Die vorliegende Arbeit stellt eine kritische Betrachtung und Erweiterung des Intereffikationsmodells in Form eines Thesenpapiers dar. Es werden Thesen zur Intereffikation vor dem Hintergrund des Medienwandels, der Adaption und Induktion als zirkuläre Beziehung und der Intersystemdifferenzierung zwischen Journalismus und PR aufgestellt.
Die Arbeit ist ein Thesenpapier für die mündliche Bachelorprüfung.
Inhaltsverzeichnis
- Thesenbildung
- Die Intereffikation vor dem Hintergrund des Medienwandels
- Adaption und Induktion als zirkuläre Beziehung
- Intersystemdifferenzierung zwischen Journalismus und PR
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen Betrachtung des Intereffikationsmodells in Bezug auf die Kommunikationsleistungen von Public Relations (PR) und Journalismus. Sie untersucht die Wechselwirkungen und Abhängigkeiten zwischen beiden Teilsystemen im Kontext des Medienwandels und hinterfragt die Annahme, dass eine Existenz ohne das jeweils andere System unmöglich ist.
- Die Rolle des Medienwandels für die Intereffikation
- Die zirkuläre Beziehung von Adaption und Induktion zwischen PR und Journalismus
- Die Abhängigkeit und Unabhängigkeit der Teilsysteme
- Die Auswirkungen von Selbstveröffentlichungen und Selbstrecherchen auf das Intereffikationsmodell
- Die Bedeutung von Simplifikation und Intereffikation in der Praxis
Zusammenfassung der Kapitel
Thesenbildung
Die Intereffikation vor dem Hintergrund des Medienwandels
Das Kapitel stellt das Intereffikationsmodell von Bentele und Fechner vor und diskutiert die Annahme, dass PR und Journalismus voneinander abhängig sind. Es werden empirische Studien zitiert, die diese Annahme in Frage stellen und aufzeigen, dass PR durch eigene Kommunikationskanäle unabhängig vom Journalismus Einfluss ausüben kann.Adaption und Induktion als zirkuläre Beziehung
Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit der zirkulären Beziehung von Adaption und Induktion zwischen PR und Journalismus. Es wird argumentiert, dass die Definition von Induktionsleistungen im Intereffikationsmodell nicht konsistent ist und dass die Nutzung von PR-Material durch Journalisten eher als Adaption anzusehen ist.Schlüsselwörter
Intereffikationsmodell, PR, Journalismus, Medienwandel, Adaption, Induktion, Simplifikation, Selbstveröffentlichung, Selbstrecherche, Determinationsquote, Public Relations, Kommunikationsleistungen, Mediensystem, Informationsfunktion, Social Media, Twitter, Blogs, Newsletter, YouTube, Facebook, Instagram, WhatsApp Business, Corporate TV.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Intereffikationsmodell?
Das Modell beschreibt die wechselseitige Abhängigkeit und Beeinflussung von Journalismus und Public Relations (PR). Es geht davon aus, dass keines der Systeme ohne das andere voll funktionsfähig ist.
Wie verändert der Medienwandel die Beziehung zwischen PR und Journalismus?
Durch Social Media und eigene Kanäle (Corporate TV, Blogs, Newsletter) kann PR heute direkt an die Öffentlichkeit treten, was die klassische Abhängigkeit vom Journalismus verringert.
Was bedeuten „Adaption“ und „Induktion“ in diesem Kontext?
Induktion bezeichnet die gezielte Einflussnahme eines Systems auf das andere, während Adaption die Anpassung an die Arbeitsweisen und Routinen des Partnersystems beschreibt.
Was ist mit der These „Intersimplifikation“ gemeint?
Die Arbeit hinterfragt, ob die Beziehung statt komplexer Intereffikation oft nur aus einer gegenseitigen Vereinfachung (Simplifikation) besteht, um den Anforderungen schneller Medienmärkte gerecht zu werden.
Können PR und Journalismus heute autonom existieren?
Empirische Studien deuten darauf hin, dass PR zunehmend unabhängig agieren kann, während der Journalismus durch sinkende Ressourcen oft stärker auf PR-Material angewiesen ist.
- Citation du texte
- Christian Meradji (Auteur), 2019, Intersimplifikation statt Intereffikation?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468203