Das Diktat. Herausforderungen und Schwierigkeiten für den Rechtschreibunterricht


Hausarbeit, 2018
16 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Diktat im Deutschunterricht
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Bezug zum Bildungsplan
2.3 Bedeutung des Diktats im Rechtschreiblernprozess
2.4 Anwendung in der Unterrichtspraxis
2.5 Umgang mit Schwierigkeiten im Diktat
2.6 Positive Aspekte des Diktats

3 Fachdidaktische Kritik am klassischen Diktat
3.1 Alternativen zum klassischen Diktat
3.2 Das Stufendiktat
3.3 Das Eigendiktat
3.4 Exkurs: Diktatwettbewerb

4 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

„Hefte raus - Heute wird ein Diktat geschrieben.“. Notendruck, Aufregung, Anspan- nung, Zeitdruck - diese und viele weitere Begriffe kommen einigen Schuler_innen bei diesem Satz in den Sinn. Das Gefuhl der Angst breitet sich aus. Meist sind es unange- nehme Gefuhle und eher negative Erinnerungen, die aufkommen. Nicht fur alle Kinder ist das Diktat geeignet, um die Rechtschreibleistung zu uberprufen. 1st es denn dafur uberhaupt geeignet? Daruber wird haufig diskutiert. Von der Fachwelt ist das klassische Diktat sehr umstritten und wird mehr und mehr kritisiert. Vor allem wird die Kritik auf- grund der Ergebnisorientierung des Diktats ausgeubt. Wahrend die Diktatbefurworter der Meinung sind, dass das Diktat sehr wichtig ist, die Schuler_innen durch das Zuho- ren eines Textes dazu zu bringen, sich mit dem Aufgeschriebenen auseinanderzusetzen und dabei Strategien und Regeln anwenden sollen, entgegen die Kritiker, dass Diktate nicht zur Verbesserung der Rechtschreibfahigkeit fuhrt und dadurch auch keine Recht- schreibsicherheit entwickelt. Das Diktat als effektive Prufungsform steht daher dem Diktat als Mittel entgegen, das Frustration, Angst und Stress verbreitet. Trotzdem ist das Diktat gangig im Deutschunterricht und wird an vielen Schulen, ganz egal in welcher Klassenstufe oder welcher Schulart, eingesetzt. Mit dem Begriff Diktat wird meist die klassische Form des Diktates assoziiert. Das es aber eine Vielzahl an Diktatformen gibt, ist Vielen gar nicht bewusst. Von dem Partnerdiktat, Dosendiktat bis uber Schleichdik- tate gibt es eine groBe Auswahl an verschiedenen Methoden. Daher stellt sich die Frage, ob das klassische Diktat als Unterrichtsmethode noch zeitgemaB ist oder ob es eventuell andere Varianten und moglicherweise geeignetere Alternativen gibt. Diese Arbeit geht deshalb der Frage nach, inwiefern das Diktat eine Herausforderung fur den Recht- schreibunterricht darstellt. Der erste Abschnitt der Ausfuhrung beschaftigt sich mit dem klassischen Diktat im Deutschunterricht. Zunachst wird der Begriff Diktat definiert, um einen Uberblick uber das Themengebiet zu bekommen. Daruber hinaus wird Bezug zum Bildungsplan im Baden-Wurttemberg genommen, um zu uberprufen, welche Kompe- tenzen hinsichtlich des Schreibens von den Schuler_innen gefordert werden. Worin liegt die Bedeutung des Diktats im Rechtschreiblernprozess? Auf diese Frage wird in den nachsten Ausfuhrungen auch nochmals explizit eingegangen. Nach dem theoretischen Teil folgt eine Beschreibung der Realisierung in der Unterrichtspraxis. Daruber hinaus wird auch der Umgang mit Schwierigkeiten des Diktats und die positiven Aspekte des Diktats beleuchtet. Im zweiten Teil der Arbeit liegt der Fokus auf den Kritikpunkten am klassischen Diktat. Dabei werden Kritiken aus der Fachwelt miteinbezogen. Zuletzt werden alternative Diktatformen vorgestellt, wobei zwei naher erlautert werden. Der Exkurs Diktatwettbewerb ist der letzte Teil der Ausfuhrungen. Zum Ende folgt ein Fazit mit personlicher Stellungnahme.

2 Das Diktat im Deutschunterricht

Das Diktat war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts die „wichtigste Lehr-, Ubungs- und Prufungsform im Rechtschreibunterricht“ (Fix 1994: 186). Es kommt in alien mogli- chen Schularten und Schulstufen zum Einsatz. AuBerdem wird es auch anderen Berei- chen angewendet wie beispielsweise bei Einstellungstests. Auch im Buro kommen hin und wieder Diktate vor, indem ein_e Diktierende_r einer oder einem Sektretar_in einen Text vorliest, der dann zu Papier gebracht wird. Dies kann auch in Form eines Tontra- gers gemacht werden. Auch im politischen Bereich hat das Diktat wieder eine ganz an- dere Bedeutung. Daher hat das Diktat auch heute noch einen groBen Stellenwert. Sei es im Deutschunterricht oder auch in auBerschulischen Bereichen. Das wird auch dadurch verdeutlicht, dass einige Lehrkrafte der Meinung sind, dass das Diktat das „am besten geeignete Mittel [...], die Rechtschreibfahigkeiten junger Menschen zu uberprufen“ (Menzel 1997: 15). Allerdings ist es in den letzten Jahren immer wieder kritisiert wor­den. Darauf wird im zweiten Teil der Arbeit noch genauer eingegangen.

2.1 Begriffsbestimmung

Zunachst stellt sich die Frage, was sich hinter dem Begriff Diktat uberhaupt verbirgt. Um einen Uberblick zu bekommen, werden im Folgenden Definitionen und Informatio- nen zum klassischen Diktat vorgestellt. Da es eine Vielzahl an Begriffsbestimmungen gibt, ist es nicht einfach zu definieren, was unter dem Begriff Diktat zu verstehen ist. Der Begriff „Diktat“ hat seinen Ursprung im Lateinischen und wird vom Wort „dictare“ abgeleitet, welches „diktieren“ oder „bestimmen“ bedeutet. Das Diktat wird nach Rie- hme wie folgt beschrieben: „Das Diktat in der Disziplin Grammatik/Orthographie ist eine methodische MaBnahme, die die Schuler veranlasst, mundlich vorgetragenes Sprachmaterial als Ubung oder Leistungskontrolle wortwortlich aufzuschreiben“ (Rie- hme 1987: 145). Die Aufgabe fur die Schuler_innen besteht also darin, den vorgespro- chenen Text in der richtigen Schreibweise aufzuschreiben. Nach Auffassung von Bi- schoff ist das Diktat „eine phonologische-phonetische Kodierung eines Textes“ (Bi- schoff 1978: 5). Damit wird das Diktat auch als eine Art Kommunikationsprozess ver- standen, der zwischen einem Sender und Empfanger ablauft. Diese Ausarbeitung orien- tiert sich jedoch an der Definition von Wolfgang Menzel. Er definiert das Diktat als Unterrichtsmethode folgendermaBen: „Diktieren nennt man das Vorlesen oder Vorspre- chen eines Textes, der von einem Schreibenden nach Gehor aufgeschrieben wird. Unter Diktat wird dann ublicherweise das Ergebnis dieses Vorgangs bezeichnet [...] - oder aber die gesamte Veranstaltung des Diktierens und Niederschreibens samt ihrem Ergeb­nis [...]“ (Menzel 1997: 15). Diese Definition von einem Diktat kommt dem allgemei- nen Verstandnis des Diktates schon sehr nahe. Demnach bezieht sich ein Diktat auf ei­nen vorgesprochenen Text, der niedergeschrieben werden muss. Im Hinblick auf den schulischen Kontext lasst sich feststellen, dass es sich bei einem Diktat um eine Metho- de des Rechtschreibunterrichts handelt. Meist im Deutschunterricht, aber auch in ande- ren Fachern wie beispielsweise in Fremdsprachen wird das Diktat eingesetzt.

2.2 Bezug zum Bildungsplan

Das Baden-Wurttembergische Bildungsministerium schreibt fur Grundschulen im Fach Deutsch vor, dass die Schuler_innen Texte verfassen, richtig schreiben, flussig schrei- ben sowie elektronische Medien - sobald vorhanden - nutzen konnen (vgl. Ministerium fur Kultus, Jugend und Sport: Bildungsplan der Grundschule: Deutsch, 2016). Daruber hinaus ist im Bildungsplan Folgendes verfasst:

„Ausgehend von lautgetreuen Verschriftlichungen entdecken sie RegelmaBigkeiten, entwickeln ein Rechtschreibbewusstsein und beachten dabei orthografische Phanomene. Mit geeigneten Methoden pragen sie sich Merkworter ein. Sie entwickeln - ausgehend von der Druckschrift - eine verbundene Schrift, die zu einer individuellen, gut lesbaren und flussigen Handschrift fuhrt“ (Ministerium fur Kultus, Jugend und Sport: Bildungs- plan der Grundschule: Deutsch, 2016).

Aus diesen Anweisungen ergibt sich keine konkrete Diktatpraxis in der Grundschule in Baden-Wurttemberg. Jedoch konnten dadurch verschiedene und mogliche Varianten des Diktates abgeleitet werden, die die im Bildungsplan aufgefuhrten Kompetenzen unter- stutzen und fordern. Flussig schreiben konnen ist sehr zentral auch gerade im Hinblick auf die weiterfuhrenden Schulen. Allerdings ist es oftmals so, dass die Schule als Bil- dungsinstitution daruber entscheidet, wie mit Diktaten umgegangen wird. Ob und in- wiefern das Diktat zu diesen Kompetenzen beitragen kann, ist schwierig nachzuweisen. Fest steht jedoch, dass das Diktat ein gewisser Teil dazu beitragt. Jedoch darf die Be- deutung des Diktats nicht unterschatzt werden, denn sie spielt eine zentrale Rolle im Rechtschreiblernprozess sowie im Rechtschreibunterricht. Im nachsten Abschnitt wird auf die Relevanz des Diktates naher eingegangen.

2.3 Bedeutung des Diktats im Rechtschreiblernprozess

Dem Diktat wird eine hohe Bedeutung fur den Unterricht beigemessen. Generell lasst sich festhalten, dass das Diktat zur Starkung und Verbesserung der Rechtschreibfahig- keiten fuhren soll. Dabei sollen erlernte Regeln angewendet sowie gefestigt werden (vgl. Riehme 1987: 145). Das heiBt, dass die Schuler_innen die verschiedenen Verfah- ren der Orthographie anwenden mussen. Nach Analyse von Fix sind Diktate ein wichti- ger Bestandteil im Unterricht, da sie zur Verbesserung der Rechtschreibleistung beitra- gen sowie die Schreibfahigkeit allgemein verbessern. Daraus lasst sich schlieBen, dass beim Diktat verschiedene Fahigkeiten geubt werden. Fahigkeiten rund um die Textar- beit wie Horverstandnis, flussig Lesen und Rechtschreibung werden trainiert. Zudem stellen sie eine geeignete Ubungsform fur das Rechtschreiben dar und konnen daruber hinaus dazu dienen, Lernziele zu kontrollieren und zu uberprufen. Die Disziplin der Klasse wird ebenfalls beeinflusst, da die Schuler_innen wahrend des Diktates ruhig, aufmerksam und konzentriert sein mussen (vgl. Fix 1994: 287). Beim Diktat wird also auch die Konzentrationsfahigkeit trainiert. Demnach wird das Diktat also auch als Kon- trollinstrument der Rechtschreibfahigkeiten der einzelnen Schuler_innen angewendet (vgl. Menzel 1997: 16). Das Diktat kommt sowohl zur Ubung als auch zur Uberprufung zum Einsatz. Durch das Korrigieren des Diktats konnen Rechtschreibfahigkeiten der einzelnen Schuler_innen bewertet werden. Im Hinblick auf die Ziele des Rechtschreib- unterrichts im Allgemeinen, lasst sich feststellen, dass die Kinder mehrere Teilfertigkei- ten erreichen. Dazu gehoren Rechtschreibgespur, Korrekturkompetenz, Reflexion und Methodenkompetenz (vgl. Hewel-Bruggert, 2013). Daraus lasst sich schlieBen, dass diese Kompetenzen nur mit dem Diktat nicht uberpruft werden konnen. Nach Hanke wird dem Diktat nun die Bedeutung als „ein Element des komplexen schriftsprachlichen Handlungsprozesses“ zugesprochen (Hanke 2003: 785). Demnach bezieht sie auch den kognitiven Akt mit ein. Es geht daher nicht darum, Begriffe auswendig zu lernen, son- dern erlernte Regeln anzuwenden und auf Neues zu ubertragen. Wortverwandtschaft, Analogiebildungen und gelernte Strategien sind demnach von Bedeutung. Zudem haben sich in den vergangenen Jahren einige Einstellungen gegenuber dem Diktat verandert. Wahrend fruher hauptsachlich das Ergebnis des Diktates gezahlt hat, hat sich das heut- zutage etwas gewandelt. Differenzierungen sind hier wichtig genauso wie der Aspekt, dass Fehler nicht als Defizit, sondern als Lernchance gesehen und genutzt werden. Ebenso ist es zentral, die einzelnen Schuler_innen als individuelle Person zu sehen und die einzelnen Fortschritte und Fahigkeiten zu bestimmen, die nicht nur vom Diktat ab- hangig gemacht werden sollten. Infolgedessen geht es also auch hauptsachlich darum, die individuellen Rechtschreibfahigkeiten des einzelnen Schulers zu fordern. Daraus lasst sich schlieBen, dass sich die Bedeutung des Diktates im Gegensatz zu fruher ge- wandelt hat.

2.4 Anwendung in der Unterrichtspraxis

Nach dem Theorieteil beschaftigen sich nun die weiteren Ausfuhrungen mit der Reali- sierung des Diktats in der Unterrichtspraxis. Zudem wird ein moglicher Ablauf von Diktaten vorgestellt. Eine Unterscheidung von Ubungs- und Prufungsdiktaten ist zu- nachst notwendig. Bei einem Ubungsdiktat wird deutlich, in welchen Bereichen noch Ubungsbedarf besteht, wahrend bei einem Prufungsdiktat deutlich zu erkennen ist, wie die Rechtschreibung der Schuler_innen ausgepragt ist. Bei Zweiterem spielt der Leis- tungsdruck eine zentrale Rolle, da eine Uberprufung mit Notengebung stattfindet (vgl. Beyer 1983: 275). Ubungsdiktate werden meist als Vorbereitung vor einem Prufungs­diktat geschrieben, sodass sich die Schuler_innen mit der Diktatatmosphare vertraut machen konnen. Demnach ist das Ubungsdiktat fur Viele eine Lerngelegenheit. Jedoch werden nicht viele oder manchmal auch gar keine Ubungsdiktate im Vorfeld geschrie- ben und damit haben die Schuler_innen auch kaum Ubungsmoglichkeiten. Nach Menzel darf ein Diktat kein Wort enthalten, „das zuvor nicht geubt wurde und das nicht ver- standen wird, und dass es den Schreibenden keine Strategie abverlangen darf, die nicht vorher gelernt wurde“ (Menzel 1997: 24). Meist werden in der Primarstufe nur geubte Diktate geschrieben, wahrend ab der 4. Klasse jedoch immer mehr ungeubte Diktate zum Einsatz kommen. Zentral ist hierbei, dass nur Themen gepruft werden, die auch im Unterricht besprochen wurden. Dies stellt eine wichtige Voraussetzung dar. Denn nur wenn die Schuler_innen auch angemessen im Vorfeld vorbereitet wurden, fuhlen sie sich sicher. Auch nach Fix ist es wichtig, „dass sich Diktate am (geubten) Grundwort- schatz orientieren mussen, die Schwierigkeiten begrenzt sein und Interferenzen vermie- den werden sollten“ (Fix 1994: 186). Die Anknupfung an Vorkenntnissen der Schu­ler_innen spielt demnach eine wichtige Rolle. Verwirrungen und Unklarheiten sollten demnach im Diktat vermieden werden. Im Folgenden wird nun der Ablauf eines Diktats naher skizziert. Zu Beginn wird das Diktat einmal komplett von der Lehrperson vorge- lesen im normalen Sprechtempo sowie mit gewohnlicher Sprechweise. Die Schu- ler_innen lernen dadurch den Text kennen und konnen sich mit ihm vertraut machen. Je nachdem werden Fremdworter sowie unbekannte Worter notiert. Nun wird jeder Satz einzeln vorgelesen. Die Lehrkraft liest meisten sinnvolle Sinneinheiten vor und hin und wieder auch mal nur Wort fur Wort. Die Intonation kann dabei variieren (vgl. Menzel 1997: 18). Ob die Interpunktion vorgelesen wird, hangt davon ab, in welcher Jahrgangs- stufe die Schuler_innen sind. Ab einer gewissen Klassenstufe mussen diese selbstandig gesetzt werden. Gegebenenfalls werden die einzelnen Abschnitte wiederholt. Am Ende wird der Text nochmal komplett vorgelesen. So konnen die Schuler_innen gegebenen- falls nochmal etwas andern und korrigieren oder Nichtverstandenes erganzen. An- schlieBend wird den Schuler_innen bestenfalls noch Zeit fur Korrektur bereitgestellt. Danach sammelt die Lehrkraft die Diktate ein und bewertet sie. Nach diesem Schema lauft ein klassisches Diktat normalerweise ab. Wichtig ist es, dass die Lehrkraft deutlich und in einem angemessenen Lesetempo vorliest, damit alle Schuler_innen folgen kon- nen. Ein zu langer Text kann demotivierend auf die Kinder wirken. Daneben lasst die Konzentration bei langen Texten gegen Ende oft nach. Auch ist es zentral, im Voraus gunstige Voraussetzungen fur das Diktat zu schaffen. Diese sind, dass das Diktat bes- tenfalls am Morgen geschrieben wird, da die Konzentration meist noch am besten ist. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass die Schuler_innen nicht direkt nebeneinander- gesetzt werden, sodass keiner abgelenkt wird. Larm von drauBen oder auBerhalb es Klassenraums ist storend bei einem Diktat, da manche Schuler_innen nicht alles verste- hen konnten. Daher ist es wichtig, darauf zu achten, dass kein Larm von auBerhalb in den Klassenraum eindringt. Vor Beginn des Diktats sollte nochmal geluftet werden, sodass frische Luft im Klassenraum herrscht. AuBerdem sollte die Lehrkraft vor dem Diktat Ruhe schaffen und mit motivierenden und beruhigenden Worten die Schu- ler_innen unterstutzen, umso Anspannung und Angst zu nehmen. Dies ist sehr zentral, da es in jeder Klasse einige Schuler_innen gibt, die sich mit einem Diktat schwertun und eine Abwehrhaltung gegenuber dem Diktat haben. Deswegen sollte auch im Vor- feld darauf geachtet werden, dass eine positive Einstellung gegenuber dem Diktat ge- schaffen wird. Welche Schwierigkeiten dabei auftreten konnen und wie diese beseitigt werden konnen, werden im folgenden Abschnitt erlautert.

2.5 Umgang mit Schwierigkeiten im Diktat

Bei der Realisierung des Diktats treten auch immer wieder einige Schwierigkeiten auf. Ein Aspekt ist beispielsweise die Diktiersprache und das Lesetempo, in dem der Text vorgelesen wird. Nicht fur alle Schuler_innen wird in einem angemessenen Tempo vor­gelesen. So kann es dazu kommen, dass die Kinder nicht mitkommen und ein Wort ver- gessen und ganz auslassen. Auch besonders fur die Lehrkrafte gestaltet es sich ziemlich schwierig, allen Kindern gerecht zu werden. Die Heterogenitat einer Klasse zeigt sich beispielsweise auch in den unterschiedlichen Leistungsniveaus. Trotzdem gibt es ein Diktat fur alle Schuler_innen der Klasse.

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Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Das Diktat. Herausforderungen und Schwierigkeiten für den Rechtschreibunterricht
Hochschule
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Note
1,7
Autor
Jahr
2018
Seiten
16
Katalognummer
V468304
ISBN (eBook)
9783668947207
ISBN (Buch)
9783668947214
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diktat Rechtschreibunterricht Deutsch
Arbeit zitieren
Jessica Huber (Autor), 2018, Das Diktat. Herausforderungen und Schwierigkeiten für den Rechtschreibunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468304

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