Der Begriff Logistik wurde erstmals Anfang des 19. Jahrhunderts von einem Schweizer General in der Militärtechnik verwendet. Damals wurde unter dem Begriff Logistik die Unterbringung und Versorgung der Truppe verstanden.
In der Wirtschaft wird der Begriff in den USA seit etwa 1950, in Deutschland seit etwa 1970 gebraucht, womit die Logistik im zivilen wirtschaftlichen Bereich noch relativ jung ist. Die seitdem große Verbreitung und zunehmend wachsende Bedeutung von Logistik zeigt ein hohes Entwicklungspotenzial.
In den 60er Jahren wurde unter dem Begriff Logistik die Warenverteilung verstanden. Nach und nach vergrößerte sich der Anwendungsbereich. Als Erstes kamen die Materialbeschaffung und -lagerung hinzu, bis in den 70er Jahren festgestellt wurde, dass noch wesentliche Rationalisierungspotenziale mit einer ganzheitlichen Optimierung von Beschaffung, Produktion, Lagerung und Distribution vorherrschten und sich somit der Anwendungsbereich der Logistik weiter vergrößert hatte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Grundlagen und Entwicklung der Logistik
1.2 Logistikleistung bzw. logistische Leistungserstellung
2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen der Logistik
3. Transport und Verkehr
3.1 Verkehrswirtschaft und Verkehrsinfrastruktur
3.1.1 Veränderungen in der Verkehrswirtschaft
3.1.2 Veränderungen in der Verkehrsinfrastruktur
3.2 Ursachen der Engpasserscheinungen
3.3 Die verschiedenen Verkehrsträger im Güterverkehrssystem
3.3.1 Straßengüterverkehr
3.3.2 Eisenbahnverkehr
3.3.3 Schiffsgüterverkehr (Wasserverkehr)
3.3.3.1 Binnenschifffahrt
3.3.3.2 Seeverkehr
3.3.4 Luftfrachtverkehr
3.4 Lösungsvorschläge
4. Informations- und Kommunikationstechnologie
4.1 Telematik
4.1.1 Navigationssysteme
4.1.2 Telematische Systeme im Fahrzeug
4.2 Datenerfassung und Identifikationstechniken
4.2.1 Barcode
4.2.2 Mobile Datenspeicher (RFID-Systeme)
4.2.3 Bewertung von RFID-Systemen
4.3 Tracking and Tracing
5. Ökologische Rahmenbedingungen für den Gütertransport
5.1 Betriebliche Rahmenbedingungen
5.1.1 Schaffung von logistischen Netzwerken
5.1.2 Organisation und Kooperation bei der Güterdistribution
5.2 Staatliche Rahmenbedingungen
6. Einfluss von Belieferungsstrategien
6.1 Just in time (JIT)
6.2 Cross Docking
7. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die komplexen Rahmenbedingungen, die die moderne logistische Leistungserstellung beeinflussen, insbesondere im Kontext der zunehmenden Globalisierung und sich wandelnder Verkehrsinfrastrukturen. Ziel ist es, den Einfluss von Logistikstrategien, technologischer Innovationen und ökologischer sowie staatlicher Vorgaben auf die Effizienz des Güterverkehrs aufzuzeigen.
- Wandel der logistischen Anforderungen durch Globalisierung und internationale Warenströme.
- Analyse der Verkehrsträger und deren Rolle bei infrastrukturellen Engpässen.
- Einsatz moderner Informations- und Identifikationstechnologien zur Prozessoptimierung.
- Bedeutung von Belieferungsstrategien wie Just in Time und Cross Docking.
- Ökologische Herausforderungen und staatliche Rahmenbedingungen für den Güterverkehr.
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Straßengüterverkehr
Der Straßengüterverkehr ist die stützende Säule das modernen Güterverkehrs. Er transportiert über 80 % der Warenmengen auf den Straßen.
Die Lastwagen sind so konzipiert, dass sie im Nah- und Fernverkehr (mit Schlafkabine) problemlos eingesetzt werden können. Die Arbeitsplätze in den LKW-Cockpits sind komfortabel, ergonomisch gestaltet und mit technischen Hilfen zur Fahrunterstützung ausgestattet. Die LKW-Fahrerhäuser werden zunehmend zu Informations- und Kommunikationszentren durch die Ausrüstung mit Telefon, Fax, Bordcomputer und Navigationssystemen.
Gerade die Vielfalt der Aufbauarten bzw. die möglichen Zusatzausrüstungen und die flexible Abstufung der Nutzlasten gewährleisten eine gute und wirtschaftliche Anpassung der Fahrzeugarten an die zu transportierenden Güter.
Der LKW hat beim Stückgutverkehr Zeit- und Kostenvorteile sowie den oben schon genannten Vorteil der hohen Anpassungsfähigkeit an die individuellen Transportbedürfnisse der Kunden. Die größere Netzdichte des Straßenverkehrs im Vergleich zum Schienennetz ermöglicht dem LKW eine bessere Netzbildung als der Eisenbahn. Aufgrund seiner Wettbewerbsvorteile hat der LKW die Eisenbahn aus dem Nah- und Flächenverkehr verdrängt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Das Kapitel führt in den Ursprung und die historische Entwicklung der Logistik ein und definiert sie als betriebswirtschaftliche Querschnittsfunktion.
2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen der Logistik: Hier wird der Einfluss von Globalisierung, internationaler Arbeitsteilung und Standortverlagerungen auf den steigenden Transportbedarf analysiert.
3. Transport und Verkehr: Dieses Kapitel untersucht die Rollen der verschiedenen Verkehrsträger, analysiert infrastrukturelle Engpässe und diskutiert Lösungsmöglichkeiten wie Road Pricing.
4. Informations- und Kommunikationstechnologie: Die Bedeutung moderner IT-Systeme wie Telematik, Barcode-Identifikation und RFID zur Steuerung und Transparenz von Logistikketten steht hier im Fokus.
5. Ökologische Rahmenbedingungen für den Gütertransport: Es werden die Umweltauswirkungen des Güterverkehrs beleuchtet und sowohl betriebliche als auch staatliche Strategien zur Reduzierung der Belastung erörtert.
6. Einfluss von Belieferungsstrategien: Das Kapitel analysiert, wie Strategien wie Just in Time (JIT) und Cross Docking die logistische Leistungserstellung verändern und optimieren.
7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass eine Harmonisierung der Verkehrssysteme notwendig ist, um das globale Wachstum nachhaltig zu gestalten.
Schlüsselwörter
Logistik, Güterverkehr, Verkehrsträger, Globalisierung, Infrastruktur, Telematik, RFID, Barcode, Just in Time, Cross Docking, Transportleistung, Umweltschutz, Supply Chain Management, Road Pricing, Lieferservice.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Rahmenbedingungen, unter denen logistische Leistungserstellung heute erfolgt, und wie sich diese durch äußere wirtschaftliche und technologische Einflüsse verändern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder sind Transportinfrastruktur, technologische Hilfsmittel (IT), ökologische Herausforderungen und moderne Belieferungsstrategien in globalen Märkten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die Abhängigkeiten und Zielkonflikte in der modernen Logistik darzulegen und aufzuzeigen, wie Unternehmen auf veränderte Anforderungen reagieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Untersuchung basierend auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse sowie statistischen Daten aus dem Bereich Logistik und Verkehr.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Verkehrsträger, die Bedeutung von Kommunikationstechnologie, ökologische Rahmenbedingungen sowie spezifische Belieferungsstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe wie Globalisierung, Supply Chain, RFID, Transporteffizienz und ökologische Nachhaltigkeit prägen die inhaltliche Ausrichtung.
Warum spielt die EU-Osterweiterung eine Rolle für die Logistik?
Die Osterweiterung schuf einen riesigen Binnenmarkt, der zu einer Verschiebung von Produktionsstandorten und damit zu neuen logistischen Anforderungen und steigendem Transportvolumen führte.
Welche Einschätzung gibt die Arbeit zu RFID-Systemen?
Die Arbeit bewertet RFID-Systeme als technologisch zukunftsweisend, sieht jedoch aufgrund derzeit hoher Kosten für Transponder kurzfristig noch keine flächendeckende Ablösung des Barcodes.
Inwiefern beeinflussen Belieferungsstrategien die Umwelt?
Strategien wie Just in Time können durch hohen Termindruck zu mehr LKW-Fahrten führen, weshalb betriebliche und staatliche Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und ökologischen Entlastung notwendig sind.
- Quote paper
- Benjamin Hoog (Author), 2005, Rahmenbedingungen der logistischen Leistungserstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46594