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Sonderprogramm Zonenrandförderung

Title: Sonderprogramm Zonenrandförderung

Term Paper , 2004 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nicole Wandrei (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Im Seminar „Regionale Disparitäten und Wirtschaftsförderung“ wurde zunächst die Entwicklung der Raumstrukturen in Deutschland behandelt. Danach folgte ein weitergehender Einblick in die Raumordnungspolitik und -gesetzgebung. Nach der anschließenden Betrachtung der regionalen Wirtschaftpolitik folgte dann die Vorstellung wichtiger Konzepte. Die vorliegende Arbeit gliedert sich in diesen Themenbereich ein. Unter dem Titel: „Sonderprogramm Zonenrandförderung“ wird im folgenden zunächst eine Abgrenzung des Zonenrandgebietes erfolgen. Nach der Beschreibung verschiedener Strukturprobleme, welche nach der deutschen Teilung das Zonenrandgebiet kennzeichneten, wird im Hauptteil auf die Förderung dieses Raumes eingegangen. Abschließend erfolgt eine Betrachtung der Situation nach dem Fall der Mauer 1989 sowie eine kritische Würdigung des Sonderprogramms Zonenrandförderung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Zonenrandgebiet

2.1 Räumliche Abgrenzung des Zonenrandgebietes

2.2. Entstehung des Zonenrandgebietes

3. Strukturprobleme des Zonenrandgebietes infolge der deutschen Teilung

3.1. Bevölkerungsentwicklung

3.2. Arbeitsmarktentwicklung

3.3. Entwicklung der Industrie

3.4. Abgeschnittene Verkehrsverbindungen

4. Förderung des Zonenrandgebietes

4.1. Zonenrandförderungsgesetz

4.2. Ziele und Aufgaben der Zonenrandförderung

4.2.1. Regionale Wirtschaftsförderung

4.2.2. Erhaltung und Neuschaffung von Arbeitsplätzen

4.2.3. Verkehrsförderung

4.2.4. Förderung des Wohnungsbaus

4.2.5. Soziale und kulturelle Maßnahmen

4.3. Instrumente der Zonenrandförderung

4.3.1. Steuerliche Vergünstigungen

4.3.2. Investitionszuschüsse

4.3.3. Ausgleich der Frachtkosten

4.3.4. Vergabe öffentlicher Aufträge

4.4. ERP-Sondervermögen

4.5. Auswirkungen der Zonenrandförderung

5. Entwicklung des Zonenrandgebietes nach 1989

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Strukturprobleme des Zonenrandgebietes infolge der deutschen Teilung und bewertet die Effektivität des implementierten Sonderprogramms zur Zonenrandförderung. Dabei wird analysiert, inwieweit die staatlichen Fördermaßnahmen zur Angleichung der Lebens- und Arbeitsbedingungen beigetragen haben.

  • Historische Entstehung und räumliche Abgrenzung des Zonenrandgebietes.
  • Analyse der Strukturprobleme (Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Industrie, Verkehr).
  • Detaillierte Untersuchung des Zonenrandförderungsgesetzes und seiner Instrumente.
  • Bewertung der Auswirkungen der Fördermaßnahmen auf die wirtschaftliche Entwicklung.
  • Betrachtung der Folgen der Grenzöffnung 1989 für das Zonenrandgebiet.

Auszug aus dem Buch

3.3. Entwicklung der Industrie

In der Abbildung 4 wird mit der Darstellung der Tagebaugrube des Helmstedter Reviers die besondere Problematik für die Industrieentwicklung deutlich. Die innerdeutsche Grenze durchschnitt das Revier, weshalb es beiderseitig zu Behinderungen bei der Betriebsführung kam. Dieses Beispiel war leider kein Einzelfall. Ähnlichen Schwierigkeiten standen auch die Kali- und Steinsalzreviere in Grasleben, Heringen und Phillipsthal sowie die zahlreichen Bergbaugebiete im Harz und Fichtelgebirge gegenüber.

Entwicklungshemmende Faktoren trafen die Industrie jedoch nicht nur im Bereich Bodenschatzgewinnung. Auch die fast vollständige Abtrennung von Beschaffungs- und Absatzmärkten zog weitreichende Folgen nach sich. Insbesondere die Industriegebiete von Peine, Salzgitter und Wolfsburg waren von diesen Benachteiligungen betroffen. Während sich zwar das VW-Werk nach dem Zweiten Weltkrieg durchweg positiv entwickelte und die Region beflügelte, mutierte das übrige Zonenrandgebiet zu einem wirtschaftlichen Krisenherd gerade aufgrund der monostrukturierten Ausrichtung auf die Stahlerzeugung, Metallverarbeitung und Fahrzeugbau.

Als wesentliches Charakteristikum des Zonenrandgebietes kann zudem die fehlende Arbeitsteilung mit den Gebieten jenseits der Grenze angeführt werden. Um die somit abgeschnittenen Beschaffungs- und Absatzmärkte kompensieren zu können, bedurfte es der Erschließung neuer Märkte in erheblichen Entfernungen, was zur Erhöhung der Transportkosten führte. Letztendlich war die Industrie im Zonenrandgebiet im Vergleich zu günstigeren Standorten stark benachteiligt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den thematischen Rahmen des Seminars sowie die Zielsetzung der Arbeit, das Zonenrandgebiet und dessen spezifische Förderung zu untersuchen.

2. Das Zonenrandgebiet: Dieses Kapitel definiert das Zonenrandgebiet sowohl räumlich als auch historisch, basierend auf der Nachkriegsteilung Deutschlands.

3. Strukturprobleme des Zonenrandgebietes infolge der deutschen Teilung: Es werden die negativen Auswirkungen der Grenzziehung auf Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Industrie und Verkehr dargelegt.

4. Förderung des Zonenrandgebietes: Hier werden die rechtlichen Grundlagen und die vielfältigen Instrumente der Wirtschaftsförderung, wie steuerliche Vergünstigungen und Infrastrukturhilfen, detailliert erläutert.

5. Entwicklung des Zonenrandgebietes nach 1989: Das Kapitel beschreibt den kurzzeitigen Wachstumsboom nach der Grenzöffnung und die anschließende Stagnation des Gebiets.

6. Fazit: Das Fazit resümiert die begrenzte Wirksamkeit der Zonenrandförderung hinsichtlich der Angleichung von Lebensverhältnissen und ordnet das Programm historisch ein.

Schlüsselwörter

Zonenrandgebiet, Wirtschaftsförderung, Deutsche Teilung, Strukturprobleme, Zonenrandförderungsgesetz, Infrastruktur, Arbeitsmarkt, Industrieentwicklung, Steuerliche Vergünstigungen, Frachthilfen, Grenzöffnung, Vereinigungsboom, Regionale Disparitäten, Strukturwandel, ERP-Sondervermögen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den ökonomischen und strukturellen Folgen der deutschen Teilung für die Regionen entlang der innerdeutschen Grenze, dem sogenannten Zonenrandgebiet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen die Analyse von Strukturproblemen, die gesetzliche Verankerung der Zonenrandförderung und die Bewertung der Effektivität dieser staatlichen Hilfsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie durch spezifische Förderprogramme versucht wurde, die Standortnachteile des Zonenrandgebietes auszugleichen und gleichwertige Lebensbedingungen zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine raum- und wirtschaftsgeschichtliche Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, Statistiken und Gesetzesgrundlagen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Strukturprobleme und eine detaillierte Darstellung der eingesetzten Förderinstrumente, wie Investitionszuschüsse und steuerliche Erleichterungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Zonenrandgebiet, Wirtschaftsförderung, Strukturprobleme, Zonenrandförderungsgesetz und Grenzöffnung.

Wie beeinflusste die Grenzziehung die industrielle Entwicklung?

Die Grenze führte zur Unterbrechung von Absatz- und Beschaffungsmärkten und erzwang teure Umorientierungen, was insbesondere in Regionen mit monostruktureller Industrie zu wirtschaftlichen Krisen führte.

Warum endete die Förderung nach 1989?

Durch den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung fielen die geopolitischen und ökonomischen Gründe für die spezielle Förderung des ehemaligen Zonenrandgebietes weg, da es nun wieder im Zentrum Deutschlands lag.

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Details

Title
Sonderprogramm Zonenrandförderung
College
University of Lüneburg
Course
Regionale Disparitäten und Wirtschaftsförderung
Grade
1,0
Author
Nicole Wandrei (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V46833
ISBN (eBook)
9783638439312
Language
German
Tags
Sonderprogramm Zonenrandförderung Regionale Disparitäten Wirtschaftsförderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Wandrei (Author), 2004, Sonderprogramm Zonenrandförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46833
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