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Warum in digitalen sozialen Netzwerken trotz partieller Anonymität seinem Wesen entsprechend moralisch gehandelt wird

Título: Warum in digitalen sozialen Netzwerken trotz partieller Anonymität seinem Wesen entsprechend moralisch gehandelt wird

Ensayo , 2017 , 14 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Olivia Mantwill (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
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Resumen Extracto de texto Detalles

Das folgende Essay soll die These vertreten, dass durch die Anonymisierung im Internet nicht unmoralischer gehandelt wird als woanders, da der Mensch durch Internalismus und gesellschaftliche Normen geleitet ist und daher nur unmoralischer handelt, wenn er ohnehin eine mangelnde Moral aufweist. Diese Argumentation wird anhand mehrerer Argumente erläutert und vertieft.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gesellschaftlich motivierte Moral: Die Gyges-These

2.1 Positiv und negativ motivierte Moral teilanonymer Nutzer

2.2. Moral und Unmoral anonymer Nutzer

3 Die Kraft des Internalismus

3.1 Internalismus im Internet und im realen Leben

3.2 Moralisches und unmoralisches Handeln im Internalismus

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophische Fragestellung, ob Individuen in digitalen sozialen Netzwerken trotz der Möglichkeit zur Anonymität ihrem Wesen entsprechend moralisch handeln oder ob die Anonymität zu einer gesteigerten Unmoral führt. Dabei wird analysiert, inwieweit der sogenannte Gyges-Effekt auf das Internet übertragbar ist und welche Rolle der Internalismus bei der moralischen Selbstkontrolle des Einzelnen spielt.

  • Analyse der Übertragbarkeit der "Ring des Gyges"-Parabel auf die digitale Anonymität.
  • Unterscheidung zwischen positiv und negativ motivierter Moral im Internet.
  • Diskussion der Bedeutung des Internalismus für die moralische Motivation des Individuums.
  • Bewertung der Auswirkungen von sozialem Zwang auf das Nutzerverhalten in Netzwerken.
  • Untersuchung der These, dass moralisches Handeln primär vom Charakter und nicht von der technischen Anonymität abhängt.

Auszug aus dem Buch

2.1 Positiv und negativ motivierte Moral teilanonymer Nutzer

Vorerst muss geklärt werden, dass sich im folgenden Text das „moralische Handeln“ an der traditionellen Moral nach Leist orientiert, die aus der Moraltheologie und nach Kant entstand, strikte Verbote und bedingte Gebote umfasst und damit einen starken Schutz, aber nur individuell relativierte Hilfestellungen bietet (Leist 2000: 6). Diese Form der Moral umfasst geltende Gesetze sowie gesellschaftliche Normen und ist daher auf die vorliegende Problematik allumfassend anwendbar. Zur Veranschaulichung der Diskussion über moralisches Handeln aus gesellschaftlichen Gründen heraus wird ein Gleichnis herangezogen. Glaukons Parabel vom Ring des Gyges in Platons Werk „Politeia“ erzählt, dass der lydische Hirte Gyges einen Ring findet, der ihn unsichtbar werden lässt, sobald er ihn dreht. Gyges nutzt diese Kraft aus, um die Frau des Königs zum Ehebruch zu verführen, den König zu ermorden und dessen Herrschaft an sich zu reißen (Kersting 2006: 57 f.). Diese Parabel soll Glaukon zufolge veranschaulichen, dass Menschen, sobald sie sich unbeobachtet fühlen, Unrecht tun, weil ihnen keine Strafe dafür droht. Daraus ist zu folgern, dass der Mensch nur gut handelt, um Strafen zu entgehen, und andererseits unmoralisch handelt, wenn er sich sicher ist, unbeobachtet zu sein.

Diese Ansicht ist aber insofern zu widerlegen, als Menschen auch unbeobachteterweise zum Beispiel Hilfe gegen Mobbing leisten, wenn im Internet niemand weiß, wer sie sind. Ein Mensch leistet in der Regel nicht nur Hilfe, weil er von Gesetzes wegen muss, sondern weil er Mensch ist und menschlich handelt. Hier muss man aber auch berücksichtigen, dass zwar die Mobbenden wahrscheinlich nicht wissen, wer man ist, aber der Kommentar wahrscheinlich im Newsfeed der eigenen Freunde auftaucht. Egal, ob man dies während seiner Handlung weiß oder nicht – in seinem sozialen Umfeld wirkt es natürlich meist sympathischer, das Mobbingopfer zu verteidigen, als es zu mobben. Diese Handlung hat daher nichts mit einer drohenden Bestrafung zu tun, sondern ist eher internalistisch begründet oder auch einem anvisierten positiven Erscheinungsbild in der eigenen Umgebung zuzuschreiben. Dies ist ein Beispiel für ich nenne es einmal positiv motivierte Moral, also die Widerlegung des Falles, dass man nur gut handelt, um Strafen zu entgehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der digitalen Anonymität ein und stellt die These auf, dass moralisches Handeln im Netz primär von individuellen moralischen Grundsätzen abhängt.

2 Gesellschaftlich motivierte Moral: Die Gyges-These: Dieses Kapitel diskutiert die Parabel vom Ring des Gyges und hinterfragt, ob Menschen im Internet tatsächlich unmoralischer handeln, wenn sie sich unbeobachtet fühlen.

3 Die Kraft des Internalismus: Das Kapitel befasst sich mit dem philosophischen Konzept des Internalismus und untersucht dessen Anwendbarkeit auf moralische Entscheidungen innerhalb digitaler Netzwerke.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die digitale Anonymität das Verhalten moralischer Menschen kaum verändert, während kriminelle Absichten durch sie begünstigt werden können.

Schlüsselwörter

Anonymität, Moral, Internalismus, Gyges-Effekt, Soziale Netzwerke, Digitalisierung, Ethik, Mobbing, Online-Identität, Gesellschaft, Soziale Normen, Strafverfolgung, Recht, Internetkriminalität, Selbstkontrolle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die moralische Dimension des Verhaltens in sozialen Netzwerken und fragt, ob die durch das Internet gegebene Anonymität dazu führt, dass Menschen ihre moralischen Standards aufgeben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Philosophie des moralischen Handelns, der Einfluss technischer Anonymität auf die soziale Hemmschwelle sowie die Konzepte des Internalismus und der Gyges-These.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu belegen, dass die Anonymität im Internet nicht zwangsläufig zu unmoralischem Verhalten führt, da der Mensch durch verinnerlichte Normen und den Internalismus geleitet wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit philosophischen Modellen (wie der Gyges-These und dem Internalismus) und deren Anwendung auf aktuelle digitale Phänomene.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Analyse des Gyges-Effekts sowie eine Untersuchung des Internalismus im Internet, wobei jeweils positive und negative moralische Aspekte beleuchtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Anonymität, Moral, Internalismus, Gyges-Effekt, soziale Netzwerke und ethische Selbstkontrolle.

Wie unterscheidet der Autor zwischen "realem Leben" und dem Internet?

Der Autor definiert das "reale Leben" als soziale Interaktionen außerhalb der digitalen Welt, sieht jedoch im moralischen Kern des Menschen keinen zwingenden Unterschied in der Handlungsweise zwischen beiden Welten.

Welchen Einfluss hat die "totale Transparenz" laut der Arbeit?

Die Arbeit diskutiert, dass das Internet trotz wahrgenommener Anonymität auch eine gewisse Transparenz bietet, die beispielsweise durch die Rückverfolgbarkeit von Daten oder sozialen Druck die Hemmschwelle für unmoralisches Handeln beeinflussen kann.

Gibt es laut der Arbeit eine Lösung für das Problem unmoralischen Verhaltens im Netz?

Der Autor deutet an, dass ein verbessertes Rechtssystem notwendig sein könnte, um kriminelle Handlungen zu sanktionieren, ohne dabei den notwendigen Freiraum der Nutzer einzuschränken.

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Detalles

Título
Warum in digitalen sozialen Netzwerken trotz partieller Anonymität seinem Wesen entsprechend moralisch gehandelt wird
Universidad
University of Bamberg
Calificación
2,0
Autor
Olivia Mantwill (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
14
No. de catálogo
V466033
ISBN (Ebook)
9783668940079
ISBN (Libro)
9783668940086
Idioma
Alemán
Etiqueta
warum netzwerken anonymität wesen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Olivia Mantwill (Autor), 2017, Warum in digitalen sozialen Netzwerken trotz partieller Anonymität seinem Wesen entsprechend moralisch gehandelt wird, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/466033
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