Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filolofía latina - Literatura

Die Darstellung der Rolle und Wirkungsmöglichkeiten des Intellektuellen bei Tacitus

Título: Die Darstellung der Rolle und Wirkungsmöglichkeiten des Intellektuellen bei Tacitus

Tesis de Máster , 2016 , 91 Páginas , Calificación: 1.0

Autor:in: Sarah-Marie Möller (Autor)

Filolofía latina - Literatura
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Um die Widersprüche der Kaiserzeit zu erfassen und den Umgang der intellektuellen Elite mit veränderten Spielräumen nachvollziehen zu können, beschäftigt sich diese Arbeit mit der Darstellung der Rolle und der Wirkungsmöglichkeiten des Intellektuellen bei Tacitus. Es soll nachgewiesen werden, dass intellektuelles Leben in den Bereichen Redekunst, Dichtkunst und Philosophie anzusiedeln ist, wobei diese Bereiche eine unterschiedlich hohe Relevanz hatten.

Im Werk zeigt sich, dass Intellektuelle der Kaiserzeit im Vergleich zu den Vertretern der alten Beredsamkeit der Republik eingeschränkte Möglichkeiten hatten, weil sie sich nur noch in bestimmten Bereichen betätigen konnten. Damit verringerte sich auch die Rolle, die sie spielten. Um diese Thesen bestätigen oder verwerfen zu können, sind folgende Fragestellungen wesentlich: Zunächst muss untersucht werden, wer „die Intellektuellen“ in Tacitus’ Werken sind und wie sie bezeichnet werden.

Ein nächster Punkt ist die Darstellung der Rolle und der Wirkungsmöglichkeiten, also die Frage, in welchen Tätigkeitsfeldern sich intellektuelles Leben abspielt und welche Aufgaben sie im Kontext des kaiserzeitlichen politischen Alltags haben. Welche Rolle und welche Wirkungsmöglichkeiten werden ihnen eingeräumt? Außerdem lohnt es sich, zu betrachten, welche Unterschiede dabei im Vergleich zu früheren Intellektuellen (vor allem im Vergleich zu Rednern) beschrieben werden. Welche Entwicklung der Rollen wird angedeutet und an welcher Ursache wird sie festgemacht?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Voraussetzungen

2.1 Zu den Werken

2.2 Der Begriff des Intellektuellen im Dialogus und in den Historien

3 Die Darstellung der Rolle und der Wirkungsmöglichkeiten des Intellektuellen im Dialogus de oratoribus

3.1 Betätigung in der Redekunst

3.1.1 Begriff

3.1.2 Darstellung der Wirkungsfelder

3.1.3 Bewertung

3.2 Betätigung in Dichtung und Literatur

3.2.1 Begriff

3.2.2 Darstellung der Wirkungsfelder

3.2.3 Bewertung

3.3 Betätigung in der Philosophie

3.3.1 Begriff

3.3.2 Darstellung der Wirkungsfelder

3.3.3 Bewertung

3.4 Zwischenfazit und Diskussion

4 Die Rolle und Wirkungsmöglichkeiten des Intellektuellen in den Historien

4.1 Betätigung in der Redekunst

4.1.1 Begriff

4.1.2 Wirkungsfeld

4.1.3 Bewertung

4.2 Betätigung in Dichtung und Literatur

4.2.1 Begriff

4.2.2 Wirkungsfeld

4.2.3 Bewertung

4.3 Betätigung in der Philosophie

4.3.1 Begriff

4.3.2 Wirkungsfeld

4.3.3 Bewertung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Darstellung und Entwicklung der Rolle sowie der Wirkungsmöglichkeiten des Intellektuellen in den Werken von Tacitus. Die zentrale Fragestellung zielt darauf ab, wie sich das intellektuelle Leben in den Bereichen Redekunst, Dichtung und Philosophie unter den veränderten politischen Rahmenbedingungen des frühen Prinzipats veränderte und wie die Akteure damit umgingen.

  • Die Rolle und Wirkungsmöglichkeiten des Intellektuellen bei Tacitus
  • Der Einfluss des politischen Systems auf das intellektuelle Leben
  • Untersuchung der Tätigkeitsfelder Redekunst, Dichtung und Philosophie
  • Vergleichende Analyse von Dialogus de oratoribus und Historien
  • Die Beziehung zwischen eloquentia und libertas

Auszug aus dem Buch

3.1 Betätigung in der Redekunst

Nostra potissimum aetas deserta et laude eloquentiae orbata vix nomen ipsum oratoris retineat; neque enim ita appelamus nisi antiquos, horum autem temporum diserti causidici et advocati et patroni et quidvis potius quam oratores vocantur (dial. 1,1).

So unterschiedlich wie die Redestile der Sprecher (Aper, Maternus und Messalla) sind auch ihre Ansichten über die Redekunst und ihre Vertreter. Jeder der drei zeichnet ein etwas anderes Bild. Deutlich wird dies vor allem in der Bewertung. Bereits in der hier zitierten Einleitung in den Dialogus wird die Problematik deutlich: „The point of this string of names is that oratory is now practically confined to the lawcourts, and has lost its place in the Senate and before the Roman people.“ Diese These lässt sich in den Reden belegen. Die unterschiedlichen Bezeichnungen für Redner und Redekunst, in denen oftmals unvermeidlich die Bewertung anklingt, sollen daher im Folgenden untersucht werden. Darüber hinaus prägt auch die Auswahl von Beispielen das jeweilige Konzept. Die beschriebenen Tätigkeiten von Rednern in der Republik und der Kaiserzeit helfen bei der Untersuchung, welche Rolle und Wirkungsmöglichkeiten es für sie (noch) gibt und wie die Sprecher diese bewerten. Einen wichtigen Impuls gibt Lier, indem er den Blick zurück auf den Titel des Werkes lenkt: „Der „Dialogus“ ist keine Lehrschrift über die Redekunst, vielmehr geht es – daher der Titel „Über die Redner“ – um das Redenkönnen konkreter Redner und zwar im doppelten Sinne.“ Es geht demnach zwar auch um die naturgegebene Fähigkeit, das Talent zum Reden, vielmehr ist aber die konkrete Möglichkeit der Umsetzung von speziellem Interesse, sodass „das vordergründige Thema Träger weiterer Überlegungen“ wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik ein, skizziert die Problematik des intellektuellen Lebens im frühen Prinzipat und erläutert die methodische Vorgehensweise anhand der Werke Dialogus de oratoribus und Historien.

2 Voraussetzungen: Dieses Kapitel legt die Grundlage für die Interpretation, indem es Forschungsmeinungen zu den Werken zusammenfasst und den Begriff des Intellektuellen bei Tacitus philologisch begründet.

3 Die Darstellung der Rolle und der Wirkungsmöglichkeiten des Intellektuellen im Dialogus de oratoribus: Eine detaillierte Analyse der Betätigungsfelder Redekunst, Dichtung und Philosophie im Dialogus, wobei die unterschiedlichen Perspektiven der Sprecher Aper, Maternus und Messalla gegenübergestellt werden.

4 Die Rolle und Wirkungsmöglichkeiten des Intellektuellen in den Historien: Die Untersuchung überträgt die Erkenntnisse auf die Historien und beleuchtet anhand von Fallbeispielen, wie Tacitus die Rolle von Rednern, Geschichtsschreibern und Philosophen im politischen Kontext darstellt.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Verhältnis von eloquentia und libertas, wobei die moralische Anpassung des Intellektuellen an die Verhältnisse hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Tacitus, Dialogus de oratoribus, Historien, Intellektueller, eloquentia, Redekunst, Prinzipat, libertas, Dichtung, Philosophie, Delatoren, Rhetorik, Kaiserzeit, ingenium, antike Geschichtsschreibung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Rolle und Wirkungsmöglichkeiten intellektueller Akteure in den Werken des römischen Historikers Tacitus.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Rhetorik (Redekunst), der Dichtkunst und der stoischen Philosophie als Ausdrucksformen des Intellekts im Kontext des frühen römischen Prinzipats.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie sich das intellektuelle Leben unter dem Einfluss politischer Einschränkungen veränderte und wie Tacitus diese Entwicklung in seinen Schriften reflektiert.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt eine philologische Textanalyse und wendet die Methode des "in utramque partem disserere" an, um die verschiedenen, teils widersprüchlichen Standpunkte innerhalb der Dialoge und historischen Erzählungen Tacitus' zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse des "Dialogus de oratoribus" sowie der "Historien", wobei die Bereiche Redekunst, Dichtung und Philosophie jeweils auf Begriffe, Wirkungsfelder und Bewertungen hin untersucht werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "eloquentia" (Beredsamkeit), "libertas" (Freiheit), "ingenium" (Geist/Begabung) sowie der Kontrast zwischen der Ära der Republik und der Zeit des Prinzipats.

Welche besondere Bedeutung kommt dem "Dialogus de oratoribus" zu?

Der Dialogus dient als zentrale historische Momentaufnahme der römischen Gesellschaft unter den Flaviern und ermöglicht es, Tacitus' persönliche Auseinandersetzung mit der eingeschränkten Freiheit des Intellektuellen zu erfassen.

Wie bewertet Tacitus die Rolle der Delatoren?

Delatoren werden als Instrumente des Machtapparats dargestellt, deren Handeln durch eine Mischung aus Gier und Opportunismus geprägt ist, wobei Tacitus ihr Wirken vor allem in den "Historien" kritisch porträtiert.

Final del extracto de 91 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Darstellung der Rolle und Wirkungsmöglichkeiten des Intellektuellen bei Tacitus
Universidad
http://www.uni-jena.de/
Calificación
1.0
Autor
Sarah-Marie Möller (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
91
No. de catálogo
V468200
ISBN (Ebook)
9783668943575
ISBN (Libro)
9783668943582
Idioma
Alemán
Etiqueta
darstellung rolle wirkungsmöglichkeiten intellektuellen tacitus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sarah-Marie Möller (Autor), 2016, Die Darstellung der Rolle und Wirkungsmöglichkeiten des Intellektuellen bei Tacitus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468200
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  91  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint