Das Ziel dieser Arbeit ist, den Leser von der Dringlichkeit nachhaltig zu denken und handeln zu überzeugen, mit dem Themenfeld "Nachhaltiges Bauen" bekannt zu machen, ihm einen groben Überblick darüber zu schaffen und mithilfe von Beispielen und Abbildungen die einzelnen Ausprägungen zu veranschaulichen.
Im ersten Kapitel wird der Begriff der Nachhaltigkeit zusammen mit seinem Hintergrund und seinen Dimensionen beleuchtet. Der Fokus liegt darauf, den grundlegenden Sinn der Nachhaltigkeit verständlich zu machen. Im zweiten Kapitel werden die Erkenntnisse vom ersten Kapitel auf die Immobilienwirtschaft übertragen. Es werden die jeweils zu den einzelnen Lebenszyklusphasen gehörenden Maßnahmen erklärt. Des Weiteren wird anhand von Beispielen veranschaulicht, welche möglichen Ausprägungen die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft haben können.
Kapitel drei beschäftigt sich mit dem Begriff Kreislaufwirtschaft und gibt Beispiele für die Umsetzung im Bausektor. Im Kapitel vier werden die Zertifizierungsverfahren für nachhaltige Gebäude zusammen mit deren grundlegenden Kriterien veranschaulicht. Im letzten Kapitel werden verschiedene Fördermöglichkeiten im Bausektor genannt. Es wird erklärt wer einen Anspruch auf Fördergelder hat und wer möglicher Fördergeldgeber im staatlichen, ländlichen und privaten Bereich sein kann. Das Fazit fasst die wichtigsten Erkenntnisse aus allen Kapiteln nochmal zusammen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Nachhaltigkeit
2.1. Hintergrund und Überblick
2.2. Dimensionen der Nachhaltigkeit
3. Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft
3.1. Lebenszyklusbetrachtung eines nachhaltigen Gebäudes
3.2. Nachhaltigkeitsdreieck in der Immobilienwirtschaft
4. Kreislaufwirtschaft
5. Zertifizierungssysteme für nachhaltige Gebäude
6. Fördermöglichkeiten beim nachhaltigen Bauen
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, den Leser für die Dringlichkeit nachhaltigen Denkens und Handelns im Kontext der Bauwirtschaft zu sensibilisieren. Sie vermittelt einen Überblick über die theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeit, deren Anwendung in der Immobilienbranche sowie die praktischen Herausforderungen und Förderoptionen bei der Umsetzung nachhaltiger Bauprojekte.
- Definition und Dimensionen des Nachhaltigkeitsbegriffs
- Anwendung von Nachhaltigkeitsprinzipien im Lebenszyklus von Gebäuden
- Relevanz und Konzepte der Kreislaufwirtschaft (Circular Economy)
- Systematik und Kriterien gängiger Zertifizierungsstandards
- Finanzierungshilfen und staatliche Förderprogramme für nachhaltiges Bauen
Auszug aus dem Buch
3.1. Lebenszyklusbetrachtung eines nachhaltigen Gebäudes
Der Lebenszyklus eines Gebäudes lässt sich in mehrere Phasen aufteilen: Planung, Bau, Nutzung, Modernisierung und Rückbau. Diese werden zusammen mit den relevanten Akteuren auf Nachhaltigkeitsaspekte geprüft. Die Varianten: Umbau, Erweiterung, Teilrückbau, Rückbau und Neubau und deren Kombinationen werden in Bezug auf die Umwelt, die Nutzung natürlicher Ressourcen und Entsorgungswirkungen gemessen und miteinander verglichen.
In der Phase der Planung ist zwischen Neubau oder Umbau und/oder Erweiterung eines existierenden Gebäudes zu entscheiden. Dabei ist die Effizienz der Flächennutzung, sowie die Transport- und Infrastrukturaufwendungen zu untersuchen. Um die Ziele der Nachhaltigkeit zu erfüllen, sollte auch die Reduktion des Energiebedarfs eines Gebäudes gewährleistet werden. In der Ausführungsphase eines Bauprojektes liegt der Fokus auf Technologie, Bauteile, Baumaterialien, Hilfsstoffe u.a. Des Weiteren spielt der Schutz der Arbeiter und der Nutzer eine wichtige Rolle, wozu Maßnahmen für die Baubarkeit, Unterhaltsmöglichkeit, Reparaturmöglichkeit, Ersetzbarkeit usw. entwickelt werden. Die Hauptziele sind die Lebensdauer zu maximieren, die Stoffflüsse zu minimieren, die Wiederverwendbarkeit zu ermöglichen und die Rückbaufähigkeit zu maximieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung verdeutlicht die gesellschaftliche Relevanz nachhaltigen Bauens angesichts hoher Ressourcenverbräuche und ökologischer Auswirkungen des Bausektors.
2. Nachhaltigkeit: Das Kapitel erläutert den Ursprung des Nachhaltigkeitsbegriffs und unterteilt ihn in die drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales.
3. Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft: Hier wird der Fokus auf die Lebenszyklusbetrachtung von Gebäuden sowie das Zusammenspiel verschiedener Nachhaltigkeitskriterien bei Immobilien gelegt.
4. Kreislaufwirtschaft: Dieses Kapitel behandelt das Prinzip der Circular Economy, das darauf abzielt, Ressourcen durch Kreislaufführung und Wiederverwendung von Materialien zu schonen.
5. Zertifizierungssysteme für nachhaltige Gebäude: Es werden relevante Bewertungssysteme wie DGNB, LEED und BREEAM vorgestellt, die zur Messung der Nachhaltigkeitsqualität von Immobilien dienen.
6. Fördermöglichkeiten beim nachhaltigen Bauen: Hierbei werden Anreize und finanzielle Unterstützungsangebote von Bund und privaten Akteuren zur Förderung energetischer Effizienz aufgezeigt.
7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass nachhaltiges Bauen ein komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren ist und eine frühzeitige Prioritätensetzung erfordert.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeit, Immobilienwirtschaft, Lebenszyklusbetrachtung, Kreislaufwirtschaft, Circular Economy, Zertifizierung, DGNB, LEED, BREEAM, Energieeffizienz, Umweltschutz, Ressourcenschonung, Fördermöglichkeiten, Nachhaltigkeitsdreieck, Bauwirtschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und Umsetzung nachhaltiger Prinzipien im Bauwesen und in der Immobilienwirtschaft, um Ressourcen zu schonen und Umweltbelastungen zu reduzieren.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Grundlagen der Nachhaltigkeit, die Anwendung ökologischer und ökonomischer Kriterien über den Lebenszyklus eines Gebäudes, die Kreislaufwirtschaft sowie Zertifizierungsverfahren und Finanzierungshilfen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, Leser für die Dringlichkeit nachhaltigen Bauens zu gewinnen und einen fundierten Überblick über die Ausprägungen und Möglichkeiten nachhaltiger Strategien zu geben.
Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die durch Fachbegriffe, Fallbeispiele und Expertenmeinungen untermauert wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Nachhaltigkeitsdimensionen, die Lebenszyklusphasen von Gebäuden, Konzepte wie Circular Economy, die Funktionsweise von Bewertungssystemen und die verfügbaren Förderlandschaften.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nachhaltigkeitsdreieck, Zertifizierungssysteme (DGNB/LEED), Lebenszyklusbetrachtung und Ressourcenmanagement definiert.
Wie unterscheidet sich die Bewertung von Gebäuden durch Systeme wie DGNB oder LEED?
Die Systeme nutzen unterschiedliche Gewichtungskriterien für ihre Zertifizierungen, wobei beispielsweise die DGNB einen starken Fokus auf die Lebenszykluskosten und die Gesamtqualität (technisch, prozessual, Standort) legt.
Welche Rolle spielt die Kreislaufwirtschaft für den Immobiliensektor laut dem Autor?
Die Kreislaufwirtschaft dient als essenzieller Ansatz, um den hohen Ressourcenverbrauch der Bauindustrie zu mindern, indem Materialien durch Instandhaltung, Reparatur und Wiederverwendung in geschlossenen Kreisläufen gehalten werden.
Wie ist das Verhältnis zwischen Investitionskosten und Nachhaltigkeit bei Neubauten?
Nachhaltiges Bauen geht häufig mit höheren Anfangsinvestitionen einher, die jedoch durch optimierte Betriebskosten über die Lebensdauer des Gebäudes kompensiert werden können.
- Arbeit zitieren
- Dayana Stoykova (Autor:in), 2019, Systematisierung des Themenfeldes "Nachhaltiges Bauen", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468924