Entwicklung und Potential des Sportsponsorings im Frauenfußball


Bachelorarbeit, 2018
56 Seiten, Note: 2.7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist Sponsoring ?
2.1 Welche Arten von Sponsoring gibt es
2.2 Bedeutung von Sponsoring
2.3 Sponsoring in anderen Sportarten
2.4 Ziele von Sponsoring

3 Geschichte und Entwicklung des Frauenfußballs
3.1 Image des Frauenfußballs
3.2 Unterschiede zum Männerfußball und Entwicklungspotenzial

4 Sportsponsoring im Frauenfußball
4.1 Welche Wirkung hat Sportsponsoring für das Unternehmen
4.2 Welche Vorteile bringt Sportsponsoring den Sportlerinnen
4.3 Unterschiede im Sportsponsoring zwischen Männer und Frauenfußball
4.4 Entwicklungspotenzial im Sportsponsoring beim Frauenfußball

5 Fazit und Empfehlungen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Dieses Jahr war an Halloween in einer bayrischen Tageszeitung ein interessanter Bericht zu lesen. In ihm wurde Werbung für das Frauen Championsleague Topspiel FC Bayern München gegen den FC Zürich gemacht. Zunächst mag daran nichts Außergewöhnliches festzustellen sein. Schaute man jedoch genauer war zu lesen, dass der Veranstalter jedem Zuschauer, der verkleidet zum Spiel erschien freien Eintritt gewährte.

Es entsteht die Frage: Ist denn Frauenfußball so unspektakulär, dass der Veranstalter solche Methoden wählen muss?

Immer wieder sind Meldungen zu hören und Zeitungsartikel berichten über Neuerungen in der Sportwelt. Sepp Blatter der ehemalige FIFA Präsident sagte einmal die Zukunft des Fußballs ist weiblich, ist dem den wirklich so?

In Zeiten der Emanzipation und Diskussionen über Gehaltsunterschiede von Mann und Frau. Entstehen Fragen wie: Bekommen Frauen die gleiche Aufmerksamkeit wie die Männer? Verdienen sie das gleiche? Und warum ist das so?

Wie ist die Verfügbarkeit von Sponsoren im Frauenfußball, wie ist das allgemeine Interesse am Frauenfußball? In welchen Bereichen hat der Frauenfußball noch Entwicklungspotenzial?

Diese Fragen sind Grundlage dieser Arbeit und sollen Beantwortet werden.

Frauenfußball kann auf eine lange und spannende Geschichte zurückblicken, die Frauen mussten einen sehr langen Weg gehen, bis ihre Sportart von der Gesellschaft anerkannt wurde. Erst im Jahre 1970 erlaubte der DFB Frauenfußball. Heute können sie auf eine lange Erfolgsgeschichte zurückblicken. Sie holten 2001 den Europameistertitel sowie 2003 und 2007 den Weltmeistertitel. Jedoch haben die Frauen noch nicht die nötige Würdigung in unserer Gesellschaft- Im Gegensatz zu den Männern.

Die Entscheidung zur Wahl dieses Themas viel aufgrund des eigenen Sportinteresses. Diese Leidenschaft zum Sport mit dem spannenden Thema Sponsoring zu verknüpfen stellte eine interessante Herausforderung dar. Diese Arbeit soll den Frauenfußball näher beleuchten und einen kleinen Beitrag dazu leisten den Frauenfußball populärer zu machen. Der Schwerpunkt liegt dabei im Bereich Sponsoring und in den Entwicklungsmöglichkeiten die im Frauenfußball bestehen.

Die Arbeit ist folgendermaßen aufgebaut, im ersten Kapitel erfolgt eine Einleitung in das Thema kleiner Ausblick auf die weitere Arbeit gegeben. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Erklärung von wichtigen Begriffen sowie mit den Anfängen von Sponsoring, sowie den Merkmalen von Sponsoring und deren Erscheinungsformen. Das Paradigma des Sponsorings und das magische Dreieck des Sponsorings bilden den Abschluss des Kapitels. In Kapitel zwei wird ein kurzer Abriss über die verschiedenen Arten von Sponsoring gegeben, außerdem wird die Bedeutung von Sponsoring erörtert, zusätzlich wird die Frage beantwortet, ob Sponsoring noch in anderen Sportarten vorhanden ist. Zum Abschluss beantwortet das Kapitel, die Frage nach den Zielen von Sponsoring. Das dritte Kapitel zeigt den langen Weg der fußballinteressierten Frauen bis ihre Sportart anerkannt wurde, außerdem wird das Image des Frauenfußballs beleuchtet. Im Anschluss daran folgt ein Überblick über die Unterschiede zu den Herren, sowie über das Entwicklungspotenzial. Das abschließende Kapitel vier handelt von Sportsponsoring im Frauenfußball sowie die Wirkungskontrolle von Sportsponsoring Maßnahmen für Unternehmen und die Vorteile für Sportlerinnen von Sportsponsoring. Anschließend wird nochmal explizit auf die Unterschiede zwischen Männern und Frauen im Sportsponsoring eingegangen. Zum Abschluss wird ein Überblick über das Entwicklungspotenzial im Bereich Sportsponsoring bei den Frauen gegeben. Den Abschluss dieser Arbeit bildet das Fazit in dem Abschließend die Fakten, Ergebnisse und Antworten der Fragen zusammengefasst werden.

2 Was ist Sponsoring ?

Die Unterstützung bzw. Förderung von Kultur, Sport und des Sozialwesens kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Bei der geschichtlichen Betrachtung von Unternehmensförderung unterscheidet man zwischen dem Mäzenatentum und dem Spendenwesen. Als Entdecker von Förderung und Kultur zählt der Römer Gaius, Clinius Maecenas (70-8 v. Chr.) Er war Helfer und Unterstützer von Kaiser Augustus. Maecenas, er unterstütze die begabtesten Dichter seiner Zeit, der Kaiser konnte sich das leisten denn er war reicher Grundbesitzer und Diplomat. Der Begriff ,Mäzenatentum“ wird aus seinem Namen abgleitet und bedeutet die Förderung von Kultur und des Gemeinwesens aus selbstlosen und altruistischen Gründen. Ein Mätzen unterstützt Personen oder Organisationen, ohne dafür eine Gegenleistung zu verlangen.1

Aus dem Mäzenatentum entwickelte sich das Spendenwesen, auch Corporate Giving in den USA genannt, worunter man die Förderung Gemeinnütziger Organisationen durch Unternehmen oder Personen versteht, die ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden wollen. Die Unternehmen oder Personen können Ihre Spenden später steuerlich absetzen.2

Weder das Spendenwesen noch das Mäzenatentum können mit Sponsoring auf die gleiche Stufe gestellt werden.3

Zunächst werden die Begriffe Marketing Kommunikationspolitik und Sponsoring im nächsten Abschnitt erläutert, diese sind für den weiteren Verlauf der Arbeit von Bedeutung

Die Unternehmen stehen heutzutage immer mehr unter Konkurrenzdruck, wer heute erfolgreich sein möchte muss sich mit dem Marketing auseinandersetzen.4 Marketing wird laut Meffert wie folgt definiert:“ die Planung, Koordination und Kontrolle, aller auf die aktuellen und potenziellen Märkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten Durch eine dauerhafte Befriedigung der Kundenbedürfnisse sollen die die Unternehmensziele verwirklicht werden.“

Die wichtigsten 4 Elemente des Marketings sind die Produktpoltik, Preispoltik, Distributionspoltik und die Kommunikationspoltik. Diese 4 Politiken (werden auch als die 4Ps bezeichnet) besitzen einen hohen Einfluss auf den Austauschprozess zwischen dem Unternehmen und seinen Geschäftspartnern bei allen Unternehmensaktivitäten:

Die Kombination konkreter Ausprägungen aller 4 Politiken wird als Marketing- Mix bezeichnet. Sowohl der Marketingmix als auch die Kommunikationspolitik werden dem operativen Marketing zugeordnet. Jedes Instrument hat aber auch eine strategische Ausprägung.

Für jedes Instrument kann eine eigene Strategie entworfen werden. Das Einsetzen der Instrumente hängt von der Marketingstrategie ab.

Es lässt sich festhalten, dass die Kommunikationspolitik aufgrund der technischen Entwicklung stark an Bedeutung gewonnen hat. Kommunikation bedeutet, die Übermittlung von Informationen zielgerichtet zu steuern.

Aus der Kommunikation resultiert der Kommunikationsprozess dieser besteht aus 5 Faktoren. Der Kommunikator sendet eine Botschaft mit der Unterstützung eines Trägermediums an einen Rezipienten (Empfänger). Nach dem erhalt der Botschaft kann eine Rückmeldung des Empfängers folgen. Der Empfänger übernimmt dann die quasi die Rolle des Kommunikators.5

Lasswell, verdeutlicht es mit diesem bekannten Satz noch einmal: „Who says what in which channel to whom with what effect“ .6

Bezogen auf die oben ausgeführten Erläuterungen bezeichnet der Begriff Kommunikationspoltik die bewusste Gestaltung aller Informationen, die ein Unternehmen verbreitet.7 In der folgenden Grafik sehen Sie nochmal den Marketing Mix und die Einordnung des Begriffs Sponsoring, dieser wird im nächsten Abschnitt definiert

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 - Sport Sponsoring im Marketing Mix

Eine eindeutige Definition des Begriffs Sponsoring ist bis zum heutigen Tage nicht vorhanden, das liegt zum einen an der rasanten Weitentwicklung des Sponsorings und zum anderen, daran. dass der Begriff Sponsoring von der Wissenschaft bis zum heutigen Tage unzureichend untersucht wurde.

In der Literatur findet man am häufigsten die Definition von Manfred Bruhns.

Bruhns definiert wie folgt:

Sponsoring bedeutet:,, Analyse, Planung, Umsetzung und Kontrolle sämtlicher Aktivitäten, die mit der Bereitstellung von Geld, Sachmitteln, Dienstleistungen oder Knowhow durch Unternehmen und Institutionen zur Förderung von Personen und/oder Organisationen in den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Umwelt und/oder den Medien unter vertraglicher Regelung der Leistung des Sponsors und Gegenleistung des Gesponserten verbunden sind, um damit gleichzeitig Ziele der Marketing- und Unternehmenskommunikation zu erreichen.“8

Im der nachfolgenden Grafik sehen Sie eine Übersicht über die oben beschriebenen Formen der Unternehmensförderung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Formen der Unternehmensförderung

Die Arbeit wird sich im weiteren Verlauf auf das Sponsoring konzentrieren, die oben ausgeführten Definitionen dienten der Einführung.

Es gibt unzählige verschiedene Arten und Formen des Sponsorings, die auf unterschiedlichste Art und Weise von einem Unternehmen zur Kommunikation nach außen genutzt werden können. Nichts desto trotz haben alle Sponsoring Aktivitäten sechs Merkmale gemeinsam. Im folgenden Abschnitt wird genauer auf die Merkmale eingegangen

Leistung Gegenleistung

Sponsoring funktioniert nach dem Prinzip Leistung und Gegenleistung. Der Sponsor setzt seine Fördermittel wie Sachmittel, Geld und Dienstleistungen ein, der Sponsor hat die Erwartung von dem Gesponsorten eine Gegenleistung erhalten. Als Gegenleistung bietet der Gesponsorte zum Beispiel die werbewirksame Benutzung des Firmen oder Markenamens des Sponsors an.9

Fördergedanke

Sponsoring bedeutet nicht den Kauf von Werbefläche gegen Bezahlung. Beim Sponsoring steht der Fördergedanke des Sportlers im Vordergrund, der Sponsor möchte sich mit dem Athleten oder mit dem Sport identifizieren und sein Bild nach aussen Stärken.10

Kommunikative Funktion

Das Sponsoring zählt für Unternehmen als Kommunikationsinstrument. Sponsoring erledigt für den Sponsor kommunikative Funktionen, die vom Gesponsorten übernommen werden und durch die Öffentlichkeit transportiert werden, die Kommunikative Funktion kann auch von dem Sponsor übernommen werden.11

Systematische Planung und Entscheidung

Sponsoring braucht eine langfristige und detaillierte Planung. Der Sponsor darf nicht nur flüssige Mittel bereitstellen und dann auf eine positive Wirkung hoffen. Das Unternehmen muss eine Situationsanalyse betreiben, anschließend muss das Unternehmen seine Ziele festlegen und natürlich planen wie man das Ziel am besten erreichen kann. Wenn das Unternehmen sich für ein Sponsorship entscheidet muss natürlich auch kontrolliert werden, ob sich die Sponsoring Aktivität positiv auf das Unternehmen auswirkt. Nicht nur der Sponsor muss Abwegen, ob ein Sponsor Engagement lukrativ ist, sondern auch der Gesponserte12

Imagetransfer

Unter dem Imagetransfer versteht man das Übertragen des Images(Ansehen) einer ausgewählten Sportart auf das Unternehmen, welches die ausgewählte Sportart sponsert. Die Botschaft und das Kommunikationsmittel sind beim Sponsoring auf keinen Fall zu trennen. Bei den klassischen Kommunikationsinstrumenten kann man Botschaft und Medium trennen13

Integrierte Kommunikation

Die Integrierte Kommunikation besagt, dass Sponsoring immer in Verbindung mit anderen Kommunikationsmitteln eingesetzt werden sollte.14

Aufgrund der vielen verschiedenen Erscheinungsformen, die man im Sponsoring anwenden kann, ist es wie oben beschrieben schwierig von einem einheitlichen Begriff Sponsoring zu sprechen. Grundsätzlich wird in drei Typen untergliedert. Man spricht von dem uneigennützigen Sponsoring, von dem förderungsorientierten Sponsoring und von dem klassischen Sponsoring15.

Im nächsten Abschnitt werden die Typen näher vorgestellt

- Uneigennütziges Sponsoring

Bei dem Uneigennützigen Sponsoring stehen für das Unternehmen die selbstlosen Motive im Vordergrund, die in dem Leitbild des Unternehmens verankert sind. Der Hauptpunkt bei diesem Typ von Sponsoring ist, dass, das Engagement des Unternehmens nicht oder nur im sehr geringen Umfang an die Öffentlichkeit gelangt. Diese Art von Sponsoring ist meistens bei sozialen kulturellen und anderen nicht kommerziellen Institutionen zu sehen. Die Unterstützung wird entweder von dem Unternehmen selbst geleistet oder von einer Unternehmensspezifischen Stiftung.16

- Förderungsorientierten Sponsoring

,,Beim förderungsorientierten Sponsoring dominiert der Fördergedanke gegenüber der angestrebten kommunikativen Wirkung. Diese Form des Sponsoring ist dadurch gekennzeichnet, dass die Nennung des fördernden Unternehmens, beispielsweise bei einem konkreten Sponsorship, zwar nicht zwingend ,aber erwünscht ist. Das Engagement des Unternehmens wird zumeist im Rahmen der Public-Relations-Arbeit der Öffentlichkeit näher gebracht, ohne dass eine professionelle und systematische Planung vorliegt. Das förderungsorientierte Sponsoring wird in erster Linie im Sozio- und Umweltbereich sowie im kulturellen Bereich eingesetzt.17

- Klassisches Sponsoring

Das klassische Sponsoring zeichnet sich dadurch aus, dass die Sponsoren es zur Bedingung im Vertrag machen, bei den Sponsor Veranstaltungehn genannt zu werden. Grundlage des Engagements des Unternehmens, ist die angestrebte kommunikative Wirkung, während das Fördermotiv in den Hintergrund tritt. Die Bedingungen über Leistungen und Gegenleistungen werden ausgehandelt und vertraglich festgehalten.18,,Kennzeichnendes Merkmal des klassischen Sponsoring ist die systematische Planung und strategische Ausrichtung des Engagements. Die verschiedenen Typen zeigen, dass die Übergänge zwischen den verschiedenen Typen des Sponsoring fließend sind und die genaue Einordnung eines Sponsorships jeweils im Einzelfall zu erfolgen hat“.19

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte von Sponsoring ist das Paradigma des Sponsorings .Manfred Bruhn entwickelte aufgrund dieses Paradigmas das sogenannte magische Dreieck des Sponsorings in dem er folgende Frage stellte:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3- Paradigma des Sponsorings

Das magischen Dreiecks des Sponsorings erklärt die Beziehungsstruktur im Sponsoring. Es zeigt, dass außer dem Sponsor und dem Gesponserten weitere Größen auf das Verhältnis der beiden Partner(Sponsor und Gesponsorter) Einfluss nehmen.

Die nachfolgende Grafik zeigt das magische Dreieck des Sponsorings.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4- Das magische Dreieck des Sponsorings

Durch die Überschneidung der Interessenlagen eröffnen sich verschiedene Varianten für Sponsoring in unterschiedlichen Bereichen. Sponsoring bietet allen Beteiligten die Möglichkeit ihre Ziele zu erreichen. Aus diesem Grund setzen immer Unternehmer Sponsoring ein.20

2.1 Welche Arten von Sponsoring gibt es

Beim Sponsoring gibt es viele verschiedene Betätigungungsfelder21

Es gibt viele verschiedene Arten des Sponsorings. In der Literatur wird von 4 Arten gesprochen in denen Sponsoring Aktivitäten stattfinden. Die Bereiche lauten: Sportsponsoring, Kultursponsoring, Soziosponsoring/ Umweltsponsoring und Mediensponsoring22 Im nachfolgenden Abschnitt werden die Formen kurz erläutert

- Sportsponsoring

Aufgrund der vielen verschiedenen Möglichkeiten sich im Sport zu engagieren ist es schwierig für den Sponsor, das passende Sponsor Objekt zu finden. Aus diesem Grund hat man 3 Kriterien festgelegt, nach denen man die Größen (Dimensionen) eines Sponsoring Objektes festlegt: Sportart, Leistungsebne und organisatorische Einheit.23

Im folgenden Abschnitt werden die Größen kurz erläutert

Sportart

Die Auswahl Sportart ist abhängig von der Zielgruppe, sowie dem Image welches erreicht werden soll.24

Leistungsebene

Bei dieser Größe unterscheidet man zwischen Spitzenebene, Leistungsebene und Breitensport, je nachdem welches Image der Sponsor erreichen möchte, wählt er die passende Ebene aus.

Organisatorische Einheit

Organisatorische Einheiten im Sportsponsoring sind z.B. Sportverbände. Bei dieser Größe legt der Sponsor die Reichweite, seiner Sponsoring Aktivitäten fest. Die Reichweite ist abhängig von seinem Standort.25

Nach der Auswahl des Sponsoring Objektes, macht das Unternehmen sich Gedanken über den Umfang seines Engagements, hier wird unterschieden in 3 Kategorien Full Sponsoring Hauptsponsoring und CO Sponsoring.

Im nachfolgenden Abschnitt werden die Begriffe kurz erläutert

Full Sponsoring

Hohe Investition des Sponsors- erhält alle Nutzungsrechte

Hauptsponsoring

Mittlere Investition des Sponsors, teilt sich die Nutzungsrechte mit anderen Sponsoren.

Co – Sponsoring

Niedrige Investition- geringe Nutzungsrechte

Zusätzlich hat der Sponsor noch die Möglichkeit Ausrüstung bereitzustellen- z.B. Trikots – der Sponsor hat keine Geldinvestion

Sportsponsoring hat 3 verschiedene Erscheinungsformen, diese werden nun kurz erläutert

Sponsoring von Einzelsportlern

Bei einem Sponsorship von Einzelsportlern werden aktive oder ehemalige erfolgreiche Sportler finanziell unterstützt. Als Gegenleistung übernehmen die Sportler kommunikative Maßnahmen für den Sponsor. Der Gesponsorte kann sowohl aktiv sowie passiv Werbung betreiben. Bei dem Sponsoring von Einzelpersonen unterscheidet man in viele verschiedene Formen. Eine Form ist die ,,Trikot Werbung am Sportler bei dieser Form trägt der Sportler, die Werbung auf seinem Trikot bzw. auf seiner Sportbekleidung. Eine weitere Form ist die klassische Werbung mit dem Sportler, das bedeutet die Sportler empfehlen in Anzeigen (TV, Radio usw.) die Produkte oder Dienstleistungen des Sponsors.26

Eine weitere Form ist die Verkaufsförderung mit dem Spieler, das heißt der Sportler wird aktiv in spezielle Aktion des Sponsors integriert. Der Sportler steht dann zum Beispiel für Autogrammwünsche zur Verfügung. Der Sportler soll mit dieser Aktion für eine kurzfristige Umsatzsteigerung bei seinem Sponsor sorgen.27

Ein Engagement mit einem Einzelsportler ist für einen Sponsor immer mit einem Risiko verbunden. Der Sponsor ist auf die Fähigkeiten des Sportlers angewiesen, aus diesem Grund muss immer geprüft werden wie lange der Sportler noch leistungsfähig ist, oder wie Erfahren der Gesponsorte im Umgang mit Medien ist. Wenn der Sportler in der Medienwelt schlecht dasteht, rückt das auch den Sponsor in ein schlechtes Licht. Hierzu kann man als Beispiel Boris Becker den Tennisspieler oder Toni Schuhmacher nennen, diese wurden im Jahre 1897 in den Medien öffentlich kritisiert. Das hatte zur Folge das einige Sponsoren zurückhaltender wurden und weniger Aktivitäten mit den Sportlern machten.28

Sponsoring von Teams

Bei einem Sponsoring mit Sportmannschaften wird eine Mannschaft unterstützt, diese betreibt aktiv oder passiv Werbung für den Sponsor. Auch bei dem Sponsoring mit Mannschaften gibt es verschiedene Formen. Die Formen sind die gleichen wie bei den Einzelsportlern mit der Ausnahme, dass der Sponsor Werbemaßnahmen mit einer kompletten Mannschaft betreiben kann.29

Das Sponsorship bei Vereinsmannschaften ist mit weniger Risiken verbunden als bei einem Einzelsportler. Bei der Auswahl der Sportmannschaft achtet der Sponsor vor allem auf das Image der Sportart und die Bedeutung für die Zielgruppe, die man mit diesem Sponsorship erreichen möchte. Besonders interessant für Sponsoren ist das unterstützen von Verbandsmannschaften, Verbandsmannschaften werden auch als Nationalmannschaft bezeichnet.30 Bei dem Sponsoring einer Verbandsmannschaft soll die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit und Spitzenklasse der Mannschaft, für die Leistungsfähigkeit der Produkte und Dienstleistungen des Sponsors stehen bzw. genutzt werden.31

Sponsoring von Sportevents

Bei einem Sponsor Engagement für Sportveranstaltungen werden Sportevents von dem Sponsor finanziell unterstützt. Der Sponsor versucht im Gegenzug, das Event für werbliche Zwecke zu nutzen.32

Dass sponsern von Sportevents hat in den zurückliegenden Jahren an großer Bedeutung gewonnen, der Grund dafür liegt daran, dass das Ausrichten von internationalen oder nationalen Meisterschafften immer teurer wird für den Ausrichter. Der Ausrichter trägt ein hohes finanzielles Risiko. Die Kosten für den Ausrichter können durch Zuschauereinnahmen oder Übertragungsgebühren nicht mehr komplett gedeckt werden. Da der Ausrichter wie oben erwähnt die Kosten nicht alleine stemmen kann ist dieser auf Sponsoren angewiesen. Für den Sponsor ist so eine Großveranstaltung natürlich sehr interessant, der Sponsor kann die Sportler mit Sportbekleidung ausstatten oder die Sportgeräte mit seinem Firmennamen versehen. Der Sponsor kann natürlich auch Bandenwerbung betreiben. Der Sponsor kann auch die Veranstaltung unter seinem Namen (Namen oder Titelsponsoring) stattfinden lassen. Bei großen Veranstaltungen gibt es immer ein Programmheft, in diesem Programmheft kann der Sponsor Werbeanzeigen von den Produkten und Dienstleistungen seines Unternehmens positionieren.33

Für den Sponsor von einer Sportveranstaltung ist Medienwirkung sehr entscheidend. Aus diesem Grund bevorzugen Sponsoren, dass unterstützen von großen Veranstaltungen wie die Fußballweltmeisterschaft oder die Fußballeuropameisterschaft. Nicht zu vergessen ist natürlich auch die Olympiade, die alle 4 Jahre stattfindet. Bei diesen Events ist das Medieninteresse in der Regel am größten und der Sponsor kann sein Unternehmen, einem großen Publikum präsentieren.34

Eine große Rolle spielt für das Unternehmen sprich den Sponsor, welche Stellung es bei dem Event einnehmen kann. Das Unternehmen muss sich entscheiden, ob es als Titel bzw. Namensponsor, Hauptsponsor, oder CO – Sponsor auftreten möchte. Je nach Wahl der Sponsorkategorie, hat das Unternehmen eine höhere Investition bzw. niedrige Investition zu leisten – im Gegenzug erhält das Unternehmen eine hohe bzw. niedrige Anzahl an Nutzungsrechten. (siehe vorheriger Abschnitt)

In Sportarten wie Fußball Golf, Leichtathletik Tennis Ski und Reiten kann man am häufigsten Titel-Sponsoring vorfinden.

Beispiele hierzu sind der Mercedes Cup im Tennis oder im Männerfussball der ,, Fifa Coca Cola youth soccer Cup. In der Leichtathletik hat man den Hoechstmarathon.35

Kultursponsoring

Kultursponsoring zeichnet sich durch die Förderung von Künstlern, Veranstaltungen oder Projekten aus.36

Kultursponsoring ist eine Form des kulturellen Engagements von Unternehmen, bei dem durch die Unterstützung von Künstlern, kulturellen Gruppen, Institutionen oder Projekten u.a. Wirkungen im Hinblick auf die Marketing- und Unternehmenskommunikation angestrebt werden.37

Diese Art von Sponsoring kann man in verschiedenen Formen ausführen. Die häufigste Form von Kultursponsoring ist die Unterstützung von kulturellen Veranstaltungen. Das Sponsoring kann durch Fremde (fremdinitiiert), d.h. durch eine externe Vermittlung geplant sein oder auch eigeninitiiert sein. Im Moment hat man ein Übergewicht bei den eigeninitiierten Veranstaltungen. Unternehmen die eigene Veranstaltungen organisieren fördern stärker den eigenen Nachwuchs, Unternehmen die Kultursponsoring unterstützen sind häufig an einer langfristigen Geschäftsbeziehung interessiert.38

[...]


1 Vgl. Bruhn (2017), S..2 f.

2 Vgl. Bruhn (1987), S.15.

3 Vgl. Bruhn (1987), S.16

4 Vgl. Drees, (1989) S.3

5 Vgl. Dress (1989) S.4f.

6 Dress (1989) S.5.

7 Dress (1989) S.5.

8. Bruhn (2017), S.5.

9 Vgl. Bruhn (2017), S.6.

10 Vgl. Bruhn (2017), S.6.

11 Vgl. Bruhn (2017), S.6.

12 Vgl. Bruhn (2017), S.6.

13 Vgl. Bruhn (2017) S. 6.

14 Vgl. Bruhn (2017), S.6.

15 Vgl. Bruhn (2017), S.7.

16 Vgl. Bruhn (2017), S.7.

17 Bruhn (2017), S.7.

18 Vgl. Bruhn (2017), S.7.

19 Bruhn (2017), S.7.

20 Vgl. Bruhn (1987), S. 26

21 Vgl. Drees (1989), S.8.

22 Vgl. Bruhn (2010) S,18.

23 Vgl. Dress/Trautwein (2008), S.100.

24 Vgl. Dress/Trautwein (2008), S.100.

25 Vgl. Dress/Trautwein (2008), S.101.

26 Vgl. Bruhn (1987), S.46.

27 Vgl. Bruhn (1987), S.46.

28 Vgl. Bruhn (1987), S.48.

29 Vgl. Bruhn (1987), S.50.

30 Vgl. Bruhn (1987), S.50.

31 Vgl. Bruhn (1987), S.51.

32 Vgl. Bruhn (1987), S.52.

33 Vgl. Bruhn (1987), S.53.

34 Vgl. Bruhn (1987), S.53.

35 Vgl. Bruhn (1987,S.54.

36 Vgl. Bruhn (2010), S.229.

37 Vgl.Bruhn (2010), S.197.

38 Vgl. Bruhn (2010), S.206.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten

Details

Titel
Entwicklung und Potential des Sportsponsorings im Frauenfußball
Hochschule
Technische Hochschule Mittelhessen
Note
2.7
Autor
Jahr
2018
Seiten
56
Katalognummer
V465776
ISBN (eBook)
9783668966475
ISBN (Buch)
9783668966482
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frauenfußball Sponsoring
Arbeit zitieren
Lukas Brück (Autor), 2018, Entwicklung und Potential des Sportsponsorings im Frauenfußball, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465776

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