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Der Normalitätsbegriff nach Foucault

Título: Der Normalitätsbegriff nach Foucault

Ensayo , 2015 , 9 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Ines Prause (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
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In diesem Essay möchte ich die Fragestellung: "Wie erfolgt die Herstellung von Normalität nach Foucault" näher erläutern und in Bezug zu Inklusion und Exklusion in Gesellschaften setzen. Auch im Hinblick auf die Persönlichkeit Foucaults möchte ich versuchen sein Normalitätsverständnis einzuordnen. Anfänglich stellt sich die Frage, was wird allgemein unter den Begrifflichkeit gefasst?

Wird etwas gegebenes als normal aufgefasst, ist dies keine universelle Darstellung. Der Begriff Normalität kann zum Einen typische Handlungsabläufe beschreiben, genauso aber auch Rollenverteilung in der Gesellschaft. Normalität suggeriert sich immer nur in Bezug auf einen Sachverhalt, eine Erwartungshaltung oder einen Aspekt in Abgrenzung zu dessen Gegenteil, der "Unnormalität", dem "Andersartigen" oder auch "nicht Erwartetem". Normal scheint demnach sowohl vorhersagbares Verhalten zu antizipieren ebenso, kann chaotische Planlosigkeit, normal sein, sollte ebendiese für den Charakter definierend sein und nicht von dem generellen Auftretungsmuster abweichen.

Der dem Poststrukutralismus zugeordnete französische Psychologe und Philosoph Paul-Michel Foucault befasste sich in seinen systemtheoretischen Werken unter anderem mit der Klassifikation von Wahrheit und Wahnsinn in Gesellschaft und konstituiert einen Normalitätsbegriff unter Einbezug der inkludierenden Exklusion.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition Normalität

3. Normalisierung in der Gesellschaft

4. Sozialisation und Diskurse

5. Ausschließungssysteme

6. Inklusion und Exklusion

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verständnis von Normalität nach Michel Foucault und setzt dieses in den Kontext von Inklusions- und Exklusionsmechanismen innerhalb von Gesellschaften. Dabei wird analysiert, wie durch diskursive Prozesse, Erziehung und soziale Normierung bestimmt wird, was als legitim oder „unnormal“ wahrgenommen wird.

  • Konstruktion von Normalität und Normalismus
  • Die Rolle von Sozialisation und Erziehungssystemen
  • Foucaults Konzepte der Macht und Diskursordnung
  • Ausschließungssysteme und das „verbotene Wort“
  • Inklusive und exklusive Dynamiken im sozialen Raum

Auszug aus dem Buch

Die Konstituierung von Normalismus

Um Normalismus systematisch zu analysieren, ist die Konstituierung der Toleranzgrenze fraglich; welches Verhalten wird in einer Gesellschaft als „annormal“ aufgefasst und nicht akzeptiert? Diese Toleranzgrenzen bildet sich im allgemeinen, gesellschaftlichen Diskurs ebenso, wie durch Erziehung und Sozialisation des Einzelnen und sind normiert. Regeln und Logiker werden unbewusst übernommen und indoktriniert: „Jedes Erziehungssystem ist eine politische Methode, die Aneignung der Diskurse mitsamt ihrem Wissen und ihrer Macht aufrechtzuerhalten oder zu verändern“.

Die Auffassung von Normalität wird in der Sozialisation anerzogen und ist diskursiv. Diskursiv bedeutet in diesem Kontext, dass die Begrifflichkeit durch einen Redegegenstand konstituiert wird. Diskurse sind im allgemeinen unabgeschlossene, heterogene „Denk- und Argumentationsmuster“, sie definieren die Grenzen des Denk - und Sangbaren.

Die Sozialisation ist meiner Meinung nach ein sehr dichter Aspekt bei der Etablierung eines Verständnisses der Normalitätsbegriffes. Sie ist die für jede Gesellschaft maßgebliche Anpassung von Heranwachsenden an bestehende soziale Normen. Genauso wie sie den Einzelnen prägt und ihn durch Institutionen wie Elternhaus und Bildungseinrichtungen oder zum Beispiel den Sportverein in die Gesellschaft einführt, segmentiert sie kontrolliert die Heranführung zu eigenständigem Handeln in zunehmend komplexeren Wirklichkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Normalität und die Forschungsfrage in Bezug auf das Werk von Michel Foucault.

2. Begriffsdefinition Normalität: Erörterung der Vielschichtigkeit und Subjektivität des Normalitätsbegriffs im gesellschaftlichen Vergleich.

3. Normalisierung in der Gesellschaft: Analyse der gesellschaftlichen Bildung von Normalismus und der Rolle der sogenannten „société normalisatrice“.

4. Sozialisation und Diskurse: Untersuchung der diskursiven Natur von Normalität und der Rolle von Erziehung als Machtinstrument.

5. Ausschließungssysteme: Darstellung der drei zentralen Ausschließungskriterien nach Foucault, darunter das verbotene Wort und der Wille zur Wahrheit.

6. Inklusion und Exklusion: Erläuterung der administrativen Erfassung und der Mechanismen des Ausschlusses, etwa in Psychiatrien oder Gefängnissen.

7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Komplexität des Begriffs und Reflexion über Foucaults Verständnis von Individualität.

Schlüsselwörter

Normalität, Foucault, Diskurs, Inklusion, Exklusion, Sozialisation, Macht, Wissen, Normalisierung, Gesellschaft, Subjekt, Normen, Toleranzgrenze, Wahrheit, Erziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung und Aufrechterhaltung von Normalität in Gesellschaften unter Rückgriff auf die poststrukturalistischen Theorien von Michel Foucault.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die Machtstrukturen in Diskursen, die Rolle von Erziehung und Sozialisation bei der Normbildung sowie das Spannungsfeld zwischen Inklusion und Exklusion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den „Normalitätsbegriff“ nach Foucault zu dekonstruieren und aufzuzeigen, wie Gesellschaften durch Abgrenzung und Bestrafung angepasstes Verhalten erzeugen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine theoretische Analyse und Literaturarbeit, basierend auf den philosophischen und soziologischen Schriften von Michel Foucault.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der diskursiven Analyse von Normalität, der Funktionsweise von Ausschließungssystemen und der Bedeutung von Sozialisationsinstanzen wie Schule und Familie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Normalität, Diskurs, Macht, Inklusion/Exklusion, Sozialisation und gesellschaftliche Normierung.

Wie unterscheidet Foucault zwischen dem „Normalen“ und dem „Anormalen“?

Foucault sieht diese Begriffe nicht als natürliche Gegebenheiten, sondern als gesellschaftliche Konstrukte, die durch Diskurse definiert und durch Machtstrukturen aufrechterhalten werden.

Welche Rolle spielt die „société normalisatrice“?

Sie beschreibt eine Gesellschaft, die darauf ausgerichtet ist, Normalität durch verschiedene Prozeduren, Selektionen und Kontrollmechanismen innerhalb ihrer Diskurse permanent zu produzieren.

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Detalles

Título
Der Normalitätsbegriff nach Foucault
Universidad
University of Duisburg-Essen  (Gesellschaftswissenschaften)
Curso
Inklusion und Exklusiv aus systemtheoretischer Perspektive
Calificación
2,0
Autor
Ines Prause (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
9
No. de catálogo
V465925
ISBN (Ebook)
9783668927834
ISBN (Libro)
9783668927841
Idioma
Alemán
Etiqueta
normalitätsbegriff foucault
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ines Prause (Autor), 2015, Der Normalitätsbegriff nach Foucault, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465925
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