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"Regional Security" am Horn von Afrika im Rahmen der IGAD: Bisherige Entwicklung, Probleme und Perspektiven

Titel: "Regional Security" am Horn von Afrika im Rahmen der IGAD: Bisherige Entwicklung, Probleme und Perspektiven

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dirk Spilker (Autor:in)

Politik - Thema: Internationale Organisationen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Sicherheitsarchitektur am Horn von Afrika, repräsentiert durch die "Intergovernmental Organisation on Development" (IGAD).

Sie beschreibt die aktuelle sicherheitspolitische Lage in der Region sowie die Entstehung und die Funktionsweise der regionalen Sicherheitsorganisation IGAD. Darauf aufbauend, analysiert sie die Grundlegenden strukturellen Probleme der IGAD. Dabei zeigt sie auf, dass sowohl neoliberale ("interest based") als auch neorealistische ("power based") Regimetheorien auf IGAD nur in sehr geringem Maße anwendbar sind und belegt dies an dem aktuellen Beispiel der IGAD-Friedensprozesses im Sudan. Auf dieser Grundlage schließt die Arbeit mit einem kritischen Ausblick auf die zukünftige Rolle der IGAD und einigen Hinweisen auf mögliche anstehende Entwicklungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Regionale Sicherheit am Horn von Afrika

1.1 Rethinking Security

1.2 Fokus Afrika: Regionalorganisationen auf dem Vormarsch

1.3 Regionale Ansätze und Institutionen am Horn von Afrika

2 Regionale Kooperation und Sicherheit im Rahmen der IGAD

2.1 IGADD (1986-95) und IGAD (seit 1996)

2.2 Organisation und Funktionsweise der IGAD

2.3 Die IGAD als „Security Management Organisation“?

3 Die IGAD aus regimetheoretischer Perspektive

3.1 Die neorealistische Sicht („power based“)

3.2 Die neoliberale Sicht („interest based“)

4 Fallbeispiel Sudan

4.1 Divergierende Interessen der Akteure

4.2 Die USA als „externer“ Hegemon

4.3 Nachhaltige Probleme des IGAD - Prozesses

4.4 Die IGAD und der Sudan: Zwischenfazit

5 Fazit und kritischer Ausblick: Besserung in Sicht?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Sicherheitsarchitektur am Horn von Afrika unter besonderer Berücksichtigung der Intergovernmental Authority on Development (IGAD). Das primäre Forschungsziel ist die Analyse der strukturellen und operativen Defizite der Organisation sowie deren theoretische Einordnung mittels neorealistischer und neoliberaler Regimetheorien, belegt am Praxisbeispiel der Friedensbemühungen im Sudan.

  • Sicherheitsarchitektur und regionale Kooperation am Horn von Afrika.
  • Entstehung, Struktur und Funktionsweise der IGAD.
  • Anwendung regimetheoretischer Ansätze („power based“ vs. „interest based“) auf regionale Sicherheitsorganisationen.
  • Die Rolle externer Akteure (USA) im Friedensprozess im Sudan.
  • Herausforderungen für eine nachhaltige regionale Integration und Konfliktlösung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die neorealistische Sicht („power based“)

(Neo-) Realistische Regimetheorien betonen die relative Machtverteilung („relative power capabilities“) als zentralen Faktor. Die klassische Version ist dabei die der „hegemonic stability“, die die Existenz eines funktionierenden Regimes an die Existenz eines regionalen Hegemon knüpft (Hasenclever et.al. 2002: 84).

Hegemone lassen sich hinsichtlich ihres „leadership models“ in einem Kontinuum zwischen „benevolent“ und „coercive“ ) einordnen(vgl. ebd.). Im ersten Extrem stellt der Hegemon das kollektive Gut (i.e. das Regime) zur „Verfügung“; andere sind von der Erbringung von eigenen Leistungen befreit. Im zweiten Extrem nutzt der Hegemon seine Überlegenheit, um andere Akteure zur Leistungserbringung zu „zwingen“7. Gemeinsam ist beiden Endpunkten jedoch eine eindeutige Dominanz einer hegemonialen Macht, die letztlich für die Bereitstellung der Regimes „sorgt“.

Regionale Hegemone haben sich in verschiedenen Teilen Afrikas herausgebildet (Alao 2001: 20) bezeichnet. Als Beispiele werden häufig Südafrika (südliches Afrika / SADC) sowie Nigeria (Westafrika / ECOWAS) genannt (ebd., vgl. auch Hofmeier 2002). In Bezug auf die IGAD-Region kann allerdings (vgl. dazu den folgenden Abschnitt) aufgrund der mehreren um Hegemonie ringenden Staaten nicht von einer regionalen Vormachtstellung eines bestimmten Staates gesprochen werden (vgl. Terlinden 2004; Brandau 2004; Yifru 2002). Weder hat ein Staat in der Region die Fähigkeit, die anderen Staaten als „benevolent hegemon“ von der Leistungserbringung praktisch zu „befreien“, geschweige denn die Macht, als „coercive hegemon“ andere zur Teilnahme und Leistungserbringung zu zwingen. Hegemoniale Ansprüche in der Region (im Einzelnen von Äthiopien, Kenia unter Moi, Uganda nach Moi, s.u.) haben sich bisher gegeneinander aufgehoben (vgl. auch Terlinden 2004: 19 ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Regionale Sicherheit am Horn von Afrika: Beleuchtung der veränderten Sicherheitsagenda und der Bedeutung von Regionalorganisationen in Afrika.

2 Regionale Kooperation und Sicherheit im Rahmen der IGAD: Analyse der Entwicklung, Organisation und Funktion der IGAD als potenzielle Sicherheitsorganisation.

3 Die IGAD aus regimetheoretischer Perspektive: Theoretische Untersuchung der IGAD anhand von neorealistischen und neoliberalen Regimetheorien.

4 Fallbeispiel Sudan: Untersuchung der Friedensbemühungen im Sudan als exemplarisches Fallbeispiel für die Arbeitsweise und Probleme der IGAD.

5 Fazit und kritischer Ausblick: Besserung in Sicht?: Zusammenfassende Bewertung der Performanz der IGAD und Ausblick auf die zukünftige Rolle im Kontext regionaler Sicherheitsarchitekturen.

Schlüsselwörter

Horn von Afrika, IGAD, regionale Sicherheit, Konfliktmanagement, Regimetheorie, Neorealismus, Neoliberalismus, Sudan, Friedensprozess, hegemoniale Macht, regionale Kooperation, Sicherheitsarchitektur, internationale Institutionen, Integration, Krisenregion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sicherheitspolitische Rolle der IGAD am Horn von Afrika und hinterfragt ihre Effektivität als regionale Sicherheitsinstitution.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind regionale Kooperation, Sicherheitsorganisationen in Afrika, Anwendung von Regimetheorien und die konkrete Fallstudie des Friedensprozesses im Sudan.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die strukturellen Defizite der IGAD zu analysieren und zu prüfen, inwieweit klassische Regimetheorien zur Erklärung ihrer mangelnden Effektivität beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen systemtheoretischen Ansatz und wendet neorealistische sowie neoliberale Theorien der Internationalen Beziehungen auf die IGAD an.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Einordnung der IGAD, der Analyse ihrer strukturellen Probleme und der detaillierten Betrachtung der Friedensvermittlung im Sudan.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Horn von Afrika, IGAD, Regimetheorie, Konfliktmanagement und regionale Sicherheitsarchitektur.

Warum wird die IGAD als „Organisation verfeindeter Brüder“ bezeichnet?

Diese Bezeichnung verdeutlicht die tiefgreifenden Antipathien und divergierenden nationalen Interessen zwischen den Mitgliedsstaaten, die eine effektive Zusammenarbeit systematisch erschweren.

Welchen Einfluss hatten die USA auf den Friedensprozess im Sudan?

Die USA fungierten ab 2002 als „externer Hegemon“, dessen politischer und diplomatischer Druck die beteiligten Konfliktparteien zur Kooperation zwang.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Regional Security" am Horn von Afrika im Rahmen der IGAD: Bisherige Entwicklung, Probleme und Perspektiven
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
International Regimes
Note
2,0
Autor
Dirk Spilker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
21
Katalognummer
V46602
ISBN (eBook)
9783638437523
ISBN (Buch)
9783638791229
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Regional Security Horn Afrika Rahmen IGAD Bisherige Entwicklung Probleme Perspektiven International Regimes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dirk Spilker (Autor:in), 2005, "Regional Security" am Horn von Afrika im Rahmen der IGAD: Bisherige Entwicklung, Probleme und Perspektiven, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46602
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Leseprobe aus  21  Seiten
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