Unternehmensanalyse. Wertorientierte Kennzahlen anhand der "Copyfix AG Unternehmen 3"

Unternehmensplanspiel Top-SIM General Management


Hausarbeit, 2019
33 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Abkürzungsverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

III Formelverzeichnis

IV Symbolverzeichnis

V Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen Kennzahlen
2.1 Wertorientierte Kennzahlen Hintergrund und Verwendung in der Unternehmensführung
2.2 WACC (Weighted Average Cost of Capital)
2.3 CFROI (Cash Flow Return on Investment)
2.4 EVA© (Economic Value Added)
2.5 MVA (Market Value Added)

3 Kennzahlen am Beispiel des Unternehmens Copyfix AG
3.1 Ausgangssituation und Strategie des Unternehmens „3“ im Planspiel
3.2 WACC im Planspiel
3.3 CFROI im Planspiel
3.4 EVA© im Planspiel
3.5 MVA im Planspiel

4 Zusammenfassung und Fazit

VI Anhang

VII Literaturverzeichnis

I Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

II Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Darstellung Werttreiberbaum der Kennzahl EVA®

Abbildung 2: Ermittlung Cash-Flow

Abbildung 3: Market Value Added und Unternehmenswert

III Formelverzeichnis

Formel 1: Ermittlung des WACC

Formel 2: Berechnung der KEK nach dem CAPM

Formel 3: Berechnung des CFROI

Formel 4: Berechnung des EVA®

Formel 5: Berechnung des MVA

IV Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

V Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: WACC Abhängig von der Kapitalstruktur

Tabelle 2: Entwicklung WACC im Planspiel

Tabelle 3: Übersicht Entwicklung wertorientierter Kennzahlen

1 Einleitung

In der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg entstand weltweit ein beachtliches wirtschaftliches Wachstum. In Unternehmen wurde dem Umsatzwachstum eine hohe Priorität eingeräumt. Etwa um 1980 wechselte das Paradigma von „Wachstum“ hin zu „Effizienz“ und „Wertorientierung“.1 Alfred Rappaport wies in unterschiedlichen Publikationen darauf hin, dass die traditionelle Buchführung ungeeignet ist, die Vorteilhaftigkeit von Investitionen zu klären. In seiner Veröffentlichung „Creating Shareholder Value” aus dem Jahr 1986 formulierte er ein neues Leitkonzept. Das oberste Ziel der Unternehmensführung sollte die Erzielung eines hohen „Sharholder Value“ sein. Demnach sind alle Unternehmensaktivitäten auf die Steigerung des Unternehmenswertes auszurichten.2 Die Ermittlung des „Equity Value“ (Wert des Eigenkapitals) sollte weniger an der vergangenheitsorientierten Buchhaltung ermittelt werden, sondern aus den Geschäftsplänen und den zu erwartenden „Cash-Flows“. Zudem sollte eine Überrendite auf das eingesetzte Eigenkapital erzielt werden, was stärker den Interessen der Eigenkapitalgeber entgegen kommt. Die Überrendite dient als Wertbeitrag zur Steigerung des Sharholder Value (SHV). Alfred Rappaport legte somit die Grundlage zur wertorientierten Unternehmensführung. Eine solche Unternehmensführung bedarf entsprechender Steuerungsgrößen. Traditionelle Kennzahlen wie z.B. Return on Investment (ROI) o. Eigenkapitalrentabilität sind hierfür nicht geeignet.3 Zum einen sind Sie vergangenheitsorientiert und zum anderen können Sie durch bilanzpolitische Maßnahmen verzerrt werden.4 Zudem wird das spezifische Unternehmensrisiko in der Bemessung des Erfolges nicht berücksichtigt. Anteilseigner benötigen geeignete Kontrollinstrumente um die Leistung des Managements beurteilen zu können. Die Leistungskontrolle wird durch Informationsasymmetrien zwischen Unternehmensführung (Agent) und Anteilseigner (Prinzipal) gemäß der „Prinzipal-Agent-Theorie“ erschwert.5 Eine wertorientierte Unternehmenssteuerung eignet sich um den Agenten zu einer besseren Interessensvertretung des Prinzipals zu bewegen.6 In diesem Zusammenhang stellen wertorientierte Kennzahlen ein Instrument zur Unternehmenssteuerung dar. Diese Arbeit befasst sich mit der Anwendung von wertorientierten Kennzahlen im Rahmen eines Planspieles. Ziel ist es, den Unternehmenswert der Copyfix AG zu steigern. Anschließend sollen die getroffenen Entscheidungen unter Einbezug der Kennzahlen reflektiert werden und Ursache-Wirkungsmuster herausgearbeitet werden.

2 Grundlagen Kennzahlen

In diesem Kapitel werden zunächst Kennzahlen im Allgemeinen und wertorientierte Kennzahlen im speziellen beschrieben.

2.1 Wertorientierten Kennzahlen Hintergrund und Verwendung in der Unternehmensführung

Kennzahlen sind Maßgrößen, die stark verdichtet werden, um mit ihnen in einer konzentrierten Form über einen zahlenmäßig erfassbaren Sachverhalt berichten zu können.7 Kennzahlen sollen komplizierte betriebliche Sachverhalte, Strukturen u. Prozesse auf einfache Weise abbilden sowie einen schnellen und umfassenden Überblick ermöglichen.8 Die Betriebswirtschaftslehre hat in Zusammenarbeit mit der Unternehmerpraxis entsprechende Kennzahlen für den Bereich der wertorientierten Unternehmensführung entwickelt. Grundsätzlich stellt ein Kennzahlensystem eine geordnete Gesamtheit von Kennzahlen dar, in dem die einzelnen Elemente in einer sinnvollen Beziehung zueinander stehen.9

Wertorientierte Kennzahlen liefern in einer einzigen Kennzahl die Veränderung des Unternehmenswertes.10 Diese Spitzenkennzahl kann im Rahmen eines Kennzahlensystems weiter ausgewertet werden.

In der Abbildung 1 wird die Spitzenkennzahl EVA® (Economic Value Added) in ihre Werttreiber zerlegt. Sie beschreibt die Höhe des ökonomischen Gewinnes, den ein Unternehmen als Übergewinn zu einer vergleichbaren Mindestverzinsung erzielt.11 Sie wird im Kapitel 2.4 genauer beschrieben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Darstellung Wertreiberbaum der wertorientierten Kennzahl EVA®, in Anlehnung: Beteiligungsmanagement und Bewertung für Praktiker, Bernd Heesen (2014), S. 63

In der Abbildung 1 werden die Einflussgrößen „NOPAT“ (Net Operating Profit after Taxes) und „Kapitalkosten“, aus denen sich Kennzahl EVA® errechnet dargestellt. „NOPAT“ ergibt sich weiter aus dem „EBIT“ (Earnings before Interest and Taxes) und natürlich den „Steuern“. Diese Werttreibergrößen werden wiederum durch die Steuergrößen wie Produktmix, Absatz und in diesem Zusammenhang auch Preispolitik und Kundenorientierung beeinflusst. Dieser Strang der Werttreibergrößen und Steuergrößen können unter der Überschrift „Ertragsbetrachtung“ zusammengefasst werden. Das Management kann anhand dieser Übersicht wertvolle Information gewinnen, in welchen Bereichen Handlungs- und Korrekturbedarf besteht. Eine Strategie zur Verbesserung des Wertes EVA® kann u.a. sein, dass die Kapitalisierung des Unternehmens verändert wird. In Summe empfiehlt es sich die wesentlichsten Kennzahlen in einer Balance Scorecard zusammenzufassen und laufend zu kontrollieren und auszuwerten.12 Neben der finanzwirtschaftlichen Perspektive umfasst die Balance Scorecard die, Kundenperspektive, interne Prozessperspektive sowie Lern- und Entwicklungsperspektive.13

2.2 WACC (Weighted Average Cost of Capital)

Der WACC (Weighted Average Cost of Capital) ist ein gewichteter Durchschnitt der Eigenkapital- und der Fremdkapitalkosten.14 Der WACC hat in der Unternehmensbewertung eine wichtige Funktion. Er ist Gegenstand von Kennzahlen wie z.B. EVA® oder MVA. Zudem stellt der WACC ein Maß für die Mindestrendite auf das investierte Kapital dar.15 Der WACC findet darüber hinaus Anwendung als Diskontierungsfaktor bei der Ermittlung des Kapitalwertes von Zahlungsflüssen.

Das Berechnungsschema des WACC stellt sich wie folgt dar:16

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel 1: Ermittlung des WACC, Quelle Krause (2016) S. 129

Die Kosten des Eigenkapitals (KEK) werden im Verhältnis der Eigenkapitalquote ermittelt. Die Kosten des Fremdkapitals (KFK) werden um den Anteil der Steuerbelastung reduziert (1-s) und im Verhältnis zur Fremdkapitalquote gewichtet. Die Summe der beiden Anteile KEK und KFK ergibt dann den gewichteten Kapitalkostensatz für das gesamte Kapital. Die Ermittlung der Fremdkapitalkosten (KFK) ergibt sich aus den vertraglichen Vereinbarungen wie z.B. Zinsvereinbarung und Darlehensbeanspruchung. Die Ermittlung der Eigenkapitalkosten werden üblicherweise über das Capital Asset Pricing Modell (CAPM) hergeleitet.17 Das CAPM leitet sich aus der Portfoliotheorie nach Markowitz ab. Der Ansatz wurde von Sharpe (1963) entwickelt. Es bildet den Grenzwert für die Wirtschaftlichkeit einer Investition. Die Renditeanforderung ergibt sich aus der Formel 2:18

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel 2: Berechnung der KEK nach dem CAPM, Quelle Spremann (2011) S. 163

Die Kosten des Eigenkapitals KEK ( ) errechnen sich aus dem risikolosen Zins (i) und der Risikoprämie. Die Risikoprämie errechnet sich aus der Marktrisikoprämie des Marktportfolios z.B. DAX multipliziert mit dem Beta-Faktor . Der Beta-Faktor stellt das unternehmensspezifische Risiko dar.

Ein Beta-Faktor von 1 bedeutet, dass Risiko des Unternehmens dem Marktrisiko entspricht. Ein Faktor von > 1 bedeutet, dass das unternehmensspezifische Risiko größer als das Marktrisiko ist. Ein Beta-Faktor < 1 bedeutet, dass das Unternehmensspezifische Risiko kleiner als das Marktrisiko ist.19 Das CAPM integriert damit die Anforderung einer risikolosen Verzinsung erweitert um die Risikoprämie aus dem unternehmensspezifischen Risiko. Es stellt für Investoren eine gute Methodik zur Ermittlung ihrer KEK dar. Das CAPM basiert auf einer Reihe restriktiver Annahmen wie z.B. Annahme eines Einperiodenmodells oder die Annahme des vollkommenen Kapitalmarktes. Diese Annahmen sind in der Realität nicht immer vollständig erfüllt. Jedoch stellt es nach wie vor, mangels methodisch besserer und praktikablerer Ansätze, einen empfehlenswerten Weg zur Ermittlung der Kapitalkosten risikobehafteter Anlagen dar.20 In der Tabelle 1 ist die Wertänderung des WACC in Abhängigkeit der Kapitalstruktur exemplarisch dargestellt. Es wurde unterstellt, dass die Eigenkapitalkosten 11% und die Fremdkapitalkosten 8% und der Steuersatz 40% beträgt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: WACC (exemplarisch) Abhängig von der Kapitalstruktur, eigene Darstellung

Aus der Tabelle geht hervor, je höher der FK-Anteil ist, desto geringer fällt die Verzinsung des WACC aus. Der Grund liegt in dem Wertvorteil der Steuerersparnis (Tax Shield) für die Finanzierungskosten des Fremdkapitals.21 Da der WACC u.a. als Diskontierungsfaktor in der DCF-Methode (Discounted Cash Flow) im Rahmen der „Entity Value-Methode“ verwendet wird, hat die Höhe des WACC theoretisch eine unmittelbare Auswirkung auf die Unternehmenswertermittlung.22 Ein höherer WACC führt zu einem geringeren Unternehmenswert und ein geringerer zu einem höheren Unternehmenswert. Somit kann durch die Anpassung der Kapitalstruktur, unter sonst gleichen Umständen, ein höherer Unternehmenswert geschaffen werden.23 In der Praxis werden mit steigendem FK-Anteil zum einen der Beta-Faktor und zum anderen der FK-Zins sich zum Nachteil des Unternehmens verändern. Das unternehmensspezifische Risiko steigt i.d.R. mit der Höhe des FK-Anteils und führt zu höheren Zinsen und in Folge dessen auch zu einem höheren Beta. Jedoch macht aus unternehmerischer und wertorientierter Perspektive die Beanspruchung von Fremdkapital Sinn, sofern das zusätzliche Kapital für wertorientierte Investitionen verwendet wird.24

2.3 CFROI (Cash Flow Return on Investment)

Das Ziel des CFROI-Konzeptes (Cash-Flow-Return-on-Investment) liegt darin, Informationen über die in einer Periode generierte Wertsteigerung (in Prozent) zu erhalten.25 Der Cash-Flow ergibt sich aus dem Jahresüberschuss. Es gibt grundsätzlich mehrere Varianten der Cash-Flow Ermittlung. Für die Ermittlung des CFROI gehen wir von der sog. „vereinfachten Praktikerformel“ aus.26 Berechnungsschema für den „Cash-Flow“ lautet:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Ermittlung Cash-Flow

Der Cash-Flow errechnet sich aus dem Jahresüberschuss korrigiert um Ab- bzw. Zuschreibungen auf das Anlagevermögen sowie Erhöhung und Minderung von langfristigen Rückstellungen. Der Cash-Flow ist der umsatzbasierte Einzahlüberschuss und repräsentiert die Stärke der Selbstfinanzierungskraft.27 Die Rentabilitätsgröße CFROI approximiert den internen Zins der Investition in einem Unternehmen. Der CFROI setzt somit die aus der klassischen Investitionsbewertung bekannte Methode des internen Zinsfußes um.28

Der CFROI wird nach folgender Formel berechnet:29

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel 3: Berechnung des CFROI, Quelle Krause (2016) S. 92

Um zusätzlichen Unternehmenswert zu schaffen, muss der CFROI höher als die durchschnittliche geforderte Kapitalverzinsung (WACC) sein.30 Das Ergebnis kann u.a. durch höhere Jahresüberschüsse und einer verkürzten Bilanzsumme optimiert werden. Anders führen hohe Investitionen in das Anlagevermögen mit entsprechend schlechten Umsatzrenditen zu einer Verschlechterung des Wertes. In der Formel 3 wird im Nenner der „Marktwert des eingesetzten Kapitals“ vorgegeben. Dieses errechnet sich aus der Anzahl der Aktien multipliziert mit deren aktuellen Kurswert (nach Krause 2016). In anderen Publikationen wird im Nenner das sog. NCE (Net Capital Employed zu dt. betriebsnotwendige Kapital) oder auch BIB (Bruttoinvestitionsbasis Vgl. Heesen 2014) zu Grunde gelegt. Je nachdem welche Werte verwendet werden, ergeben sich unterschiedliche Vergleichsgrößen. Im Planspiel wurde der NCE verwendet, was im Wesentlichen die Bilanzsumme oder Gesamtkapital (zu Buchwerten) des Unternehmens ist.

2.4 EVA ® Economic Value Added

In den Jahren um die 1990 haben sich Übergewinnverfahren als Steuerungskonzept etabliert. Zu den bekanntesten Vertretern der Residualgewinnkonzepte gehört der Economic Value Added (EVA®). Die Grundlage für die EVA®-Konzeption stellt das 1991 von Stewart veröffentlichte Werk „The Quest for Value“ dar.31 Üblicherweise werden Unternehmenswerte aus Cash-Flow-orientierten Größen abgeleitet. Lücke hatte bereits 1955 darauf hingewiesen, dass sich der Barwert einer Investition mithilfe erfolgsorientierter Größen (Aufwendungen/Erträge bzw. Kosten/Leistungen) ermitteln lässt (Lücke-Theorem). Im EVA®-Ansatz wird dieser Zusammenhang genutzt.

Der Wertbeitrag ist der Überschuss des bereinigten operativen Gewinns (Net Operating Profit After Taxes = NOPAT) abzüglich der Kosten für das bereinigte investierte Kapital.32 Die Berechnung des EVA® erfolgt über die Formel:33

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel 4: Berechnung EVA®, Quelle Krause (2016) S. 127

Der EVA® gibt Auskunft darüber wie groß der ökonomische Gewinn eines Unternehmens, in Form eines „Übergewinn“ im Verhältnis zu einer vergleichbaren Mindestverzinsung (WACC) bezogen auf das bereinigte investierte Kapital (Capital Employed) ist. Sofern der Wert positiv ist wurde in der Periode ein positiver Wertbeitrag erzielt. Bei der Performancemessung mittels EVA® ist weiter die Steigerung EVA® in Verbindung mit dem absoluten EVA® relevant. Ein positiver EVA® auf Basis eines positiven absoluten EVA® ist Ausdruck zunehmender Werterzeugung. Sofern der absolute EVA® negativ sein sollte, so ist ein positiver EVA® Ausdruck für abnehmende Wertvernichtung.34 Nachteil am EVA® Konzept ist, dass für die Wertermittlung entsprechende Bereinigungen (sog. Conversions) vorgenommen werden müssen. Der Grund hierfür ist das die Werte aus dem Accounting Model in das Economic Modell (teilweise kompliziert u. unverständlich) umgewandelt werden müssen.35 Für eine Analyse im Sinne der Barwertkompatibilität muss der EVA® Anforderungen der Vergleichbarkeit und Prognosefähigkeit erfüllen.36 Es wird in der Literatur durchaus bezweifelt, dass sich die Analysequalität durch die Conversions erhöht.37 Ein weiterer Kritikpunkt liegt in der vergangenheitsorientierten Betrachtung. Ein wesentlicher Vorteil des EVA® Ansatzes ist, dass im Vergleich zu traditionellen Rentabilitätsgrößen der Übergewinn in absoluter Form ausgewiesen wird.

2.5 MVA (Market Value Added)

Der MVA (Market Value Added) stellt den Wert dar, den ein Unternehmen über das eingesetzte Kapital hinaus geschaffen hat. Sie wurde ebenfalls wie die Kennzahl EVA® von Stewart entwickelt. Da die Kennzahl EVA® keine Messung der langfristigen Wertsteigerung liefert (wie in 2.4 dargestellt handelt es sich um eine retroperspektive Performance-Messung) stellt die Verwendung des MVA eine passende Ergänzung dar.38 Vereinfacht kann man auch sagen, dass der MVA die Summe der diskontierten EVAs® ist.39 Ausgehend von der Abbildung 3 lässt sich der Unternehmenswert nach dem MVA Konzept als Barwert aller zukünftigen EVAs® zuzüglich des zu Beginn gebundenen Kapitals bestimmen. Im Planspiel wird der MVA vereinfacht als Differenz aus Unternehmenswert abzüglich des Eigenkapitals (Buchwert) ermittelt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Market Value Added und Unternehmenswert Quelle: Britzelmaier Controlling (2015) S. 245

[...]


1 Vgl. Spremann, (2011) S. 66

2 Vgl. Rappaport (1999) S. 39 ff.

3 Vgl. Faul (2005) S. 173 ff.

4 Vgl. Britzelmaier (2017) S. 229

5 Vgl. Bamberg et al, (2012) S. 143 ff.

6 Vgl. Britzelmaier, (2017) S. 232

7 Vgl. Weber (2016) S. 177 ff.

8 Vgl. Gladen (2014) S. 10

9 Vgl. Gladen (2008) S. 11 ff.

10 Vgl. Coenenberg (2015) S. 243

11 Vgl. Krause (2016), S. 127

12 Vgl. Britzelmaier (2015) S. 259

13 Vgl. Kaplan (2018) S. 26 ff.

14 Vgl. Spremann (2011) S. 99

15 Vgl. Krause (2016) S. 130

16 Vgl. Krause (2016) S. 129

17 Vgl. Heesen (2014) S. 59

18 Vgl. Spremann (2011) S. 163

19 Vgl. Heesen (2014) S. 60

20 Vgl. Faul (2005) S. 145 ff.

21 Vgl. Spremann (2004) S. 195

22 Vgl. Spremann (2011) S. 98 ff.

23 Vgl. Coenenberg (2015) S. 90

24 Vgl. Spremann (2004) S. 195 ff.

25 Vgl. Langguth (2008) S. 166

26 Vgl. Krause (2016) S. 73

27 Vgl. Krause (2016) S. 92

28 Vgl. Faul (2005) S. 227

29 Vgl. Krause (2016) S. 92

30 Vgl. Langguth (2008) S. 166

31 Vgl. Faul (2005) S. 238 ff

32 Vgl. Coenenberg, (2015) S. 252

33 Vgl. Krause (2016) S. 127

34 Vgl. Coenenberg (2015) S. 253

35 Vgl. Faul (2005) S. 244

36 Vgl. Gladen (2014) S. 145

37 Vgl. Lachnit (2017) S. 243

38 Vgl. Faul (2005) S. 247

39 Vgl. Britzelmaier (2015) S. 244 ff.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Unternehmensanalyse. Wertorientierte Kennzahlen anhand der "Copyfix AG Unternehmen 3"
Untertitel
Unternehmensplanspiel Top-SIM General Management
Hochschule
Fachhochschule Kaiserslautern Standort Zweibrücken
Veranstaltung
Unternehmensanalyse
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
33
Katalognummer
V466020
ISBN (eBook)
9783668938625
Sprache
Deutsch
Schlagworte
TOP SIM, General Management, Planspiel, Unernehemensanalyse, Wertorientierte Kennzahlen, Shareholder Value, EVA, MVA, WACC, CFROI, CAPM, Unternehemensbewertung
Arbeit zitieren
Alexander Sindermann (Autor), 2019, Unternehmensanalyse. Wertorientierte Kennzahlen anhand der "Copyfix AG Unternehmen 3", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/466020

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