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"Die soziale Wirklichkeit der Symbole". Ernst Cassirers Kulturphilosophie im Reflex auf die gegenwärtige Kommunikationsgesellschaft

Title: "Die soziale Wirklichkeit der Symbole". Ernst Cassirers Kulturphilosophie im Reflex auf die gegenwärtige Kommunikationsgesellschaft

Bachelor Thesis , 2011 , 45 Pages

Autor:in: Luise Ebermann (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Summary Excerpt Details

Zielsetzung der Arbeit ist es, über die Fußstapfen Ernst Cassirers hinaus, den Menschen, als sinnliches Zentrum eines übergeordneten symbolischen Netzwerkes zu betrachten, zu begreifen und verstehen zu lernen, inwiefern es der Macht des einzelnen Subjekts unterliegt, sich, in Auseinandersetzung mit dieser Positionierung, seine soziale Wirklichkeit selbst zu erschaffen.

In gegenwärtigem Bezug zu einer, bis dato entwickelten Medienkultur, interessiert dabei, vor allem anderen, in wie weit sich eine solche, doch eher philosophische Betrachtungsweise, für die Koordinierung individuellen, sowie kulturellen Handelns zu Nutze gemacht werden kann und bereits zu Nutze gemacht wird.

So soll diese Arbeit dem Leser einerseits, als eine Übersicht über eine wissenschaftsübergreifende und abstrakt konzipierte Weltanschauung dienen, die den Menschen in einem übergeordneten Sinnzusammenhang setzt. Darüberhinaus soll ihm das Tor zu einem Denken geöffnet werden, das ihm, über die Mittel einer bewusst eingesetzten Kommunikation, aktiven Zugang zu dieser verschafft.

Ein weiteres kontextuellen Bestreben dieser Arbeit besteht darin, hinsichtlich der vorherrschenden Kommunikationsverhältnisse, eine zukunftsweisende Diskussionsgrundlage zu erschaffen, auf deren Fundament sich weiterführende Gedanken und Ideen entwickeln lassen. Eine Gewährleistung dessen macht es zwingend erforderlich, in einem ersten theoretischen Schritt, den konzeptuellen, sowie terminologischen Bezugsrahmen so gezielt, wie nur möglich abzustecken.

Der erste Teil der Arbeit dient demnach, in analytisch-programmatischer Ausrichtung, der Festlegung und Eröffnung des Zugangs zur Thematik an sich, auf den sich dann die philosophische Bearbeitung des praktischen Fragehorizontes anschließen kann. Vor diesem Hintergrund sollen dabei, im ersten Arbeitsteil, die kulturphilosophischen Ausführungen Cassirers, als empirischer Forschungsansatz dienen.

Der darin enthaltene Gegenstandsbereich der symbolischen Form, wie er ihn insbesondere in seinem drei-bändigen Werk zur Philosphie der symbolischen Formen, als eine Reorganisationsmöglichkeit der Weltbetrachtung konzipiert, soll, dabei Dreh-und Angelpunkt des Argumentationsaufbaus der folgenden Überlegungen werden. So dient der erste Abschnitt als Einstieg in die thematische Fragestellung und entfaltet sich über den Symbolbegriff, wie ihn auch Cassirer explizit macht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Überblick: Problemaufbau und methodisches Vorgehen

2 Über Symbole und symbolische Formen

2.1. Zur allgemeinen Systematik des Symbolbegriffs

2.2 Die Welt im Verständnis Ernst Cassirers

3 Symbolwelten - Das Leben in Symbolnetzen

3.1 Kulturelle Programmierung

3.1.1 Die Begrenzung des Ich im Erkennen des kollektiven Wir

3.1.2 Soziales Handeln in symbolischen Erlebniswelten

3.2 Inhalt und Wandel (in) der Zeit

3.2.1 Revolution der Abstraktion

3.2.2 Die symbolische Befreiung über die Medien

4 Die Macht der neuen Wahrnehmung

4.1 Die Herauslösung des Ich in der aktuellen Symbolwelt

4.1.1 Das Ersetzen von Emotionen in der Abstraktion der Wirklichkeit

4.1.2 Das Soziale Netzwerk als medial inszenierter Handlungsraum

4.2 Wirklichkeitskonstruktionen einer Medienkultur

4.2.1 Bewusstsein über den und im Umgang mit Symbolen

4.2.2 Das Logo als Beispiel einer gezielt eingesezten Symbolisierung

5 Wege / Wagnis einer neuen sozialen Wirklichkeit

5.1 Die Kraft der Gedanken - Praktische Symbolgenerierung (Exkurs)

5.2 Inszenierte Göttlichkeit - Ideen zu Suggestion und Manipulation

6 Fazit in visionärer Absicht

6.1 Ergebnisdarstellung in Anlehnung an Alfred North Whitehead

6.2 Zusammenfassende Betrachtungen zum gedanklichen Ausbau

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, basierend auf Ernst Cassirers Philosophie der symbolischen Formen, wie der Mensch als soziales Wesen in einer zunehmend mediatisierten Welt seine Wirklichkeit konstruiert und inwiefern diese symbolischen Prozesse zur bewussten Gestaltung und Steuerung von Identität und sozialem Handeln genutzt werden können.

  • Interdisziplinäre Kultur- und Medienphilosophie
  • Symboltheoretische Grundlagen nach Ernst Cassirer
  • Konstruktion von Wirklichkeit durch mediale Symbolwelten
  • Strategien der Identitätsbildung und Manipulation

Auszug aus dem Buch

Die Herauslösung des Ich in der aktuellen Symbolwelt

In Rückblick auf die vorangegangenen Kapitel, stellt sich der Entwicklungsprozess des Menschen in der identitäsbildenden Herauslösung des Ichs dar, die den echten Vorstellungen entspringend über die unmittelbare Lebensbewegung letztlich zur Manifestation der Identität in der echten Lebenswelt, einer Lebensbewegung ferner des Ichs führt.42

Die von Cassirer als solche bezeichnete Trennung der Sphären des Wirklichen und des Möglichen ist hinsichtlich der Bearbeitung dieses Kapitels von besonderer Bedeutung, denn sie tritt „mit dem Fortschreiten der Kultur [...] immer klarer hervor“43.

Dabei fällt, bei Betrachtung der aktuellen symbolweltlichen Praxis, offensichtlich die externe Medienkultur, als ein wesentlicher Entwicklungsfaktor, sofort ins Auge.

In seinem Beitrag zum Buch „Mediologie als Methode“ verweist Frank Hartmann, unter Verwendung der Worte Vilém Flussers, diesbezüglich sogar „[...] auf eine mögliche neue Anthropologie [...] nach der wir Menschen ´nicht mehr Subjekte einer gegebenen objektiven Welt, sondern Projekte von alternativen Welten`[...]“44 sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Überblick: Problemaufbau und methodisches Vorgehen: Einführung in die Zielsetzung, den Menschen als sinnliches Zentrum in einem symbolischen Netzwerk zu betrachten und das methodische Vorgehen zu erläutern.

2 Über Symbole und symbolische Formen: Theoretische Grundlegung des Symbolbegriffs und Vorstellung von Ernst Cassirers Philosophie als Analyseinstrument.

3 Symbolwelten - Das Leben in Symbolnetzen: Analyse der Entstehung gesellschaftlicher Strukturen durch individuelle Symbolisierungsmechanismen und die Rolle kultureller Programmierung.

4 Die Macht der neuen Wahrnehmung: Untersuchung der medialen Einflussnahme auf die Wahrnehmung und die Konstruktion virtueller Wirklichkeiten in der modernen Gesellschaft.

5 Wege / Wagnis einer neuen sozialen Wirklichkeit: Diskussion über die praktische Nutzung symbolischer Prozesse für Zwecke wie Suggestion und Manipulation sowie ein Exkurs zur Kraft der Gedanken.

6 Fazit in visionärer Absicht: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse unter Einbeziehung des philosophischen Konstrukts von Alfred North Whitehead und Ausblick auf die Gestaltung sozialer Wirklichkeit.

Schlüsselwörter

Ernst Cassirer, Philosophie der symbolischen Formen, Symbolnetz, Soziale Wirklichkeit, Medienkultur, Identitätsbildung, Symbolische Form, Kommunikation, Kulturphilosophie, Wirklichkeitskonstruktion, Mediatisierung, Geist, Mentale Energie, Manipulation, Symbolisierungsmechanismen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die soziale Wirklichkeit des Menschen durch die Linse der kulturphilosophischen Symboltheorie von Ernst Cassirer, insbesondere im Hinblick auf die moderne, mediatisierte Welt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Philosophie der symbolischen Formen, mediale Symbolkonstruktionen, Identitätskonstruktion in digitalen Räumen und die manipulative Macht von Symbolen in der heutigen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu ergründen, wie der Mensch seine soziale Wirklichkeit durch Symbole konstruiert und wie dieser Prozess bewusst zur Steuerung und Gestaltung genutzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein kulturphilosophischer und analytisch-programmatischer Ansatz verfolgt, der Cassirers Symboltheorie mit aktuellen medientheoretischen Diskursen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung von Symbolnetzen, der Rolle von Medien bei der Wirklichkeitskonstruktion sowie dem Potenzial für Manipulation durch gezielte Symbolnutzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Symbolnetz, Soziale Wirklichkeit, Kulturphilosophie, Medienkultur, Identitätsbildung und symbolische Kreativität.

Was bedeutet das "Harald Schmidt-Syndrom" im Kontext der Arbeit?

Es dient als Metapher dafür, dass moderne kulturelle Symbol-Praktiken zwar bewusst als Konstrukte durchschaut werden, dennoch aber eine prägende Wirkung auf das soziale Bewusstsein entfalten.

Wie erklärt die Autorin die Macht von Logos?

Logos werden als gezielt eingesetzte Symbole definiert, die Identität und Unternehmenswerte visuell vereinheitlichen und durch ihre Einfachheit und Prägnanz psychologische Wirkung erzielen.

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Details

Title
"Die soziale Wirklichkeit der Symbole". Ernst Cassirers Kulturphilosophie im Reflex auf die gegenwärtige Kommunikationsgesellschaft
Author
Luise Ebermann (Author)
Publication Year
2011
Pages
45
Catalog Number
V465734
ISBN (eBook)
9783668947986
ISBN (Book)
9783668947993
Language
German
Tags
wirklichkeit symbole ernst cassirers kulturphilosophie reflex kommunikationsgesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luise Ebermann (Author), 2011, "Die soziale Wirklichkeit der Symbole". Ernst Cassirers Kulturphilosophie im Reflex auf die gegenwärtige Kommunikationsgesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465734
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