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Das Fremde und das Eigene im Mittelalter

Título: Das Fremde und das Eigene im Mittelalter

Trabajo de Seminario , 2019 , 21 Páginas , Calificación: 3

Autor:in: Anonym (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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In den letzten Jahren haben sich zahlreiche Studien in verschiedenen Disziplinen mit dem Thema des Fremden und des Eigenen beschäftigt. Diese Arbeit wird zwar häufig unter dem Begriff der Fremdheitsforschung zusammengefasst, zeichnet sich aber vor allem durch eine große Inkonsistenz aus, was nicht nur darauf zurückzuführen ist, dass sich unterschiedliche Wissenschaften mit unterschiedlichen Traditionen und kognitiven Interessen dem Thema widmen. Die Untersuchungen unterscheiden sich auch innerhalb der einzelnen Disziplinen, sowohl hinsichtlich ihrer methodischen Ansätze als auch hinsichtlich der Verwendung von Schlüsselbegriffen wie Fremdheit. Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Fremden und dem Eigenen im Mittelalter. Das erste Kapitel befasst sich mit der Begrifflichkeit der Alterität. Das zweite Kapitel befasst sich mit der ethnozentrischen Weltsicht, wie sie das Fremde und das Eigene gesehen haben. Das letzte Kapitel befasst sich mit der inneren kulturellen Alterität.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Die Begrifflichkeit der Alterität

II. Die ethnozentrische Weltsicht

III. Die innere kulturelle Alterität

IV. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Konstruktion und Wahrnehmung des Fremden und des Eigenen im Mittelalter. Dabei wird analysiert, wie Identität durch die Abgrenzung zum Fremden geformt wurde und welche Rolle dabei soziale, kulturelle und religiöse Faktoren spielten.

  • Die Begrifflichkeit der Alterität und ihre Bedeutung für die Identitätsfindung.
  • Die Rolle ethnozentrischer Weltsichten in der mittelalterlichen Kultur.
  • Das Konzept der inneren kulturellen Alterität innerhalb der eigenen Gesellschaft.
  • Interkulturelle Kontakte und deren Einfluss auf das Weltbild und die Wahrnehmung von Fremdheit.
  • Das Spannungsfeld zwischen der Integration von Wissen über das Fremde und dem Bewusstsein der eigenen kulturellen Identität.

Auszug aus dem Buch

Die Begrifflichkeit der Alterität

Der Begriff des Fremden und des Eigenen erfordert eine präzise Definition, was bisher kaum beachtet wurde. Nicht alles, was sich von Bekanntem unterschiedet, fällt ohne weiteres in die Kategorie der kulturellen Differenz des Fremden. Harbsmeier hat einen ersten, wenn auch recht unsystematischen und umstrittenen Versuch unternommen, diese Präzisierung zu klären.

Wenn etwas, das nicht so wie jetzt und hier ist, als anders betrachtet wird, würde unsere Definition praktisch alle Unterschiede umfassen und somit wertlos sein. Es sind nur solche Darstellungen gemeint, bei denen mindestens gilt: „Die Weisen des menschlichen Umgangs mit der Natur anders oder umgekehrt beschaffen sind als die gewohnten, die Relationen der nach Alter, Geschlecht, Stand, Rang, Prestige etc… differenzierten Individuen sich anders oder umgekehrt ausnehmen und diese anderen Relationen und Umgangsweisen als mögliche, im Sinne einer Vorstellung ihrer Reproduzierbarkeit in biologischem Verstande oder im ökonomischen Sinne, dargestellt und aufgefaßt werden“.

Die fundamentale Antithese von Eigenem und Fremden scheint von der Antike bis zum Mittelalter sehr lange zu existieren, „als eine starre soziale, kulturelle und vor allem auch religiöse Entgegensetzung realisiert zu haben“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung skizziert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Fremdheitsforschung und erläutert die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit zur Untersuchung des Fremden und des Eigenen im Mittelalter.

I. Die Begrifflichkeit der Alterität: Dieses Kapitel widmet sich der notwendigen Definition von Fremdheit und Identität sowie der Rolle der kulturellen Differenz als Grundmuster der kollektiven Selbstfindung im Mittelalter.

II. Die ethnozentrische Weltsicht: Hier wird der Ethnozentrismus des christlichen Westens analysiert, wobei anhand von Beispielen wie dem Umgang mit dem Islam oder dem Orient die Mechanismen der Identitätsbildung und Abgrenzung aufgezeigt werden.

III. Die innere kulturelle Alterität: Dieses Kapitel befasst sich mit der sozialen Komponente des Fremden innerhalb der eigenen Gesellschaft, insbesondere durch die Ausgrenzung von Randgruppen wie Bettlern oder durch die Wahrnehmung sozialer und politischer Unterschiede.

IV. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung reflektiert die interdisziplinären Ergebnisse der Arbeit und kritisiert die oft unreflektierte Übertragung moderner Toleranzkonzepte auf die mittelalterliche Sichtweise.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Fremdheit, Eigensinn, Alterität, Identitätsbildung, Ethnozentrismus, Kulturkontakt, Interkulturalität, Fremdheitsforschung, christliche Identität, soziale Ausgrenzung, Mentalitätsgeschichte, Wahrnehmungsmodell, gesellschaftliche Normen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der differenzierten Untersuchung des Fremden und des Eigenen im Mittelalter und analysiert, wie diese Konzepte das soziale und kulturelle Selbstverständnis der Zeit prägten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Begrifflichkeit der Alterität, ethnozentrische Weltsichten, die innere kulturelle Alterität sowie die Wahrnehmung des Fremden in Literatur und Geschichtsschreibung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, wie das Mittelalter das Fremde nicht nur als Feindbild oder Kuriosität, sondern als notwendigen Gegenpart zur eigenen kollektiven Identitätsfindung nutzte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine interdisziplinäre historische Analyse, die Mentalitätsfragen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Textquellen und Forschungsmeinungen verbindet.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Alterität, die Rolle des Ethnozentrismus in der Begegnung mit fremden Kulturen sowie die soziale Dimension des Fremden innerhalb der eigenen mittelalterlichen Gesellschaft.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Identitätsbildung, Fremdheitsforschung, Ethnozentrismus und die kulturelle sowie soziale Alterität im Kontext des christlichen Mittelalters geprägt.

Wie wurde das Fremde in der höfischen Literatur dargestellt?

Das Fremde präsentierte sich in der höfischen Literatur häufig als das Barbarische, Ungezügelte oder Animalische, oft verkörpert durch mythische Tiermonster, die als Gegenbilder dienten.

Welche Bedeutung hatten die sogenannten "Wundervölker" für das mittelalterliche Weltbild?

Die Wundervölker dienten als Beweis für ein "negatives Syndrom" des Fremden, das Gefahren und das Unbekannte verkörperte, aber gleichzeitig den Wunsch der christlichen Gesellschaft unterstrich, sich selbst als normal zu definieren.

Warum war die Übersetzung des Korans durch Petrus Venerabilis ein wichtiger Meilenstein?

Sie gilt als bedeutender Schritt in der mittelalterlichen Begegnung mit dem Islam, da sie den Übergang von rein polemischer Ablehnung hin zum Versuch einer inhaltlichen Auseinandersetzung markierte.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Fremde und das Eigene im Mittelalter
Calificación
3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
21
No. de catálogo
V465979
ISBN (Ebook)
9783668934078
ISBN (Libro)
9783668934085
Idioma
Alemán
Etiqueta
Fremde Eigene Mittelalter Begrifflichkeit Weltsicht Alterität
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2019, Das Fremde und das Eigene im Mittelalter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465979
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