Das Konzept von (disruptiven) Innovationen. Grenzen und Intensitätshöhe


Hausarbeit, 2018
13 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Abkürzungsverzeichnis

Eidesstaatliche Erklärung

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen disruptiver Innovationen
2.1 Der Innovationsbegriff
2.2 Disruptive Innovationen
2.3 Grenzen disruptiver Innovationen
2.4 Innovationsintensität

3 Merkmale und Problemstellungen disruptiver Innovationen nach Christensen
3.1 Merkmale disruptiver Innovationen
3.2 Problemstellung durch disruptive Innovationen

4 Praktisches Beispiel: Die MP3-Technologie

5 Zusammenfassung und kritische Würdigung

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Motivation

Die Thomas W. Lawson lief im Jahre 1902 vom Stapel und war das einzige Segelschiff der Welt, mit sieben Mastern, was zu dieser Zeit eine Weltinnovation darstellte. Knapp einhundert Jahre früher lief, das erste Dampfschiff vom Stapel. Es brauchte 100 Jahre, bis die bessere, sichere und günstigere Innovation das Segelschiff ablöste. Disruptive Innovationen kommen schleichend, überholen vergleichbare Produkte und können gesamte Märkte auf den Kopf stellen oder gar zerstören.

Unsere rasant wachsende Gesellschaft fordert von der produzierenden Industrie immer neue und schnellere Technologien ab. Die Unternehmungen reagieren darauf mit neueren Innovationen und Entwicklungen ihres Produktportfolios. Eine stetige Weiterentwicklung ihrer Produkte hilft den meisten Unternehmen nicht, Marktführer zu werden. Sie suchen nach dem einen Produkt, das durch eine disruptive Innovation entsteht, wodurch sie ein Alleinstellungsmerkmal erhalten.

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Das Konzept der Disruptiven Innovationen soll im ersten Abschnitt dieses Assignments auf seine Gesamtzusammenhänge untersucht werden. Dabei werden die Zusammenhänge zwischen Innovationen und disruptiver Innovationen skizziert sowie deren Grenzen und Intensitätshöhe definiert. Im zweiten Abschnitt dieser Arbeit wird Christensens 7KH ,QQRYDWRU¶V 'LOHPPD PLWHLQEH]RJHQ, um die Merkmale disruptiver Innovation weiter auszuarbeiten. Dabei wird nicht nur auf die Merkmale und deren Probleme gezielt, sondern auch auf mögliche Handlungsempfehlungen.

Durch die MP3-Technologie ist ein praktisches Beispiel im dritten Abschnitt der Arbeit gewählt worden, welches disruptive Innovationen und deren Auswirkung und Macht dokumentiert und veranschaulicht.

Im letzten Kapitel werden die vorherigen Kapitel kurz resümiert und ein kritisches Fazit wird formuliert.

2 Grundlagen disruptiver Innovationen

2.1 Der Innovationsbegriff

'HU ,QQRYDWLRQVEHJULII OHLWHW VLFK YRP ODWHLQLVFKHQ %HJULII ÄLQQRYDUH³ erneuern) ab. Dabei wird darauf gezielt, dass ein Objekt oder ein Zustand gegenüber dem letzten Zustand verbessert wird. In der Gesellschaft im Allgemeinen wird der Begriff der Innovation eher als eine neue Erfindung empfunden. Nach Bernd Weis X muss hier aber näher differenziert werden. Eine Idee bzw. Erfindung steht ± nach dem Innovationsprozessgedanken ± vor der eigentlichen Innovation. Somit kann Innovation folgendermaßen (1) nach Bernd Weis X definiert werden (vgl. Weis, 2012, S.37 ff):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ein Impuls wird zu einer Idee, welche durch viel Arbeit und Forschung zu einer neuen PDUNWUHLIHQ /|VXQJ KHUDQZlFKVW ,QYHQWLRQ %HVWHKW GLHVH /|VXQJ GHQ Ä$OOWDJ³ 'LIIX sion), wird aus einer einfachen Idee, eine marktreife Innovation (siehe Formel (1)). Nach der Organization for Economic Cooperation and Development (OECD), können Innovationen nach ihrem Inhalt, ihrer Entstehung und ihrer Wirkung typisiert werden. Die nachfolgende Grafik fasst die verschiedenen Typen zusammen: (vgl. Weis, 2012, S.38 ff)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Typologie von Innovationen nach eigener Darstellung in Anlehnung an Bernd Weis X (vgl. Weis, 2012, S.38 ff)

2.2 Disruptive Innovationen

Im Bereich der Managementlehre ist der Begriff der disruptiven Innovationen in aller fvUnde. .,Disruptive" stammt v٠m Englischen to disrupt ah, was mit unterbrechen', ,zerbrechen* cder ,stören. UberseGt werden kann. Nach dem Aut.r und Wissenschaft- ler Clayton M. Christensen ist die Theorie der disruptiven Technologien bzw. disruptiven Innovation als eine Bestrebung von Unternehmen zu interpretieren, welche versuchen, andere Marktteilnehmer durch neue disruptive Innovationen vollständig vom Markt zu verdrängen. Christensen forschte an der Harvard Business School (USA) als Doktorand im Themengebiet der disruptiven Innovationen. Über den Festplattenmarkt versucht er zu verstehen, weshalb etablierte und erfolgreiche Unternehmen an schnellen und star- ken Innovationen scheitern bzw. untergehen und andere hingegen nicht. (vgl. Baumann, 2018, S.34 ff)

2.3 Grenzen disruptiver Innovationen

Disruptive Technologien können durch ihre Position im Markt definiert werden. Techno- logien, welche im unteren Marktsegment eingesetzt werden, bezeichnet man als Low- End Disruption. Die Technologien positionieren sich dort, da die bereits gesetzten Pro- dukte im Markt für den Kunden ein Überangebot darstellen. Produkte enthalten mehr und mehr Features und Tools, obwohl der Markt danach nicht fragt. Low-End Techno- logien können hier ansetzen und Abnehmer von ihrem Minimalismus überzeugen. Als Beispiel können hier die sogenannten Billigfluglinien easyJet und Ryanair genannt wer- den. Diese erkannten, dass der Kunde eine günstige Möglichkeit sucht, von A nach B zu kommen. Das Überangebot mit Service, Essen, Komfort wurde bei den Billigflugli- nien auf ein Minimum reduziert, wodurch ältere und traditionsreiche Unternehmen Marktanteile abgeben mussten. (vgl. Janke und Burkhardt, 2018, S15 ff)

Den Gegensatz zu den Low-End Disruptionen stellen die New-Market-Disruptionen Innovationen dar, welche durch ihre neuen und einzigartigen Eigenschaften, neue Märkte erschaffen können. Beispielsweise konnte dank der Erfindung der Dampfmaschine von klassischen Segelschiffen auf Dampfschiffe umgestellt werden. Die Dampfschiffe betraten einen völlig neuen Markt und verdrängten die klassischen Segelschiffe fast vollständig vom Schiffsmarkt. (vgl. Janke und Burkhardt, 2018, S16 ff)

2.4 Innovationsintensität

Die Innovationsintensität oder auch Innovationshöhe genannt, unterscheidet zwischen inkrementellen Innovationen und radikalen Innovationen. Beide Begriffe können als Ext- rempunkte bezeichnet werden. Die Kurve, welche durch die zwei Extrempunkte verläuft, steht in Abhängigkeit des Neuigkeitsgrades. Resultierend daraus, beschreibt die Inno- vationsintensität, in welcher Höhe und Aktualität ein Produkt entwickelt bzw. weiterent- wickelt worden ist.

Innovationen, welche inkrementeller Natur sind, haben einen geringen Neuigkeitsgrad. Dies äußert sich dadurch, dass an einem Produkt kleine Verbesserungen vorgenom- men wurden. Strategisch wird dadurch nicht impliziert, einen neuen Markt zu erobern, sondern seine derzeitige Marktsituation zu festigen. Die Firma Kodak kann hier als Bei- spiel genannt werden, welche große Anstrengungen unternommen hat, ihre Produkte auf inkrementeller Basis weiterzuentwickeln. Die stetig inkrementell entwickelten Pro- dukte von Kodak wurden jedoch von der Digitalisierung des Kameramarktes, einer dis- ruptiven Innovation, abgehängt1.

Radikale Innovationen weisen einen hohen Neuigkeitsgrad auf, welcher eine Reaktion auf neu entwickelte Technologien der Unternehmen ist. Radikale Innovationen verändem den gesamten Mart، seht. Start, verursachen aber keine ,Zerstaung von Markten", wie bei den disruptiven Innovationen. Als Beispiel kann hier die Ablösung der DVD durch die Blue-ray-Disc erwähnt werden. Blue-rays besitzen eine höhere Speicherkapazität (25 GB bis 50 GB) zur CD (4,7 GB bis 8,5 GB) und bestechen mit einer höheren optischen Qualität. Die Technologie der Compact Disc existiert bis heute, musste aber viele Marktanteile an andere Marktteilnehmer abgeben, welche auf die Blue-ray- Technologie setzten2.(vgl. Seeger, 2018, S.10 ff)

[...]


1 https://t3n.de/news/kodak-momente-unternehmen-827288/2/

2 https://www.computerwoche.de/a/die-vielen-gesichter-der-innovation,3545039

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Das Konzept von (disruptiven) Innovationen. Grenzen und Intensitätshöhe
Autor
Jahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V468217
ISBN (eBook)
9783668941731
ISBN (Buch)
9783668941748
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konzept, innovationen, grenzen, intensitätshöhe
Arbeit zitieren
Florian Huber (Autor), 2018, Das Konzept von (disruptiven) Innovationen. Grenzen und Intensitätshöhe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468217

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Das Konzept von (disruptiven) Innovationen. Grenzen und Intensitätshöhe


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden