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Diskriminierung wegen Piercing. Werden gepiercte Personen bei der Personalauswahl im Beamtentum benachteiligt?

Titel: Diskriminierung wegen Piercing. Werden gepiercte Personen bei der Personalauswahl im Beamtentum benachteiligt?

Hausarbeit , 2017 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Olivia Mantwill (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Werden gepiercte Personen in der Personalauswahl für Beamtenstellen benachteiligt? Wenn ja, geschieht dies aus rationalen oder irrationalen Gründen? Diese Arbeit untersucht die These, ob gepiercte Bewerber im Beamtentum absichtlich seltener zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden als ungepiercte und wenn ja, auf welcher Art von Diskriminierung dies beruht.

Dieses Thema hat eine höhere gesellschaftliche Relevanz als eine wissenschaftliche, da Piercings in der modernen deutschen und europäischen Gesellschaft mittlerweile akzeptiert werden und häufig nur noch aus gesundheitlichen Gründen bei der Jobsuche ein Problem darstellen, etwa in der Gastronomie. Im Beamtentum ist jedoch auffällig, dass dort selten jemand arbeitet, der gepierct ist. Werden gepiercte Personen absichtlich in der Personalauswahl nicht berücksichtigt?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Relevanz und Fragestellung

2 Theorie und Hypothesen H1 und H2

3 Hypothese H3

4 Methode und Auswertung zu H1 und H2

5 Methode und Auswertung zu H3

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob offensichtlich gepiercte Personen bei der Personalauswahl im Beamtentum benachteiligt werden. Ziel ist es, theoretisch zu begründen und methodisch zu operationalisieren, ob Diskriminierung stattfindet, welche Form diese annimmt (statistisch vs. institutionell) und ob sie auf rationale oder irrationale Gründe zurückzuführen ist.

  • Diskriminierung im Auswahlprozess des Beamtentums
  • Theorien der ökonomischen und statistischen Diskriminierung
  • Einfluss von äußeren Merkmalen auf die Einstellungschancen
  • Forschungsdesign mittels Feldexperiment und qualitativer Befragung

Auszug aus dem Buch

2 Theorie und Hypothesen H1 und H2

Der deutsche Staat als Träger des Beamtentums gilt in Deutschland als einer der größten, attraktivsten und sichersten Arbeitgeber. Ein Beamter ist praktisch unkündbar, hat ein stetiges Festgehalt und im Jahr 2016 arbeiteten über 1,5 Millionen Beamte für den Bund (Statista 2017). Gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit ist daher anzunehmen, dass viele Menschen als Beamte arbeiten möchten. Piercings als ehemals außergewöhnliche Darstellung der Körperkunst sollten dabei heutzutage keine Hürde mehr darstellen, soweit sie nicht aus jobspezifischen Gründen, wie etwa strengen Hygienevorschriften, nicht getragen werden dürfen. Dennoch sind im Beamtentum kaum Beamte mit sichtbaren Piercings anzutreffen – aus welchem Grund? Aus diesem Gedankengang entstand eine Annahme auf Basis der Theorie der wortwörtlich unmittelbaren Diskriminierung (Gomolla 2010: 62), die lautet: „Offensichtlich gepiercte Bewerber werden bei der Personalauswahl im Beamtentum benachteiligt“, was an der Anzahl der Einladungen zu Vorstellungsgesprächen überprüft werden soll.

Als ein Teilbereich der Theorie der ökonomischen Diskriminierung ist die statistische Diskriminierung (Granato 2003: 35) als Ursprung der Stereotypisierung zu sehen (Werth, Mayer 2007: 378): Eine Erklärung für die Diskriminierung gepiercter Bewerber wäre, dass die Personalarbeiter, die einer älteren Generation angehören, noch nicht mit der offenen Piercingkultur heutzutage vertraut sind und daher Piercings mit einer niederen Gesellschaftsschicht, der Zugehörigkeit zu bestimmten Subkulturen und in Zusammenhang damit mit bestimmten Eigenschaften assoziieren. Daraus könnten sie schlussfolgern, dass der Betroffene sich aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer kleineren Gruppe von der Gemeinschaft der Arbeitskollegen separiert und es daher im Team Probleme geben könnte. Die Person würde dann nicht in das Unterneh-

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Relevanz und Fragestellung: Das Kapitel führt in die Problematik der potenziellen Diskriminierung gepiercter Bewerber im Beamtentum ein und formuliert die grundlegende Forschungsfrage.

2 Theorie und Hypothesen H1 und H2: Hier werden theoretische Ansätze der statistischen Diskriminierung erläutert und die ersten beiden Hypothesen abgeleitet, die den Einfluss von Piercings und Referenzen auf die Einladungswahrscheinlichkeit fokussieren.

3 Hypothese H3: Dieses Kapitel führt die institutionelle Diskriminierung als alternative Erklärungsebene ein und stellt die dritte Hypothese auf, die sich auf ungeschriebene Gesetze bezüglich des Erscheinungsbildes bezieht.

4 Methode und Auswertung zu H1 und H2: Es wird ein Feldexperiment entworfen, das mittels eines 2x2-Designs die Diskriminierungseffekte unter Berücksichtigung von Referenzschreiben messbar machen soll.

5 Methode und Auswertung zu H3: Das Kapitel beschreibt ein ergänzendes qualitatives Erhebungsdesign, um die subtilen beruflichen Einstellungen von Personalarbeitern zu erfassen.

6 Fazit: Das Fazit fasst die methodischen Überlegungen zusammen und diskutiert die gesellschaftliche sowie politische Relevanz der Untersuchung für die Chancengleichheit.

Schlüsselwörter

Diskriminierung, Beamtentum, Personalauswahl, Piercing, Feldexperiment, Statistik, Arbeitsmarkt, Körperkunst, Stereotypisierung, Bewerbungsverfahren, Chancengleichheit, Institutionelle Diskriminierung, Statistische Diskriminierung, Personalmanagement, Forschungsdesign.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Frage, ob Personen mit sichtbaren Piercings bei der Bewerbung um eine Stelle im Beamtentum benachteiligt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themenfelder sind die Diskriminierung im Kontext der Personalauswahl, Theorien der ökonomischen Diskriminierung sowie das Beamtentum als spezifischer Arbeitsbereich.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Forschungsdesign zu entwickeln, das misst, ob Diskriminierung vorliegt, wie diese begründet ist und in welchem Ausmaß sie sich auf die Einladungschancen zu Vorstellungsgesprächen auswirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit schlägt eine Kombination aus einem Feldexperiment für die statistische Messung und einer qualitativen Befragung für die Erfassung tieferliegender Einstellungen vor.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von drei Hypothesen zu statistischer und institutioneller Diskriminierung sowie die detaillierte methodische Ausarbeitung für deren empirische Überprüfung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Diskriminierung, Personalauswahl, Beamtentum, Feldexperiment, Piercing und Chancengleichheit.

Warum ist gerade das Beamtentum für die Untersuchung relevant?

Das Beamtentum gilt als Bereich, in dem sichtbare Piercings besonders selten anzutreffen sind, was die Frage nach ungeschriebenen Regeln oder institutionellen Anforderungen aufwirft.

Wie soll eine Verfälschung der Ergebnisse durch die Personalarbeiter verhindert werden?

Durch den Einsatz eines Feldexperiments (Ahnungslosigkeit der Arbeitgeber) und bei der qualitativen Befragung durch eine versteckte Abfrage der Einstellungen unter einem Vorwand.

Was ist der Unterschied zwischen der statistischen und der institutionellen Diskriminierung im Kontext der Arbeit?

Statistische Diskriminierung basiert auf individuellen Wissenslücken oder Stereotypen des Personalarbeiters, während institutionelle Diskriminierung auf strukturellen oder ungeschriebenen Regeln der Organisation beruht.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Diskriminierung wegen Piercing. Werden gepiercte Personen bei der Personalauswahl im Beamtentum benachteiligt?
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,3
Autor
Olivia Mantwill (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V466036
ISBN (eBook)
9783668935280
ISBN (Buch)
9783668935297
Sprache
Deutsch
Schlagworte
diskriminierung piercing werden personen personalauswahl beamtentum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Olivia Mantwill (Autor:in), 2017, Diskriminierung wegen Piercing. Werden gepiercte Personen bei der Personalauswahl im Beamtentum benachteiligt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/466036
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Leseprobe aus  14  Seiten
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