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Zum Einsatz von Wandelschuldverschreibungen und Optionsanleihen bei der Unternehmensfinanzierung

Titel: Zum Einsatz von Wandelschuldverschreibungen und Optionsanleihen bei der Unternehmensfinanzierung

Hausarbeit , 2006 , 22 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Elena Malykhina (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die nachfolgende Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Wandelschuldverschreibungen und Optionsanleihen bei der Unternehmensfinanzierung.

Der Ausgangspunkt für Überlegungen ist das Modell von Modigliani und Miller (1958). Das MM-Theorem besagt, dass die Kapitalstruktur beziehungsweise. die Wahl der Finanzierungsinstrumente für den Unternehmenswert auf dem vollkommenen Kapitalmarkt irrelevant ist. In der realen Welt werden unter Berücksichtigung der Marktunvollkommenheiten vielfältige Finanzierungsinstrumente eingesetzt. Im Rahmen dieser Arbeit wird auf neoinstitutionalistische Erklärungsansätze fokussiert.

Diese Ansätze gehen von unterschiedlichen Finanzierungsproblemen aus. Im Folgenden wird untersucht, ob die Wandelschuldverschreibungen und Optionsanleihen besser als klassische Finanzierungsinstrumente diese Probleme lösen.

Im Rahmen empirischer Kapitalmarktforschung wird überprüft, ob den theoretischen Erklärungsansätzen praktische Bedeutung zukommt. Dabei werden vor allem die Ergebnisse empirischer Studien vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Grundlagen

2.1 Begriffsbestimmungen

2.1.1 Wandelschuldverschreibungen

2.1.2 Optionsaneihen

2.2 Rechtliche Grundlagen

2.3 Die Ausgestaltungsmerkmale

2.3.1 Die Ausgestaltung der Anleihekomponente

2.3.1 Die Ausgestaltung der Umtauschkomponente

3 Erklärungsansätze für den Einsatz von Wandelschuldverschreibungen und Optionanleihen bei der Unternehmensfinanzierung

3.1 Unternhemnsfinanzierung am unvollkommenen Kapitalmarkt

3.1.1 Agencytheoretische Erklärungsansätze

3.1.1.1 Ansatz von Green (1984)

3.1.1.2 Ansatz von Barnea, Haugen und Senbet (1985)

3.1.2 Erklärungsansätze basierend auf Informationsasymmetrie

3.1.2.1 Ansatz von Brennan und Schwartz (1988)

3.1.2.2 "Backdoor-Equity"-Hypothese von Stein (1992)

3.1.3 Das Modell der sequenziellen Finanzierung von Mayers (1998)

3.2 Hypothesen zum Design von Wandelschuldverschreibungen t

4 Praktische Bedeutung der Erklärungsansätze

5 Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Emissionsgründe sowie die praktische Relevanz von Wandelschuldverschreibungen und Optionsanleihen als Instrumente der Unternehmensfinanzierung. Im Fokus steht dabei die Analyse, inwiefern diese hybriden Finanzierungsinstrumente dazu beitragen können, spezifische Agency-Probleme zu lösen, Informationsasymmetrien am Kapitalmarkt zu überbrücken und Finanzierungskosten zu optimieren.

  • Theoretische Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen hybrider Finanzierungsinstrumente.
  • Analyse neoinstitutionalistischer Erklärungsansätze wie der Agency-Theorie und Informationsasymmetrie-Modellen.
  • Untersuchung des "Backdoor-Equity"-Konzepts und sequenzieller Finanzierungsmodelle.
  • Empirische Validierung der theoretischen Modelle durch internationale Studien.
  • Diskussion des Einflusses von Designparametern wie Laufzeiten und Kündigungsschutz auf den Unternehmenswert.

Auszug aus dem Buch

3.1.2.2 „Backdoor-Equity“-Hypothese von Stein (1992)

Stein (1992) ist der Meinung, dass Unternehmen Wandelschuldverschreibungen als einen indirekten Weg zur Beschaffung von Eigenkapital einsetzen, wenn hohe Kosten asymmetrischer Informationsverteilung eine konventionelle Kapitalaufnahme unattraktiv machen. Das Modell von Stein (1992) ist eine Adaption des Modells von Myers-Majluf (1984). Im Modell werden drei Zeitperioden und drei Unternehmenstypen – gute „G“, mittlere „M“ und schlechte „B“ betrachtet. Jeder Unternehmenstyp hat den Zugang zu neuen Investitionsgelegenheiten. Der Investitionsbetrag I muss durch externe Quellen finanziert werden. Jedes Unternehmen erzielt im guten Zustand einen Cashflow von X H und im schlechten Zustand einen von X L (mit X H >I> X L ). Die ex-ante Wahrscheinlichkeiten sind an die einzelnen Erträge geknüpft (siehe Tabelle 1), wobei 1 > p > q ist.

Zum Zeitpunkt 1 wird erstens private Information von außen erkennbar. Zweitens wird zusätzliche Information über die schlechten Unternehmen „B“ veröffentlicht. Mit einer Wahrscheinlichkeit von z sinkt die Qualität des schlechten Unternehmens. Mit einer Wahrscheinlichkeit von (1 – z) verbessert sich ein schlechtes Unternehmen „B“. Diese Verbesserung bedeutet, dass ein schlechtes Unternehmen „B“ in dieser Situation nicht von einem mittleren Unternehmen „M“ unterschieden werden kann. Seine Wahrscheinlichkeit steigt somit im Zeitpunkt 1 von z auf p. Konsistenterweise entspricht q = (1- z)p. Für die mittleren und guten Unternehmen wird keine Volatilität zwischen dem Zeitpunkt 0 und 1 angenommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Einleitung in die Thematik der zunehmenden Emission von Wandelschuldverschreibungen und Definition der zentralen Forschungsfrage auf Basis der Kapitalmarkttheorie.

2 Grundlagen: Definition der Begriffe Wandelschuldverschreibungen und Optionsanleihen sowie Erläuterung der rechtlichen Rahmenbedingungen und Gestaltungsmerkmale.

3 Erklärungsansätze für den Einsatz von Wandelschuldverschreibungen und Optionanleihen bei der Unternehmensfinanzierung: Detaillierte theoretische Analyse von Agency-Ansätzen, Informationsasymmetrien und sequenziellen Finanzierungsmodellen als Begründung für den Einsatz hybrider Anleihen.

3.2 Hypothesen zum Design von Wandelschuldverschreibungen t: Ableitung konkreter Hypothesen über die Ausgestaltungsparameter der Anleihen basierend auf den zuvor vorgestellten Modellen.

4 Praktische Bedeutung der Erklärungsansätze: Zusammenfassung empirischer Studien, die die theoretischen Modelle und deren Implikationen für die Unternehmenspraxis validieren.

5 Thesenförmige Zusammenfassung: Abschließende Synthese der theoretischen Vorteile und empirischen Bestätigung der Wandelschuldverschreibung als flexibles Finanzierungsinstrument.

Schlüsselwörter

Wandelschuldverschreibungen, Optionsanleihen, Unternehmensfinanzierung, Agency-Theorie, Informationsasymmetrie, Kapitalstruktur, Backdoor-Equity, Wandlungsrecht, Finanzierungsinstrumente, Fremdkapital, Eigenkapital, Konkurskosten, Investitionsrisiko, Signaling-Effekte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Gründen, warum Unternehmen Wandelschuldverschreibungen und Optionsanleihen zur Finanzierung einsetzen, anstatt auf klassische Instrumente zurückzugreifen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit deckt die Begriffsdefinitionen, rechtliche Aspekte, theoretische Erklärungsmodelle (Agency-Theorie, Informationsasymmetrie) sowie die empirische Überprüfung dieser Theorien ab.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob hybride Finanzierungsinstrumente besser geeignet sind, Finanzierungsprobleme wie Agency-Kosten oder Überinvestitionen zu lösen, als reine Eigen- oder Fremdkapitalfinanzierungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem sie verschiedene Modelle der Kapitalmarktforschung (z.B. von Green, Stein oder Mayers) gegenüberstellt und deren Aussagen durch einen Überblick empirischer Studien validiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert neoinstitutionalistische Erklärungsansätze, die unter unvollkommenen Kapitalmarktbedingungen erklären, warum hybride Anleihen gezielt zur Kontrolle von Managementverhalten und zur Reduzierung von Informationsproblemen genutzt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Wandelschuldverschreibungen, Agency-Theorie, Informationsasymmetrie, Kapitalstruktur und Backdoor-Equity.

Wie unterscheidet sich die "Backdoor-Equity"-Hypothese von Stein?

Stein postuliert, dass Unternehmen Wandelschuldverschreibungen als indirekten Weg nutzen, um Eigenkapital zu beschaffen, wenn eine direkte Aktienemission aufgrund hoher Informationsasymmetrie-Kosten am Markt negativ bewertet würde.

Welche Rolle spielt der Kündigungsschutz bei der Wandlung?

Der Kündigungsschutz dient als Indikator für die Erwartungen des Managements; eine kurze Kündigungsschutzfrist signalisiert dabei häufig die Absicht oder Hoffnung auf eine schnelle Wandlung in Eigenkapital aufgrund positiver Geschäftserwartungen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zum Einsatz von Wandelschuldverschreibungen und Optionsanleihen bei der Unternehmensfinanzierung
Hochschule
Universität Hohenheim
Veranstaltung
„Unternehmensfinanzierung und Corporate Finance: Investitionspolitik, Corporate Finance, Kapitalkostenermittlung“
Note
2,3
Autor
Elena Malykhina (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
22
Katalognummer
V465757
ISBN (eBook)
9783668942516
ISBN (Buch)
9783668942523
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wandelschuldverschreibungen Optionsanleihen Unternehmensfinanzierung Corporate Finance Convertibles
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elena Malykhina (Autor:in), 2006, Zum Einsatz von Wandelschuldverschreibungen und Optionsanleihen bei der Unternehmensfinanzierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465757
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Leseprobe aus  22  Seiten
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