Kommunikationsstörungen und Gesprächsführung in der Schule


Hausarbeit, 2005

21 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

Einleitung

1. Schule als institutioneller Rahmen für Interaktionsprozesse – Beeinflussende Faktoren innerschulischer Kommunikation

2. Kommunikation im Schulalltag
2.1. Kommunikationsstörungen und ihre Ursachen
2.2. Lehrer- Schüler- Kommunikation als System
2.3. Störungen innerhalb dieses Systems und typische Lehrerstrategien

3. Lösungsmöglichkeiten bei Schulkonflikten – Gesprächsführung in der Schule
3.1. Partnerzentrierte und systemische Gesprächsführung
3.1.1. Grundannahmen
3.1.2. Ziele und erwartete Effekte
3.1.3. Das Gebäude erfolgreicher Gesprächsführung
3.2. Prozessmodell der kooperativen Entscheidungsfindung
3.2.1. Grundlagen
3.2.2. Ansatz, Ablauf und Interaktionsfertigkeiten

4. Fazit

Literatur

Selbstständigkeitserklärung

Einleitung

Die Schule als Institution bildet mit all ihren Strukturen und Regeln den Rahmen für jegliche Kommunikation, welche zwischen Lehren, Schülern, Schulleitern und auch den Eltern der Schüler stattfindet. Sie wird als Ort sekundärer Sozialisation verstanden (Brunner u. a. 1978, S.34), weshalb die Interaktionsprozesse, die innerhalb dieser stattfinden, nicht nur im Bezug auf das Lernen, sondern auch für die Entwicklung und Persönlichkeitsbildung der Kinder eine entscheidende Rolle spielen.

Auf die konkreten Situationen, in denen schulische Kommunikation stattfindet, haben sowohl die einzelnen Positionen der Beteiligten Einfluss, als auch das gesamte Schulsystem, sowie die Strukturen innerhalb der Schule. Diese Strukturen werden im ersten Kapitel als Einstieg für den weiteren Verlauf der Arbeit erläutert.

Ebenso treten in der Schule verschiedene Individuen miteinander in Kontakt, die aufgrund ihrer bisherigen Erlebnisse und Erfahrungen unterschiedliche Persönlichkeiten entwickelt haben und individuelle Fähigkeiten zu denken, zu handeln und zu kommunizieren besitzen. Wie diese Kontakte genau aussehen und wodurch sie beeinträchtigt oder verbessert werden können, wird im zweiten Kapitel beschrieben.

Mit der Antwort auf die Frage, welche Wege beispielsweise Lehrer gehen können, die mit einem Problemschüler oder Klassenkonflikten konfrontiert werden, beschäftigt sich der dritte und letzte Teil der Arbeit. Abschließend werden die einzelnen Aspekte im Fazit zusammengefasst und das Ergebnis kommentiert.

1. Die Schule als institutioneller Rahmen für Interaktionsprozesse – Beeinflussende Faktoren innerschulischer Kommunikation

Interaktion und Kommunikation findet in der Schule in formalisierter Form statt. (Tillmann 1993, S.143) Die wichtigsten Faktoren, die diese Form in der Institution Schule ausmachen, haben deutliche Auswirkungen auf schulische Kommunikationsprozesse und können aufzeigen, wie die Interaktion in dieser Institution beeinflusst wird. Hier gibt es vier dominierende institutionelle Vorgaben: Hierarchie und Zwang sowie Leistung und Konkurrenz, die zusammen das Interaktionsklima beeinflussen (ebd., S.144).

Die Hierarchie kann man daran erkennen, dass Lehrer in der Unterrichtssituation über den Schülern stehen. Der Unterricht wird so gestaltet, wie der Lehrer es will. Er muss sich zwar am Lehrplan orientieren, jedoch hat er einen breiten Handlungsspielraum, in dem er frei agieren kann (ebd., S.144). Er hat im Gegensatz zum Schüler stärker die Möglichkeit, Einfluss auf den Unterricht zu nehmen und seine Persönlichkeit auszudrücken.

Schüler haben diese Möglichkeiten nur begrenzt. Jede unangepasste Handlung, die das Unterrichtsgeschehen oder den jeweiligen Lehrer stört, wird von diesem sanktioniert und bewertet (ebd., S.144). Durch die Sanktionierung lernt der Schüler, dass er sich an die aufgestellten Regeln zu halten hat und sein Verhalten sich an den vom Lehrer gestellten Anforderungen orientieren muss.

Der Zwang, der für Schüler oft ein Problem darstellt, wird bereits durch die Schulpflicht deutlich. In Deutschland müssen Kinder und Jugendliche ca. vom sechsten bis zum 16. Lebensjahr täglich die Schule besuchen; sie müssen 45 Minuten an einer Schulstunde aktiv oder passiv teilnehmen, müssen in der Klasse bleiben, der sie zugeteilt wurden - und all das unabhängig von persönlichen Präferenzen (ebd., S.144).

Die Leistung wirkt sich auf den gesamten Schulalltag aus. Schüler müssen Unterrichtsinhalte in Tests, Hausaufgaben, mündlicher Abfragung und Klausuren reproduzieren und nur wenn sie dabei erfolgreich sind, erbringen sie gute Leistung. Hier geht es nicht um eine individuelle Leistung unabhängig vom Thema, sondern darum, das zu leisten, was in jedem einzelnen Fach - abhängig auch vom Lehrer - spezifisch gefordert wird (ebd., S.144).

Aus diesem Leistungsprinzip resultiert die schulische Konkurrenz. Anstrengungen auf Seiten der Schüler laufen darauf hinaus, im Vergleich mit Anderen besser zu sein. Langfristig gesehen sollte jeder einen guten Schulabschluss anstreben, da dieser entscheidend für das spätere Leben ist. Da es ohne die Schlechten aber auch keine Besseren geben kann (ebd., S.145), herrscht ein Schulklima, dass geprägt ist von starkem Konkurrenzdruck.

Dieser institutionell vorgegebene Rahmen verdeutlicht einige Probleme, die sich aus diesem Kontext heraus für die schulinterne Kommunikation ergeben können.

2. Kommunikation und Kommunikationsstörungen im Schulalltag

Es ist nun, nachdem der institutionelle Rahmen deutlich geworden ist, wichtig zu betrachten, zwischen wem Interaktion im gesamten Schulbetrieb stattfindet. Hier tauchen die verschiedenen Positionen des Schulleiters, des Lehrers, der Schüler und deren Eltern auf. Da jede dieser Positionen im Schulalltag mit den anderen in Kontakt tritt, sind all diese Kontakte und alle beteiligte Personen potentielle Problemauslöser. Da das ein sehr umfangreiches Feld ist, gehen die folgenden Ausführungen von der Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern aus. Auch wenn alle oben erwähnten Personen zum Schulsystem ihren Beitrag leisten, hängt erfolgreicher Unterricht hauptsächlich von der täglichen Lehrer- Schüler- Interaktion ab. Um ein für alle Beteiligten möglichst angenehmes Unterrichtsklima zu schaffen, gilt es, Kommunikationsstörungen zu vermeiden und auftauchende Probleme sinnvoll zu lösen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Kommunikationsstörungen und Gesprächsführung in der Schule
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,3
Autor
Jahr
2005
Seiten
21
Katalognummer
V46655
ISBN (eBook)
9783638438025
ISBN (Buch)
9783638772921
Dateigröße
520 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunikationsstörungen, Gesprächsführung, Schule, Kommunikation
Arbeit zitieren
Christina Menge (Autor), 2005, Kommunikationsstörungen und Gesprächsführung in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46655

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Kommunikationsstörungen und Gesprächsführung in der Schule



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden