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Der Einfluss von Hunden auf die lokale Bevölkerung in Jumilla, Spanien, auf sozio-kultureller, ökonomischer und gesundheitlicher Ebene

Title: Der Einfluss von Hunden auf die lokale Bevölkerung in Jumilla, Spanien, auf sozio-kultureller, ökonomischer und gesundheitlicher Ebene

Research Paper (undergraduate) , 2019 , 32 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marie Thomalla Arellano (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Summary Excerpt Details

Dieser Projektbericht handelt von einer vierwöchigen Feldforschungsübung, in der spanischen Kleinstadt Jumilla im thematischen Bereich Mensch-Hund-Beziehungen, die von Ende Juli bis Ende August 2017 durchgeführt wurde.

Die Mitarbeit bei der lokalen Tierschutzorganisation Cuatro Patas Jumilla ermöglichte mir, als Form der teilnehmenden Beobachtung, den Zugang zum Feld. In diesem Bericht wird erklärt, aus welcher Motivation heraus ich mich für dieses Projekt entschied und welche Rolle mein persönlicher Tierschutzhintergrund dabei spielte.

Außerdem wird beschrieben, was neben meiner Arbeit mit sogenannten "Angsthunden" im Tierheim noch zu meinen Aufgaben gehörte. Zudem wird kurz erläutert, wie sich im Laufe meiner Feldforschungsübung die Forschungsfrage "Inwiefern beeinflussen Hunde in Jumilla, Spanien, die lokale Bevölkerung auf ökonomischer, sozio-kultureller und gesundheitlicher Ebene?" entwickelte.

Anhand von diesen drei Bereichen, die ich als "Ebenen" bezeichne, präsentiere ich einen Teil meiner Forschungsergebnisse und Beobachtungen und erläutere, welche Erkenntnisse ich daraus gezogen habe. Dazu nenne ich ausgewählte Fallbeispiele von meinen Gesprächen oder eigenen Erlebnissen, die meine Schlussfolgerungen unterstützen sollen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Berichtsteil: Abschnitt 1: Deskriptiver Teil

Akteure und relevante Orte meiner Forschungsübung

Motivation für mein Forschungsthema

Zugang und Kontakt zum Feld

Meine Aufgaben bei C. P. Jumilla

Ergebnisse meiner Feldforschungsübung

1. Ökonomische Ebene: Berufliche und finanzielle Entscheidungen und Möglichkeiten durch Hunde bei verschiedenen Akteuren

2. Sozio-kulturelle Ebene: Soziale Interaktionen und Beziehungen, Konflikte und kulturelle Veranstaltungen durch Hunde in Jumilla

3. Gesundheitliche Ebene: Physiologischer und psychologischer Einfluss von Hunden in Jumilla

Abschnitt 2: Reflektierender Teil

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Forschungsarbeit untersucht durch teilnehmende Beobachtung bei der Tierschutzorganisation C. P. Jumilla in Spanien, wie Hunde die lokale Bevölkerung auf ökonomischer, sozio-kultureller und gesundheitlicher Ebene beeinflussen.

  • Analyse des Einflusses von Hunden auf berufliche und finanzielle Entscheidungen der Bevölkerung.
  • Untersuchung der Rolle von Mensch-Hund-Beziehungen bei sozialen Interaktionen und Konflikten.
  • Betrachtung der gesundheitlichen Auswirkungen von Hunden auf den Menschen (physiologisch und psychologisch).
  • Erforschung der Arbeitsweise einer lokalen NGO im Spannungsfeld zwischen Tierschutz und lokalem Kontext.
  • Reflexion über ethnologische Methoden in der Arbeit mit Tieren und Tierschutzakteuren.

Auszug aus dem Buch

Fallbeispiel 3: Unbekannte Frau im Wartezimmer

Anlässlich eines Tierarztbesuchs im Auftrag von C. P. Jumilla, hielt ich mich für ein paar Minuten im Empfangsraum auf, wo ich auf AM. traf und mich mit ihr unterhielt. Während unserer Unterhaltung betrat eine mir unbekannte Frau die Praxis mit ihrem Hund. Sie begrüßte AM. und erzählte ihr, dass ihr Bruder wenige Tage zuvor verstorben war. AM. schien den verstorbenen Bruder zu kennen und sie unterhielten sich etwa 20 Minuten darüber. Ich hörte mit, dass sie in die Tierarztpraxis gekommen war, um ihren Hund zum Hundefriseur zu bringen, trotz bewusst längerer Wartezeit. Sie erklärte AM, dass sie sich nicht zuhause „verkriechen“ wolle, nichts zu tun habe und deshalb den Hund zum Friseur bringe. Ich hielt mich als Zuhörende zurück und nahm kein Gespräch auf, da ich in diesem Moment nicht wusste, welche Reaktion meinerseits angemessen war. Eine Tonaufnahme, sogar eine Befragung oder Gesprächsaufnahme, zwecks meiner Feldforschungsübung hielt ich aus ethischen Gründen für unangebracht.

Dieses Erlebnis stellt für mich ein interessantes Fallbeispiel dar, denn es ermöglicht Interpretationen hinsichtlich des Einflusses von Hunden auf menschliche soziale Interaktionen und wirft die Frage auf, inwiefern Hunde als Mittel zur Kontaktaufnahme dienen können. Darüber hinaus konnte ich häufig beobachten, dass die Anwesenheit von Hunden während eines Gesprächs, wenn der Kontakt bereits stattgefunden hat, auch die Art und Weise beeinflusst, wie Menschen miteinander kommunizieren. Welche Bedeutung und welchen Effekt kann es haben, wenn Menschen während eines Gesprächs den Augenkontakt unterbrechen und stattdessen den anwesenden Hund ansehen und streicheln, aber gleichzeitig signalisieren, dem oder der Gesprächspartner*in zuzuhören? Basierend auf meinen Beobachtungen und Erlebnissen, vermute ich, dass die Zuwendung zum anwesenden Hund zudem in manchen Situationen ein akzeptables Mittel sein kann, um entweder Gespräche zu unterbrechen oder um Gesprächspausen zu überbrücken, bei denen das Schweigen der anwesenden Gesprächspersonen als unangenehm gewertet werden kann. Inwieweit meine Vermutung tatsächlich zutrifft oder durch meinen eigenen kulturellen Hintergrund mit entsprechenden sozialen Konventionen verzerrt wird, bleibt offen.

Zusammenfassung der Kapitel

Berichtsteil: Abschnitt 1: Deskriptiver Teil: Dieser Abschnitt legt die methodische Grundlage der teilnehmenden Beobachtung und führt in den Forschungsgegenstand der Mensch-Hund-Beziehungen in Jumilla ein.

Akteure und relevante Orte meiner Forschungsübung: Hier werden die Akteure der Tierschutzorganisation C. P. Jumilla sowie die für die Forschung zentralen Orte wie Tierheim und Tierarztpraxen vorgestellt.

Motivation für mein Forschungsthema: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe für die Untersuchung, insbesondere die Besonderheit des Tierschutzes in der Region und die ethischen Ansätze der Organisation.

Zugang und Kontakt zum Feld: Die Autorin beschreibt ihre ehrenamtliche Anbindung an den Tierschutzverein und wie ihr eigener Hintergrund den Zugang zur Forschung in Spanien ermöglichte.

Meine Aufgaben bei C. P. Jumilla: Hier wird der tägliche Arbeitsalltag als Freiwillige beschrieben, inklusive der Versorgung von Hunden und der Unterstützung bei Tierschutzmeldungen.

Ergebnisse meiner Feldforschungsübung: Dieser Teil fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung in den drei definierten Ebenen zusammen.

1. Ökonomische Ebene: Berufliche und finanzielle Entscheidungen und Möglichkeiten durch Hunde bei verschiedenen Akteuren: Analyse darüber, wie Hundehaltung finanzielle Entscheidungen und Berufsperspektiven in Jumilla beeinflusst.

2. Sozio-kulturelle Ebene: Soziale Interaktionen und Beziehungen, Konflikte und kulturelle Veranstaltungen durch Hunde in Jumilla: Betrachtung der Rolle von Hunden bei der sozialen Vernetzung, bei Konfliktentstehung sowie in kulturellen Veranstaltungen.

3. Gesundheitliche Ebene: Physiologischer und psychologischer Einfluss von Hunden in Jumilla: Darstellung der wahrgenommenen physischen und psychischen gesundheitlichen Vorteile durch die Mensch-Hund-Beziehung.

Abschnitt 2: Reflektierender Teil: Reflexion über die eigene Rolle im Feld, aufgetretene Herausforderungen, den Umgang mit kulturellen Unterschieden und die methodische Aufarbeitung.

Resümee: Abschließende Zusammenfassung der wissenschaftlichen Relevanz und Empfehlungen für zukünftige Feldforschungsvorhaben.

Schlüsselwörter

Feldforschung, Ethnologie, Tierschutz, Mensch-Tier-Beziehung, Jumilla, Spanien, teilnehmende Beobachtung, soziale Interaktion, Human-Animal-Studies, Tierheim, NGO, Hundehaltung, psychosoziale Gesundheit, Kulturvergleich, Ehrenamt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit ist ein Feldforschungsbericht über Mensch-Hund-Beziehungen in der spanischen Stadt Jumilla, basierend auf einer vierwöchigen teilnehmenden Beobachtung bei der Tierschutzorganisation C. P. Jumilla.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit analysiert, wie Hunde die lokale Bevölkerung beeinflussen, unterteilt in ökonomische, sozio-kulturelle sowie physiologische und psychologische Ebenen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu untersuchen, inwiefern Hunde in Jumilla die lokale Bevölkerung auf ökonomischer, sozio-kultureller und gesundheitlicher Ebene beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wählt als ethnologische Methode die teilnehmende Beobachtung, indem sie unentgeltlich als Freiwillige bei der Tierschutzorganisation C. P. Jumilla arbeitet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen deskriptiven Teil, der die Akteure, den Zugang zum Feld und die Aufgaben beschreibt, sowie in einen Ergebnisteil, der die Beobachtungen zu den drei genannten Ebenen (ökonomisch, sozio-kulturell, gesundheitlich) auswertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Feldforschung, Ethnologie, Tierschutz, Mensch-Tier-Beziehung, Jumilla und Human-Animal-Studies.

Warum spielt die Organisation C. P. Jumilla eine so zentrale Rolle?

Die Organisation dient nicht nur als Forschungsfeld, sondern ist laut der Autorin ein "besonderer Ausnahmefall" im lokalen Kontext, da sie konsequent auf positive Verstärkung und Aufklärung setzt.

Wie beeinflussen Hunde soziale Interaktionen laut der Autorin?

Hunde können als Mittel zur Kontaktaufnahme dienen, Gespräche erleichtern oder überbrücken und verändern die Art und Weise der Kommunikation zwischen Menschen, wie im Fallbeispiel der Wartezimmer-Situation deutlich wird.

Welche Herausforderungen nennt die Autorin bei ihrer Feldforschung?

Zu den Herausforderungen gehörten ein "Kulturschock" durch kulturelle Unterschiede, das hohe Arbeitspensum, die Schwierigkeit, die eigene Rolle als Tierschützerin und Ethnologiestudentin zu trennen, sowie technische Probleme bei der Datensicherung.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der "gitanos" im Kontext der Tierschutzarbeit?

Die Autorin berichtet von verbreiteten Vorurteilen unter Teammitgliedern der Tierschutzorganisation, dass Hunde für die spanischen Roma (gitanos) minderwertig seien, stellt jedoch fest, dass ihr die eigene Position als Freiwillige den Zugang für ein direktes Gespräch mit dieser Gruppe erschwerte.

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Details

Title
Der Einfluss von Hunden auf die lokale Bevölkerung in Jumilla, Spanien, auf sozio-kultureller, ökonomischer und gesundheitlicher Ebene
College
University of Göttingen  (Ethnologisches Institut)
Course
Studentisches Praxisprojekt
Grade
1,3
Author
Marie Thomalla Arellano (Author)
Publication Year
2019
Pages
32
Catalog Number
V468879
ISBN (eBook)
9783668985834
ISBN (Book)
9783668985841
Language
German
Tags
Ethnologie Feldforschung Mensch-Tier-Beziehungen Human-Animal-Studies Forschungsübung Studentisches Praxisprojekt Hunde Spanien Andalusien Hundehaltung Tierschutz Jumilla transdisziplinär
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marie Thomalla Arellano (Author), 2019, Der Einfluss von Hunden auf die lokale Bevölkerung in Jumilla, Spanien, auf sozio-kultureller, ökonomischer und gesundheitlicher Ebene, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468879
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