Prosoziales Verhalten. Wann und warum helfen Menschen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465725
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