Eventorganisation am Beispiel des Electric Love Festivals


Hausarbeit, 2018
22 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK DER EVENTORGANISATION
2.1. EVENTDEFINITION, EVENTFORMEN UND THEORETISCHE GRUNDLAGEN DER EVENTORGANISATION
2.2. DER EVENTMANAGEMENT-ABLAUF

3. ANWENDUNG DER THEORETISCHEN GRUNDLAGEN IN DER PRAXIS
3.1. DAS ELECTRIC LOVE FESTIVAL
3.2. EINORDNUNG DES ELECTRIC LOVE FESTIVALS
3.3. KONZEPTION EINES EVENTS (ANHAND DES ELECTRIC LOVE FESTIVALS)
3.4. INSZENIERUNG EINES EVENTS

4. FAZIT UND PERSÖNLICHE ERFAHRUNG BEIM ELECTRIC LOVE FESTIVAL

5. ANHANG

6. LITERATURVERZEICHNIS

7. ABBILDUNGSVERZEICHNIS

1. Einleitung

Der Markt und die Menschheit stecken in einem ständigen Wandel. Sowohl die Angebote an Produkten und Dienstleistungen, als auch die Ansprüche der Konsumenten verändern sich andauernd. Dies führt zu einem außerordentlichen Wettkampf unter den Unternehmen bezüglich Produkte, Dienstleistungen und Kommunikation. Die Menschen haben den Anspruch, konstant eine Steigerung ihrer Befriedigung zu erhalten, was ihnen mehr Nutzen, mehr Spaß und mehr Erlebnisse bringen soll. Insbesondere der Eventmarkt als eine Form des Dienstleistungsmarktes befindet sich in einem kontinuierlichen Prozess der Veränderung und Innovation. Jegliche Formen von Events beeinflussen den Menschen, sei es verbunden mit positiven oder negativen Assoziationen. Je nach Eventorganisation der Verantwortlichen und Anspruch der Eventbesucher behält man das Event als eine erfolgreiche und gelungene oder als eine gescheiterte und erlebnislose Erfahrung im Kopf. Man kann also heutzutage durchaus davon sprechen, dass Events eine gesonderte Rolle in der oben beschriebenen, konstant nach Veränderung strebenden Gesellschaft, einnehmen. Somit liegt es in den Händen der Eventorganisatoren das Eventmarketing als ein Instrument im Kommunikationsmix so zu gestalten, dass die damit verbundenen Ziele wie „… Bekanntmachung, Information, Einstimmung sowie Handlungsauslösung, also beispielweise einem Produktkauf im Eventnachgang“1 erreicht werden.

Was eine erfolgreiche und problemlose Eventorganisation ausmacht, wird im Laufe der Arbeit anhand des Zusammenspiels der theoretischen Grundlagen aus dem Eventbereich und der praxisorientierten Anwendung, erläutert. Als Praxisbeispiel, um die theoretischen Grundsätze möglichst realitätsnah erklären zu können, dient das Electric Love Festival (ELF), auf welches im weiteren Verlauf der Arbeit immer wieder zurückgegriffen wird. Bei der Arbeit habe ich mich besonders an eigenen Erfahrungen orientiert und versucht die theoretischen Inhalte durch persönliche Erlebnisse/Erkenntnisse beim Electric Love Festival darzustellen.

Das Electric Love Festival in der Nähe von Salzburg, Österreich dient als optimales Anschauungsbild um die praxisfernen Elemente aus den Bereichen der Eventplanung, Eventdurchführung und Eventkonzeption belegen zu können, was gleichzeitig den Hauptteil der Arbeit darstellt. Zum Anfang der Studienarbeit wird beschrieben, was Events generell ausmacht und welche Formen es von Events gibt. Das Fazit und die Bewertung des Electric Love Festivals durch persönliche Erfahrungen stellen den Schluss dar.

2. Einführung in die Thematik der Eventorganisation

2.1. Eventdefinition, Eventformen und theoretische Grundlagen der Eventorganisation

2.1.1. Das „Event“

Der Begriff Event stammt aus dem Englischen und heißt rein übersetzt „Ereignis“. Event steht aber auch im Deutschen für Bezeichnungen wie „Veranstaltung“ oder „Anlass“. Der Begriff Event gilt mittlerweile in Deutschland als Musterbeispiel eines Anglizismus und hat sich inzwischen in den gewandten Wortschatz eingegliedert.

In der Literatur lässt sich allerdings keine einheitliche Definition bzgl. des Eventbegriffes finden. Event scheint ein allgegenwärtiger Begriff zu sein. Beispielsweise wirbt der Fernsehsender „Pro7“ für den jährlich stattfinden Super-Bowl mit dem „Mega-Event aus den USA“. Auch klassische Serien wie z.B. „Big Brother“ werden in der heutigen Zeit nichtmehr als Serie, sondern vielmehr als TV-Event betitelt. Des Weiteren greifen Unternehmen immer mehr auf sogenannte „Recruiting-Events“ zurück. Dies sind vom Unternehmen organisierte Veranstaltungen, um die Bewerber kennenzulernen und das Unternehmen an sich vorzustellen.

Zanger und Sistenich verstehen unter einem Event eine „inszenierte Veranstaltung in Form erlebnisorientierter firmen- und/oder produktbezogener Veranstaltungen und Aktionen, die dem Adressaten firmen- oder produktbezogene Kommunikationsinhalte vermitteln, d.h. emotional und physische Reize darbieten, die zu einem starken Aktivierungsprozess führen.“2

Um eine Definition zu finden, welche alle Aspekte des Events/Eventmarketings einschließt, ist die Zusammenführung mehrerer Definitionen notwendig. Zusammenfassend kann man aber sagen, dass alle Erklärungsansätzen durch das ESD-Modell nach Apitzsch charakterisiert werden können. Die untenstehende Grafik beinhaltet die drei Hauptfelder, welche die Eventorganisation/das Eventmanagement ausmachen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Module der Eventorganisation in Anlehnung an Apitzsch

Für Kiel und Bäuchl spielt beispielsweise das Teilnehmermanagement/die Teilnehmerkommunikation eine wichtige Rolle, da für sie Events „… die Konzeption und Organisation von Erlebnisumfeldern für Unternehmen oder Marken zum Erreichen vorgegebener Ziele bei den aktivierten Teilnehmern“3 darstellen.

2.1.2. Unterschied Event - Veranstaltung

Wie bereits beschrieben zählt die Veranstaltung zu einen von vielen Übersetzungsmöglichkeiten des Eventbegriffes. Dennoch gibt es einige Punkte, wodurch sich das Event von der klassischen Veranstaltung unterscheidet:

- Events stellen eine Art „Großveranstaltungen“ dar, wo mit internaltionalen Publikum zu rechnen ist. => Jegliche Art von Besuchern/Teilnehmern in Bezug auf: Kultur, Sprache, Betrachtungsweisen etc.
- Events haben Einfluss auf die Region und auf das Land, in denen sie stattfinden und haben auch einen internationalen Effekt (z.B. sind die Olympischen-Spiele nicht nur für den Austragungsort von Bedeutung, sondern ebenfalls für die ganze Welt)
- Besucheranzahl pro Tag > 100.000

2.1.3. Formen des Events

Events finden so gut wie in jedem Lebensbereich des Menschen statt. Sei es beispielsweise im beruflichen Leben bei Infoabenden oder im privaten Leben beim Sport. Daher ist es sehr schwer alle Eventarten aufzuzählen. Nufer hat es geschafft mit Hilfe eines drei dimensionalen Würfels Events so zu systematisieren, dass jedes Event einem Typus bzw. einer Form zugeordnet werden kann.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Formen des Eventmarketings

Der Würfel besteht demnach aus 27 Teilwürfeln. Jedes Event kann daher mit Hilfe des dreidimensionalen Würfels einem bestimmten Teilbereich zugeordnet werden.

Die waagrechte Seite des Würfels soll die Einteilung nach der Zielgruppe symbolisieren. Unternehmensinterne Events (z.B. Schulungen) fördern hauptsächlich die Mitarbeitermotivation und helfen den Mitarbeitern sich im Unternehmen zurecht zu finden. Bei unternehmensexternen Events (z.B. Tag der offenen Tür) steht die Kundenkommunikation beispielsweise die Kundenzufriedenheit im Vordergrund. Eine Mischform tritt auf, wenn das Event sowohl unternehmensinterne, als auch unternehmensexterne Ziele verfolgen soll. Die zweite Dimension charakterisiert die Form der Inszenierung. Arbeitsorientierte Veranstaltungen umfassen den Austausch von Wissen, Informationen und Erfahrungen, sodass ein positiver Nutzen bei den Parteien erzielt wird, wie es beispielsweise bei Produktschulungen der Fall ist. Der Begriff Infotainment fokussiert die Übermittlung von Informationen, verpackt in einer Art der Unterhaltung z.B. Vorstellung eines neuen Produktes bei einer Abschlusseier. Bei freizeitorientierten Events steht die Unterhaltung der Besucher im Vordergrund, wozu das Electric Love Festival zählt. Die dritte Dimension richtet sich nach dem Konzept der Veranstaltung. Dient das Event lediglich der reinen Darstellung des Unternehmens z.B. zu einem historischen Anlass, spricht man von einem anlassorientierten Event. Sobald die Übermittlung einer Marke und deren Festigung auf emotionaler Ebene bei der Zielgruppe im Mittelpunkt steht, ist die Rede von markenorientierten Events. Sobald das Event sowohl anlassorientiert, als auch markenorientiert ist, handelt es sich um eine Kombination aus den zwei Leitgedanken.4

2.2. Der Eventmanagement-Ablauf

Der Eventmanagement-Ablauf stellt den Ablauf eines Events in einem Phasen- Modell dar, um systematisch vorgehen und den Überblick behalten zu können.

[...]


1 Kiel & Bäuchl 2014, S.1

2 Zanger & Sistenich 1996, S.234

3 Kiel & Bäuchl 2014, S.1

4 vgl. Nufer 2002, S. 36-40

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Eventorganisation am Beispiel des Electric Love Festivals
Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
22
Katalognummer
V468258
ISBN (eBook)
9783668925663
ISBN (Buch)
9783668925670
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eventmanagement, Eventorganisation, Eventkonzeption, Festival, Inszenierung, Event, Sportmanagement, Eventmanagementablauf
Arbeit zitieren
Markus Weth (Autor), 2018, Eventorganisation am Beispiel des Electric Love Festivals, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468258

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