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Hannah Arendt und die Entstehung von Macht in sozialen Medien

Título: Hannah Arendt und die Entstehung von Macht in sozialen Medien

Trabajo de Seminario , 2018 , 26 Páginas

Autor:in: Angela Gubser (Autor)

Política - Filosofía política e historia de las ideas
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In den letzten Jahren kam es zu einem stetig wachsenden Aufkommen von Onlinekampagnen, die mit der Nutzung sozialer Medien einhergehen. Solche Kampagnen werden unter anderem unter dem Begriff Slacktivism zusammengefasst, der als risikoarme und kostengünstige Handlung über soziale Medien definiert wird. Deren Zweck ist es, das Bewusstsein für ein Anliegen zu stärken, Veränderungen hervorzurufen oder Befriedigung zu gewähren. Über die Effektivität solcher Kampagnen herrscht jedoch seit geraumer Zeit eine rege Debatte.

In dieser Seminararbeit steht die Debatte um solche politischen Handlungen online und deren Effektivität im Zentrum. Die Debatte wird dabei von denjenigen geprägt, die der Effektivität solcher Handlungen skeptisch gegenüberstehen. Um diesen Kritikpunkt zu klären, soll Hannah Arendts Konzeption von Macht als Grundlage dienen. Genauer gesagt soll die Möglichkeit, politische Macht durch die Nutzung von sozialen Medien zu schaffen, ergründet werden. Macht nach Arendt ist von der Fähigkeit der Bevölkerung gemeinsam politisch aktiv zu handeln, gekennzeichnet. Mit neuen Plattformen und Tools, die in einem vernetzten globalen Kontext verfügbar sind, werden die Grenzen von Nationalstaaten überschritten und öffentliche Räume erweitert. Daher wird es auch notwendig, Arendts Konzept in einem erweiterten Kontext zu betrachten. Das Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, dass solche Onlinekampagnen durchaus geeignet sind, um mit politischem Handeln und der damit verbundenen Erzeugung von Macht in Einklang zu stehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Politische nach Hannah Arendt

2.1 Politisches Handeln

2.2 Die Entstehung des öffentlichen Raums

2.3 Der kommunikative Machtbegriff

3. Das Phänomen Slaktivism

3.1 Definition

3.2 Slaktivism als Form des politischen Handelns

3.3 Der öffentliche Raum und Slaktivism

3.4 Die Entstehung von Macht bei Slaktivism

4. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Debatte um die Effektivität von Onlinekampagnen, die oft unter dem Begriff "Slaktivism" kritisiert werden, unter Anwendung der politischen Theorie Hannah Arendts. Dabei wird erforscht, ob soziale Medien als öffentlicher Raum fungieren können, der geeignet ist, politisches Handeln zu ermöglichen und Macht im arendtschen Sinne zu erzeugen.

  • Debatte um Effektivität und politische Wirksamkeit von Onlinekampagnen
  • Analyse politischer Partizipation durch soziale Medien
  • Anwendung der Konzepte von Macht, Handeln und öffentlichem Raum nach Hannah Arendt
  • Untersuchung der digitalen Transformation von Öffentlichkeit und politischer Mobilisierung
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff "Slaktivism"

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition

Der Begriff Slacktivism stammt aus einer Kombination der englischen Begriffe slacker (Faulpelz) und activism (Aktivismus). Slacktivism wird als risikoarme und kostengünstige Handlung über soziale Medien definiert, deren Zweck es ist, das Bewusstsein für ein Anliegen zu stärken, Veränderungen hervorzurufen oder Befriedigung zu gewähren (Lee & Hsieh, 2013).

Sie fallen beispielsweise Handlungen wie das Liken und Teilen von Beiträgen oder das Anschliessen zu Facebook-Gruppen unter den Begriff. Andere Formen wie Online-Petitionen bieten zudem ein lehrreiches Beispiel dafür, wie durch das Internet eine traditionelle Methode effizienter wurde, um Kampagnen zu organisieren, zu verbreiten und zu unterschreiben. Obwohl das Unterschreiben einer Petition offline kaum kompliziert ist, wurde die Prozedur des Findens und Unterschreibens durch einen einfachen Knopfdruck nochmals wesentlich leichter (Christensen, 2011).

Slacktivism umfasst jedoch nicht alle politischen Handlungen im Internet. Der Begriff schliesst Online-Handlungen wie Hacking aus, da diese Handlungen mehr Aufwand erfordern und daher als allgemein ernstzunehmendere Form von politischen Handlungen gelten (Jordan & Taylor, 2004). Obwohl es nicht immer möglich ist, zwischen einzelnen Handlungen sauber zu unterscheiden, ist dies für die meisten Fälle unproblematisch. Von Slaktivism sollten auch Satire oder Trolling unterschieden werden, die zwar einen politischen Bezug haben können, jedoch hauptsächlich dem Zweck der Unterhaltung beziehungsweise der Provokation dienen (Christensen, 2011).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik von Onlinekampagnen ("Slacktivism") und Darstellung der Forschungsfrage unter Einbezug der Theorie von Hannah Arendt.

2. Das Politische nach Hannah Arendt: Theoretische Grundlegung der Arendtschen Begriffe politisches Handeln, öffentlicher Raum und Macht als Basis für die Analyse.

2.1 Politisches Handeln: Erläuterung der Bedeutung von Handeln und Sprechen als wesentliche Elemente politischen Daseins.

2.2 Die Entstehung des öffentlichen Raums: Untersuchung der Bedingungen für einen öffentlichen Raum, in dem politisches Handeln und Debatten stattfinden können.

2.3 Der kommunikative Machtbegriff: Definition von Macht als gemeinschaftliche Fähigkeit, die in der Gruppe entsteht und sich durch politisches Handeln manifestiert.

3. Das Phänomen Slaktivism: Einleitung in die kritische Debatte über soziale Medien als Orte politischer Partizipation.

3.1 Definition: Herleitung und Eingrenzung des Begriffs Slaktivism im digitalen Kontext.

3.2 Slaktivism als Form des politischen Handelns: Untersuchung, inwiefern digitale Interaktionen als politisches Handeln im Sinne Arendts verstanden werden können.

3.3 Der öffentliche Raum und Slaktivism: Analyse der Debatte, ob soziale Medien tatsächlich einen öffentlichen Raum zur Verfügung stellen oder nur eine Ersatzöffentlichkeit bilden.

3.4 Die Entstehung von Macht bei Slaktivism: Überprüfung des Machtpotenzials digitaler Kampagnen und deren Auswirkung auf politische Strukturen.

4. Zusammenfassung und Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und kritische Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen politischer Macht im digitalen Zeitalter.

Schlüsselwörter

Hannah Arendt, Slaktivism, Onlinekampagnen, politisches Handeln, öffentlicher Raum, Macht, soziale Medien, Partizipation, politische Debatte, digitale Transformation, kollektives Handeln, Hashtag-Kampagnen, #MeToo, gesellschaftlicher Wandel, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob politische Onlinekampagnen ("Slaktivism") als Form politischen Handelns betrachtet werden können, die in der Lage ist, Macht im Sinne der politischen Theorie von Hannah Arendt zu erzeugen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die politische Theorie von Hannah Arendt, das Phänomen des "Slaktivismus", die Funktion sozialer Medien als öffentlicher Raum sowie die Wirksamkeit digitaler Partizipationsformen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es aufzuzeigen, dass Onlinekampagnen durchaus geeignet sind, mit politischem Handeln und der damit verbundenen Erzeugung von Macht im arendtschen Sinne in Einklang zu stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, indem sie die Konzepte von Hannah Arendt (Handeln, Macht, Öffentlichkeit) auf das zeitgenössische Phänomen des Online-Aktivismus anwendet und bestehende Forschungsergebnisse dazu kritisch diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Arendts theoretische Konzepte dargelegt, anschließend wird der Begriff "Slaktivism" definiert und kritisch untersucht. Abschließend wird analysiert, wie soziale Medien als öffentliche Räume dienen und wie darin Macht entstehen kann.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben Hannah Arendt und Slaktivism sind politische Partizipation, öffentlicher Raum, Macht, digitale Transformation und kollektives Handeln zentrale Begriffe der Arbeit.

Wie unterscheidet sich "dünner" von "dicker" Aktivismus in der Debatte?

Als "dünner Aktivismus" werden oft risikoarme Online-Handlungen bezeichnet, während mit "dicker Aktivismus" eine tiefgehende, physische politische Bewegung auf der Straße gemeint ist, wobei die Arbeit die Effektivität der Online-Variante neu bewertet.

Welche Rolle spielen Hashtags bei der Generierung von Macht?

Hashtags dienen der Sortierung von Debatten und können dazu beitragen, mobilisierend zu wirken und marginalisierten Themen Aufmerksamkeit zu verschaffen, was den Prozess der Machtbildung in digitalen Gemeinschaften unterstützen kann.

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Detalles

Título
Hannah Arendt und die Entstehung von Macht in sozialen Medien
Autor
Angela Gubser (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
26
No. de catálogo
V468884
ISBN (Ebook)
9783668928312
ISBN (Libro)
9783668928329
Idioma
Alemán
Etiqueta
Politik Politikwissenschaft politische Theorie Hannah Arendt soziale Medien Macht Öffentlichkeit politisches Handeln Twitter Facebook Internet
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Angela Gubser (Autor), 2018, Hannah Arendt und die Entstehung von Macht in sozialen Medien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468884
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