Ziel dieser Hausarbeit ist es, die Begriffe Inklusion und Exklusion genauer zu erklären. Im ersten Abschnitt geht es um die Begriffsbestimmung von Inklusion und Integration, um zu prüfen welche Unterschiede diese Themen aufweisen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf den drei Gruppen "Familie", "alte Menschen" und "Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen". Diese werden getrennt voneinander definiert und es werden sowohl Inklusionschancen, als auch Exklusionsformen aufgezeigt. Zum Schluss werden alle drei Gruppen verglichen. Als letztes folgt ein Fazit, welches Handlungsoptionen für die Soziale Arbeit aufzeigt.
Unter Inklusion versteht man die uneingeschränkte und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen. Dabei zielt sie auf Vielfältigkeit ab und möchte diese als Normalität in der Gesellschaft verwirklichen. Exklusion als Gegenstück bezieht sich auf Ausgrenzungserfahrungen, die bestimmten Personen oder auch Personengruppen in ihrem Leben zu spüren bekommen. Dabei haben Exklusionsereignisse immer einen mehrdimensionalen Charakter und können aufeinander aufbauen. Inklusion und Exklusion spielen in der Sozialen Arbeit eine grundlegende Rolle.Das Konzept der Inklusion stellt sich in der heutigen Gesellschaft noch als Herausforderung dar und befindet sich in einem Wandel. Exklusionserfahrungen hingegen müssen aufgezeigt und vorgebeugt werden. Familien, alte Menschen und Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen zählen zu den Gruppen, welche von beiden Phänomenen betroffen sind.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Der Begriff Inklusion
2.1 Inklusion und Integration – Unterschiede
3 Der Begriff Exklusion
3.1 Exklusion in Verbindung mit Mehrdimensionalität, Rationalität und Dynamik im Lebenslauf
4 Inklusion und Exklusion in verschiedenen Lebenslagen
4.1 Familie
4.2 Alte Menschen
4.3 Menschen mit psychischen/physischen Beeinträchtigungen
5 Vergleich
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Konzepte Inklusion und Exklusion theoretisch zu fundieren und deren Bedeutung für die Soziale Arbeit anhand dreier spezifischer Personengruppen kritisch zu beleuchten.
- Grundlagen und Differenzierung der Begriffe Inklusion und Integration
- Analyse der Faktoren von Exklusion (Mehrdimensionalität, Rationalität, Dynamik)
- Herausforderungen für Familien in Bezug auf inklusive Teilhabe
- Bedeutung von Wohnformen und Teilhabe für alte Menschen
- Inklusionschancen und Stigmatisierung bei Menschen mit Beeinträchtigungen
Auszug aus dem Buch
3.1 Exklusion in Verbindung mit Mehrdimensionalität, Rationalität und Dynamik im Lebenslauf
Heutzutage wissen wir, dass sich Mehrdimensionalität in der sozialen Exklusion wiederspiegelt. Sie ist ein Faktor der sich aus mehreren Instanzen zusammensetzt. Dazu zählen die Aspekte „… ökonomisch, als auch sozial, kulturell und politisch“ (Wansing, 2005, S. 61). Dabei können sich die einzelnen Ressourcen ergänzen allerdings auch Ausgrenzung schaffen. Beispielsweise wenn die ökonomische Ressource, auch materielle Ressource genannt, fehlt oder nur gering ausgeprägt ist, kann dies die kulturelle oder soziale Ressource eindämpfen. Um dies genauer darzustellen folgt ein Beispiel. Wenn man nicht genügend Geld zur Verfügung hat, (ökonomische Ressource) kann man sich nicht den Trends in der Modebranche folgen, da man sich dies nicht leisten kann. Dies kann zur sozialen Ausgrenzung führen, da man nicht Teil dieser Personengruppe werden kann. Dieses Beispiel verdeutlicht, wie die einzelnen Ressourcen abhängig voneinander sind und sich wechselseitig ergänzen (Wansing, 2005, S. 61).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Begriffe Inklusion und Exklusion in der Sozialen Arbeit ein und definiert das Ziel der Arbeit, diese Phänomene bei ausgewählten Personengruppen zu untersuchen.
2 Der Begriff Inklusion: Das Kapitel erläutert den Inklusionsbegriff als uneingeschränkte Teilhabe und grenzt diesen konzeptionell vom Begriff der Integration ab.
3 Der Begriff Exklusion: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Exklusion sowie deren treibende Faktoren, wie Mehrdimensionalität und gesellschaftliche Rationalität, dargelegt.
4 Inklusion und Exklusion in verschiedenen Lebenslagen: Dieser Abschnitt analysiert die spezifischen Ausgrenzungs- und Inklusionserfahrungen von Familien, alten Menschen sowie Menschen mit Beeinträchtigungen.
5 Vergleich: Die erarbeiteten Aspekte der drei untersuchten Gruppen werden gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten und spezifische Herausforderungen in der Umsetzung von Inklusion aufzuzeigen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und benennt notwendige Handlungsoptionen für Professionelle in der Sozialen Arbeit zur Stärkung der Inklusion.
Schlüsselwörter
Inklusion, Exklusion, Soziale Arbeit, Teilhabe, Integration, Mehrdimensionalität, Familien, alte Menschen, Menschen mit Beeinträchtigungen, Stigmatisierung, Partizipation, Lebenslauf, soziale Ressourcen, Diskriminierung, Fachpersonal.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert das Spannungsfeld von Inklusion und Exklusion innerhalb der Gesellschaft und untersucht, wie diese Prozesse auf bestimmte Personengruppen wirken.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die theoretische Abgrenzung von Inklusion und Integration sowie die Analyse von Ausgrenzungsmechanismen bei Familien, älteren Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Begriffe Inklusion und Exklusion zu definieren, die Lebenslagen betroffener Gruppen zu beleuchten und Handlungsoptionen für die Soziale Arbeit abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die verschiedene Konzepte der Sozialen Arbeit zusammenführt und vergleichend auswertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, die Analyse der Exklusionsfaktoren und die detaillierte Betrachtung der drei spezifischen Personengruppen hinsichtlich ihrer Inklusionschancen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Inklusion, Exklusion, Partizipation, Mehrdimensionalität und die Rolle der Sozialen Arbeit.
Wie unterscheidet die Autorin zwischen Integration und Inklusion?
Integration wird als Hineinnehmen in ein bestehendes System verstanden, während Inklusion die Vielfalt als Normalität begreift und niemanden ausschließt.
Warum spielt die Mehrdimensionalität bei Exklusion eine zentrale Rolle?
Da Exklusion oft nicht nur eine Ursache hat, sondern durch ein Zusammenspiel von ökonomischen, sozialen und kulturellen Defiziten entsteht, die sich gegenseitig verstärken.
Welche Herausforderungen sieht die Autorin für die Soziale Arbeit?
Die größte Herausforderung liegt in der Selbstreflexion der Fachkräfte sowie in der notwendigen interdisziplinären Zusammenarbeit, um Ausgrenzung in Institutionen wie Schulen vorzubeugen.
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- Paula Scharff (Author), 2019, Inklusion und Exklusion von Menschen in verschiedenen Lebenssituationen. Wie unterscheiden sich die Inklusionchancen und Exklusionsformen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468475